Im Rahmen dieser Unterrichtseinheit untersuchen die SuS kriteriengeleitet den regionalen Wirtschaftsraum aus ihrer Sicht und der Sicht von Unternehmen, beschreiben in diesem Zusammenhang die technische sowie soziale Infrastruktur und analysieren die Standortfaktoren. Die SuS entwickeln ein kritisches Bewusstsein im Hinblick auf regionale Wirtschaftsräume und erkennen, dass die Arbeits- und Lebensbedingungen regional unterschiedlich sind.
Die SuS unterscheiden harte sowie weiche Standortfaktoren und analysieren anhand eines Fallbeispiels die Bedeutung von Standortfaktoren für Unternehmen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einordnung der Stunde in die Unterrichtseinheit
2.Kompetenzerwartungen
2.1 Zur Unterrichtseinheit
2.2 Zur Unterrichtsstunde
2.3 Kompetenzerwartungen im Einzelnen
3. Informationen zur Lerngruppe
3.1 Rahmenbedingungen
3.2 Lernausgangslage
4. Sachanalyse
5. Verlaufsplanung
Zielsetzung und Themen
Das Hauptziel dieser Unterrichtsstunde ist es, den Schülerinnen und Schülern das Konzept der Standortfaktoren näherzubringen, wobei sie lernen, zwischen harten und weichen Faktoren zu differenzieren und deren Bedeutung für unternehmerische Entscheidungen anhand eines konkreten Fallbeispiels zu analysieren.
- Unterscheidung zwischen harten und weichen Standortfaktoren
- Bedeutung von Standortfaktoren für die Ansiedlung von Unternehmen
- Anwendung des theoretischen Wissens auf ein Fallbeispiel
- Entscheidungsfindung bei der Standortwahl mittels Pro- und Contra-Argumenten
- Reflexion über die Perspektiven von Unternehmen und Arbeitnehmern
Auszug aus dem Buch
4. Sachanalyse
Die nationale und internationale Arbeitsteilung sowie die Globalisierung stellen Kommunen und Regionen bundesweit vor neue Herausforderungen. Der wachsende Wettbewerb zwischen den Standorten erfordert eine Anpassung an Unternehmen, die dazu führt, dass Unternehmen in der Region bleiben, ihr Unternehmen ausbauen oder sich neue Unternehmen ansiedeln. Hierfür spielen die Standortfaktoren eine entscheidende Rolle.
Der Begriff Standortfaktoren beschreibt Eigenschaften, mit dessen Hilfe die Attraktivität eines Standortes ausgedrückt werden kann. Allgemein werden harte und weiche Standortfaktoren unter-schieden. Zu den harten Standortfaktoren zählen Verkehrsanbindung, Arbeitsmarkt, Flächenangebot, Lage zu den Bezugs- und Absatzmärkten, Energie- und Umweltkosten, lokale Steuern und Abgaben sowie Förderangebote. Diese Standortfaktoren spielen für die Unternehmen eine sehr große Rolle und sind ein entscheidender Faktor bei einer Ansiedlung. Die weichen Standortfaktoren unterteilen sich weiter in unternehmensbezogene und personenbezogene Faktoren. Zu den unternehmensbezogenen zählen das Wirtschaftsklima, das Stadt- und Regionsimage, die Branchenkontakte, Hochschul- und Forschungseinrichtungen und die Leistungsfähigkeit der Wirtschaftsverbände. Wichtige personenbezogene Faktoren sind Wohnungsqualität, die Qualität von Bildungseinrichtungen und der sozialen Infrastruktur, der Freizeitwert und die Umweltqualität. Allgemein lässt sich festhalten: Je attraktiver ein Standort ist, desto ansiedlungswilliger sind auch mögliche Unternehmen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einordnung der Stunde in die Unterrichtseinheit: Dieses Kapitel verortet die Stunde innerhalb einer größeren Einheit zum regionalen Wirtschaftsraum und definiert die spezifischen Lernziele.
2.Kompetenzerwartungen: Hier werden die angestrebten inhalts- und prozessbezogenen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler detailliert aufgeführt.
3. Informationen zur Lerngruppe: Dieses Kapitel beschreibt die Zusammensetzung, das Leistungsniveau und das Arbeitsverhalten der betroffenen Klasse.
4. Sachanalyse: Hier werden die theoretischen Grundlagen zu harten und weichen Standortfaktoren sowie deren Bedeutung für regionale Wirtschaftsentwicklungen erläutert.
5. Verlaufsplanung: Dieses Kapitel bietet einen detaillierten tabellarischen Zeitplan für den Unterrichtsablauf inklusive Methoden und Medieneinsatz.
Schlüsselwörter
Standortfaktoren, Harte Standortfaktoren, Weiche Standortfaktoren, Unternehmensansiedlung, Infrastruktur, Regionale Wirtschaft, Wirtschaftsförderung, Standortwahl, Arbeitsmarkt, Wettbewerb, Betriebskosten, Lebensqualität, Infrastruktur, Fallbeispiel, Wirtschaftsklima.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Konzeption einer Unterrichtsstunde zum Thema "Standortfaktoren" innerhalb der Unterrichtseinheit zum regionalen Wirtschaftsraum.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Differenzierung zwischen harten und weichen Standortfaktoren sowie deren Einfluss auf die Attraktivität eines Standortes für Unternehmen.
Was ist das primäre Ziel der Unterrichtsstunde?
Die Schülerinnen und Schüler sollen lernen, Standortfaktoren zu unterscheiden und deren Bedeutung für Unternehmensentscheidungen kritisch zu bewerten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine didaktisch-methodische Unterrichtsplanung erstellt, die auf Fachwissen aus der Geographie und Wirtschaftslehre basiert und durch ein praktisches Fallbeispiel angewendet wird.
Was wird im Hauptteil der Unterrichtsstunde behandelt?
Im Hauptteil analysieren die Lernenden anhand eines fiktiven Unternehmens (Essen auf Rädern) verschiedene Standorte mittels Pro- und Contra-Argumenten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Standortwahl, harte/weiche Standortfaktoren, regionale Wirtschaft und Kompetenzorientierung charakterisiert.
Warum unterscheidet man zwischen harten und weichen Standortfaktoren?
Die Unterscheidung ist notwendig, da harte Faktoren primär kostenrelevant für Unternehmen sind, während weiche Faktoren entscheidend für die Gewinnung qualifizierter Mitarbeiter sind.
Welche Rolle spielt die Region Weser-Ems in der Unterrichtseinheit?
Die Region dient als realer Bezugsraum, an dem die Schülerinnen und Schüler die zuvor erlernten theoretischen Aspekte des Wirtschaftsraumes exemplarisch erkunden.
Was ist das Ziel des Fallbeispiels "Essen auf Rädern"?
Das Fallbeispiel dient dazu, das theoretische Wissen über Standortfaktoren praktisch anzuwenden, indem die Schülerinnen und Schüler eine begründete Standortentscheidung für einen fiktiven Unternehmer treffen.
Wie werden die Ergebnisse im Unterricht gesichert?
Die Sicherung erfolgt durch den Vergleich der Pro- und Contra-Argumente im Plenum am Whiteboard sowie durch die Diskussion der getroffenen Standortentscheidungen.
- Arbeit zitieren
- Lara Meyer (Autor:in), 2016, Ökonomisches Handeln regional, national und international. Standortfaktoren (Geographie, Realschule Klasse 10), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/447342