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Kann die Behindertenrechtskonvention zu einer inklusiven Gesellschaft in Deutschland beitragen?

Título: Kann die Behindertenrechtskonvention zu einer inklusiven Gesellschaft in Deutschland beitragen?

Trabajo Escrito , 2016 , 17 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Nadja Karossa (Autor)

Pedagogía - Pedagogía intercultural
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Menschen mit Behinderung stellen mit 15 Prozent (mehr als eine Milliarde Menschen) der Weltbevölkerung die größte Minderheit. In Deutschland leben etwa 9,6 Millionen Menschen mit Behinderung, dass entspricht ungefähr 11,7 Prozent. Trotz der beträchtlich hohen Anzahl an Menschen mit Behinderung existieren lediglich in 63 von 194 Ländern - von denen die meisten Industriestaaten sind - Behinderten- und Antidiskriminierungsgesetze. Das bedeutet, dass gerade einmal 32 Prozent der gesamten Staaten Menschen mit Behinderung Unterstützung bieten. Aufgrund dessen entwickelte die Generalversammlung der United Nations (UN) im Jahr 2001 Vorschläge für ein internationales Übereinkommen zur Förderung und zum Schutz der Rechte von Menschen mit Behinderung. Das Resultat ist die im Jahr 2006 verabschiedete Behindertenrechtskonvention (BRK). In der Konvention wurden die universellen Menschenrechte auf die speziellen Bedürfnisse und Lebenslagen von Menschen mit Behinderung konkretisiert. Im Zentrum steht die gleichberechtigte Partizipation am gesellschaftlichen, kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Leben sowie Chancengleichheit und Integration. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) beschreibt das Konzept der Inklusion als eine Gesellschaft, in der jeder Mensch akzeptiert, gleichberechtigt und selbstbestimmt teilhaben kann - unabhängig von Geschlecht, Alter, Herkunft, Behinderung oder sonstigen individuellen Merkmalen. Um die Teilhabe zu ermöglichen, ist es notwendig das Denken und Handeln der Gesellschaft zu verändern und Barrieren abzuschaffen.

Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Fragestellung, ob die Behindertenrechtskonvention zu einer inklusiven Gesellschaft in Deutschland beitragen kann. Der erste Teil widmet sich der Historie und dem Entstehungshintergrund der BRK. Darauf aufbauend werden die allgemeinen Grundsätze und ausgewählte Forderungen der BRK erläutert. Die Aspekte Bildung und Arbeit, sowie die berufliche Bildung werden gesondert betrachtet und folglich auf deren Umsetzung im nationalen Aktionsplan überprüft.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Historischer Rückblick

2.1 Entstehungshintergrund der Behindertenrechtskonvention

2.2 Bedeutung der Behindertenrechtskonvention

2.3 UN-Ausschuss

3. Forderungen der Behindertenrechtskonvention

3.1 Artikel 24: Bildung

3.2 Artikel 27: Arbeit und Beschäftigung

3.3 Berufliche Bildung

4. Umsetzung

4.1 Nationaler Aktionsplan der Bundesregierung

4.2 Innerstaatliche Anlaufstellen

4.3 Handlungsfeld Bildung

4.4 Handlungsfeld Arbeit und Beschäftigung

4.5 Handlungsfeld Berufliche Bildung

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die zentrale Forschungsfrage, ob die Behindertenrechtskonvention (BRK) einen wirksamen Beitrag zur Entwicklung einer inklusiven Gesellschaft in Deutschland leisten kann, indem sie den historischen Kontext, die rechtlichen Forderungen und deren praktische Umsetzung analysiert.

  • Historische Entstehung und Bedeutung der Behindertenrechtskonvention
  • Rechtliche Anforderungen an Bildung und Teilhabe am Arbeitsmarkt
  • Strukturen und Verantwortlichkeiten des nationalen Aktionsplans
  • Herausforderungen bei der Umsetzung inklusiver Bildungskonzepte
  • Bedeutung eines gesamtgesellschaftlichen Paradigmenwechsels

Auszug aus dem Buch

2.2 Bedeutung der Behindertenrechtskonvention

In der Vergangenheit wurde behindertes Leben als minderwertig oder gar lebensunwert betrachtet. Der grausame Höhepunkt der Diskriminierung behinderter Menschen, fand in der nationalsozialistischen Zeit statt, in der 100.000 Morde und 350.000 Zwangssterilisationen an Menschen mit Behinderung durchgeführt wurden. Nach 1945 wurden Menschen mit Behinderung durch eine Sozialgesetzgebung abgesichert, was jedoch nicht zu einem anderen Blick auf Behinderungen führte. In den meisten Staaten herrschte ein medizinischer Blick auf Behinderungen, der als individuell defizitär beschrieben wurde. Behinderung ist in diesem Ansatz verantwortlich für die mangelnde Teilhabe an der Gesellschaft.

Im Gegensatz dazu, wird im sozialen Modell davon ausgegangen, dass Behinderungen durch Barrieren entstehen. Beispielsweise durch unzugängliche Verkehrsmittel oder fehlende Gebärdensprache. Dazu formuliert die BRK die Präambel e: „(…) dass Behinderung aus der Wechselwirkung zwischen Menschen mit Beeinträchtigungen und einstellungs- und umweltbedingten Barrieren entsteht, die sie an der vollen, wirksamen und gleichberechtigten Teilhabe an der Gesellschaft hindern.“ (QUELLE BRK). Diese Ansätze haben sich von Fürsorge und Rehabilitation von Menschen mit Behinderung zu gleichberechtigter und selbstbestimmter Teilhabe verändert. Durch die BRK konnten die bestehenden Menschenrechte um die Perspektive von Menschen mit Behinderungen erweitert werden und wurden dadurch als Menschenrechtsthema anerkannt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die statistische Relevanz von Menschen mit Behinderung und führt in die Notwendigkeit der Behindertenrechtskonvention als völkerrechtliches Instrument zur Förderung von Inklusion ein.

2. Historischer Rückblick: Dieses Kapitel zeichnet den Weg von der Erkenntnis weltweiter Menschenrechtsverletzungen bis zur Verabschiedung der BRK im Jahr 2006 sowie die theoretische Verschiebung vom medizinischen zum sozialen Modell von Behinderung nach.

3. Forderungen der Behindertenrechtskonvention: Hier werden die zentralen Rechte aus den Artikeln 24 und 27 expliziert, die das Recht auf ein integratives Bildungssystem sowie das Recht auf Teilhabe am allgemeinen Arbeitsmarkt einfordern.

4. Umsetzung: Dieser Abschnitt analysiert den nationalen Aktionsplan, die beteiligten staatlichen Akteure sowie die konkreten Handlungsfelder, in denen die politischen Ziele der BRK in Deutschland praktisch implementiert werden.

5. Fazit: Das Fazit resümiert, dass trotz geschaffener Rahmenbedingungen erhebliche Herausforderungen, insbesondere im deutschen Schulsystem und durch defizitorientierte gesellschaftliche Sichtweisen, den Weg zur vollständigen Inklusion erschweren.

Schlüsselwörter

Behindertenrechtskonvention, BRK, Inklusion, Deutschland, Teilhabe, Menschenrechte, Nationaler Aktionsplan, Bildungssystem, Arbeitsmarkt, Barrierefreiheit, Paradigmenwechsel, Diskriminierung, Sozialgesetzgebung, Bedarfsermittlung, gesellschaftliche Vielfalt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit untersucht, inwiefern die Behindertenrechtskonvention (BRK) als völkerrechtliches Dokument die Grundlagen für eine inklusive Gesellschaft in Deutschland schaffen kann.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der historischen Entwicklung der Konvention, den formulierten Rechtsansprüchen in den Bereichen Bildung und Arbeit sowie der nationalen Umsetzung durch den Aktionsplan der Bundesregierung.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Es soll geklärt werden, ob und wie die BRK dazu beitragen kann, gesellschaftliche Barrieren abzubauen und eine gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderung zu ermöglichen.

Welche methodische Vorgehensweise liegt der Arbeit zugrunde?

Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Dokumentenanalyse, die historische Zusammenhänge, rechtliche Texte der BRK und offizielle Umsetzungsberichte der Bundesregierung systematisch auswertet.

Welche inhaltlichen Aspekte bilden den Hauptteil?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Rechte (Artikel 24 und 27), die Erläuterung der Verantwortlichkeiten staatlicher Anlaufstellen und die konkrete Analyse der Handlungsfelder Bildung und Beruf.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?

Die zentralen Konzepte sind der Paradigmenwechsel vom medizinischen zum sozialen Modell von Behinderung, das Konzept der Inklusion und die Notwendigkeit zur Bewusstseinsbildung in der Gesellschaft.

Warum ist die Bewusstseinsbildung der Gesellschaft so entscheidend für den Wandel?

Der Autor argumentiert, dass Inklusion nur gelingen kann, wenn defizitorientierte Sichtweisen überwunden werden, da Diskriminierung oft tief im kollektiven Bewusstsein verankert ist.

Welche konkreten Probleme benennt die Autorin bei der Umsetzung an Schulen?

Es wird insbesondere der Mangel an sonderpädagogisch qualifiziertem Personal sowie die Diskrepanz zwischen Rechtsanspruch und tatsächlicher Ausgestaltung von Unterstützung durch Schulassistenzen thematisiert.

Final del extracto de 17 páginas  - subir

Detalles

Título
Kann die Behindertenrechtskonvention zu einer inklusiven Gesellschaft in Deutschland beitragen?
Universidad
University of Education Ludwigsburg  (Institut für Erziehungswissenschaften)
Calificación
1,0
Autor
Nadja Karossa (Autor)
Año de publicación
2016
Páginas
17
No. de catálogo
V448434
ISBN (Ebook)
9783668831032
ISBN (Libro)
9783668831049
Idioma
Alemán
Etiqueta
Inklusion Behindertenrechtskonvention Deutschland
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Nadja Karossa (Autor), 2016, Kann die Behindertenrechtskonvention zu einer inklusiven Gesellschaft in Deutschland beitragen?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/448434
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