München 1972. Das Olympia Attentat und seine politischen Folgen für die Beziehung Beziehung zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Staat Israel


Facharbeit (Schule), 2016
24 Seiten, Note: 1

Leseprobe

Inhalt

1. Der 13. November 2015 in Paris

2. München 1972 – Die politischen Folgen des Olympia-Attentats
2.1 Der Ablauf des Attentats
2.2 Die unmittelbare Reaktion des Staates
2.3 Die Rolle der Medien
2.4 Die langfristigen Folgen und Lehren
2.4.1 Folgen für darauffolgende sportliche Großereignisse
2.4.2 Politische Beziehungen zwischen BRD, Israel und den arabischen Staaten
2.4.3 Innen- und Sicherheitspolitik der Bundesrepublik Deutschland

3. Künstlerische Rezeption des Attentats

4. Literaturverzeichnis

5. Anhang

1. Der 13. November 2015 in Paris

Paris, Stade de France – Es ist der 13. November 2015, ein Freundschaftsspiel zwischen der deutschen Nationalmannschaft und der „Équipe Tricolore“ läuft bereits seit 16 Minuten, als man den Ausruf „Allahu Akbar“ hören kann. Wenige Sekunden später kommt es zu einem lauten Knall.1 Schon Stunden vor Anpfiff des Spiels gab es eine Bombendrohung im Hotel der DFB-Elf. Die französische Polizei stellte fest, dass es keinen Grund zur Panik gebe, denn solche Bombendrohungen würden sich in den seltensten Fällen bewahrheiten.2 Keiner konnte ahnen, dass dieser Tag als einer der Schlimmsten in die französische Geschichte eingehen würde. Als es knapp drei Minuten später zu einer zweiten Explosion außerhalb des Stadions kam, waren unter den rund 80.000 Zuschauern im Stadion „viele Menschen, die sich [ein] bisschen ängstlich umschau[t] en“.3 Die Fußballbegeisterten wussten zu diesem Zeitpunkt noch nichts von den weiteren Anschlagsorten, wie dem Bataclan-Theater oder den zahlreichen Cafés.

Gerade durch solch einen Anschlag bekommt Sport politische Bedeutung und wird daher auch immer häufiger als politisches Druckmittel benutzt. Im Gegensatz zu seinem Ursprungsgedanken, der Völkerverständigung und dem Zusammenhalt der Gesellschaft, ist der Sport der Neuzeit nunmehr auch als ein Teil der Politik zu sehen.

Sport steht an sich schon immer für Lebensfreude, Unbeschwertheit und vor allem für Frieden. Es konnten noch so große Kriege und politische Konflikte herrschen, beim Sport war jeder gleich. Das beste Beispiel hierfür ist das Fußballspiel zwischen deutschen und britischen Soldaten im Ersten Weltkrieg während des Weihnachtsfriedens 1914. Doch mit zunehmender Reichweite des Sports stieg auch die potentielle Aufmerksamkeit für Attentäter. Egal, ob es die explodierte Bombe am 27. Juli 1996 im Centennial Olympic Park von Atlanta, der beschossene Mannschaftsbus der togoischen Fußall-Nationalmannschaft in Angola im Januar 2010 oder einer der Rucksack-Sprengsätze vom Boston Marathon im Jahr 2013 war, der Terror wird immer mehr zu einem Bestandteil großer Sportveranstaltungen.

Insbesondere die Olympischen Spiele wurden schon früh als Plattform für ideologische Angelegenheiten genutzt: Von den Propaganda-Spielen 1936 in Berlin über die „Black Power“ Demonstration 1968 in Mexico City, bis hin zur Geiselnahme israelischer Olympia-Teilnehmer am 5. September 1972. An diesem Tag nutzte die Terrorgruppe „Schwarzer September“ während der „heiteren Spiele“ in München die große Bühne Olympischer Spiele und der Terror hielt Einzug in die Welt des Sports. Dass diese Vorkommnisse die politischen Beziehungen betroffener Staaten strapazieren würden, war garantiert.

Nachdem der Ablauf der Geiselnahme vom 5. September 1972 kurz aufgearbeitet wird, wird im Folgenden hauptsächlich aufgezeigt, welche Auswirkungen dieses Attentat auf die Beziehung zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Staat Israel hatte. Zudem wird auf die, aus dem Ereignis resultierende, Innen- und Sicherheitspolitik Deutschlands eingegangen.

2. München 1972 – Die politischen Folgen des Olympia-Attentats

2.1 Der Ablauf des Attentats

Das Olympische Dorf der Sommerspiele in München befand sich an dem Ort, der im 19. Jahrhundert als militärischer Exerzierplatz und Münchens erster Flughafen genutzt wurde. Es bestand aus der Connollystraße, der Nadistraße, der Staßbergerstraße und dem Helene-Mayer-Ring.4,5

Es war der 5. September 1972 gegen 4:00 Uhr morgens in der Connollystraße. Drei Postboten, die auf dem Weg zur Arbeit waren, beobachteten mehrere Männer als diese in Trainingsanzügen über den unbewachten Zaun bei Tor 25A kletterten. Diese Männer wurden für spät zurückkehrende Sportler gehalten.6 Knapp 30 Minuten später stürmten acht Mitglieder der palästinensischen Terrorgruppe „Schwarzer September“ mit Maschinenpistolen das Gebäude Connollystraße 31. Es war das Hauptquartier der israelischen Olympiamannschaft.

Zwei israelische Sportler konnten fliehen, zwei weitere, darunter Trainer Moshe Weinberg, wurden erschossen. Er hatte zuvor die Terroristen in Apartment drei gewiesen, weil man ihn offenbar dazu gezwungen hatte, den Aufenthaltsort weiterer Sportler zu verraten. In jenem Apartment waren „die starken Athleten, die Gewichtheber und Ringer“, erzählt Shaul Ladany7, einer der überlebenden Sportler aus Apartment zwei, welches die Terroristen um Anführer Issa nicht ins Visier nahmen. Dort waren die kleineren und schwächeren Athleten, nämlich Fechter, Schützen und Läufer, untergebracht. „Weinberg dachte, die Starken [aus Apartment drei] könnten sich besser wehren“.8 Sie konnten es nicht. Es gelang den Terroristen „neun israelische Sportler in ihre Gewalt zu bringen“. Sie forderten die Freilassung von über 200 in Israel inhaftierten Palästinensern sowie von zwei deutschen RAF-Terroristen.9 Nachdem die deutsche Polizei den Forderungen nachkommen wollte, verhinderte schließlich die strikte Ablehnung des israelischen Staates eine Freilassung. Polizeipräsident Manfred Schreiber entwickelte mit dem Team des Einsatzleiters Bruno Merk eine Strategie für eine Befreiungsaktion. Allerdings übertrugen Medien aus aller Welt die Geschehnisse live im TV, sodass die Mitglieder des „Schwarzen Septembers“ alle Aktionen der deutschen Behörden im Fernsehen mitverfolgen konnten. Daraufhin wollten die Terroristen mit den Geiseln in eine arabische Hauptstadt ausfliegen.

Sie verließen das Olympische Dorf mitsamt der Geiseln und flogen mit zwei Helikoptern zum Militärflughafen Fürstenfeldbruck, an dem die deutsche Polizei eine Lufthansa-Maschine, mit als Flugzeug-Personal verkleideten Polizisten, bereitstellte. Dies war die letzte Chance für eine Überwältigung der Terroristen. Die zwölf verkleideten Polizisten beschlossen jedoch aus Angst, die Aktion abzubrechen und verließen das Flugzeug. Die Ereignisse eskalierten als Issa, der Anführer der Geiselnehmer, und sein Bruder Tony anhand des leeren Flugzeuges bemerkten, dass ihnen eine Falle gestellt wurde. Es folgten Stunden des Schusswechsels. Fünf Streifen-Polizisten sollten als Scharfschützen am Flughafen einsatzbereit sein. Trotz der langen Vorbereitungszeit wurden die, nicht für solche Situationen ausgebildeten, Polizisten mit ungeeigneten Waffen ausgerüstet.10

Letztendlich wurden fünf der acht Terroristen, alle neun Geiseln sowie ein Polizist getötet. Die übrigen drei Geiselnehmer konnten festgenommen werden. Doch die Dauer ihres Gefängnisaufenthalts hielt sich in Grenzen, da sie wenige Wochen später durch die Entführung der Passagiermaschine „Kiel“ der Lufthansa freigepresst wurden.

2.2 Die unmittelbare Reaktion des Staates

Nur knapp zehn Minuten nach dem Eindringen der Terroristen in das Gebäude Connollystraße 31, in dem neben 21 Mitgliedern der israelischen Delegation noch Teile der Teams aus Uruguay und Hongkong untergebracht waren11, kam ein verängstigter Mann in Richtung des bahamischen Hauptquartiers gelaufen. Von dort aus verständigte ein wehrdienstpflichtiger Mannschaftsfahrer die Polizei. Weitere zehn Minuten später wurden alle verfügbaren Münchner Funkstreifen zum Olympischen Dorf geschickt. Polizeipräsident Manfred Schreiber wurde informiert, während sein Vize Georg Wolf nicht zu erreichen war. Eine Kriminalobermeisterin, die als eine der ersten Einsatzkräfte im Olympischen Dorf eingetroffen war und sich als Einzige dem Gebäude nähern durfte, war die alleinige Bezugsperson zu Anführer Issa. Er übergab ihr vier beschriebene Seiten, auf denen er forderte, bis 9:00 Uhr etwa 200 in Israel gefangen gehaltene Palästinenser und zwei deutsche Terroristen, die vor Ort inhaftiert waren, freizulassen. Zudem sollte ein voll aufgetanktes Flugzeug für einen Flug in eine arabische Hauptstadt zur Verfügung gestellt werden. Die spätere Verlängerung der Frist bis 12:00 Uhr war von den Geiselnehmern von Anfang an geplant, denn in einer zweiten Fassung ihrer Forderungen war anstatt 9:00 Uhr 12:00 Uhr angegeben. Der einberufene Krisenstab, unter anderem mit Willy Daume, dem Präsidenten des Nationalen Olympischen Komitees, und Avery Brundage, dem Präsidenten des Internationalen Olympischen Komitees, informierte Willy Brand. Knapp vier Stunden nach der Geiselnahme traf auch der Polizeivizepräsident Georg Wolf, der als Chef der Münchner Schutzpolizei fungierte, im Olympischen Dorf ein. Nachdem Manfred Schreiber zusammen mit Einsatzleiter Merk und Walther Tröger, dem Bürgermeister des Olympischen Dorfes, zum ersten Mal mit Issa reden durfte, versuchte A. D. Touny, ein ägyptisches IOC-Mitglied, vergeblich die gesetzte Frist bis 17:00 Uhr zu verlängern.

Im Laufe des Tages kam es immer wieder zu Gerüchten, dass eine Befreiungsaktion der israelischen Spezialeinheit „Sayeret Matkal" bevorstehen würde. Willy Brandt und Außenminister Hans-Dietrich Genscher lehnten dieses Angebot angeblich ab. Einsatzleiter Bruno Merk, Genscher und Schreiber bestritten wiederrum, dass es solch ein Angebot der israelischen Regierung jemals gegeben habe. Auch hier wird die nicht souveräne Reaktion des Staates, die auch später noch von großer Bedeutung sein wird, klar: Die Verantwortlichen widersprachen sich in ihren Äußerungen zu den Gerüchten und Vorgängen. Weder die außenstehenden Beobachter, noch die eigenen Sicherheitskräfte wussten, was vor sich ging.

Nach Bekanntwerden der tatsächlichen Geiselanzahl gelang es Walther Tröger und dem ägyptischen IOC-Mitglied Touny das Ultimatum um eine Stunde zu verlängern. Nun wurde geprüft, wie man die israelischen Geiseln befreien könnte. Hierfür zog man jede mögliche Lösung in Betracht. Zwei als Köche verkleidete Beamte kamen der Forderung, Essen für 20 Personen zu besorgen, nach, um Einblick in die Situation zu gewinnen. Nachdem die Frist kurzzeitig bis 15:00 Uhr verlängert wurde, konnte Schreiber nach langer Diskussion das Ultimatum sogar bis 17:00 Uhr ausdehnen. Kurz vor Ablauf dieser Frist bereiteten sich alle auf einen Sturm des Gebäudes vor. Der Sturmtrupp wurde mit schusssicheren Westen der US-Militärpolizei ausgestattet und mehrere Krankenwagen standen zur Abfahrt bereit.12 Keine zehn Minuten später war es Vizepräsident Wolf, der, nach der weltweiten Liveübertragung der Sturmvorbereitung im TV, den Befehl gab, die Aktion abzubrechen.

Alle Geiseln erklärten sich bereit, mit den Geiselnehmern in ein arabisches Land zu fliegen. Genscher und Tröger wurde Zugang zum Gebäude gewährt; sie konnten neun Geiseln, einen Toten und vier Terroristen sehen, was sich später als falsch erwies. Zudem wurde die Frist bis 19:00 Uhr verlängert. Die Einsatzleitung witterte die Chance, einen Zugriff am Flughafen durchführen zu können. Den Terroristen wurde ein geeigneter Bus zur Verfügung gestellt, der sie zu Helikoptern bringen sollte, mit denen sie dann zum Flughafen Fürstenfeldbruck gelangten.

Als die Terroristen samt Geiseln in den Bus stiegen, erkannte man, dass es sich um acht Geiselnehmer und neun Geiseln handelte. Doch unerklärlicherweise dachte niemand im Olympischen Dorf daran, diese Informationen nach Fürstenfeldbruck weiterzugeben. Währenddessen liefen die Vorbereitungen für eine Befreiungsaktion am Flughafen Fürstenfeldbruck auf Hochtouren. Zwölf Zivilpolizisten bestiegen die Boeing 727 am Militärflughafen. Vier von ihnen trugen Uniformen der Lufthansa und die weiteren acht verkleideten sich als Mechaniker. Der Plan war gut, jedoch bekamen die Beamten, wie bereits erwähnt, kalte Füße und stimmten eigenmächtig ab, die Aktion abzubrechen.

Als die Terroristen am Flughafen ankamen und wegen des leeren Flugzeuges feststellten, dass ihnen eine Falle gestellt wurde, blieb der Polizei nur noch die Möglichkeit, möglichst viele der Geiselnehmer auszuschalten. Wolf ging immer noch davon aus, dass es sich um nur fünf Terroristen handle. Nach einem Feuergefecht zwischen Terroristen und Polizei wurde an das Innenministerium weitergegeben, dass alle Terroristen verletzt oder getötet worden seien. In Wirklichkeit wurden aber nur drei der Terroristen getötet. So begann der Schusswechsel erneut. Währenddessen gratulierte IOC-Präsident Avery Brundage Regierungssprecher Conrad Ahlers zur erfolgreichen Befreiung aller Geiseln. Ahlers bestätigte die Befreiung in mehreren Interviews. Weltweit wurde die geglückte Befreiungsaktion als Tatsache auf die Titelseiten großer Zeitungen, die unmittelbar vor Redaktionsschluss standen, gedruckt. Bis 1:32 Uhr fielen jedoch noch immer Schüsse13. Einer der grausamsten Tage der deutschen Geschichte seit Ende des Zweiten Weltkriegs endete. Der Sprecher des Organisationskomitees Hans Klein bestätigte am Morgen des 6. Septembers 1972 die schreckliche Bilanz der Geiselbefreiung von Fürstenfeldbruck: Alle neun Geiseln wurden getötet. Acht starben durch Kugeln aus den Gewehren der Terroristen, eine starb beim Brand einer durch Handgranaten ausgelösten Explosion des Hubschraubers. Ein deutscher Polizist ließ bei der Befreiungsaktion sein Leben und fünf der acht Terroristen wurden erschossen, die anderen konnten überwältigt und verhaftet werden.14

Ein Ergebnis völlig überforderter Sicherheitskräfte, eines unausgereiften Sicherheitskonzepts und mangelnder Absprache, was auch durch Folgendes untermauert wird: Die deutsche Bundeswehr, die im Gegensatz zur Polizei über - für solche Situationen ausgebildete - Scharfschützen verfügte, durfte nach den damals geltenden Regelungen des Grundgesetzes für Krisen im Inneren nicht eingesetzt werden. Dieselbe Ausbildung genossen auch, bereits einsatzbereite, Streitkräfte des Bundesgrenzschutzes. Während die Verantwortlichen sekündlich auf eine Alarmierung warteten, war sich Polizeipräsident Manfred Schreiber bereits zu „99 Prozent sicher, dass […] [das Einsatzteam seine] Ziele in Fürstenfeldbruck nicht erreichen würde“.15 Dennoch erfolgte keine Anforderung des Bundesgrenzschutzes durch den Freistaat Bayern.

In den darauffolgenden Wochen und Monaten wurde, unter anderem wegen dieses sonderbaren Szenarios, weitgehend ermittelt. Laut der Zeitschrift „Spiegel“16 versuchten die Behörden ihr Versagen zu vertuschen. Der Bevölkerung wurde die Tatsache vorenthalten, dass die Münchner Staatsanwaltschaft gegen Manfred Schreiber und den Einsatzleiter Bruno Merk wegen des Verdachts fahrlässiger Tötung ermittelte. Besondere Beachtung sollte dabei finden, dass bereits vor den Olympischen Spielen 1972 schon einmal gegen Schreiber aufgrund einer gescheiterten Geiselnahme ermittelt wurde.17

Auch die 26 vollständig ausgearbeiteten, jedoch bis heute verschollenen Pläne für einen Krisenfall wurden auch auf Anfrage des Bayerischen Landesamtes für Verfassungsschutz nicht herausgegeben, sondern verleugnet. Am interessantesten ist dabei, dass es im Vorfeld mehrere Androhungen und auch Ankündigungen für einen Terroranschlag während der Olympischen Spiele gab. Diese wurden aber auch nach ausdrücklicher Empfehlung des Außenministeriums, „alle im Rahmen des Möglichen liegenden Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen“, von den Behörden nicht ausreichend ernst genommen.18

Zwei Tage nach dem Blutbad von Fürstenfeldbruck wurde polizeiintern der Befehl erteilt, gegenseitige Beschuldigungen sowie Selbstkritik zu vermeiden. Doch es war nicht nur die Polizei, die bezogen auf das Attentat falsch reagierte. Auch die Medien trugen einen beachtlichen Teil dazu bei, dass eine Befreiung der Geiseln schier unmöglich war.

2.3 Die Rolle der Medien

Kurz nach dem Eindringen der Terroristen ging bei den drei DDR-Sportjournalisten, Wolfgang Gitter, Martin Kramer und Dieter Wales, ein Anruf aus der Connollystraße 24, dem DDR-Mannschaftsquartier, ein. Dieser setzte sie darüber in Kenntnis, dass „bewaffnete Kräfte nachts in das Olympische Dorf eingedrungen [seien] und das Haus der israelischen Mannschaft besetzt haben […] und es […] [auch] Tote gegeben haben [soll] “.19 Als die Journalisten dort 30 Minuten später eintrafen, erwartete sie, entgegen ihrer Befürchtungen, eine ruhige Atmosphäre. „Problemlos gelang[t] en die DDR-Sportjournalisten Dieter Wales und Wolfgang Gitter in die unmittelbare Nähe des besetzten Hauses“. Ein Polizist sagte ihnen, dass sie durchaus in den gefährdeten Bereich zu ihrer Mannschaft gehen könnten.20

[...]


1 siehe: https://www.youtube.com/watch?v=zyWBn-hMbV8 – Aufgerufen am: 29.08.2016.

2 Sport-Informations-Dienst: Bombendrohung gegen Hotel der DFB-Elf in Paris, in http://www.spiegel.de/sport/fussball/deutsche-nationalmannschaft-bombendrohung-vor-testspiel-in-paris-a-1062664.html, 2015 - Aufgerufen am: 02.09.1016.

3 siehe: https://www.youtube.com/watch?v=zyWBn-hMbV8 – Aufgerufen am: 29.08.2016.

4 vgl. Palme, Luis/ Saur, Karl-Otto (Hrsg.): 5.9.1972 Das Olympia-Attentat von München. Tage, die die Welt veränderten. Weltbild, Augsburg 2005, S.11.

5 Die Straßen wurden nach bedeutenden Olympiateilnehmern benannt: James Connolly (Dreispringer), Nedo Nadi (Säbel-und Florettfechter), Josef Straßberger (Gewichtheber) und Helene Mayer (bedeutendste Fechterin aller Zeiten)

6 vgl. Palme, Luis/ Saur, Karl-Otto (Hrsg.): 5.9.1972 Das Olympia-Attentat von München. Tage, die die Welt veränderten. Weltbild, Augsburg 2005, S.9.

7 *1936 in Belgrad – Ebenfalls Überlebender des Holocaust.

8 Guyton, Patrick : Es macht einsam ein Überlebender zu sein, in: http://www.zeit.de/sport/2012-09/muenchen72-geiselnahme-ueberlebender-hershkovitz/komplettansicht, 2012. - Aufgerufen am: 17.10.2016.

9 siehe: Anhang Nr. 1.

10 siehe: https://www.youtube.com/watch?v=Q25DkvhSoEs – Ab: 35:30 Min. – Aufgerufen am: 29.08.2016.

11 vgl. Palme, Luis/ Saur, Karl-Otto (Hrsg.): 5.9.1972 Das Olympia-Attentat von München. Tage, die die Welt veränderten. Weltbild, Augsburg 2005, S.9.

12 Kellerhof, Sven Felix: München 1972 – Das Protokoll einer Katastrophe, in: http://www.welt.de/politik/deutschland/article108480206/Muenchen-1972-das-Protokoll-einer-Katastrophe.html, 2012 – Aufgerufen am: 19.08.16.

13 vgl. Kellerhof, Sven Felix: Das Protokoll einer Katastrophe, in: http://www.welt.de/politik/deutschland/article108480206/Muenchen-1972-das-Protokoll-einer-Katastrophe.html, 2012 - Stand: 19.04.16 – Aufgerufen am 27.08.2016.

14 vgl. Palme, Luis/ Saur, Karl-Otto (Hrsg.): 5.9.1972 Das Olympia-Attentat von München. Tage, die die Welt veränderten. Weltbild, Augsburg 2005, S. 37.

15 Palme, Luis/ Saur, Karl-Otto (Hrsg.): 5.9.1972 Das Olympia-Attentat von München. Tage, die die Welt veränderten. Weltbild, Augsburg 2005, S. 26.

16 Bohr, Felix/ Frohn, Axel: Spiegel, Heft 30/2012 – Geheimakte Olympia – „Wie der Staat sein Versagen vertuschte“, S.37.

17 siehe: https://www.youtube.com/watch?v=Q25DkvhSoEs – Ab: 34:00 Min – Aufgerufen am: 29.08.2016.

18 Bohr, Felix/ Frohn, Axel: Spiegel, Heft 30/2012 – Geheimakte Olympia – „Wie der Staat sein Versagen vertuschte“, S.37.

19 Kellerhof, Sven Felix: München 1972 – Das Protokoll einer Katastrophe, in: http://www.welt.de/politik/deutschland/article108480206/Muenchen-1972-das-Protokoll-einer-Katastrophe.html, 2012 – Aufgerufen am: 19.08.16.

20 a.a.O.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten

Details

Titel
München 1972. Das Olympia Attentat und seine politischen Folgen für die Beziehung Beziehung zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Staat Israel
Note
1
Autor
Jahr
2016
Seiten
24
Katalognummer
V448436
ISBN (eBook)
9783668861015
ISBN (Buch)
9783668861022
Sprache
Deutsch
Schlagworte
München 72, München 1972, Olympia Attentat, Attentat, Terroranschlag, Terror in Deutschland, Polizeiversagen, Medienschuld, Kritik, Politische Folgen, Politik Israel Deutschland, Israel Anschlag, Israel-Palästina-Konflikt, Nahostkonflikt, Sicherheitspolitik, Innenpolitik
Arbeit zitieren
Lukas Borne (Autor), 2016, München 1972. Das Olympia Attentat und seine politischen Folgen für die Beziehung Beziehung zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Staat Israel, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/448436

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