Diese Studienarbeit bezieht sich auf den Hamburger Bezirk Altona und setzt sich mit dem Thema der Kindeswohlgefährdung auseinander.
Im Rahmen einer Gremienanalyse wird genauer auf den Bezirk Altona eingegangen, um einen Überblick darüber zu bekommen, wie der Stadtteil im Hinblick auf das Thema Kindeswohlgefährdung organisiert ist. Dabei wird insbesondere der Aufbau des JHA strukturiert dargestellt.
Im dritten Teil wird in einem sozialpolitischen Diskurs zunächst auf das methodische Vorgehen genauer eingegangen. Dabei spielen die Methoden der Interviewführung eine zentrale Rolle, sowie die Vorarbeit und Nacharbeit der Forschung. Bevor anschließend zwei Interviews analysiert werden, wird ein Überblick darüber gegeben, in welcher Weise und in welchem Umfang sich Bund und Land der Themen Kindeswohlgefährdung und Kinderschutz annehmen, um in der folgenden Analyse darauf Bezug nehmen zu können.
Ein Bezug auf den rechtlichen Rahmen sowie auf Ergebnisse und Daten statistischer Erhebungen ergänzen die Analyse. Die Studienarbeit endet mit einem Reflexionsteil und einem ausführlichen Fazit.
Inhaltsverzeichnis
1 Allgemeiner Teil
1.1 Zusammenfassung
1.2 Einleitung
1.3 Definition Jugendhilfeausschuss
2 Gremienanalyse
2.1 Räumliche Verortung
2.2 Tabellarischer Überblick Themen 16/17
3 Sozialpolitischer Diskurs - Kindeswohlgefährdung
3.1 Methodisches Vorgehen
3.2 Statistiken
3.3 Politische Stellungen
3.4 Rechtlicher Rahmen
3.5 Interview - Politikerin
3.6 Interview - Sozialpädagogin
4 Reflexion
5 Fazit
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle des Jugendhilfeausschusses (JHA) im Hamburger Bezirk Altona mit einem spezifischen Fokus auf den sozialpolitischen Umgang mit dem Thema Kindeswohlgefährdung. Ziel ist es, durch eine Gremienanalyse sowie qualitative Experteninterviews aufzuzeigen, wie politisch auf das Thema reagiert wird und welche Herausforderungen in der praktischen Umsetzung sowie der interdisziplinären Zusammenarbeit bestehen.
- Strukturanalyse des Jugendhilfeausschusses Altona
- Rechtliche Grundlagen und Verfahren bei Kindeswohlgefährdung
- Statistische Auswertung von Inobhutnahmen und Fallzahlen
- Politische Diskurse und Stellungsnahmen auf Landes- und Bezirksebene
- Qualitative Analyse der Zusammenarbeit von Politik und sozialen Trägern
Auszug aus dem Buch
3.1 Methodisches Vorgehen
Im Zuge der Recherche, wurde eine kleine Feldforschung durchgeführt. Dabei wurden durch Beobachtung, insbesondere aber durch ein Interview, empirische Daten erhoben.
Bevor die Interviews durchgeführt wurden, gab es ein Treffen im JHA - Jugendhilfeausschuss Altona. Am 03.05.2017 um 18:00 Uhr fand im Kollegialsaal, eine öffentliche Sitzung statt, in der mehrere Punkte der öffentlichen Kinder- und Jugendarbeit angesprochen wurden. Die Teilnahme an dieser Sitzung diente einerseits dazu, ein bestimmtes Thema für die Forschung herauszuarbeiten, und andererseits sich einen Überblick über die Mitglieder des JHA zu verschaffen.
Es wurde zu sechs Teilnehmern des JHA Altona E-Mail-Kontakt aufgenommen und zwei der angesprochenen Politiker erklärten sich schließlich dazu bereit, an einem Interview zu bewegen. Der erste Interviewpartner war Frau Stefanie Wolpert aus der Grüne-Fraktion. Es war schwierig, einen Sozialarbeiter eines freien Trägers ausfindig zu machen und zu einem Interview zu bewegen. Mit Hilfe und durch Vermittlung des Bezirksamtes Altona konnte letztlich eine zweite Interviewpartnerin ausfindig gemacht werden: Frau Susanne Hoyer, Mitglied eines freien Trägers namens „Gangway e.V.“. Dabei handelt es sich um einen Träger, der unter anderem Sozialräume, sowie stationäre und ambulante Schulprojekte anbietet.
Vor dem Treffen mit den Interviewpartnern, wurde zunächst ein offener Leitfaden erstellt, der einen groben Ablauf gewährleisten sollte und einen Katalog möglicher Fragen enthielt.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Allgemeiner Teil: Dieser Abschnitt gibt einen Überblick über die Zielsetzung der Arbeit, führt in die Thematik der Kindeswohlgefährdung ein und definiert den Jugendhilfeausschuss als zentrales Gremium.
2 Gremienanalyse: Hier wird der Jugendhilfeausschuss im Bezirk Altona räumlich verortet und ein tabellarischer Überblick über die in den Jahren 2016 und 2017 behandelten Themenschwerpunkte gegeben.
3 Sozialpolitischer Diskurs - Kindeswohlgefährdung: Dieses Hauptkapitel analysiert methodisch das Vorgehen der Untersuchung, wertet aktuelle Statistiken aus, beleuchtet politische Positionen und den rechtlichen Rahmen und präsentiert die Ergebnisse der Experteninterviews.
4 Reflexion: In der Reflexion werden die Erkenntnisse aus den Interviews kritisch zusammengeführt, wobei insbesondere die Diskrepanz zwischen politischem Anspruch und finanziell-struktureller Realität beleuchtet wird.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass trotz verbesserter Abläufe weiterhin strukturelle Defizite und ein hoher Zeitdruck in der Arbeit der Behörden bestehen bleiben.
Schlüsselwörter
Jugendhilfeausschuss, Kindeswohlgefährdung, Sozialpolitik, Altona, Inobhutnahme, Jugendamt, Kinderschutz, Prävention, Sozialpädagogik, Gremienanalyse, Jugendhilfeplanung, Fallbearbeitung, Frühwarnsysteme, Kinder- und Jugendhilfegesetz, Qualitative Forschung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die sozialpolitischen Diskurse rund um das Thema Kindeswohlgefährdung am Beispiel des Jugendhilfeausschusses im Hamburger Bezirk Altona.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen die Struktur des Jugendhilfeausschusses, die statistische Entwicklung von Kindeswohlgefährdungen, politische Positionen sowie die Qualität der interdisziplinären Zusammenarbeit.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie der Jugendhilfeausschuss Altona mit dem Thema Kindeswohlgefährdung umgeht und wo Schwachstellen in der strukturellen und politischen Umsetzung liegen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorinnen nutzen eine Kombination aus Gremienbeobachtung und leitfadengestützten Experteninterviews, ergänzt durch eine statistische Sekundärdatenanalyse.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Vorgehensweise, eine statistische Bestandsaufnahme, die Darstellung politischer und rechtlicher Rahmenbedingungen sowie die Auswertung von Interviews mit einer Politikerin und einer Sozialpädagogin.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind Jugendhilfeausschuss, Kindeswohlgefährdung, Sozialpolitik, Altona, Kinderschutz und Inobhutnahme.
Wie unterscheidet sich die Sichtweise der befragten Politikerin von der der Sozialpädagogin?
Während die Politikerin eher auf die politischen Prozesse und Budgetvorgaben blickt, fokussiert die Sozialpädagogin auf die praktischen Herausforderungen des Personals und die Defizite in der täglichen Arbeit mit den Familien.
Welche zentrale Empfehlung oder Kritik ergibt sich aus dem Fazit?
Die Arbeit kritisiert, dass notwendige Hilfeleistungen aus Kostengründen oft beschnitten werden und der Jugendhilfeausschuss erst dann intensiv debattiert, wenn bereits ein schwerwiegender Fall eingetreten ist.
- Citar trabajo
- Vanessa Schuster (Autor), Karoline Kraus (Autor), 2017, Sozialpolitik. Betrachtung des Kindeswohls im Hamburger Bezirk Altona, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/447048