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Sind Regime mit Politiknetzwerken zu vergleichen?

Title: Sind Regime mit Politiknetzwerken zu vergleichen?

Seminar Paper , 2005 , 17 Pages , Grade: 1.3

Autor:in: Martin Heydecke (Author)

Politics - Topic: History of Inernational Relations
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Da es in der zunehmend globalisierten Welt, und damit auch in einer globalisierten Politik, zu immer tieferen und ausdifferenzierteren Vernetzungen, Verwebungen, kommt, stellt sich die Frage, ob die kooperative Zusammenarbeit von interdependenten Akteuren nicht ausschließlich von internationalen Regimes und/ oder Politiknetzwerken erklärt werden kann.

In dieser Arbeit soll versucht werden, Regime und Politiknetzwerke (Policy-Netzwerke) näher zu erklären, ihre spezifische Charakteristik darzustellen und sie durch Beispiele zu veranschaulichen. Zweck dieser Arbeit ist es, die Frage zu beantworten, ob Regime mit Politiknetzwerken zu vergleichen oder gleichzusetzen sind, bzw. ob sogar eine Hierarchie dieser beiden Systeme definiert werden kann.

Hierzu gliedert sich die Arbeit in vier Punkte. Im ersten Abschnitt sollen die Regime und ihre Entstehung im Mittelpunkt stehen. Im zweiten Punkt werden dann die Politiknetzwerke (Policy-Netzwerke) näher erklärt. In der dritten Etappe soll versucht werden, durch anschauliche Beispiele und Erklärungen, die gewonnene Vorstellung dieser beiden Systeme zu verfestigen. Der letzte Abschnitt dieser Arbeit befasst sich mit der Beantwortung der Fragestellung: „Sind Regime mit Politiknetzwerken gleichzusetzen?“.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Regime

1.1 Begriffsklärung - Was sind Regime?

1.2 Die Entstehung von Regimes

2. Politiknetzwerke (Policy-Netzwerke)

2.1 Begriffsklärung - Was sind Politiknetzwerke?

2.2 Die Entstehung von Politiknetzwerken

3. Verdeutlichung der Charakteristik an verschiedenen Beispielen

3.1 Beispiele für Regime

3.2 Beispiele für Politiknetzwerke (Policy-Netzwerke)

4. Sind Regime mit Politiknetzwerken zu vergleichen?

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die theoretischen Zusammenhänge zwischen internationalen Regimes und Politiknetzwerken, um zu klären, ob diese Konzepte vergleichbar oder gleichzusetzen sind und ob eine hierarchische Einordnung möglich ist.

  • Grundlagen und Definitionen von internationalen Regimes
  • Konzeptualisierung von Politiknetzwerken (Policy-Netzwerken)
  • Analyse der Entstehungsbedingungen beider Systeme
  • Praktische Veranschaulichung anhand konkreter Beispiele
  • Diskussion der theoretischen Abgrenzung und Verflechtung

Auszug aus dem Buch

1.1 Begriffsklärung - Was sind Regime?

Die Regimetheorie wurde von Robert O. Keohane und seinem Werk After Hegemony entscheidend geprägt. Keohane versucht hier darzustellen, dass es möglich ist, dass Staaten -über alle Hemmnisse und Hindernisse hinweg- dazu in der Lage sind, internationale Kooperation im gemeinsamen Interesse aufzubauen (vgl. Zangl 2003: 121). Nach Keohane sind Regime bzw. internationale Regime kooperative internationale Institutionen, die sich auf spezifische Problemfelder der internationalen Politik beziehen, aber nicht als eigenständige Akteure handeln können. (vgl. Keohane 1984: 57ff)

Das heutige Verständnis von Regimes geht im Wesentlichen auf die Regimedefinition von Stephan Krasner zurück, welche inzwischen zum einem Standart geworden ist. Stephan Krasner definiert Regime als den „Zusammenhang von impliziten und expliziten Prinzipien, Normen, Regeln und Entscheidungsverfahren, an denen sich die Erwartungen von Akteuren in einem gegebenen Problemfeld der internationalen Beziehungen ausrichten. Prinzipien umfassen empirische, kausale und normative Grundsätze. Normen sind Verhaltensstandards, die sich in Rechten und Pflichten ausdrücken. Regeln sind spezifische Verhaltensvorschriften und -verbote. Entscheidungsverfahren sind die maßgeblichen Praktiken beim Treffen und bei der Implementation kollektiver Entscheidungen“ (Krasner 1983: 2).

Natürlich gibt es auch noch weitere Definitionen. Diese lehnen sich Inhaltlich an Krasner an, oder verdichten sie in einigen Punkten. Evarhard Holtmann definiert Internationale Regime als die „Bezeichnung für die internationale Verregelung eines bestimmten Problemfeldes. Ein Internationales Regime umfasst ein Set von Prinzipien, Normen, Regeln und zugehörigen Entscheidungsprozeduren, welches das Verhalten internationaler Akteure in einem Problemfeld dauerhaft steuert und die Erwartungen der Akteure in Übereinstimmung bringt“ (Holtmann 2000: 282).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Stellt die Forschungsfrage nach der Vergleichbarkeit von Regimes und Politiknetzwerken in einer globalisierten Welt dar und erläutert den Aufbau der Untersuchung.

1. Regime: Definiert Regimes als kooperative Institutionen basierend auf Prinzipien, Normen und Regeln und erläutert deren Entstehungsbedingungen.

2. Politiknetzwerke (Policy-Netzwerke): Erklärt Politiknetzwerke als Wirkungsgefüge von Akteuren zur Gestaltung von Politikinhalten und beleuchtet deren Entstehung als Reaktion auf komplexe Governance-Anforderungen.

3. Verdeutlichung der Charakteristik an verschiedenen Beispielen: Konkretisiert die theoretischen Konzepte anhand von Beispielen wie dem Kyoto-Protokoll für Regimes und parlamentarischen Ausschüssen für Politiknetzwerke.

4. Sind Regime mit Politiknetzwerken zu vergleichen?: Reflektiert kritisch die theoretische Einordnung und diskutiert Argumente für die Unter- bzw. Überordnung der beiden Systeme zueinander.

Schlüsselwörter

Regimetheorie, Politiknetzwerke, Policy-Analyse, Internationale Kooperation, Globalisierung, Institutionen, Governance, Verhandlungssysteme, Akteure, Internationale Beziehungen, Politikfelder, Regelhaftigkeit, Problemlösung, kollektives Handeln, Ressourcenmobilisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die theoretischen Überschneidungen und Unterschiede zwischen dem Konzept der internationalen Regimes und dem der Politiknetzwerke.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind internationale Kooperation, institutionalisierte Regelhaftigkeit und die Art und Weise, wie Akteure in Politikfeldern interagieren.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, ob Regime und Politiknetzwerke gleichzusetzen sind, ob sie sich gegenseitig bedingen oder ob eine Hierarchie zwischen ihnen definiert werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die auf politikwissenschaftlicher Fachliteratur basiert und diese zur Beantwortung der Fragestellung synthetisiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition und Entstehung von Regimes, die Analyse von Politiknetzwerken sowie die praktische Veranschaulichung durch Fallbeispiele.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind Regimetheorie, Politiknetzwerke, Policy-Analyse, Kooperation und Institutionenbildung.

Warum zieht der Autor den Vergleich zur Spieltheorie?

Die Spieltheorie wird herangezogen, um den Bedarf für internationale Regimes zu verdeutlichen, da sie das Dilemma zwischen eigenem Vorteil und notwendiger Kooperation bei interdependenten Akteuren aufzeigt.

Wie unterscheidet der Autor zwischen Regimes und Organisationen?

Regimes werden als Institutionen mit geringer Materialität beschrieben, während Organisationen eine feste Verwaltungsstruktur mit Gebäuden und Personal aufweisen, was sie von Regimes abgrenzt.

Welche Position bezieht der Autor am Ende?

Der Autor tendiert dazu, Regimes als eine Art „Master“-Struktur zu betrachten, während Politiknetzwerke eher als organisatorische Mittel zur Informationsbeschaffung und Kommunikation eingeordnet werden.

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Details

Title
Sind Regime mit Politiknetzwerken zu vergleichen?
College
Martin Luther University
Grade
1.3
Author
Martin Heydecke (Author)
Publication Year
2005
Pages
17
Catalog Number
V44719
ISBN (eBook)
9783638422635
ISBN (Book)
9783638791038
Language
German
Tags
Sind Regime Politiknetzwerken
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Martin Heydecke (Author), 2005, Sind Regime mit Politiknetzwerken zu vergleichen?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/44719
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