Bei dieser Hausarbeit handelt es sich um den Third-Person-Effekt. Dabei wird auch ein Praxisbezug aufgestellt.
Inhaltsverzeichnis
1. Theoretischer Hintergrund des Third-Person-Effekts
1.1 Was ist der Third-Person Effekt?
1.2 Die drei Grundannahmen
1.2.1 Grundbegriffe
1.2.2 Grundannahme: Wahrnehmungsdifferenz
1.2.3 Grundannahme: Folgen aus der Wahrnehmungsdifferenz
1.3 Ein Beispiel
1.4. Forschungslogik
1.4.1 Eine typische Messßung des Third-Person Effektes der Wahrnehmungskomponente
1.5. Hauptaussage der Forschung von W. Phillips Davison
1.6 Bezug zur Kernaussage: Journalismus & PR
2. Kritische Würdigung
3. Weiterentwicklung
4. Forschungsdesign
4.1 Phänomen der sozialen Realität
4.2 Wissenschaftliche Fragestellung
4.3 Fundierung der Fragestellung
4.4 Definition der zentralen Begriffe
4.5 Unterfragen- und Hypothesenbildung
4.6 Konzeption der Untersuchung
4.7 Indikatorenbildung
4.8 Datenerhebung
4.9 Datenanalyse
4.10 Ergebnisdarstellung
4.11 Publikation
4.12 Sach- und Geldmittel
4.13 Zeitplan
4.14 Desiderata
4.15 Bezug zur Berufspraxis: Journalismus und PR
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Übertragbarkeit des Third-Person-Effekts auf den deutschen Kontext, indem sie das experimentelle Forschungsdesign von Cohen et al. (1988) repliziert. Dabei wird analysiert, ob Individuen in Deutschland dazu neigen, den Einfluss von Medienberichten auf andere stärker einzuschätzen als auf sich selbst, und wie dies mit Variablen wie der sozialen Distanz und dem Mediensystem zusammenhängt.
- Theoretische Grundlagen des Third-Person-Effekts
- Methodische Replikation eines US-Experiments
- Einfluss von Quelleneinstellung und sozialem Status
- Vergleich der Mediensysteme (USA vs. Deutschland)
- Implikationen für Journalismus und Öffentlichkeitsarbeit
Auszug aus dem Buch
1.1 Was ist der Third-Person Effekt?
„Menschen halten andere Menschen für stärker medial beeinflussbar als sich selbst“ (Dohle, 2013, S.11), eine erste und vereinfachte Zusammenfassung der Theorie. Die Menschen denken, dass sie selbst unbeeinflusst von Medien sind. In der politischen Meinungsbildung, genauso wie in Alltagsthemen, wie das eigene Erscheinungsbild. Jeder nimmt an, dass sich seine Mitmenschen mehr beeinflussen lassen, als man es selbst lässt. Teilweise sorgen sich die Menschen sogar um andere, auf die sich die Werbung stärker auswirkt (Dohle, 2013, S. 11). Im Jahr 1983 beschäftige sich W. Phillips Davison erstmals mit diesem Wirkungsphänomen (Bonfadelli, 2004, S.190).
„Diese Wahrnehmung von Effekten bei anderen Menschen Perzeptionshypothese – kann wiederum Rückwirkungen auf das eigene Verhalten haben: Verhaltenshypothese. Beispiel: Man perzipiert negative Effekte von Mediengewalt auf Kinder und Jugendliche und befürwortet als Erziehungsperson darum entsprechende Verbote.“ (Bonfadelli, 2004, S.191) Es werden zwei Hypothesen der Medienwirkung miteinander verbunden: Erstens wirken Medien auf andere mehr, als auf mich selbst und zweitens hat diese Differenz Konsequenzen auf mein Handeln (Naab, 2013, S. 51). In seinem ersten Aufsatz zum Thema Third-Person-Effekt „The Third-Person Effect in Communication“, der in der Zeitschrift Public Opinion Quarterly publiziert wurde.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Theoretischer Hintergrund des Third-Person-Effekts: Dieses Kapitel führt in die zentralen Begriffe, die drei Grundannahmen des Effekts sowie die ursprüngliche Forschungslogik nach Davison ein.
2. Kritische Würdigung: Hier erfolgt eine kritische Reflexion des theoretischen Rahmens und der bisherigen empirischen Studien, insbesondere hinsichtlich der Messmethodik und Validität.
3. Weiterentwicklung: Dieses Kapitel beleuchtet nachfolgende Forschungen, die den Third-Person-Effekt durch Faktoren wie Kommunikatorglaubwürdigkeit und Demografie ergänzen.
4. Forschungsdesign: Dies ist der Kern der Arbeit, der die Replikation des Experiments von Cohen et al. (1988) im deutschen Kontext theoretisch herleitet, methodisch konzipiert und kritisch hinterfragt.
Schlüsselwörter
Third-Person-Effekt, Wahrnehmungsdifferenz, Medienwirkung, Verhaltenskomponente, Medienpsychologie, Experimentelle Forschung, Replikationsstudie, Mediensystem, Journalismus, Öffentlichkeitsarbeit, Soziale Distanz, Perzeptionshypothese, Verhaltenshypothese, Agenda Setting, Reputation
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit primär?
Die Arbeit untersucht das Phänomen des Third-Person-Effekts, also die Tendenz von Menschen, anzunehmen, dass Medien andere stärker beeinflussen als sie selbst.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Neben der theoretischen Fundierung werden die psychologischen Mechanismen hinter der Wahrnehmung von Medieneinflüssen sowie die methodischen Herausforderungen bei deren Messung behandelt.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die empirische Überprüfung (Replikation), ob die Ergebnisse einer bekannten US-Studie von 1988 auch auf die heutige deutsche Gesellschaft übertragbar sind.
Welche wissenschaftliche Methode wird eingesetzt?
Die Autorin plant ein experimentelles Design mit einer standardisierten schriftlichen Befragung, bei dem verschiedene Stimuli (Zeitungsartikel) manipuliert werden.
Was umfasst der Hauptteil der Arbeit?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Einführung, eine kritische Diskussion bestehender Forschung, die Vorstellung aktueller Weiterentwicklungen und das konkrete Forschungsdesign für eine deutsche Replikationsstudie.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Third-Person-Effekt, Wahrnehmungsdifferenz, Medienwirkung, Mediensystem und Replikationsstudie.
Warum wird die Studie von Cohen et al. (1988) als Referenz gewählt?
Die Arbeit sieht in der Studie von Cohen et al. eine besonders logische und gut strukturierte Basis, die sich methodisch präzise auf den deutschen Kontext übertragen lässt.
Welche Rolle spielt die soziale Distanz in der Arbeit?
Die soziale Distanz gilt als zentrale Variable: Je größer die empfundene Distanz zu den „anderen“ (Third Persons), desto stärker fällt die vermutete Medienbeeinflussung aus.
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- Sina Marie Malina (Autor), 2017, Third-Person-Effekt mit Praxisbezug: Journalismus und Public Relations, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/446851