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Gruppendiskussion und Kreisgespräche mit Kindern. Beobachtungen in der Grundschule

Title: Gruppendiskussion und Kreisgespräche mit Kindern. Beobachtungen in der Grundschule

Term Paper , 2010 , 24 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Enneriema Aunerz (Author)

Pedagogy - General
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"Gruppendiskussionen und Kreisgespräche" lautete ein Thema, welches in unserem Seminar "Theorien und Methoden der Kindheitsforschung" zur Auswahl stand. Nach kurzer Überlegung entschieden sich meine Mitreferentin und ich, dieses zu bearbeiten. Sehr hilfreich war dabei der Anhaltspunkt des Kreisgesprächs von Friederike Heinzel, welches den Titel "Wenn ich ein König wäre..." trägt. Unvoreingenommen begannen wir unsere Recherche mit der Beobachtung einer Gesprächsrunde in einer fünften Klasse am „xx-Gymnasium“ in xx. Sowohl die Klassenlehrerin als auch die Schüler waren bemüht uns tatkräftig zu unterstützen. Dadurch gelang es erste Eindrücke zu sammeln und diese anschließend für den theoretischen Teil der Hausarbeit zu nutzen. Wir haben unsere Ausführungen wie folgt gegliedert. Zuerst wird dargelegt, wie sich Gruppen-diskussionen und Kreisgespräche definieren, wo die Unterschiede liegen und welche Ziele verfolgt werden. Anschließend erfährt der Leser etwas über die Geschichte bzw. die Entwicklung des Gruppendiskussionsverfahrens. Daraufhin initiieren wir schriftlich den Ablauf von Gruppendiskussionen und Kreisgesprächen und gehen auf die Themenwahl, sowie die Rolle des Moderators und der Teilnehmer ein. Unter Punkt 6. Erfährt man näheres zur Auswertung der Methoden. Um selbst über die Nutzung abzuwiegen, besprechen wir Vor- und Nachteile des Gruppendiskussionsverfahrens, ehe am Ende noch einmal spezifisch die Bedeutung der Methode innerhalb der Kindheitsforschung aufgezeigt wird.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Definition und Zielsetzung

1.1 Definition

1.2 Zielsetzung

1.3 Zum Unterschied zwischen Kreisgespräch und Gruppendiskussion

2. Geschichtlicher Abriss

2.1 Ursprung

2.2 Entwicklung

3. Durchführung

3.1 Ablauf

3.2 Rolle des Moderators

4. Erfassung

5. Auswertung

6. Beispiele aus der Kindheitsforschung

7. Bedeutung für die Kindheitsforschung

Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das methodische Vorgehen bei Gruppendiskussionen und Kreisgesprächen, um die Eignung dieser Formate für die Kindheitsforschung zu bewerten und ein Verständnis für die Lebenswelt von Kindern zu gewinnen.

  • Grundlagendefinition und Abgrenzung zwischen Kreisgespräch und Gruppendiskussion
  • Historische Entwicklung der Gruppendiskussionsmethode in verschiedenen Forschungsräumen
  • Strukturierter Ablauf und Anforderungen an die Rolle des Moderators
  • Methodische Aspekte der Datenaufzeichnung und Auswertungsstrategien
  • Praktische Erprobung und Vergleich mit bestehenden Forschungsbeispielen

Auszug aus dem Buch

1.1 Definition

Um einen ersten Überblick über das Thema zu gewinnen, kann man die Gruppendiskussion oberflächlich als „ein Gespräch mehrerer Teilnehmer zu einem Thema, das der Diskussionsleiter benennt … und das dazu dient Informationen zu sammeln“ (Lamnek 1995b, S. 125 zitiert nach: Lamnek 2005, S. 11) definieren. Als Forschungsmethode wird die Gruppendiskussion sowohl im quantitativen als auch im qualitativen Bereich der Forschung eingesetzt, wobei sie jedoch im qualitativen Bereich deutlich mehr Anklang findet. Unter den Anwendern ist die Meinung über diese Methode noch immer umstritten. Während einige Forscher sie als eigenständige Methode mit zentralem Stellenwert innerhalb eines Forschungsvorhabens ansehen, sind andere der Meinung die Gruppendiskussion wäre nur eine Möglichkeit, bereits (durch andere Methoden) gewonnene Forschungsergebnisse zu überprüfen, veranschaulichen oder noch einmal zu verdeutlichen (vgl. Lamnek 1995b, S. 168). Eine einheitliche Definition der Gruppendiskussion zu finden, erwies sich im Laufe unserer Recherchearbeit zum Thema immer unwahrscheinlicher, denn die Anzahl der verschiedenen Begriffe und Beschreibungen ist schier endlos.

Besonders im englischen Sprachraum existieren Unmengen begrifflicher Differenzierungen, wie zum Beispiel: „nominal group technique, brainstorming synthetics, delphi technique, focussed interview, focus group“ …etc. (Bristol/Fern 1996, S. 185 zitiert nach: Lamnek 2005, S. 26). Um an dieser Stelle nicht zu verwirren, haben wir zwei Definitionen, die uns als besonders logisch erschienen herausgestellt.

„Allgemein kann man die Gruppendiskussion als Gespräch einer Gruppe zu einem bestimmten Thema unter Laborbedingungen auffassen“ (Lamnek 1995, S.134)

Das Wort „Labor“ bedeutet in diesem Falle lediglich, dass die hier stattfindende Gesprächssituation sich nicht aus natürlichen Umständen heraus ergeben hat, sondern vom Forscher eingeleitet wurde (vgl. Lamnek 2005, S. 26). Ähnlich die Definition von Morgan (1997):

„Die Gruppendiskussion ist eine Erhebungsmethode, die Daten durch die Interaktionen der Gruppenmitglieder gewinnt, wobei die Thematik durch das Interesse des Forschers bestimmt wird.“(Lamnek 2005, S. 27)

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Autoren begründen die Wahl des Themas und erläutern den methodischen Aufbau der Arbeit, basierend auf eigenen Beobachtungen in einer Schulklasse und theoretischer Literatur.

1. Definition und Zielsetzung: In diesem Kapitel werden Begriffe geklärt, Ziele differenziert und die Unterschiede zwischen dem Kreisgespräch und der Gruppendiskussion herausgearbeitet.

2. Geschichtlicher Abriss: Es wird die Entwicklung der Gruppendiskussionsmethode im angloamerikanischen Raum sowie in Deutschland skizziert.

3. Durchführung: Dieses Kapitel detailliert den idealtypischen 6-Phasen-Ablauf einer Gruppendiskussion und beschreibt die zentrale Rolle sowie die notwendigen Kompetenzen des Moderators.

4. Erfassung: Hier wird der Prozess der Aufnahme und die Notwendigkeit der Transkription von Gruppendiskussionen und Kreisgesprächen erläutert.

5. Auswertung: Das Kapitel beschreibt vier Schritte der Inhaltsanalyse sowie Strategien zur computerunterstützten Auswertung.

6. Beispiele aus der Kindheitsforschung: Die Autoren reflektieren ihre praktische Erfahrung aus einem eigenen Gruppendiskussions-Experiment an einer Schule und vergleichen die Ergebnisse mit bekannten Studien von Friederike Heinzel.

7. Bedeutung für die Kindheitsforschung: Es wird die Relevanz der Untersuchung von Generationsverhältnissen und der Nutzen dieser Methoden für die Kindheitsforschung dargelegt.

Fazit: Die Autoren resümieren die Schwierigkeiten bei der Literaturrecherche und betonen die Wichtigkeit, bei Kindern auf Spontanität zu setzen, um deren Bedürfnisse und Probleme optimal zu erfassen.

Schlüsselwörter

Gruppendiskussion, Kreisgespräch, Kindheitsforschung, Qualitative Sozialforschung, Diskussionsleiter, Gruppenmeinung, Transkription, Inhaltsanalyse, Methodik, Erhebungsmethode, Interaktion, Forschungspraxis, Phasenmodell, Kinderwelten, Kommunikation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den methodischen Grundlagen und der praktischen Anwendung von Gruppendiskussionen und Kreisgesprächen, insbesondere in Bezug auf deren Einsatzmöglichkeiten in der Kindheitsforschung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Neben der Definition und historischen Einordnung der Methoden liegt der Fokus auf der Durchführung, der Rolle des Moderators, sowie den Auswertungs- und Erfassungstechniken in der empirischen Forschung mit Kindern.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, die Eignung der Gruppendiskussion und des Kreisgesprächs als Instrumente zur Erforschung der kindlichen Lebenswelt und zur besseren Identifizierung ihrer Bedürfnisse aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse kombiniert mit einer explorativen, praktischen Erprobung in Form einer Gruppendiskussion mit Kindern, die in einen Reflexionsprozess eingebettet ist.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung (Definitionen, Geschichte), einen prozessualen Teil zur Durchführung und Moderation sowie einen auswertungstechnischen Teil zur Datenaufbereitung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Gruppendiskussion, Kreisgespräch, Kindheitsforschung, Qualitative Forschung und Moderatorrolle.

Warum ist die Unterscheidung zwischen Kreisgespräch und Gruppendiskussion so wichtig?

Die Arbeit verdeutlicht, dass Kreisgespräche stärker durch individuelle Erfahrungen und Spontanität geprägt sind, während Gruppendiskussionen oft einer klareren Struktur und einem provozierten Diskurs folgen; eine Vermischung kann methodische Ergebnisse verfälschen.

Welche Erkenntnisse lieferte das schulpraktische Experiment der Autoren?

Das Experiment zeigte, dass Kinder bei unvorbereiteter Durchführung anders reagieren als erwartet und dass sie Themen wie Umweltschutz und Gerechtigkeit gegenüber rein materialistischen Wünschen priorisieren.

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Details

Title
Gruppendiskussion und Kreisgespräche mit Kindern. Beobachtungen in der Grundschule
College
University of Erfurt  (Erziehungswissenschaftliche Fakultät)
Course
Theorien und Methoden der Kindheitsforschung
Grade
1,7
Author
Enneriema Aunerz (Author)
Publication Year
2010
Pages
24
Catalog Number
V448494
ISBN (eBook)
9783668830974
ISBN (Book)
9783668830981
Language
German
Tags
Theorien Methoden Kindheitsforschung PdK PeB Kreisgespräche Gruppendiskussion Kinder Grundschule Deutsch
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Enneriema Aunerz (Author), 2010, Gruppendiskussion und Kreisgespräche mit Kindern. Beobachtungen in der Grundschule, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/448494
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