Motivation gilt als entscheidender Aspekt für das selbstregulierte Lernen. Dieses ist wiederum wichtig, um sich weiterentwickeln zu können, sich zu verwirklichen und seinem eigenen, wie auch dem äußeren Anspruch gerecht zu werden. In dieser Ausarbeitung wurde sich auf die verschiedenen Definitionen von Motivation, intrinsisch- und extrinsische Motivationen, die Phasen, die Rahmenbedingungen, die Gründe und Motive, wie auch auf die Motivationsprobleme und Motivationsüberprüfung konzentriert.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Definition von Motivation
3. Intrinsische und Extrinsische Motivation
4. Die Phasen der Motivation im Lernprozess
5. Die Rahmenbedingungen
6. Die Gründe der Motivation
7. Motivationsprobleme und Motivationsüberprüfung
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die grundlegenden Mechanismen der Motivation im Kontext des selbstregulierten Lernens und analysiert, wie diese Prozesse psychologisch und neurobiologisch gesteuert werden.
- Definition und psychologische Einordnung von Motivation
- Unterscheidung zwischen intrinsischer und extrinsischer Motivation
- Zyklische Phasen der Motivation im Lernprozess
- Einfluss von Rahmenbedingungen und sozialen Bezugspersonen
- Kategorisierung von Motiven im Studium
- Methoden zur Überprüfung und Analyse von Motivationsproblemen
Auszug aus dem Buch
3. Intrinsische und Extrinsische Motivation
Ist die Basis für diese Grundmotivation stabil, dann lassen sich die intrinsische Motivation und die extrinsische Motivation während des Entwicklungsprozesses eines Kindes und Jugendlichen gut weiterentwickeln und beobachten. Im Wirtschaftslexikon von Gabler liest man, dass sich die intrinsische Motivation auf einen Zustand bezieht bei dem wegen eines inneren Anreizes, der in der Tätigkeit selbst liegt, z.B. im Empfinden des Flow-Erlebens gehandelt wird. Eine hohe intrinsische Motivation wird oft als Voraussetzung für kreative Leistung angesehen.
Nach der Definition von John Barbuto und Scholl lässt sich die intrinsische Motivation in zwei Kategorien einteilen: die interne Prozessmotivation, bei der eine Tätigkeit aus eigenem Willen, aus eigenem Interesse ausgeführt wird und das interne Selbstverständnis, bei dem sich der Lernenden während einer Tätigkeit an internen Maßstäben orientiert. Dies erfordert ein Maß an Kompetenz, der Einschätzung wie bedeutsam das Tun für einen selbst ist und die daraus resultierende Selbstbestimmung und nicht zuletzt die soziale Einbindung, denn niemand tut etwas ohne die Rückmeldung der sozialen Gruppe oder Bezugsperson. Ist die Tätigkeit aus genannten Komponenten zum Erfolg gelangt, so weckt dies ein positives Erlebnis, welches auch im Gehirn gespeichert zur Ausschüttung besagter Hormone führt und die Tür für weitere Prozesse öffnet.
Die extrinsische Motivation besteht aus der instrumentellen Motivation, die Motivation des Lernenden ergibt sich aus der Annahme für die Tätigkeit belohnt zu werden und dem externen Selbstverständnis, die Motivation des Lernenden entsteht aus dem Wunsch seiner Rolle und den Erwartungen des Umfeldes gerecht zu werden. Während im Kindergarten und Grundschulalter häufig die extrinsische Motivation zu beobachten ist, weil ein Kind viel für Lob und Anerkennung und weil die Eltern stolz sind tut, was auch die Bedeutsamkeit der Bezugspersonen nochmal hervorhebt, entwickeln die Kinder und Jugendlichen der Sekundarschule vermehrt die intrinsische Motivation.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung betont die Bedeutung der Motivation für das selbstregulierte Lernen und legt den Fokus auf die theoretische Auseinandersetzung mit verschiedenen Motivationskonzepten.
2. Definition von Motivation: Dieses Kapitel erläutert den Motivbegriff aus psychologischer, lexikalischer und neurobiologischer Sicht und beschreibt die Rolle von Botenstoffen für menschliches Verhalten.
3. Intrinsische und Extrinsische Motivation: Hier werden die beiden Hauptformen der Motivation differenziert und deren Entwicklungsprozesse sowie die Rolle interner und externer Anreize analysiert.
4. Die Phasen der Motivation im Lernprozess: Das Kapitel beschreibt den zyklischen Verlauf der Motivation in drei Phasen und definiert die vier maßgeblichen Elemente: Aktivierung, Richtung, Intensität und Ausdauer.
5. Die Rahmenbedingungen: Der Autor thematisiert die Bedeutung von sozialen Bezugspersonen und einer lernförderlichen Atmosphäre für die nachhaltige Entwicklung von Motivation.
6. Die Gründe der Motivation: Hier werden verschiedene Motive wie Ehrgeiz, Machtstreben, Neugier und spezifische Studienmotive detailliert vorgestellt und charakterisiert.
7. Motivationsprobleme und Motivationsüberprüfung: Dieses Kapitel stellt ein Schema von Rheimberg vor, um Motivationsformen zu identifizieren und typische Motivationsdefizite zu diagnostizieren.
Schlüsselwörter
Motivation, selbstreguliertes Lernen, intrinsische Motivation, extrinsische Motivation, Motivationssysteme, Lernprozess, Bezugspersonen, Leistungsanreize, Volitionsdefizit, Neurobiologie, Handlungsregulation, Selbstverwirklichung, Leistungsmotiv, Lernpsychologie, Zielorientierung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?
Die Arbeit befasst sich mit den theoretischen Grundlagen der menschlichen Motivation, insbesondere im Kontext des Lernens und der pädagogischen Psychologie.
Welches sind die zentralen Themenfelder der Ausarbeitung?
Die zentralen Schwerpunkte liegen auf der Definition von Motivation, der Abgrenzung von internen und externen Anreizen sowie der Analyse von Motivationsproblemen im Lernalltag.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, ein Verständnis dafür zu schaffen, wie Motivation entsteht, durch welche Phasen sie verläuft und wie äußere sowie innere Bedingungen den Lernprozess beeinflussen.
Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?
Es handelt sich um eine theoretische Ausarbeitung, die auf Fachliteratur, lexikalischen Definitionen und psychologischen Schemata basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Motiven, die Differenzierung von Motivationsformen, die Phasen des Lernprozesses und die Analyse von Motivationshindernissen.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Publikation?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Selbstregulation, intrinsische/extrinsische Motivation, neurobiologische Botenstoffe und verschiedene Motivkategorien.
Welche Bedeutung haben Bezugspersonen laut dem Autor?
Bezugspersonen sind essenziell, da sie durch Wertschätzung und soziale Einbindung die Grundlage für die Entwicklung stabiler Motivationssysteme bei Kindern und Jugendlichen bilden.
Wie kann man laut Rheimberg ein "Volitionsdefizit" identifizieren?
Ein Volitionsdefizit lässt sich über ein spezifisches Frageschema feststellen, bei dem ein Mangel an notwendigen selbstregulativen Kompetenzen zur Ausführung einer Zielaktivität vorliegt.
Welche Rolle spielen Dopamin und Oxytocin für die Motivation?
Diese Botenstoffe unterstützen die psychische Bereitschaft zu lernen, fördern die Leistungsbereitschaft und stärken die soziale Bindung, was wiederum die Motivation im Lernprozess festigt.
Warum wird die Unterscheidung zwischen "Vor", "Während" und "Nach" dem Lernen getroffen?
Diese zyklische Einteilung verdeutlicht, dass Motivation nicht nur bei Beginn, sondern kontinuierlich über den gesamten Lernprozess hinweg aufrechterhalten und reflektiert werden muss.
- Arbeit zitieren
- Lilly Lehmann (Autor:in), 2016, Motivation als Faktor selbstregulierten Lernens. Motivationsprobleme und Motivationsüberprüfung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/448261