Ist die Verwendung von Bargeld noch zeitgemäß? Empirische Analyse der Bargeldabschaffung in Europa


Masterarbeit, 2017
100 Seiten, Note: 2.0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Grundlagen und Bedeutung des Geldes
2.1 Die Rolle des Geldes in der modernen Wirtschaft
2.1.1 Funktionen des Geldes
2.1.2 Erscheinungsformen des Geldes
2.2 Die Bedeutung des Bargeldes im Zahlungsverkehr
2.3 Auswirkungen der Digitalisierung auf das Zahlungsverhalten

3. Die Europäische Währungsunion und die Organisation der EZB
3.1 Gründung der Europäischen Währungsunion
3.2 Die Rolle der Europäischen Zentralbank
3.2.1 Aufgaben und Ziele der EZB
3.2.2 Geldpolitische Instrumente der EZB

4. Analyse der geldpolitischen Entscheidungen der EZB
4.1 Konventionelle Geldpolitik der EZB in der Eurokrise
4.1.1 Leitzinsentwicklung
4.1.2 Störung des Zinskanals
4.1.3 Störung des Bankkreditkanals
4.1.4 Grenzen konventioneller Geldpolitik der EZB: ein Zwischenfazit.
4.2 Unkonventionelle Geldpolitik der EZB in der Eurokrise
4.2.1 Allgemeiner Überblick
4.2.2 Erfolge der unkonventionellen Geldpolitik
4.2.3 Risiken und Kritik der unkonventionellen Geldpolitik
4.3 Die jüngsten unkonventionellen Maßnahmen
4.3.1 Negativzinsen für Banken
4.3.2 Abschaffung des 500-Euro-Scheins
4.3.3 Einführung einer Bargeldobergrenze

5. Diskussion um das Bargeld
5.1 Schweden als Beispiel für eine bargeldlose Gesellschaft
5.2 Entwicklung in anderen Ländern
5.3 Umfrage zur Bargeldabschaffung
5.3.1 Methodisches Vorgehen
5.3.2 Darstellung der Umfrageergebnisse
5.3.3 Resümee der Umfrage
5.4 Kritische Würdigung

6. Fazit

Anhang

Literaturverzeichnis

Danksagung

An diese Stelle möchte ich mich bei all denjenigen bedanken, die
mich während der Anfertigung dieser Masterarbeit
unterstützt und motiviert haben.

Ein ganz besonderer Dank gilt zunächst meinem Erstbetreuer Herrn Professor Dr.
Marc Piazolo, der mit seinem immensen fachlichen Wissen und seinem persönlichen
Engagement sehr zum Gelingen dieser Masterthesis
beigetragen hat.

Ein besonderer Dank gilt auch allen meinen Freunden aus Zweibrücken, die mir mit viel
Geduld, Interesse und Hilfsbereitschaft zur Seite standen. Ich danke Euch vielmals
für den starken Rückhalt über die Dauer meines gesamten Studiums.

Abschließend möchte ich mich bei meinen Eltern bedanken, die mir mein Studium
durch ihre Unterstützung ermöglicht haben und stets ein offenes
Ohr für meine Sorgen hatten.

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Gesamter Euro-Bargeldumlauf

Abbildung 2: Bevorzugte Bezahlmöglichkeiten der Deutschen

Abbildung 3: Anteil von Zahlungsinstrumenten nach Umsatz und Transaktionsanzahl

Abbildung 4: Gründe für ausschließliche Barzahlung

Abbildung 5: Verwendung von Bargeld gegenüber anderen Zahlungsmitteln in Deutschland

Abbildung 6: Wirtschafts- und Währungsunion

Abbildung 7: Leitzinsen und Geldmarktzinsen im Euroraum

Abbildung 8: Bargeldobergrenze im EU-Raum

Abbildung 9: Entwicklung der Geldmenge in Schweden und das Verhältnis zum BIP

Abbildung 10: Die beliebtesten Zahlungsinstrumente vor fünf Jahren

Abbildung 11: Die beliebtesten Zahlungsinstrumente heute

Abbildung 12: Häufigkeit der Bargeldnutzung

Abbildung 13: Wichtigkeit der Barzahlungsoption

Abbildung 14: Nutzungshäufigkeit der bargeldlosen Zahlung

Abbildung 15: Relevanz der Bargeldabschaffung

Abbildung 16: Bereitschaft zur bargeldlosen Zahlung

Abbildung 17: Persönliches Empfinden der Befragten gegenüber Bargeld

Abbildung 18: Die beliebtesten Zahlungsinstrumente in 10-15 Jahren

Abbildung 19: Bargeldbedeutung in der Zukunft

Abbildung 20: Einführung der Bargeldobergrenzen

Abbildung 21: Persönliche Einstellung zur Bargeldabschaffung

Abbildung 22: Die möglichen Auswirkungen der Bargeldabschaffung

Abbildung 23: Bargeldabschaffung als Instrument zur Kriminalitätsbekämpfung

Abbildung 24: Verfolgungsmöglichkeiten bei Bargeldzahlungen

Abbildung 25: Geschlecht der Teilnehmer

Abbildung 26: Berufsgruppen der Teilnehmer

Abbildung 27: Altersgruppen der Umfrageteilnehmer

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einleitung

Weltweit nutzen die Menschen seit mehr als 2000 Jahren unterschiedliche Geldformen als Tauschmittel, Recheneinheit und zur Wertaufbewahrung.[1] Dabei spielt die Erschei­nungsform des Geldes in Scheinen und Münzen, trotz des heutigen digitalen Zeitalters, für die Bevölkerung weiterhin eine essentielle Rolle. Aber was wird passieren, wenn es kein Bargeld mehr gibt? Welche Auswirkungen hätte die Bargeldabschaffung für die Be­völkerung? Ist dieser Schritt zu vermeiden oder gibt es Alternativen? Welche Motive sind für die Bargeldabschaffung maßgeblich? Ist die Nutzung des Bargeldes überhaupt noch zeitgemäß? Fragen über Fragen.

Was sich zunächst wie ein schlechter Witz anhört, ist in manchen Ländern bereits Reali­tät. Daher wird aktuell über die Zukunft des Bargeldes wie nie zuvor diskutiert. Auslöser hierfür waren die von Kenneth Rogoff[2] getroffenen Aussagen, der sich bereits im Novem­ber 2014 in einem Vortrag in München dazu äußerte, dass Bargeld abgeschafft werden soll. Als Hauptgründe hierzu hat er die Bekämpfung der Kriminalität sowie die steigende Wirkung von geldpolitischen Entscheidungen der Zentralbanken genannt. Seine Überle­gungen und die unterstützende Aussage des deutschen Volkswirts Peter Bofinger[3] haben schließlich dazu geführt, dass die Europäische Zentralbank (EZB) am 4. Mai 2016 die Entscheidung getroffen hat, die Herstellung und Ausgabe von 500-Euro-Banknoten ge­gen Ende 2018 einzustellen. Zudem führten diese Aussagen in Deutschland zu einer kontroversen Diskussion über eine Obergrenze für Barzahlungen in Hohe von 5000 Euro.[4] Diese Diskussion geschieht vor dem Hintergrund, dass der bargeldlose Zahlungs­verkehr in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen hat. Gefördert durch Innovation auf Basis des technologischen Fortschritts hat sich das Konsum- und Zahlungsverhalten der Menschen weltweit verändert. Neben der steigenden Nutzung von Kartenzahlungen entwickeln sich auch weitere innovative Bezahlmöglichkeiten wie beispielsweise PayPal oder Bitcoins rasant. Bereits heute nutzen zahlreiche Länder die innovativen Bezahlmög­lichkeiten und verdrängen somit das Bargeld. Zudem gibt es auch einzelne EU-Länder, die das Recht zur Barzahlung gesetzlich eingeschränkt haben, indem maximale Ober­grenzen festgelegt wurden.[5] In Deutschland hingegen wird die Bezahlung immer noch größtenteils mit Bargeld getätigt. Trotz der Digitalisierung und Verbreitung von weiteren innovativen Zahlungsmöglichkeiten stellt das Bargeld das beliebteste Zahlungsinstru­ment der Deutschen dar. Die Redewendung ״Nur Bares ist Wahres" trifft daher insbeson­dere auf die deutsche Bevölkerung zu, da in Deutschland immer noch über 53 Prozent des Transaktionsumsatzes mit Bargeld abgewickelt werden.[6]

Das Ziel dieser Arbeit ist es, die Chancen und die möglichen Auswirkungen einer Bar­geldabschaffung aufzuzeigen sowie die Perspektiven einer bargeldlosen Gesellschaft für die unterschiedlichen Interessengruppen auszumalen. Daher ist es sinnvoll die aktuell getroffenen geldpolitischen Entscheidungen zu analysieren, um herauszufinden, ob diese den Anfang einer schrittweisen Abschaffung des Bargeldes darstellen.

Zu Beginn werden die theoretischen Grundlagen und die allgemeine Bedeutung des Bar­geldes für die Wirtschaft sowie im Zahlungsverkehr erläutert. Im anschließenden Kapitel wird auf die Gründung der Europäischen Union und die Organisation der EZB abgestellt, um die Rolle der Zentralbank in Europa aufzuzeigen. Darauf aufbauend werden die geld­politischen Entscheidungen der EZB analysiert, wobei zunächst explizit auf konventio­nelle und unkonventionelle Maßnahmen der EZB in der Eurokrise ausführlich eingegan­gen wird. Im Zuge dessen werden die jüngsten unkonventionellen Maßnahmen erörtert, die ein Indiz für eine mögliche Abschaffung des Bargeldes darstellen sollen. Demnach wird in Kapitel 5 über das Bargeld diskutiert und eine Umfrage zur Bargeldabschaffung dargelegt. Des Weiteren werden die Abwägungspunkte des Bargelds erläutert und die möglichen Auswirkungen der Bargeldabschaffung in Form einer kritischen Würdigung be­schrieben. Abschließend wird in einem Fazit ein Ausblick gegeben sowie die eigene Mei­nung der Verfasserin dieser Arbeit erläutert.

2. Theoretische Grundlagen und Bedeutung des Geldes

Um ein besseres Verständnis für das Thema zu erhalten, ist es äußerst wichtig, die Grundlagen zu erläutern und die Bedeutung des Geldes in der Wirtschaft zu schildern. Daher werden in dem nachfolgenden Kapitel die Rolle des Geldes sowie die Bedeutung des Bargeldes im Zahlungsverkehr erläutert. Darauf aufbauend werden die Auswirkun­gen der Digitalisierung auf das Zahlungsverhalten thematisiert und ausgelegt.

2.1 Die Rolle des Geldes in der modernen Wirtschaft

Die Beziehung der meisten Menschen zum Geld ist so selbstverständlich und oberfläch­lich, dass sie sich nicht einmal fragen: Was ist denn Geld? Das Wissen über das Wesen des Geldes ist bei vielen gerade einmal geeignet, um im täglichen Gebrauch ohne grö­ßere Probleme über die Runden zu kommen. Dabei ist Geld eine wichtige menschliche Erfindung. Es ist die Gesellschaft, die das Geld mit seiner Geschichte zu dem Produkt formte, das es heute ist.[7] Das Geld erfüllt ganz bestimmte Funktionen, ohne die eine komplexe Arbeitsteilung und die moderne Volkswirtschaft nicht bestehen würden.[8] Die Besonderheit des Geldes liegt darin, dass es sich problemlos gegen ein anderes Gut eintauschen lässt und sich aus diesem Grund zu einem marktfähigen und ökonomisch effizienten Medium entwickelt hat. Demzufolge ermöglicht es eine schnelle und unkom­plizierte Durchführung von Transaktionen.[9] Ohne Geld wären die Wirtschaftsakteure im­mer noch dazu gezwungen, die Waren und Dienstleistungen ständig gegeneinander auf­zuwiegen, wobei die Suche nach passenden Tauschpartnern einem enormen Aufwand unterliegt. Auch der Handel wäre beinahe unmöglich, da die Austauschrelation der Ware in einer Tauschwirtschaft schwierig zu bestimmen ist. Erst mit der Erfindung des Geldes wurde es ermöglicht, dass sich das Marktgeschehen vom Tauschhandel zu einer arbeits­teiligen Wirtschaft entwickelt und das Handeln erleichtert hat.[10]

Die moderne, arbeitsteilige Wirtschaft bietet dabei eine Vielzahl an Vorteilen. Die Arbeits­teilung führt zunächst zur Erhöhung der Produktivität, indem die Möglichkeit geboten wird, durch Spezialisierung bessere Leistungen zu erzielen. Dies hat zur Folge, dass die Menschen ihre Fähigkeiten weiterentwickeln, wodurch für den Arbeitgeber Anreize ent­stehen, die Arbeitsplätze mit besseren Geräten, Werkzeugen und Maschinen auszustat­ten. Für Arbeitsleistungen erhalten die Haushalte Einkommen in Form von Geld, das sie schließlich für den Kauf von Konsumgütern verwenden. Mit der Steigerung der Nachfrage der Haushalte gehen weitere Investitionen sowie Innovationen der Unternehmen ein­her.[11] Folglich trägt die Arbeitsteilung zu einem höheren Wohlstand bei und stiftet Nutzen für die Gesellschaft.

2.1.1 Funktionen des Geldes

Wie bereits beschrieben, spielt Geld im Wirtschaftsleben eine äußerst wichtige Rolle. Al­lerdings zeigen sich die Vorteile des Geldes in den wesentlichen Funktionen, die diesem zugewiesen werden. Aus volkswirtschaftlicher Perspektive wird daher eine Unterschei­dung von drei Hauptfunktionen des Geldes ermöglicht, wobei jede einzelne Funktion Vor­teile gegenüber dem klassischen Tauschhandel aus der Vergangenheit bietet.[12]

- Zahlungsmittelfunktion. Geld ist primär ein Tauschmittel, wodurch die Tauschvor­gänge vereinfacht werden. Dabei geht es darum, den Austausch von Dienstleistun­gen und Gütern ökonomisch effizient und rational zu gestalten. Geld wird auch für die Gewährung von Krediten und die Begleichung der Schulden benutzt. In diesem Fall handelt es sich nicht um einen Tausch von Gütern, sondern um Finanztransaktionen, wodurch diese Funktion als Zahlungsmittel verstanden werden kann. Hierzu muss die jeweilige Form des Geldes von der Gesellschaft allgemein akzeptiert werden.[13] - Wertaufbewahrungsfunktion. Bei dieser Funktion geht es darum, dass Geld nicht als ein Tauschmittel benutzt, sondern angelegt und fest aufbewahrt wird. Damit ist gemeint, dass die Geldbestände nicht zwangsläufig in Umlauf gebracht werden müs­sen, sondern beliebig lange auf dem Bankkonto bleiben können und sich durch ent­sprechende Verzinsungen multiplizieren.[14] Diese Eigenschaft des Geldes ist insbe­sondere beim Sparen von großer Bedeutung. - Wertmess- und Recheneinheitsfunktion. Die dritte wichtige Funktion des Geldes charakterisiert ihre logische Nutzung als Wertmess- und Recheneinheit. Während die beiden bereits genannten Funktionen die Möglichkeit bieten, das Geld auszugeben oder anzulegen, fungiert diese Funktion als ein Maßstab zur Bestimmung eines Wer­tes. Somit können die Güter und Vermögenswerte in einer allgemeingültigen Bezugs­größe ausgedrückt und dadurch vergleichbar gemacht werden. In der Volkswirtschaft wird auf diese Weise eine Recheneinheit dargestellt, die oft als Geldeinheit (GE) ihre Anwendung findet.[15]

Verallgemeinernd lässt sich also sagen, dass die Funktionen, die dem Geld zugeschrie­ben werden, das Wesen des Geldes verkörpern. Die Voraussetzungen hierfür sind das Vertrauen in die Wertbeständigkeit, gute Teilbarkeit sowie die allgemeine Akzeptanz des Mittels, welches als Geld verwendet wird.[16] Werden diese Voraussetzungen erfüllt, so kann prinzipiell jedes beliebige Mittel von der Gesellschaft als Geld anerkannt werden.

2.1.2 Erscheinungsformen des Geldes

Im Laufe der Geschichte haben sich die Erscheinungsformen des Geldes oft verändert und stufenweise weiterentwickelt. Aus diesem Grund werden im Folgenden die wesent­lichen Erscheinungsformen des Geldes vorgestellt und kurz erläutert.

- Naturaltausch und Naturalgeld. Geld im heutige Sinne war zur Zeit der Naturalwirt­schaft unbekannt und die Güter wurden direkt ״Ware gegen Ware" getauscht. Diese Art des Handels war jedoch sehr komplex, weil der Naturtausch durch den Transport der Ware und das Suchen nach einem geeigneten Tauschpartner enorm erschwert war. Aus diesem Grund hat sich die Benutzung des Naturalgeldes in Form von Schmuckgegenständen sowie von Lebensmitteln und Bekleidung als Zwischen­tauschmittel im Wirtschaftsleben etabliert. Dieser Schritt war in der Geschichte der Geldentwicklung von großer Bedeutung, da das Naturalgeld alle Eigenschaften auf­weist, die auch modernes Geld auszeichnen.[17]
- Metall- und Münzgeld. Im Laufe der Zeit haben sich Edelmetalle wie Silber und Gold als besonders geeignetes Tauschmittel erwiesen und die Funktionen des Geldes übernommen. Im Gegensatz zu anderen Tauschgütern besaßen die Edelmetalle den Vorteil der Wertbeständigkeit. Um den Wert der Metallgegenstände zu ermitteln, wur­den die zur Zahlung verwendeten Metalle am Anfang nur abgewogen. Im Wandel der Zeit jedoch haben diese bestimmten Formen bekommen, indem sie in Ringe, Stäbe und Barren gegossen wurden. Folglich wurden die geprägten Metallstücke immer runder, breiter und flacher.[18] In der Geschichte gilt diese Entwicklung als die Geburts­stunde der Münze und großer Fortschritt für die Menschheit.
- Bargeld (Papiergeld und Münzen). Die Idee von geprägten Münzen war durchaus eine wichtige Erfindung. Allerdings brachte die Ausweitung des Handels die Anre­gung mit sich, das Münzgeld durch ein anderes oder vielmehr bequemeres Zahlungs­mittel zu ersetzen. Das erste Papiergeld stellte jedoch kein Geld im herkömmlichen Sinne dar, sondern die Anweisung zur Auszahlung von Münzgeld.[19] Dabei gelten die Chinesen als die tatsächlichen Erfinder des Papiergeldes. Schon vor über tausend Jahren gaben die chinesischen Staatsbehörden Papiergeld aus, wobei die Geld­scheine ihre Kaufkraft nur durch kaiserlichen Erlass erhielten. Auf diese Weise ließen sich damals die großen Geldbeträge viel leichter, sicherer und schneller transportie­ren.[20] Da das Vertrauen beim Bargeld vorausgesetzt ist, wurde dies in der Vergan­genheit durch eine vollständige Golddeckung, später durch eine teilweise Deckung gestärkt.[21] Die Notenausgabe war insofern an Deckungsvorschriften gebunden und durch die vorhandenen Edelmetallvorräte begrenzt.[22]
- Buchgeld/Giralgeld. Für den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Alltag spielt Bargeld weiterhin eine große Rolle. Dennoch stellt es nur einen kleinen Teil des sich heute im Umlauf befindenden Geldes dar, da der Großteil des Geldes das Buchgeld bzw. Giralgeld bildet. Unter dem Begriff sind Sichtguthaben und kurzfristigen Bank­einlagen zu verstehen, die auf die Bankkonten einbezahlt und für Transaktionen ge­nutzt werden. Das Buchgeld ist im Vergleich zu den Banknoten kein gesetzliches Zahlungsmittel, wird allerdings von der Gesellschaft zunehmend anerkannt. Dies ba­siert besonders darauf, dass das Buchgeld schnell in Bargeld umgewandelt werden kann. Dabei gehören Überweisungen, Lastschriften und Kreditkarten zu den häufigs­ten Zahlungsmitteln im bargeldlosen Zahlungsverkehr.[23] [24]

2.2 Die Bedeutung des Bargeldes im Zahlungsverkehr

Obwohl den Wirtschaftsakteuren sowohl das Bargeld als auch das Buchgeld zur Verfü­gung steht, hat sich die Geldmenge des sich im Umlauf befindenden Bargeldes seit der Euroeinführung im Jahr 2002 extrem erhöht. Um zunächst einen allgemeinen Überblick zu verschaffen, ist in Abbildung 1 dieser Verlauf veranschaulicht.

Abbildung 1: Gesamter Euro-Bargeldumlauf

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Aus der Abbildung geht hervor, dass sich die Geldmenge des Euro-Bargeldes seit der Einführung im Jahr 2002 beinah verfünffacht hat. Kurz nach der Einführung waren Bank­noten im Wert von 220 Mrd. Euro in Umlauf.[25] Laut Österreichischer Nationalbank (ONB) waren bis Ende Dezember 2016 rund 20,22 Mrd. Banknoten mit einem Wert von 1,126 Bill. Euro und 120,97 Mrd. Münzen mit einem Wert von 26,93 Mrd. Euro in Umlauf. Somit beläuft sich der Gesamtwert des sich im Umlauf befindenden Bargeldes momentan auf 1,153 Bill. Euro. Verglichen mit dem Vorjahr (Dezember 2015) stieg der wertmäßige Bar­geldumlauf im Euroraum um 3,9 Prozent an.[26] Allerdings war diese erstaunliche Steige­rung im internationalen Vergleich nicht außergewöhnlich, da der US-Dollar und das Pfund Sterling eine ähnliche Entwicklung zeigten. Im Wesentlichen ist dies auf die Beliebtheit des Euros als Wertaufbewahrungsmittel zurückzuführen. Weitere Gründe für den Auf­schwung sind das niedrige Startvolumen des Euros, die ständige Ausweitung der EU­Länder und die erhöhte Auslandsnachfrage nach Euro-Banknoten.[27] [28]

Außerdem ist die Nutzung des Bargeldes als Zahlungsmittel immer noch sehr verbreitet und beliebt. Eine Umfrage des Industrieverbands Bitkom im Jahr 2014 hat ergeben, dass die deutsche Bevölkerung, trotz mehrerer Alternativen, weiterhin das Bargeld bevorzugt. Wie wichtig dabei das Bargeld ist, wird in der folgenden Abbildung aufgezeigt.

Abbildung 2: Bevorzugte Bezahlmöglichkeiten der Deutschen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Aus Abbildung 2 wird ersichtlich, dass für 62 Prozent der Befragten das Bargeld das wichtigste Zahlungsinstrument ist. Des Weiteren bezeichnen 26 Prozent der Teilnehmer die Girocard als zweitwichtigstes Zahlungsmittel in Deutschland. Die Kreditkarte, mobile und sonstige Zahlungsdienste spielen laut Bitkom weiterhin kaum eine Rolle. 75 Prozent der Befragten sagten, dass sie ihre eigenen Finanzen besser unter Kontrolle haben, wenn sie mit Bargeld zahlen.[29]

Auch die Bundesbank hat im Jahre 2014 eine Studie veröffentlicht, in der das Zahlungs­verhalten im internationalen Vergleich analysiert wurde. Dabei wurde herausgefunden, dass Bargeld bei Zahlungen am Point of Sale (POS) sowie zwischen Personen weiterhin sehr stark genutzt wird. Zwischen den einzelnen Ländern gibt es allerdings zum Teil we­sentliche Unterschiede. Während in den Niederlanden der Bargeldanteil nur bei 52 Pro­zent und in den USA sogar lediglich bei 46 Prozent liegt, wird Bargeld in Deutschland und Österreich für 82 Prozent der Transaktionen eingesetzt, ohne dabei die regelmäßig wie­derkehrenden Zahlungen, wie beispielsweise Strom-, Miet- oder Wasserzahlungen, zu berücksichtigen. Werden diese Werte auf den Transaktionsumsatz bezogen, so belaufen sich die wertmäßigen Anteile auf 53 Prozent für Deutschland, 34 Prozent für die Nieder­lande und 23 Prozent für die USA.[30] [31] Die Abbildung 3 zeigt den Anteil von Zahlungsinstru­menten nach Umsatz und Transaktionsanzahl in Deutschland an.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die Angaben beziehen sich auf die von den Befragten (2.019 Personen) der Zahlungsverhaltensstudie

Abbildung 3: Anteil von Zahlungsinstrumenten nach Umsatz und Transaktionsanzahl31

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Aus Abbildung 3 wird deutlich, dass im Jahre 2014 der Anteil an Barzahlungen in Deutschland bei 79,1 Prozent und gemessen am Umsatz bei 53,2 Prozent lag. Daraus lässt sich schließen, dass trotz der zunehmenden Beliebtheit von Kartenzahlungen das Bargeld weiterhin das beliebteste Zahlungsmittel der deutschen Bevölkerung ist.

Des Weiteren hat die Bundesbank die Gründe herausgefunden, warum knapp 80 Prozent aller Transaktionen in Deutschland mit Banknoten und Münzen abgewickelt werden. In der Abbildung 4 sind die Gründe hierfür dargestellt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 4: Gründe für ausschließliche Barzahlung[32]

Laut Bundesbank haben 65 Prozent der Teilnehmer angegeben, dass sie grundsätzlich bar bezahlen, weil sie dadurch hauptsächlich das Gefühl der besseren Ausgabenkon­trolle haben. Dieses Argument ist mit Abstand der wichtigste Grund für Barzahlungen und wurde auch in anderen wissenschaftlichen Studien betont. Die Einfachheit, Schnelligkeit und Sicherheit von Bargeldtransaktionen sind weitere Gründe für ausschließliche Bar­zahlungen und liegen an zweiter Stelle. Für viele Menschen ist Bargeld somit weiterhin

ein effektives Mittel zur Haushaltsplanung, das am besten diese Kriterien erfüllt. Interes­sant ist jedoch, dass auch für die Teilnehmer, die überwiegend bargeldlose Zahlungsin­strumente nutzen, die gleichen Eigenschaften wichtig sind.[33]

Die Nutzung des Bargeldes ist aber auch von anderen Faktoren abhängig. Daher hat die Bundesbank das Zahlungsverhalten sowie die Nutzung der Instrumente in verschiedenen Konstellationen analysiert. Dabei hat sich herausgestellt, dass in Deutschland nach wie vor viele Zahlungen mit Bargeld getätigt werden, insbesondere wenn es sich um Freizei­taktivitäten, täglichen Bedarf oder Gastronomie handelt.[34] In der folgenden Abbildung sind die Ergebnisse der Studie veranschaulicht.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 5: Verwendung von Bargeld gegenüber anderen Zahlungsmitteln in Deutschland[35]

Aus Abbildung 5 wird ersichtlich, dass 69 Prozent der Konsumenten ihre Einkäufe für den täglichen Bedarf mit Bargeld zahlen. In Kneipen, Imbissen und Schnellrestaurants be­zahlen die Befragten sogar zu 97 Prozent in bar. Demzufolge wurde erkannt, dass die Auswahl des Zahlungsinstruments von der Betragshöhe abhängig ist. Während hohe Be­träge öfters bargeldlos bezahlt werden, wird bei den Kleinbetragszahlungen immer noch zum Bargeld gegriffen.[36]

Zudem wurden weitere Erkenntnisse gewonnen, dass die Entscheidung über den Einsatz von Zahlungsinstrumenten oftmals situationsbedingt ist und unter anderem vom Alter, Geschlecht, Einkommen oder von sonstigen Einflussfaktoren abhängt.[37] Daraus lässt sich schlussfolgern, dass die Wahl der Zahlungsinstrumente grundsätzlich von den un­terschiedlichen Einstellungen, Empfindungen und dem sozialen Status der Menschen ab­hängt. Während für einige das Bargeld am besten die Anforderungen erfüllt, gibt es viele Verbraucherinnen und Verbraucher, die aus den gleichen Gründen bargeldlose Zah­lungsinstrumente bevorzugen.

2.3 Auswirkungen der Digitalisierung auf das Zahlungsverhalten

Im europäischen Bankwesen spielt der Bereich Zahlungsverkehr eine essenzielle Rolle. Im Jahr 2016 ist ein Viertel der Gesamtumsätze der Banken in Europa durch Zahlungs­vorgänge im Einzelhandel hervorgegangen.[38] Allerdings haben sich in der Vergangenheit weitere Zahlungsinstrumente etabliert, die aus verschiedenen Bereichen kommen und die Kunden mit innovativen und interessanten Möglichkeiten begeistern. Neue Begriffe wie Social Banking, Bitcoins, PayPal, Onlinebanking, Mobile Payment und Direct Banking stehen für zahlreiche Beispiele dieser Entwicklung.[39] Obwohl Bargeld weiterhin sehr ver­breitet ist, ist die kontaktlose Zahlung zwar schleppend bei der Bevölkerung angekom­men, wird jedoch die Bankenbranche in den nächsten Jahren dramatisch verändern.[40]

Laut einer Studie gab es in Europa im Jahr 2014 insgesamt 223 Mio. kontaktlose Karten, was im Vergleich zum Vorjahr (2013) einen 60-prozentigen Anstieg bedeutet. Zudem wird bis zum Jahr 2020 eine weitere Wachstumsrate von 20 Prozent erwartet. VISA geht da­von aus, dass in den nächsten drei Jahren die Anzahl an kontaktlosen Terminals enorm ansteigen wird und viele deutsche Einzelhändler ihre alten Terminals durch neue Termi­nals ersetzen, welche über eine kontaktlose Zahlungsfunktion verfügen werden. Auch andere Studien beweisen, dass trotz verbreiteter Nutzung von Banknoten und Münzen die Dominanz des Bargeldes kontinuierlich gesunken und die Anzahl von Kartenzahlun­gen von 2010 bis 2015 um beachtliche 60 Prozent gestiegen ist.[41]

Während einige Zahlungsmöglichkeiten aus der Bankenbranche kommen, entwickeln sich weitere Methoden durch die zunehmende Nutzungshäufigkeit des Internets. Vor al­lem die Non Banks werden wegen ihrer besseren Zahlungslösungen bevorzugt, da sie neue Zahlungsmethoden im Internet, für Smartphones und für das stationäre Geschäft anbieten. Beispiele hierfür sind die größten Unternehmen wie Google, Amazon oder Apple. Mit ihren innovativen Bezahlmöglichkeiten versuchen sie einerseits die Erwartun­gen der Kunden zufriedenzustellen, anderseits ganz neue Bedürfnisse zu wecken.[42]

Des Weiteren gehören sowohl die Telekommunikationsgesellschaften als auch zahlrei­che Start-up-Unternehmen zu den Non Banks, die den Beitritt in die Finanzbranche und das veränderte Zahlungsverhalten als neue erfolgsbringende Chance betrachten. Ge­rade im Zahlungsverkehr ergeben sich zahlreiche Geschäftsmodelle, die durch die Ver­breitung des Internets, in Verbindung mit Smartphones, einen langfristigen Erfolg ver­sprechen. Zudem können sie schneller auf die Marktentwicklungen reagieren, ohne dabei den Komfort und die Zufriedenheit der Kunden zu vernachlässigen.[43]

Durch die enorme Verbreitung und Anerkennung mobiler Bezahlsysteme sowie die Be­reitwilligkeit der Bevölkerung, sich auf neue Technologien einzulassen, haben sich im Zuge der Digitalisierung sogenannte Kryptowährungen entwickelt. Unter einer Krypto- währung ist ein digitales Zahlungsmittel zu verstehen, welches ausschließlich von Privat­personen hergestellt und verwaltet werden kann. Die Besonderheit dieser Währung liegt darin, dass sie von einem dezentralen Zahlungssystem dominiert wird, wodurch sie voll­kommen unabhängig von Behörden und Banken bleibt.[44] Dass sich ausgerechnet in der Zeit der Finanzkrise eine neue, ausschließlich digitale Währung im Zahlungsverkehr etabliert, kommt sicherlich nicht von ungefähr. Besonders in den letzten Jahren, in denen sich negative Meldungen von Finanz- und Wirtschaftskrisen häuften, wurde das Ver­trauen in den Finanzsektor tief erschüttert. Die Menschen haben angefangen sich nach alternativen Finanzmodellen umzuschauen, bei denen die Währung unabhängig von Fi­nanzentscheidungen bleibt und die Banken sowie Behörden von der Kontrolle und Mit­wirkung ausgeschlossen sind.[45]

Zu den bekanntesten Kryptowährungen zählt dabei der Bitcoin. Bereits im Jahre 2009 geschaffen, gilt dieser bis heute als Vorreiter seiner Art. Da die Bitcoins mit einer Stück­zahl von maximal 21 Mio. entwickelt wurden, stehen sie nur beschränkt zur Verfügung. Die Bitcoins können über Bitcoin-Börsen gekauft werden, indem der Verkauf von Gütern gegen Annahme von Bitcoins erfolgt. Aber auch über das Bitcoin-Mining[46] kann Gutha­ben geschaffen werden.[47] Dabei bildet sich der Wert eines Bitcoins aus dem bestehenden Angebot und der Nachfrage und kann daher nicht eingegrenzt werden. Aus diesem Grund ist der Preis eines Bitcoins sehr elastisch.[48] Durch die steigende Akzeptanz als Zahlungs­mittel gewinnt der Bitcoin sowohl bei den Verbrauchern als auch bei den Verkaufsporta­len immer mehr an Bedeutung. Dabei gehören Microsoft, Dell und Greenpeace zu den bekanntesten Unternehmen, welche die Bitcoins bereits akzeptieren.[49]

Neben den zuvor aufgeführten Vorteilen weisen die Bitcoins jedoch signifikante Nachteile auf, wobei zu den wichtigsten die zu starke Volatilität im Preis gehört. Dies kann zu er­höhten Spekulationen an Börsen führen, wodurch sich Spekulationsblasen bilden kön­nen. Da die Zahlungen mit Bitcoins von keiner behördlichen Einrichtung kontrolliert wer­den, kann kein Verbraucherschutz gewährt werden. Des Weiteren besteht die Gefahr, dass durch mögliche Cyberangriffe das gesamte Vermögen verloren geht, weil die Rück­verfolgung von Transaktionen nicht möglich ist. Als ein digitales Zahlungsmittel bietet der Bitcoin zwar eine Reihe an positiven Aspekten, weist aber gleichzeitig einige Defizite auf, die zu einer kontinuierlichen Weiterentwicklung der Bitcoin-Software führen.[50]

3. Die Europäische Währungsunion und die Organisation der EZB

In diesem Kapitel werden die Europäische Währungsunion und die Organisation der EZB vorgesteNt. Dabei wird zunächst auf die Gründung der Europäischen Währungsunion ein­gegangen und die Rolle der EZB beschrieben. Hierzu werden die Aufgaben und Ziele der EZB vorgestellt und wird ein Überblick über die geldpolitischen Instrumente verschafft.

3.1 Gründung der Europäischen Währungsunion

Bereits im Jahre 1970 erfolgten die ersten Überlegungen zu einer Europäischen Wäh­rungsunion. Benannt nach dem damaligen luxemburgischen Premierminister Pierre Wer­ner, wurden mit dem ״Werner-Plan“ die ersten Vorschläge zu einer stufenweisen Verwirk­lichung einer Währungsunion in Europa abgegeben. Allerdings wurden diese Pläne zu­nächst nicht verfolgt, da die damalige Wirtschaftslage sehr schwierig war. Erst Mitte der 1980er griffen die europäischen Politiker die Idee wieder auf, eine Wirtschafts- und Wäh­rungsunion (WWU) in Europa zu schaffen, die den Europäischen Binnenmarkt absichern und vollenden sollte.[51] Mit der Unterzeichnung des EU-Vertrags (Maastricht-Vertrags) am 7. Februar 1992 wurden schließlich die Voraussetzungen für die Europäische Union be­stimmt und wurde ein Zeitplan für die Einführung einer gemeinsamen Währung festge­legt. Somit wurde die Grundlage zur Einführung einer gemeinsamen Währung geschaffen und ein wichtiger Meilenstein in der europäischen Geschichte gelegt.[52] Außerdem wur­den auch die Konvergenzkriterien bestimmt, welche die wirtschaftlichen Voraussetzun­gen für den Eintritt in die Währungsunion darstellen. Dabei gehören Preisstabilität[53],

Wechselkursstabilität[54] und Haushaltsstabilität[55] zu den wichtigsten Kriterien, die erfüllt werden müssen.[56]

Der Weg zur Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion vollzog sich in drei Stufen und wurde jahrelang sorgfältig vorbereitet. In der ersten Stufe (1990 - 1994) ging es da­rum, dass die Mitgliedstaaten ihre nationale Wirtschafts- und Währungspolitik stärker auf die Konvergenzkriterien der Preisstabilität und Haushaltsdisziplin ausrichten. In der zwei­ten Stufe (1994 - 1999) haben die Mitgliedstaaten die wirtschaftlichen und technischen Voraussetzungen geschaffen, um die Einführung der gemeinsamen Währung zu ermög­lichen. Zu Beginn der dritten Stufe (1999) trat die Währungsunion endgültig in Kraft und der Euro wurde zunächst nur als Buchgeld in elf EU-Ländern eingeführt. Erst drei Jahre später, am 1. Januar 2002, folgte dann die Umstellung auf das Euro-Bargeld.[57] Die Eu­roeinführung war aber keine Währungsreform, sondern nur eine Währungsumstellung. Für alle Länder der sogenannten Eurozone wurden dabei fixe Wechselkurse bestimmt, mit denen die jeweiligen Währungen zum Euro getauscht werden konnten. Dadurch ha­ben sich nur die Zahlen und die Währungsbezeichnung verändert, jedoch nicht die Geld­werte. Vermögen, Schulden, laufende Zahlungen und Einkommen wurden nur umgestellt und blieben somit im selben Verhältnis.[58]

Seit der Gründung der Europäischen Währungsunion wurden ständig weitere Länder in die Union aufgenommen, die den Euro als Währung eingeführt haben. Erst vor kurzem sind die baltischen Länder Lettland (2014) und Litauen (2015) in die Eurozone dazuge­stoßen und die Anzahl der Euroländer ist somit auf 19 Mitgliedstaaten gestiegen. Aber auch weitere Länder, wie beispielsweise die ehemaligen jugoslawischen Länder und die Türkei, gelten als möglichen Beitrittskandidaten und führen Verhandlungen über den Ein­tritt in die EWU.[59] Allerdings müssen alle Länder, die der EWU beitreten möchten, die Grundvoraussetzungen, welche als Konvergenzkriterien bekannt sind, erfüllen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Da noch nicht alle EU-Länder der Europäischen Währungsunion beigetreten sind, wird an dieser Stelle zwischen dem Europäischen System der Zentralbanken (ESZB) und dem Eurosystem unterschieden. Das Eurosystem schließt die Europäische Zentralbank und die nationalen Zentralbanken der 19 Mitgliedstaaten ein, die den Euro als gemeinsame Währung bereits eingeführt haben. Das ESZB setzt sich aus der Europäischen Zentral­bank und den nationalen Zentralbanken aller 28 Mitgliedstaaten der Europäischen Union zusammen. Somit gehören dem ESZB auch die Zentralbanken der 9 EU-Länder an, die den Euro als Währung noch nicht eingeführt haben.[60] [61] In Abbildung 6 ist die Zugehörigkeit der Länder zur EWU dargestellt.

Um einen allgemeinen Überblick über die aktuelle Zugehörigkeit der Länder zur EWU zu verschaffen, ist in Abbildung 6 der europäische Kontinent abgebildet, wobei die Länder je nach Zugehörigkeit in verschiedenen Farben markiert sind. Demnach wird ersichtlich, dass die Länder, die in der Farbe Hellbordeaux markiert sind, 19 Mitgliedstaaten der Eu­ropäischen Währungsunion repräsentieren, die das Eurosystem bilden und die den Euro als gemeinsame Währung bereits eingeführt haben. Die Mitgliedstaaten, die in der Farbe Dunkelbordeaux gekennzeichnet sind, gehören zu den 9 EU-Ländern, welche den Euro als Währung noch nicht eingeführt haben. Daher sind sie nur im ESZB vertreten. Das bedeutet, dass die Mitglieder der ESZB zwar kein Mitbestimmungsrecht bei geldpoliti­schen Entscheidungen haben, jedoch verpflichtet sind, die vom EZB-Rat verabschiede­ten Regelungen umzusetzen. Die grau markierten Länder sind sogenannte Drittländer, welche weder zu den Mitgliedstaaten der Europäischen Union gehören noch den Euro als Währung haben. Insgesamt sind es somit 28 Mitgliedstaaten, die aktuell die Europä­ische Union bilden.

3.2 Die Rolle der Europäischen Zentralbank

Wie bereits beschrieben, wurde mit der Gründung der Europäischen Währungsunion ein wichtiger Meilenstein in der europäischen Geschichte gelegt. Allerdings zählen nicht nur die Schaffung der neuen gemeinsamen Währung und ihre schrittweise Einführung zu den Meilensteinen, sondern auch die Gründung eines für den Euro zuständigen EU-Organs spielt in der Geschichte des Eurogebiets eine große Rolle.

Die Europäische Zentralbank ist die zentrale Einrichtung der Währungsunion und wurde am 30. Juni 1998 gegründet. Sie ging aus dem Europäischen Währungsinstitut (EWI) hervor, das bis zur ihrer Gründung die Vorbereitung für die einheitliche europäische Geld­politik koordinierte. Mit dem Hauptsitz in Frankfurt am Main ist die EZB die Zentralbank des Euroraums. Sie stellt somit ein offizielles Organ der Europäischen Union dar und ist die zentrale Institution des Eurosystems.[62] Seit der Gründung der Europäischen Wäh­rungsunion hat die EZB die Aufgabe der geldpolitischen Entscheidungsfindung aller EWU-Länder übernommen, wobei sie über drei Entscheidungsgremien verfügt. Diese sind im Folgenden aufgeführt und die jeweiligen Aufgaben kurz erläutert:

- EZB-Rat: Stellt das wichtigste Entscheidungsgremium dar und besteht aus den Mit­gliedern des Direktoriums und den Präsidenten der 16 Landeszentralbanken des Euro­Währungsgebiets. Der EZB-Rat beurteilt die wirtschaftliche und finanzielle Entwick­lung, legt die Währungspolitik für den Euroraum fest und bestimmt die Zinssätze, zu denen sich Geschäftsbanken Geld von der Zentralbank leihen können.[63] - Das Direktorium: Es setzt sich aus dem Präsidenten, dem Vizepräsidenten und vier weiteren Mitgliedern zusammen, die von den Staats- und Regierungschefs der Länder des Euroraums für eine Amtszeit von acht Jahren ausgewählt werden. Das Direktorium ist zur Durchführung der Währungspolitik berechtigt, bereitet die Sitzungen des EZB- Rates vor, führt die Tagesgeschäfte der Bank aus und übt bestimmte, vom EZB-Rat erteilte Befugnisse aus.[64] - Erweiterter Rat: Ihm gehören der Präsident und der Vizepräsident der EZB sowie die Präsidenten der Landeszentralbanken aller EU-Mitgliedsländer an. Der Erweiterte Rat nimmt an den Beratungs- und Koordinierungsarbeiten der EZB teil und beteiligt sich an den Vorbereitungen für den Beitritt neuer Länder zum Euroraum.[65]

3.2.1 Aufgaben und Ziele der EZB

Die Aufgaben der EZB sind rechtlich festgelegt und im Vertrag über die Arbeitsweise der

Europäischen Union (AEU) aufgeführt. Gemäß Artikel 27 Absatz 2 des AEU-Vertrags

gehören folgende Punkte zu den grundlegenden Aufgaben der EZB:

- die Festlegung und Ausführung der Geldpolitik für das Euro-Währungsgebiet - die Durchführung der Devisengeschäfte - Haltung und Verwaltung der Währungsreserven der Mitgliedstaaten - Förderung des reibungslosen Funktionierens des Zahlungsverkehrs[66]

Darüber hinaus ist die EZB laut Artikel 127 Absatz 6 des AEU-Vertrags für besondere Aufgaben zuständig, indem sie das Aufsichtsorgan für Kreditinstitute darstellt. Diese Auf­gaben übernimmt die EZB innerhalb eines Einheitlichen Aufsichtsmechanismus, der sich aus der EZB und den nationalen zuständigen Behörden zusammensetzt.[67]

Zu den weiteren Aufgaben der EZB gehören die gemeinsame Erhebung von Statistiken und die Stabilität des Finanzsystems, indem sie für einen reibungslosen Verlauf sorgt.[68] Auch die Ausgabe von Banknoten gehört zu den weiteren Aufgaben der Zentralbank. Innerhalb der Union hat nur die EZB das ausschließliche Recht, die Ausgabe von Euro­Banknoten zu genehmigen. Zur Herausgabe von Banknoten sind jedoch sowohl die EZB als auch die NZB berechtigt. Zur Ausgabe der Euromünzen dagegen sind die einzelnen Mitgliedstaaten der Euroländer befugt, wobei die Ausgabemenge durch die EZB bewilligt werden muss.[69] Im Gegensatz zu früher sind die Zentralbanken des Eurosystems an keine Deckungsvorschriften gebunden, weil die Eurowährung eine Fiatwährung[70] ist. Da­her sind sie nicht dazu verpflichtet, die Banknoten in Gold oder andere Vermögensge­genstände einzutauschen.[71]

Alle diese Aufgaben werden mit dem Ziel erfüllt, die Preisniveaustabilität im Euroraum zu gewährleisten. Dabei ist die Gewährleistung der Preisstabilität das vorrangige Ziel des Eurosystems und gesetzlich in Artikel 127 Absatz 1 AEU-Vertrag geregelt. Demnach ist dieses Ziel erreicht, wenn der mittelfristige Anstieg des Harmonisierten Verbraucherpreis Index (HVPI) im Euro-Währungsgebiet unter, aber nahe 2 Prozent gegenüber dem Vor­jahr liegt. Die EZB strebt somit keine niedrigen Inflationsraten in jedem einzelnen Mit­gliedsland an, sondern eine niedrige durchschnittliche Inflationsrate über die 19 Mitglied­staaten. Des Weiteren soll die EZB die allgemeine Wirtschaftspolitik der Europäischen Union unterstützen, wobei das Ziel der Preisstabilität berücksichtigt und nicht beeinträch­tigt werden darf. Dazu gehören unter anderem die nachhaltige Entwicklung Europas und eine wettbewerbsfähige soziale Marktwirtschaft, welche auf Vollbeschäftigung und einen sozialen Fortschritt abzielt.[72] Preisstabilität ist somit nicht nur das vorrangige Ziel der Geldpolitik der EZB, sondern auch ein Ziel der Europäischen Union als Ganzer.

3.2.2 Geldpolitische Instrumente der EZB

Da die Europäische Zentralbank keinen direkten Einfluss auf die Preis- und Marktent­wicklungen sowie Kreditpolitik der Geschäftsbanken hat, kann sie lediglich versuchen, diese indirekt zu beeinflussen. Für die Ausführung dieser Entscheidungen steht ihr eine Reihe gewöhnlicher geldpolitischer Maßnahmen zur Verfügung. Je nach Entwicklung führt die EZB Offenmarktgeschäfte durch, bietet ständige Fazilitäten an und verlangt, dass die Geschäftsbanken die Mindestreserve auf Zentralbankkonten halten. Diese Maß­nahmen werden auch als konventionelle Geldpolitik der EZB bezeichnet und im Folgen­den kurz erläutert:
- Offenmarktgeschäfte: Spielen eine essentielle Rolle in der Geldpolitik des Eurosys­tems. In normalen Zeiten werden sie eingesetzt, um die Zinssätze und Liquidität am Markt zu steuern sowie Signale für den geldpolitischen Kurs zu senden. Dabei geht die Initiative von der EZB aus, wobei sie über das einzusetzende Instrument und die Bedingungen für die Durchführung der Geschäfte entscheidet. Im Hinblick auf ihre Zielsetzung, den Rhythmus und das Verfahren stehen der EZB mehrere Instrumente wie zum Beispiel Hauptrefinanzierungsgeschäfte, längerfristige Refinanzierungsge­schäfte, Feinsteuerungsoperationen oder auch strukturelle Operationen zur Verfü­gung.[73] Besonderes Augenmerk wird dabei dem Hauptrefinanzierungsgeschäft gewid­met. Hierbei handelt es sich um den Hauptrefinanzierungssatz, der aufgrund seiner Bedeutung oft auch als Leitzins der EZB bezeichnet wird. Das ist der festgelegte Zins­satz, welcher den Mindestbietungssatz in den wöchentlichen Liquiditätstendern der EZB darstellt und sich als das wichtigste Instrument zur Steuerung der Geldpolitik her­ausstellt. Der Leitzins kann aber auch als eine Art gewollte Maßgabe für die Zinsen angesehen werden, welche die Banken für die Kredite von Privatkunden verlangen oder für sichere Geldanlagen, wie beispielsweise Tagesgeld oder Festgeld, an Privat­kunden zahlen. Verallgemeinert lässt sich also sagen, dass der Leitzins eines der wichtigsten Steuerungsinstrumente auf dem Geldmarkt darstellt, mit denen die Euro­päische Zentralbank bewusst in das Marktgeschehen eingreifen und damit indirekt Zin­sen für Kreditvergaben und Zinsen für Geldanlagen steuern kann. Aus diesem Grund ist der Leitzins nicht nur für Banken von großer Bedeutung, sondern auch im alltägli­chen Leben eines jeden einzelnen Bürgers.[74]
- Mindestreservepflicht: Sie regelt die Mindesteinlage, welche die Geschäftsbanken auf ihren Zentralbankkonten hinterlegen müssen. Die Mindestreserve dient dazu, die Geldmarktzinsen zu stabilisieren und eine strukturelle Liquiditätsknappheit herbeizu­führen oder zu vergrößern.[75] Während die Herabsetzungen des Mindestreservesatzes die Möglichkeiten der Kreditschöpfung befördern, werden sie durch die Anhebungen des Satzes gebremst.[76] Der Mindestreservesatz lag lange Zeit bei 2 Prozent, bis er schließlich im Januar 2012 auf 1 Prozent gesenkt wurde.[77]
- Ständigen Fazilitäten: Dienen dazu, den Geschäftsbanken die Möglichkeit zu bieten, die Übernachtliquidität bereitzustellen oder zu absorbieren. Dabei handelt es sich um den Einlage- und Spitzenrefinanzierungssatz der EZB, die eine Unter- und Obergrenze für die Zinssätze am Interbankenmarkt darstellen. Diese beiden Zinssätze legen den Zinskanal bzw. Zinskorridor für die europäischen Leitzinsen fest.[78] Während die Spit­zenrefinanzierungsfazilität die Obergrenze für Tagesgeldsätze darstellt, bildet die Ein­lagefazilität die Untergrenze des Tagesgeldsatzes. Somit wird den Geschäftsbanken die Möglichkeit gegeben, entweder einen Kredit kurzfristig zu einem festgelegten Zins­satz aufzunehmen oder überschüssiges Kapital bei der Zentralbank kurzfristig zu ei­nem Zinssatz anzulegen.[79]

[...]


[1] Vgl. Kleine/Klautbauer/Weller (2013: 1).

[2] Kenneth S. Rogoff ist Harvard-Professor und ehemaliger Chefökonom des Internationalen Währungs­ fonds.

[3] Peter Bofinger ist ein deutscher Ökonom und Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Würzburg.

[4] Vgl. Europäische Zentralbank (2016): Pressemitteilung.

[5] Vgl. Noack/Philipper (2016: 5).

[6] Vgl. Deutsche Bundesbank (2014: 41): Zahlungsverhalten in Deutschland.

[7] Vgl. Zoche (2013: 10).

[8] Vgl. Noack/Philipper (2016: 7).

[9] Vgl. von Mises (1912: 6).

[10] Vgl. Deutsche Bundesbank (2014: 8): Begriff und Aufgaben des Geldes.

[11] Vgl. Straubhaar (2006).

[12] Vgl. Zoche (2013: 12).

[13] Vgl. Deutsche Bundesbank.de (o. J.): Funktionen des Geldes.

[14] Vgl. Deutsche Bundesbank.de (o. J.): Funktionen des Geldes.

[15] Vgl. Rechnungswesen-verstehen.de (o. J.): Funktionen des Geldes.

[16] Vgl. Deutsche Bundesbank (2014: 11): Begriff und Aufgaben des Geldes.

[17] Vgl. Ansichten.de (2007): Zur Geschichte des Geldes.

[18] Vgl. Deutsche Bundesbank (2014: 13).

[19] Vgl. Ansichten.de (2007): Zur Geschichte des Geldes.

[20] Vgl. Deutsche Bundesbank (2014: 14).

[21] Vgl. Ansichten.de (2007): Zur Geschichte des Geldes.

[22] Vgl. Deutsche Bundesbankank (2014: 24).

[23] Vgl. Deutsche Bundesbank.de (o. J.): Buchgeld.

[24] Österreichische Nationalbank.at (2016): Bargeldumlauf.

[25] Vgl. Deutsche Bundesbank (2016: 22): Die Bedeutung des Bargeldes in Deutschland.

[26] Vgl. Österreichische Nationalbank.at (2016): Bargeldumlauf.

[27] Vgl. Deutsche Bundesbank.de (2016: 24): Die Bedeutung des Bargeldes in Deutschland.

[28] Grieß (2014): Deutsche lieben das Bargeld.

[29] Vgl. Grieß (2014): Deutsche lieben das Bargeld.

[30] Vgl. Noack/Philipper (2016: 9).

[31] Thiele (2015: 5).

[32] Thiele (2015: 5).

[33] Vgl. Thiele (2015: 5).

[34] Vgl. Deutsche Bank (2014: 25).

[35] Deutsche Bundesbank (2014: 25).

[36] Vgl. Deutsche Bundesbank (2014: 45).

[37] Vgl. Deutsche Bundesbank (2014: 38).

[38] Vgl. Deloitte.de (2015: 4).

[39] Vgl. Frankfurt School Verlag.de (2015): Finanzdienstleister der nächsten Generation.

[40] Vgl. TSYS International (2016: 3).

[41] Vgl. TSYS International (2016: 3).

[42] Vgl. Frankfurt School Verlag.de (2015): Finanzdienstleister der nächsten Generation.

[43] Vgl. Dapp/Stobbe/Wruuck (2013: 15 ff.).

[44] Vgl. Gabler Wirtschaftslexikon.de (2015): Kryptowährung.

[45] Vgl. Zahlungsmittel.org (2017): Kryptowährung.

[46] ״Bitcoin-Mining ist ein Prozess, bei dem Rechenleistung zur Transaktionsverarbeitung, Absicherung und Synchronisierung aller Nutzer im Netzwerk zur Verfügung gestellt wird. Das Mining ist eine Art de­zentrales Bitcoin-Rechenzentrum mit Minern aus allen möglichen Ländern. Keine Einzelperson hat Kontrolle über das Netzwerk.“ Btc-echo.de (o. J.): Wie funktioniert Bitcoin Mining?

[47] Vgl. Btc-echo.de (o. J.): Wie funktioniert Bitcoin Mining?

[48] Vgl. Finanzen 100.de (2013): Virtuelle Währung - reale Blase.

[49] Vgl. Btc-echo.de (o. J.): Bitcoin Akzeptanzstellen.

[50] Vgl. Bitcoin.org (o. J.): Was sind Nachteile von Bitcoin.

[51] Vgl. Deutsche Bundesbank (2014: 135).

[52] Vgl. Bundesfinanzministerium.de (2012): Eine Erfolgsgeschichte: Die Europäische Währungsunion.

[53] ״Die Inflationsrate darf nicht mehr als 1,5 Prozentpunkte über derjenigen der drei preisstabilsten Mit­ gliedsländer der Europäischen Union liegen.“ Deutsche Bundesbank.de (o. J.): Die Europäische Wirt­schafts- und Währungsunion.

[54] ״Der Beitrittskandidat muss mindestens zwei Jahre am ,Wechselkursmechanismus II‘ teilgenommen haben. Dabei darf der Wechselkurs der eigenen Währung nicht starken Schwankungen gegenüber dem Euro ausgesetzt gewesen sein.“ Deutsche Bundesbank.de (o. J.): Die Europäische Wirtschafts­und Währungsunion.

[55] „Das jährliche öffentliche Defizit sollte grundsätzlich nicht mehr als 3 %, der öffentliche Schuldenstand nicht mehr als 60 % des Bruttoinlandsprodukts betragen.“ Deutsche Bundesbank.de (o. J.): Die Euro­päische Wirtschafts- und Währungsunion.

[56] Vgl. Ungerer (2012: 1 ff.).

[57] Vgl. EU-Info.de (o. J.): Wirtschafts- und Währungsunion.

[58] Vgl. Deutsche Bundesbank (2014: 128).

[59] Vgl. Focus.de (2015): EU treibt Beitrittsverhandlungen mit beiden Ländern voran.

[60] Vgl. Deutsche Bundesbank.de (o. J.): Organisation im Europäischen System der Zentralbanken.

[61] Europäische Zentralbank.de (2017): Welche Länder gehören zum Euroraum und seit wann?

[62] Vgl. Europäische Zentralbank.de (2017): Die Europäische Zentralbank.

[63] Vgl. Europa.eu (2017): Europäische Zentralbank - Zusammensetzung.

[64] Vgl. Europa.eu (2017): Europäische Zentralbank - Zusammensetzung.

[65] Vgl. Europa.eu (2017): Europäische Zentralbank - Zusammensetzung.

[66] Vgl. Europäische Zentralbank.de (2017): Grundlegende Aufgaben.

[67] Vgl. Europäische Zentralbank.de (2017): Grundlegende Aufgaben.

[68] Vgl. Europäische Zentralbank.de (2017): Grundlegende Aufgaben.

[69] Vgl. dejure.org (o. J.) Art. 128 AEUV.

[70] ״Fiatgeld (oder ,Fiat-Money‘) ist Geld, bei dem seitens des Emittenten, daher der Zentralbank keine Einlöseverpflichtung in Gold, Silber oder Ähnlichem besteht und dessen Akzeptanz durch gesetzliche Vorschriften erreicht und sichergestellt wird.“ value-trade.de (2017).

[71] Vgl. Noack/Philipper (2016: 7).

[72] Vgl. Jure.org (o. J.): Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union, Art. 127.

[73] Vgl. Deutsche Bundesbank (o. J.): Offenmarktgeschäfte.

[74] Vgl. Tagesgeld.info (o. J.): Leitzins.

[75] Vgl. Deutsche Bundesbank (o. J.): Die Mindestreservepflicht.

[76] Vgl. Joebges/Grabau (2013: 10).

[77] Vgl. Deutsche Bundesbank (o. J.): Die Mindestreservepflicht.

[78] Vgl. Deutsche Bundesbank.de (o. J.): Zinskorridor.

[79] Vgl. Deutsche Bundesbank (o. J.): Ständige Fazilitäten.

Ende der Leseprobe aus 100 Seiten

Details

Titel
Ist die Verwendung von Bargeld noch zeitgemäß? Empirische Analyse der Bargeldabschaffung in Europa
Hochschule
Fachhochschule Kaiserslautern
Note
2.0
Autor
Jahr
2017
Seiten
100
Katalognummer
V448199
ISBN (eBook)
9783668849860
ISBN (Buch)
9783668849877
Sprache
Deutsch
Schlagworte
verwendung, bargeld, empirische, analyse, bargeldabschaffung, europa
Arbeit zitieren
Irina Schwarz (Autor), 2017, Ist die Verwendung von Bargeld noch zeitgemäß? Empirische Analyse der Bargeldabschaffung in Europa, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/448199

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