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München 1972. Das Olympia Attentat und seine politischen Folgen für die Beziehung Beziehung zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Staat Israel

Titre: München 1972. Das Olympia Attentat und seine politischen Folgen für die Beziehung Beziehung zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Staat Israel

Thèse Scolaire , 2016 , 24 Pages , Note: 1

Autor:in: Lukas Borne (Auteur)

Politique - Fondements et Généralités
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Gerade durch Anschläge bekommt Sport politische Bedeutung und wird immer häufiger als politisches Druckmittel benutzt. Im Gegensatz zu seinem Ursprungsgedanken, der Völkerverständigung und dem Zusammenhalt der Gesellschaft, ist der Sport der Neuzeit nunmehr auch als ein Teil der Politik zu sehen.

Insbesondere die Olympischen Spiele wurden schon früh als Plattform für ideologische Angelegenheiten genutzt: Von den Propaganda-Spielen 1936 in Berlin über die „Black Power“ Demonstration 1968 in Mexico City, bis hin zur Geiselnahme israelischer Olympia-Teilnehmer am 5. September 1972. An diesem Tag nutzte die Terrorgruppe „Schwarzer September“ während der „heiteren Spiele“ in München die große Bühne Olympischer Spiele und der Terror hielt Einzug in die Welt des Sports. Dass diese Vorkommnisse die politischen Beziehungen betroffener Staaten strapazieren würden, war garantiert.

Nachdem der Ablauf der Geiselnahme vom 5. September 1972 kurz aufgearbeitet und dabei auch kritisch auf die Rolle der Sicherheitskräfte sowie der Medien eingegangen wird, wird hauptsächlich aufgezeigt, welche Auswirkungen dieses Attentat auf die Beziehung zwischen der Bundesrepublik Deutschland, dem Staat Israel und den arabischen Staaten hatte. Zudem wird auf die, aus dem Ereignis resultierende, Innen- und Sicherheitspolitik Deutschlands eingegangen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Der 13. November 2015 in Paris

2. München 1972 – Die politischen Folgen des Olympia-Attentats

2.1 Der Ablauf des Attentats

2.2 Die unmittelbare Reaktion des Staates

2.3 Die Rolle der Medien

2.4 Die langfristigen Folgen und Lehren

2.4.1 Folgen für darauffolgende sportliche Großereignisse

2.4.2 Politische Beziehungen zwischen BRD, Israel und den arabischen Staaten

2.4.3 Innen- und Sicherheitspolitik der Bundesrepublik Deutschland

3. Künstlerische Rezeption des Attentats

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die politischen und sicherheitspolitischen Konsequenzen des Olympia-Attentats von 1972 in München. Dabei liegt der Fokus insbesondere auf der Analyse der staatlichen Reaktion, den Auswirkungen auf die deutsch-israelischen sowie deutsch-arabischen Beziehungen und der Entwicklung neuer Sicherheitsstrukturen in der Bundesrepublik Deutschland.

  • Analyse des Ablaufs und der unmittelbaren staatlichen Krisenbewältigung des Olympia-Attentats 1972.
  • Untersuchung der langfristigen sicherheitspolitischen Folgen für sportliche Großereignisse.
  • Betrachtung der diplomatischen Spannungsfelder zwischen der Bundesrepublik, Israel und arabischen Staaten.
  • Evaluation der polizeilichen Maßnahmen, einschließlich der Gründung der GSG 9.
  • Künstlerische Aufarbeitung des Attentats in Film und Dokumentation.

Auszug aus dem Buch

2.4.3.3 Die Gründung der GSG 9

Genscher ordnete am 26. September 1972 an, eine Polizei-Einheit aufzubauen, die in Zukunft mit allen Mitteln Ereignisse wie das Olympia-Attentat wirkungsvoll bekämpfen sollte. Er beauftragte den Oberstleutnant des Bundesgrenzschutzes Ulrich Wegener eine Spezialeinheit aufzustellen. Die Grenzschutzgruppe 9 (GSG 9) wurde errichtet. Sie war eine Einheit zur Rettung von Menschenleben in Fällen schwerster Gewaltkriminalität. Kurzgesagt war sie die erste reine Anti-Terror-Einheit der Welt und sie war deutlich besser ausgebildet, als die gewöhnlichen Einsatzkräfte. Bereits ein halbes Jahr später meldete Wegener die Einsatzbereitschaft zweier Einheiten der Grenzschutzgruppe 9. Diese Bezeichnung wurde auch während der Umorganisationen des Bundesgrenzschutzes, während der Auflösung aller Grenzschutzgruppen 1981 und bei der Umformatierung der Grenzschutzkommandos zu den Grenzschutzpräsidien 1993 beibehalten. Auch als der Bundesgrenzschutz in Bundespolizei umbenannt wurde, wurde die Abkürzung wegen ihrer Bekanntheit beibehalten. Man fügte nur den Zusatz „der Bundespolizei“ hinzu.

Neben der Gründung der GSG 9 wurden auch die heutigen Spezialeinsatzkommandos (SEK) und Mobilen Einsatzkommandos (MEK) der Bundesländer in Leben gerufen. Diese Entscheidung erging jedoch nicht durch Genscher, sondern durch die Konferenzen der Innenminister und -senatoren.

Der erste große Einsatz der GSG 9 fand am 13. Oktober 1977 statt. Es war die Operation „Zauberfeuer“, bei der die neu gegründete Einheit eine, von vier palästinensischen Terroristen entführte, Lufthansamaschine auf dem Flughafen von Mogadischu, Somalia, befreite. Nachdem dieser Einsatz, im Gegensatz zu der misslungenen Befreiungsaktion in München vier Jahre zuvor, souverän gelöst wurde, indem die GSG 9 innerhalb von sieben Minuten das Flugzeug stürmte, die Entführer überwältigte und die Geiseln nahezu unverletzt blieben, wurde Ulrich Wegener und seine Truppe von den Deutschen gefeiert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Der 13. November 2015 in Paris: Einleitung in das Thema durch die Darstellung eines zeitgenössischen Anschlags, der verdeutlicht, wie Sportveranstaltungen zunehmend in den Fokus terroristischer Bedrohungen gerückt sind.

2. München 1972 – Die politischen Folgen des Olympia-Attentats: Zentrale Analyse des Attentats vom 5. September 1972, unterteilt in Ablauf, staatliche Reaktionen, mediale Rolle sowie langfristige innen- und außenpolitische Auswirkungen.

3. Künstlerische Rezeption des Attentats: Untersuchung, wie das Attentat in verschiedenen Dokumentationen und Spielfilmen über die Jahrzehnte hinweg kulturell und medial verarbeitet wurde.

Schlüsselwörter

Olympia-Attentat, München 1972, Schwarzer September, Sicherheitspolitik, GSG 9, Terrorismus, Israel, Bundesrepublik Deutschland, Geiselnahme, Krisenmanagement, Nahost-Konflikt, Sportgroßereignisse, Medienrolle, Dokumentarfilm, Nachrichtensperre.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Auswirkungen des Olympia-Attentats von 1972 auf die deutsche Politik und Sicherheit sowie das Verhältnis zu Israel und arabischen Staaten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf dem Krisenmanagement während der Geiselnahme, der politischen Aufarbeitung, der Gründung von Spezialeinheiten wie der GSG 9 und der medialen Berichterstattung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die weitreichenden sicherheitspolitischen Konsequenzen des Attentats und die daraus resultierende Veränderung der deutschen Terrorismusbekämpfung darzustellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche, der Auswertung von Zeitzeugenberichten sowie der Analyse offizieller Dokumente und medialer Quellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden der detaillierte Ablauf der Geiselnahme, die Fehler bei der Befreiungsaktion in Fürstenfeldbruck sowie die diplomatischen Spannungen nach dem Ereignis untersucht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Olympia-Attentat 1972, Sicherheitspolitik, GSG 9, Terrorismusbekämpfung und deutsch-israelische Beziehungen beschreiben.

Warum wird die Gründung der GSG 9 als so wichtig hervorgehoben?

Die Gründung der GSG 9 wird als direkte, notwendige Reaktion des Staates auf das Scheitern der Polizei beim Attentat von 1972 begründet, um für zukünftige Terrorbedrohungen besser gerüstet zu sein.

Wie hat sich die Wahrnehmung des Attentats in den Medien über die Zeit verändert?

Die Arbeit zeigt, dass anfangs Kritik am staatlichen Versagen dominierte und das Ereignis später durch Filme und Dokumentationen eine differenzierte historische Aufarbeitung erfuhr.

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Résumé des informations

Titre
München 1972. Das Olympia Attentat und seine politischen Folgen für die Beziehung Beziehung zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Staat Israel
Note
1
Auteur
Lukas Borne (Auteur)
Année de publication
2016
Pages
24
N° de catalogue
V448436
ISBN (ebook)
9783668861015
ISBN (Livre)
9783668861022
Langue
allemand
mots-clé
München 72 München 1972 Olympia Attentat Attentat Terroranschlag Terror in Deutschland Polizeiversagen Medienschuld Kritik Politische Folgen Politik Israel Deutschland Israel Anschlag Israel-Palästina-Konflikt Nahostkonflikt Sicherheitspolitik Innenpolitik
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Citation du texte
Lukas Borne (Auteur), 2016, München 1972. Das Olympia Attentat und seine politischen Folgen für die Beziehung Beziehung zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Staat Israel, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/448436
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Extrait de  24  pages
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