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Gründe für die Wahlerfolge rechtsextremer Parteien in Deutschland seit 1949

Title: Gründe für die Wahlerfolge rechtsextremer Parteien in Deutschland seit 1949

Term Paper , 2004 , 18 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Erik Pester (Author)

Politics - History of Political Systems
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In dieser Arbeit soll anhand der Geschichte der rechtsextremen Parteien in der Bundesrepublik Deutschland versucht werden, die spezifischen Gründe zu erläutern, was Wähler dazu bewegt in der Wahlkabine bei den rechtsextremen Parteien ihr Kreuz zu machen. Der Untersuchungsgegenstand beschränkt sich hierbei bewusst auf Rechtsextremismus. Durchaus berechtigt wäre die Frage, ob der Untersuchungsgegenstand nicht auf die Wahl rechter Parteien insgesamt, speziell rechtspopulistischer Parteien, wie der Schill-Partei in Hamburg, oder auf extremistische Parteien an sich (also auch linksextremistische) erweitert worden ist. Dazu ist zu sagen, dass die Erklärungsversuche in diesem Fall zu undifferenziert ausfallen würden, oder aber der vorgegebene Rahmen dieser Arbeit gesprengt würde. So sind beispielsweise die Beweggründe in den neuen Bundesländern der PDS, die durchaus linksextremistische Positionen vertritt, seine Stimme zu geben wesentlich vielschichtiger, als eine der rechtsextremen Parteien zu wählen. Aufgrund derartiger Besonderheiten bleibt der untersuchte Gegenstand auf die rechtsextremen Parteien beschränkt.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Kurzer Abriss zur Geschichte rechtsextremer Parteien in der BRD

3. Ansätze zur Erklärung von Wahlerfolgen rechtsextremer Parteien

3.1 Phase 1: 1949 – 1952

3.2 Phase 2: 1964 – 1971

3.3 Phase 3: 1983 – 1996

3.4 Phase 4: 1998 – 2004

4. Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht die historische Entwicklung rechtsextremer Parteien in der Bundesrepublik Deutschland und analysiert die spezifischen Beweggründe für deren Wahlerfolge, um zu klären, ob diese Ausdruck einer latenten rechtsextremen Gesinnung oder eines vorübergehenden Protestverhaltens sind.

  • Historischer Abriss rechtsextremer Parteien in vier Phasen seit 1949.
  • Erklärungsmodelle für Wählerentscheidungen (rationale Protestwahl vs. ideologische Bekenntniswahl).
  • Einfluss von Gelegenheitsstrukturen und politischen Rahmenbedingungen auf Wahlergebnisse.
  • Sozialstrukturelle Analyse der Wählergruppen rechtsextremer Parteien.
  • Die Rolle der PDS als Sammelbecken für Protestwähler in den neuen Bundesländern.

Auszug aus dem Buch

3.1 Phase 1: 1949 bis 1952

Der Grund dafür, dass in den ersten deutschen Bundestag überhaupt rechte Parteien einzogen, liegt in der Ausgestaltung des damaligen Wahlsystems. Keine der Parteien erreichte bundesweit mehr als 5% der Stimmen: weder die WAV, die DKP-DRP, die NDP noch die gemäßigtere „Deutsche Partei“ (DP) konnten für sich die Fünfprozenthürde überschreiten und erlangten ihre Mandate aufgrund der zum Teil recht hohen regionalen Wahlergebnisse. Dass eine Partei nur in einem Bundesland über 5% der Stimmen erlangen musste, um in den Bundestag einzuziehen, ist dem damals sehr föderalen Wahlrecht die starke Parteienfragmentierung zu verdanken.

Dennoch erhielten die rechten Parteien zusammengenommen über 10% aller Stimmen, womit die Frage durchaus von Interesse ist, wo die Gründe für diese aus heutiger Sicht hohen Stimmenanteile für rechte und rechtsextreme Parteien liegen. Wie schon erwähnt, standen die rechten Parteien der Anfangsjahre der BRD in der Tradition der rechtskonservativen deutschnationalen Parteien neben der NSDAP, die sich unter anderem zur „Harzburger Front“ zusammengeschlossen hatten. In ihrer Ausrichtung und Programmatik folgten sie den Vorgaben ihrer Vorläufer aus der Weimarer Republik und dienten als Sammelbecken für einen großen Teil der ehemaligen Wählerschaft (und den Mitgliedern) der Nationalsozialisten.

Die spätere erfolgreiche Entwicklung der BRD konnte zu diesem Zeitpunkt noch nicht vorausgesehen werden und so trauerten nicht wenige Deutsche zu diesem Zeitpunkt dem Vorkriegsdeutschland nach. So stimmten 1950 in einer Befragung des Instituts für Demoskopie (Allensbach) 45% aller befragten Deutschen der Aussage zu, dass es Deutschland in der Zeit von 1933 und 1939 am besten gegangen wäre. Neben die Vorbehalte zur jungen Bundesrepublik gesellten sich auch alte antisemitische und rassistische Einstellungen, die unter anderem Konsequenz von 12 Jahren faschistischer Indoktrination und Propaganda waren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik rechtsextremer Wahlerfolge in der Bundesrepublik ein und erläutert das Ziel der Arbeit, die Ursachen für dieses Wahlverhalten zu erforschen.

2. Kurzer Abriss zur Geschichte rechtsextremer Parteien in der BRD: Das Kapitel bietet einen historischen Überblick über die vier Phasen rechtsextremer Parteienentwicklung von der Gründung der Bundesrepublik bis in die Gegenwart.

3. Ansätze zur Erklärung von Wahlerfolgen rechtsextremer Parteien: Hier werden wissenschaftliche Erklärungsmodelle analysiert, die den Zusammenhang zwischen politischen Gelegenheitsstrukturen, sozialer Lage und rechtsextremer Wahlentscheidung untersuchen.

3.1 Phase 1: 1949 – 1952: Untersuchung der parteipolitischen Situation der frühen Nachkriegszeit und des Einflusses des föderalen Wahlsystems auf die parlamentarische Vertretung rechter Parteien.

3.2 Phase 2: 1964 – 1971: Analyse des Aufstiegs der NPD in den späten 1960er Jahren als Folge wirtschaftlicher Rezession und der Bildung der Großen Koalition.

3.3 Phase 3: 1983 – 1996: Betrachtung der Etablierung der Republikaner, deren Wahlerfolge eng mit der Asyl-Debatte und dem Wunsch nach einer Protestwahl verknüpft waren.

3.4 Phase 4: 1998 – 2004: Fokus auf die Wahlerfolge in den neuen Bundesländern und die Rolle der PDS als Konkurrentin im Bereich der Protestwähler.

4. Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und diskutiert die Herausforderungen für den Umgang mit rechtsextremem Populismus im demokratischen Rechtsstaat.

Schlüsselwörter

Rechtsextremismus, Wahlerfolge, Bundesrepublik Deutschland, Parteien, Wahlverhalten, Protestwahl, Ideologie, Gelegenheitsstrukturen, PDS, NPD, Republikaner, DVU, Politikverdrossenheit, Deprivation, Rechtsstaatlichkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Geschichte und die Ursachen für Wahlerfolge rechtsextremer Parteien in der Bundesrepublik Deutschland seit 1949.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die Phasen der rechtsextremen Parteienentwicklung, die Motive der Wählerschaft sowie der Einfluss politischer und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Es soll geklärt werden, ob die Wahl rechtsextremer Parteien durch eine tief verwurzelte rechte Gesinnung oder durch kurzfristigen politischen Protest motiviert ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Untersuchung basiert auf einer historisch-analytischen Aufarbeitung bestehender Extremismusforschung, Wahlstudien und Parteiendokumentationen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in vier zeitliche Phasen, in denen jeweils die spezifischen Umstände und Faktoren für die Erfolge oder Misserfolge der jeweiligen rechten Parteien untersucht werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Rechtsextremismus, Protestwahl, Gelegenheitsstrukturen, politische Indoktrination und die Modernisierungsverliererthese.

Welche Bedeutung kommt der PDS in dieser Analyse zu?

Die PDS wird insbesondere in der vierten Phase als eine Art Sammelbecken für politikverdrossene Wähler in den neuen Bundesländern betrachtet, das größeren Wahlerfolgen rechtsextremer Parteien entgegenwirken kann.

Wie bewertet der Autor den Umgang mit rechtsextremen Parteien?

Der Autor warnt davor, das Wahlrecht als unmittelbare Reaktion auf Wahlerfolge zu ändern, und plädiert stattdessen für eine politische Auseinandersetzung auf Basis rechtsstaatlicher Prinzipien.

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Details

Title
Gründe für die Wahlerfolge rechtsextremer Parteien in Deutschland seit 1949
College
University of Potsdam
Grade
2,0
Author
Erik Pester (Author)
Publication Year
2004
Pages
18
Catalog Number
V44765
ISBN (eBook)
9783638423007
ISBN (Book)
9783638772815
Language
German
Tags
Gründe Wahlerfolge Parteien Deutschland NPD DVU Rechtsextremismus
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Erik Pester (Author), 2004, Gründe für die Wahlerfolge rechtsextremer Parteien in Deutschland seit 1949, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/44765
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