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Vergleich fremdenfeindlicher und antisemitischer Einstellungsprofile in Europa

Title: Vergleich fremdenfeindlicher und antisemitischer Einstellungsprofile in Europa

Term Paper , 2005 , 14 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Erik Pester (Author)

Politics - Topic: European Union
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Die jüngsten Wahlergebnisse aus Sachsen und Brandenburg haben den erneut Blick der deutschen Öffentlichkeit auf das Thema Rechtsextremismus gelenkt. Die Ankündigungen der NPD ein Wahlbündnis mit der DVU eingehen zu wollen, die Listen der neuen Linkspartei zu unterwandern und verstärkt Neonazis in die Parteistrukturen zu integrieren, sorgten in der Medienlandschaft für Aufregung. Auch die Entwicklungen in Europa gaben Anlass zur Besorgnis. Die politisch motivierten Morde in den Niederlanden an Theo van Gogh und Pim Fortuyn, das rechtskonservative Regierungsbündnis in Italien, die Debatten um die kulturelle Identität Europas mit den Detailfragen EU-Beitritt der Türkei, erwünschte und unerwünschte Einwanderung und die in Deutschland und Frankreich sehr heftig geführte Diskussion um den Umgang mit der islamischen Kultur lassen Themen der rechten Parteien in den Vordergrund treten. Vor diesem Hintergrund ist es von Interesse zu prüfen, wie es um die Befindlichkeiten der Europäer bezüglich rechtsextremer Ansichten bestellt ist, wie anfällig Europa im Einzelnen für rechten Populismus ist. Das Augenmerk soll dabei auf der „Nachfrageseite“ liegen, also bei den Menschen. Es soll versucht werden einen allgemeinen Überblick über die Verbreitung rechtsextremer Ansichten innerhalb der europäischen Bevölkerung zu geben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Problematik eines Vergleichs auf europäischer Ebene

3.Vergleich rechtsextremer Einstellungen in europäischen Staaten

3.1 Ermittlung eines Xenophobie-Index

3.2. Antisemitismus

4. Institutionalisierung rechtsextremer Einstellungen

5.Fazit

6.Literaturliste

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Verbreitung und Ausprägung rechtsextremer Einstellungen sowie deren Institutionalisierung in europäischen Staaten. Ziel ist es, durch eine vergleichende Analyse bestehender Umfragedaten und Wahlergebnisse ein besseres Verständnis für die Anfälligkeit der europäischen Bevölkerung gegenüber rechtsextremem Populismus und fremdenfeindlichen Tendenzen zu gewinnen.

  • Analyse der methodischen Schwierigkeiten bei europaweiten Einstellungsuntersuchungen
  • Untersuchung von Xenophobie-Indizes in verschiedenen europäischen Ländern
  • Betrachtung antisemitischer Strömungen im europäischen Kontext
  • Zusammenhang zwischen rechtsextremen Einstellungen und Wahlerfolgen rechter Parteien
  • Einfluss soziodemographischer Faktoren auf rechtsextreme Orientierungen

Auszug aus dem Buch

3.1 Ermittlung eines Xenophobie-Index

Fremdenfeindlichkeit wird gemeinhin mit Xenophobie gleichgesetzt, was allerdings irreführend sein kann, wenn man den aus dem Griechischen stammenden Begriff wörtlich übersetzt (xenos = fremd, Fremder; phobos = Furcht). Die Furcht, Skepsis und Voreingenommenheit gegenüber Fremden und Fremdem ist dem Menschen, ebenso wie seine angeborene Neugier und das daraus resultierende Spannungsverhältnis grundsätzlich zu eigen (Jaschke 2001: 62). Gemeint ist mit Xenophobie jedoch eine aus dieser übersteigerten Furcht heraus folgende Ablehnungshaltung allem Fremden gegenüber. Das bedeutet, dass Furcht eine aktive und aggressive zusätzliche Komponente erhält: die Feindseligkeit. Aus dem Gefühl der Bedrohung durch Fremde entsteht dann die bis zum Hass steigerungsfähige Abneigung gegen Gruppen von Menschen oder Einzelpersonen (Schmidt 1996: 1086). Die Spanne fremdenfeindlicher Einstellungen ist allerdings – anhand dieses Entwicklungsszenarios durchaus nachvollziehbar – enorm weit gefasst. Sie reicht vom Rassismus bis zum Konservativismus, umfasst allerdings auch traditionalistische und reaktionäre Einstellungsmuster (Küchler 1996: 248 f.).

An dieser Stelle soll die Verbreitung fremdenfeindlicher Einstellungen anhand von zwei Themenfeldern deutlich gemacht werden. Die verwendeten Untersuchungen erfragten zum einen die Meinungen zu der Beurteilung von Einwanderern und zum anderen die Einstellungen zur Zuwanderung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle Relevanz des Rechtsextremismus in Deutschland und Europa und definiert das Ziel der Untersuchung, die Befindlichkeiten der europäischen Bevölkerung zu prüfen.

2. Problematik eines Vergleichs auf europäischer Ebene: Dieses Kapitel erläutert die methodischen Herausforderungen, wie etwa die Vergleichbarkeit von Daten angesichts unterschiedlicher historischer und politischer Kontexte innerhalb Europas.

3.Vergleich rechtsextremer Einstellungen in europäischen Staaten: Hier wird die Verbreitung rechtsextremer Tendenzen analysiert, wobei ein besonderer Fokus auf Xenophobie und Antisemitismus liegt.

3.1 Ermittlung eines Xenophobie-Index: Dieser Abschnitt definiert den Begriff Xenophobie und leitet basierend auf Eurobarometer-Daten und weiteren Quellen einen Index zur Messung fremdenfeindlicher Einstellungen ab.

3.2. Antisemitismus: Das Kapitel untersucht antisemitische Einstellungen als Bündelung verschiedener Dimensionen der Fremdenfeindlichkeit und beleuchtet dabei auch die Rolle Israels als Projektionsfläche.

4. Institutionalisierung rechtsextremer Einstellungen: Hier wird der Zusammenhang zwischen der Verbreitung rechtsextremer Einstellungen in der Bevölkerung und den Wahlergebnissen rechter Parteien empirisch überprüft.

5.Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass rechtsextreme Ansichten in Europa zwar weit verbreitet, aber sehr unterschiedlich verteilt sind, und betont die Notwendigkeit weiterer Forschung.

6.Literaturliste: Die Literaturliste enthält die verwendeten Quellen und Publikationen zur theoretischen und empirischen Fundierung der Arbeit.

Schlüsselwörter

Rechtsextremismus, Europa, Xenophobie, Antisemitismus, Eurobarometer, Fremdenfeindlichkeit, Wahlverhalten, Rechtspopulismus, Migration, Politische Kultur, Einstellungsmuster, Antizionismus, Gesellschaftliche Relevanz, Soziodemographie, Wahlergebnisse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Verbreitung rechtsextremer Ansichten in europäischen Staaten sowie deren Einfluss auf das Wahlverhalten zugunsten rechter Parteien.

Welche zentralen Themenfelder werden in der Untersuchung behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf der Erfassung von Xenophobie, der Analyse antisemitischer Tendenzen und der Institutionalisierung rechter Einstellungen in nationalen Parlamenten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, einen Überblick über die Verbreitung rechtsextremer Ansichten in der europäischen Bevölkerung zu geben und zu prüfen, inwiefern diese mit realen Wahlerfolgen rechter Parteien korrelieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Die Arbeit nutzt eine komparative Sekundäranalyse vorhandener Umfragedaten, insbesondere aus dem Eurobarometer, um länderübergreifende Indizes zu bilden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit thematisiert?

Der Hauptteil befasst sich mit der methodischen Problematik des Vergleichs, der Erstellung von Xenophobie- und Antisemitismus-Indizes sowie dem Abgleich dieser Daten mit Wahlergebnissen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren den Inhalt am besten?

Die Arbeit ist zentral durch Begriffe wie Rechtsextremismus, Xenophobie, Antisemitismus, Wahlverhalten und europäische Integration geprägt.

Warum existiert kein offensichtlicher Zusammenhang zwischen Xenophobie und Wahlerfolgen?

Der Autor argumentiert, dass die Stärke rechter Parteien von weiteren Faktoren wie dem Wahlsystem (z.B. Sperrklauseln) und der Integrationsfähigkeit der etablierten Parteien abhängt.

Welche Rolle spielt der Antisemitismus in diesem Zusammenhang?

Der Antisemitismus wird als diffuses Geflecht dargestellt, wobei Israel häufig als vorgeschobene Erklärung für latenten Antisemitismus dient, der auch in der Mitte der Gesellschaft verbreitet ist.

Hat Deutschland eine Sonderrolle bei rechtsextremen Einstellungen?

Laut den Ergebnissen nimmt Deutschland keine Sonderrolle ein, gehört jedoch zu den Staaten mit den stärksten xenophoben Befindlichkeiten innerhalb der untersuchten Gruppe.

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Details

Title
Vergleich fremdenfeindlicher und antisemitischer Einstellungsprofile in Europa
College
University of Potsdam
Grade
1,0
Author
Erik Pester (Author)
Publication Year
2005
Pages
14
Catalog Number
V44766
ISBN (eBook)
9783638423014
ISBN (Book)
9783638772822
Language
German
Tags
Vergleich Einstellungsprofile Europa Antisemitismus Fremdenfeindlichkeit Rechtsextremismus
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Erik Pester (Author), 2005, Vergleich fremdenfeindlicher und antisemitischer Einstellungsprofile in Europa, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/44766
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