Diese Arbeit widmet sich forschend dem klinischen Arbeitsfeld von KunsttherapeutInnen. Die Fragestellungen der explorativen Studie lauten: Wie sieht die klinische Praxis von KunsttherapeutInnen derzeit aus?“ Und:. „Welche Erfahrungen können praktizierende KunsttherapeutInnen weitergeben?“.
Als Untersuchungsinstrument wurde ein Online-Fragebogen mit 28 Fragen entworfen und in einer Vorstudie getestet. Zunächst werden die Rahmenbedingungen der Arbeit an der Klinik erfragt . Der Schwerpunkt des Fragebogens liegt auf der Arbeitsweise der klinisch arbeitenden KunsttherapeutInnen Insgesamt wurden 87 Fragebögen ausgewertet.
Die Auswertung der Daten aus dem Fragebogen zeigt große Divergenzen bei den Rahmenbedingungen der kunsttherapeutischen Arbeit an Kliniken. Auch die Arbeitsweise der KunsttherapeutInnen zeichnet sich durch ihre Vielfältigkeit aus. An verschiedenen Stellen können Tendenzen der kunsttherapeutischen Arbeitsweise in Kliniken herausgefiltert werden. Die Studie will Einblicke in das klinische Arbeitsfeld von KunsttherapeutInnen ermöglichen und den Erfahrungsschatz von Praktizierenden weitergeben. Eine Generalisierung der Ergebnisse auf die Grundgesamtheit der klinisch arbeitenden KunsttherapeutInnen ist nicht möglich.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Herleitung der Fragestellung
1.2 Stand der Forschung
1.3 Stand der Literatur
1.4 Abgrenzung der Titelbegriffe
1.4.1 KunsttherapeutInnen
1.4.2 Klinische Einrichtungen
1.4.3 KunsttherapeutInnen in Kliniken
1.5 Fragestellungen
1.5.1 Wie sieht die klinische Praxis von KunsttherapeutInnen derzeit aus?
1.5.2 Welche Erfahrungen können praktizierende KunsttherapeutInnen weitergeben?
2 Methode
2.1 Untersuchungsdesign
2.1.1 Untersuchungsinstrument
2.1.2 Auswahl der Teilnehmenden und Stichprobe
2.2 Fragebogenentwicklung und Vorstudie
2.3 Durchführung der Studie
2.4 Fragebogenbeschreibung
2.5 Auswertung der Daten
3 Die Ergebnisse
3.1 Umgang mit fehlenden und fehlerhaften Werten
3.1.1 Fehlende Werte
3.1.2 Fehlerhafte Werte
3.2 Stichprobenbeschreibung
3.2.1 Die KunsttherapeutInnen
3.2.2 Die Kliniken
3.3 Ergebnisse der einzelnen Fragen
3.3.1 Rahmenbedingungen der kunsttherapeutischen Arbeit in den Kliniken
3.3.2 Arbeitsweise der KunsttherapeutInnen in den Kliniken
3.3.3 Was hat sich bewährt?
3.4 Zusammenfassung und Darstellung der Ergebnisse im Überblick
3.4.1 Beschreibung der Stichprobe
3.4.2 Rahmenbedingungen
3.4.3 Arbeitsweise und was sich bewährt hat
4 Diskussion
4.1 Diskussion der Methode
4.1.1 Stichprobe und Rücklaufquote
4.1.2 Der Fragebogen
4.1.3 Objektivität
4.1.4 Validität
4.1.5 Reliabilität
4.2 Diskussion der Ergebnisse in Bezug auf bisherige Forschungsergebnisse
4.3 Folgerungen für die weitere Forschung
4.4 Gesamtfazit
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht die aktuelle Arbeitsweise von KunsttherapeutInnen in klinischen Einrichtungen. Ziel ist es, durch eine explorative Online-Umfrage fundierte Einblicke in die tägliche Praxis, die Rahmenbedingungen sowie die bewährten Methoden und Erfahrungen von Praktizierenden zu gewinnen, um sowohl Studierenden als auch Berufseinsteigern Orientierung im klinischen Tätigkeitsfeld zu bieten.
- Erfassung der klinischen Rahmenbedingungen (Arbeitsplatz, Gehalt, Arbeitszeiten).
- Analyse der angewandten kunsttherapeutischen Settings und Arbeitsweisen.
- Identifikation bewährter kunsttherapeutischer Methoden und Gestaltungsthemen.
- Zusammenstellung von Erfahrungswerten für Berufsanfänger in der Klinik.
- Untersuchung der Zielsetzungen der Kunsttherapie im klinischen Kontext.
Auszug aus dem Buch
1.1 HERLEITUNG DER FRAGESTELLUNG
Aus dem Leitbild der Hochschule für Kunsttherapie Nürtingen:
„Obwohl sich die Kunsttherapie in ständiger Weiterentwicklung befindet, gibt es bereits eine große Vielfalt an Ansätzen und Methoden, mit unterschiedlichen Schwerpunktsetzungen, je nach theoretischem Fundament und dem zugrundeliegenden Verständnis von Kunst und Therapie.“ (2007, S. 2).
Das Studium an der HKT Nürtingen zeichnet sich durch die Lehre verschiedener kunsttherapeutischer Vorgehensweisen aus. Die Möglichkeiten kunsttherapeutisch zu arbeiten werden außerdem durch die Beiträge zahlreicher Werke der Fachliteratur erweitert. PETZOLD und SIEPER betonen, dass es „umfangreiche, [...] kaum noch zu überschauende Literatur“ (2007, S. 182) zu diesem Thema gibt.
Die „unterschiedlichen Schwerpunktsetzungen“ der Ansätze und Methoden, welche im Leitbild erwähnt werden, begründen sich unter anderem aus den „heterogenen historischen Wurzeln“ (BADER et al., 1999, S. 7), die der Kunsttherapie zu Grunde liegen. Daraus entwickelten sich seit den Anfängen viele verschiedene Arbeitsbereiche im klinischen, wie auch im außerklinischen Setting (TRÜG & KERSTEN, 2005, S. 4).
Dies erschwert nicht nur Außenstehenden die Orientierung im Praxisfeld Kunsttherapie. Dieser Meinung ist auch MECHLER-SCHÖNACH, die bereits 2005 von 47 unterschiedlichen Namen für die Kunsttherapie spricht, denen jeweils eigene Arbeitsfelder, psychotherapeutische oder philosophische Theorien und Zielgruppen zu Grunde liegen (MECHLER-SCHÖNACH, 2005, S. 11).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in das Forschungsfeld der Kunsttherapie in klinischen Einrichtungen ein und leitet aus der Vielschichtigkeit der Ansätze die zentrale Fragestellung ab.
2 Methode: Hier wird das explorative Design der Online-Umfrage, die Entwicklung des Instruments, die Stichprobenauswahl sowie die Durchführung und die statistische Auswertung der Daten detailliert dargelegt.
3 Die Ergebnisse: Das Kapitel präsentiert die empirischen Daten zur Stichprobe sowie die detaillierten Antworten der Befragten zu Rahmenbedingungen, Arbeitsweisen und praktischen Erfahrungen im klinischen Setting.
4 Diskussion: Die Ergebnisse werden kritisch reflektiert, die Gütekriterien der Studie (Objektivität, Validität, Reliabilität) geprüft und in den Kontext bisheriger Forschungsergebnisse sowie zukünftiger Forschungsbedarfe gestellt.
Schlüsselwörter
Kunsttherapie, Klinische Praxis, Arbeitsweise, Rahmenbedingungen, Online-Umfrage, Berufsfeld, Therapeutisches Setting, Kunsttherapeutische Methoden, Beziehungsgestaltung, Klinische Einrichtungen, Praxisorientierung, Berufseinsteiger, Psychosomatik, Psychiatrie, Ressourcenorientierung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Diplomarbeit beschäftigt sich mit der aktuellen, praktischen Arbeit von KunsttherapeutInnen in verschiedenen klinischen Einrichtungen, um Transparenz in das vielfältige Praxisfeld zu bringen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?
Die Schwerpunkte liegen auf den strukturellen Rahmenbedingungen der Arbeit, der Wahl der therapeutischen Settings, den verwendeten Materialien und Methoden sowie der Weitergabe von Erfahrungswerten an Berufseinsteiger.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die klinische Praxis fundiert zu erfassen, um Studierenden und Einsteigern einen realitätsnahen Einblick in die Arbeitsweise und die bewährten Vorgehensweisen im klinischen Alltag zu geben.
Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Datenerhebung verwendet?
Es wurde eine explorative, quantitative Online-Umfrage unter praktizierenden KunsttherapeutInnen durchgeführt, ergänzt durch die quantitative und qualitative Inhaltsanalyse offener Fragen.
Welche Aspekte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Beschreibung, die detaillierte Ergebnisdarstellung mit zahlreichen Abbildungen zu Arbeitsbelastung, Gehalt, Settings und Behandlungsmethoden sowie deren anschließende Diskussion.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Neben dem zentralen Begriff der Kunsttherapie stehen Fachbegriffe wie klinische Rahmenbedingungen, therapeutisches Setting, Ressourcenorientierung und die Differenzierung von Arbeitsweisen im Fokus.
Wie unterscheiden sich die Arbeitsweisen in den verschiedenen klinischen Settings?
Die Studie zeigt eine große Vielfalt an Settings auf, wobei vor allem die Gewichtung von Gestaltungs- und Gesprächszeit, die Gruppengrößen sowie der Einsatz spezifischer Methoden wie imaginativer Verfahren oder begleitendem Malen stark variieren können.
Welche Rolle spielt die Teamkultur laut den Umfrageergebnissen?
Die Befragten betonen die Bedeutung der Teamkultur für den therapeutischen Erfolg und raten dazu, die eigene Arbeit transparent zu machen und sich im interdisziplinären Team aktiv einzubringen.
- Arbeit zitieren
- Andrea Vollbach (Autor:in), 2013, KunsttherapeutInnen in Kliniken. Erläuterung und Praxis, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/447327