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Zusammenhänge zwischen Wertewandel und imaginierten Erholungserfahrungen in Abhängigkeit vom Lebensalter

Titre: Zusammenhänge zwischen Wertewandel und imaginierten Erholungserfahrungen in Abhängigkeit vom Lebensalter

Thèse de Master , 2017 , 122 Pages , Note: 1,6

Autor:in: André Motzkus (Auteur)

Psychologie - Travail, Entreprise, Organisation
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Résumé Extrait Résumé des informations

Diese Arbeit zeigt Zusammenhänge zwischen Werten, imaginierten Erholungserfahrungen und dem Alter auf. Dafür werden in einer Querschnittsstudie 402 Teilnehmer zu ihren Werten in Form von Lebensprioritäten, politischen Zielen, Berufsmerkmalen sowie motivationalen Zielen befragt. Dabei kommen u.a. Messverfahren von Schwartz (1992) und Ingelhart (1977) zum Einsatz. Des Weiteren wird abgefragt, inwieweit die Teilnehmer imaginieren können, vier Erholungserfahrungen durch bestimmte Aktivitäten zu erreichen. Hierbei wird der „Recovery Experience Questionnaire“ nach Sonnentag und Fritz (2007) eingesetzt. 38 Variablen werden in statistischen Verfahren wie z. B. Varianzanalyse bezüglich Kohortenunterschieden bei den Variablen, Faktorenanalyse sowie univariaten und multiplen Regressionen ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen u. a., dass der Anteil an Teilnehmern mit postmaterialistischer Einstellung nach Inglehart (1972) in dieser nicht repräsentativen Umfrage im Vergleich zum ALLBUS 2016 um 10% geringer ist. Die Lebenspriorität und das Berufsmerkmal mit der höchsten Wichtigkeit für die Teilnehmer sind „Gesundheit“ und „Eine Arbeit, die Spaß macht“. Je höher die Werte-Faktoren „Sinn“, „Balance“, „Helfen“ oder Flexibilität bewertet werden, desto eher können sich diese Teilnehmer altersunabhängig vorstellen, den Erholungserfahrungs-Faktor „Entspannung“ zu erreichen. Es zeigt sich deutlich, dass die Generation Y andere Einstellungen zu den abgefragten Werten hat. Des Weiteren kann sie sich eher vorstellen, bestimmte Erholungserfahrungen mit den vorgeschlagenen Aktivitäten zu erreichen als andere Kohorten. Der Einfluss des Wertewandels zeigt sich am deutlichsten dadurch, dass der Generation Y die Balance zwischen Beruf und Freizeit am wichtigsten ist und sie gleichzeitig am ehesten durch Videospiele imaginierte Erholungserfahrungen erreicht.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung und Entwicklung der Forschungsfrage

2. Theorie

2.1. Werte

2.1.1 Verschiedene Perspektiven zur Annäherung an das Konstrukt „Werte“

2.1.2 Werte in der empirischen Forschung

2.1.3 Der Wert der Arbeit über die Zeit betrachtet

2.1.4 Die Entwicklung der Freizeit über die Zeit

2.1.5 Arbeit und Freizeit, ein Zusammenspiel auf Augenhöhe

2.1.6 Anhaltspunkte für einen altersbedingten Unterschied im Umgang mit Arbeit und Freizeit

2.2 Erholungserfahrungen

2.2.1 Erholungstheorien und -erfahrungen

2.2.2 Aktivitäten zum Erlangen der vorgestellten Erholungserfahrungen

2.2.3 Anhaltspunkte für einen altersbedingten Unterschied im Umgang mit Erholung

2.3 Theorieumfassende Leitfragen

3. Erhebung

3.1 Messverfahren bei der Erhebung zum Thema „Werte“

3.2 Messverfahren bei der Erhebung zum Thema Erholungserfahrungen

3.3 Erhebungsdesign

3.4 Pre-Test

3.5 Vorgehen bei der Auswertung

3.6 Grenzen des Vorgehens

4. Darstellung der Ergebnisse

5. Diskussion und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Zusammenhänge zwischen persönlichen Werten, dem Wertewandel und der Fähigkeit, durch bestimmte Aktivitäten Erholungserfahrungen in der Freizeit zu erzielen, unter besonderer Berücksichtigung des Lebensalters. Das primäre Ziel ist es, positive Korrelationen zwischen Werten und Erholungspotenzial aufzuzeigen und zu analysieren, wie sich diese Zusammenhänge in verschiedenen Alterskohorten differenzieren lassen.

  • Analyse des Wertewandels und dessen Einfluss auf die Arbeitswelt und Freizeitgestaltung.
  • Untersuchung der vier etablierten Erholungserfahrungen nach Sonnentag und Fritz (2007).
  • Empirische Erhebung mittels Querschnittsstudie und statistischer Auswertung (Faktorenanalyse, Regressionen).
  • Vergleich der Einstellungen und Erholungsstrategien zwischen verschiedenen Alterskohorten (Baby Boomer, Generation X, Y, Z).

Auszug aus dem Buch

2.1.3 Der Wert der Arbeit über die Zeit betrachtet

Die folgende Darstellung ist überwiegend die Wiedergabe eines Kapitels aus dem Buch „Eigenverantwortlich und leistungsfähig. Das selbständige Individuum in der sich wandelnden Arbeitswelt“ von K. Kaudelka und G. Kigler (Hrsg.). Bei den alten Griechen der Antike galt das Ideal der Muße, Gewinn zu erwirtschaften als unnatürlicher Drang (Czwalina, 2013). Aristoteles unterschied zwei Arten von Menschen. Zum einen den „bios politikos“, welcher um ein gutes Leben bemüht war, und zum anderen den „bios chrematikos“, welcher der zielpervertierten, zweckentfremdeten Erweiterung des Reichtums um des Reichtums willen nachgierte. Er war der Meinung, dass dieses Denken die Existenz einer harmonischen Gemeinschaft zerstöre (Gigon, 1986).

In der Bibel wird die Arbeit als Folge des Sündenfalls betrachtet. Sie gilt auf der einen Seite als Grundrecht, Segen und wesentlicher Baustein zur Gestaltung eines lebenswerten Lebens, da man durch sie sein Potential entfalten und zu sich selbst finden kann. Auf der anderen Seite bedeutet die Arbeit Anstrengung und birgt auch Gefahr der Habsucht und Arbeitswut (Czwalina, 2013).

Das Mittelalter war im Wesentlichen durch die drei Tätigkeiten beten, arbeiten und kämpfen gekennzeichnet. Der Arbeit wurde dabei zeitweilig ein heiliger Platz zugesprochen und sie somit zu einer Art Sakrament aufgewertet. Der Leitspruch „ora et labora“ (bete und arbeite) ist bis heute bekannt. Im christlichen Lebensbild stand über Jahrhunderte der moralische Wert der Arbeit über dem der Früchte der Arbeit. Erstaunlicherweise wurde so oft eine überraschende materielle Fülle erzielt. Damals schon suchten erschöpfte Menschen Klöster auf, um unter dem dort gelebten „ora et labora“ ihr seelisches Gleichgewicht zurückzuerlangen. Auch hier war das egoistische Prinzip des Raffens verpönt. Mit Gründung der „Medici Bank“ wurde 1397 ein Grundstein für den heutigen Kapitalismus gelegt. Handelshäuser wurden in dieser Zeit immer mehr zu Geldhäusern und die Zinspolitik wurde eingeführt, welche bis dahin durch die katholische Morallehre streng untersagt war (ebd., 2013).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung und Entwicklung der Forschungsfrage: Das Kapitel thematisiert die Zunahme von stressbedingten Belastungen in der modernen Arbeitswelt und leitet die Forschungsfrage bezüglich des Zusammenhangs von Werten und gelungener Erholung ab.

2. Theorie: Dieser Abschnitt bietet einen fundierten theoretischen Überblick über die Konstrukte Werte und Erholung, inklusive deren historischer Entwicklung und der Bedeutung für verschiedene Alterskohorten.

3. Erhebung: Hier wird das methodische Vorgehen der empirischen Querschnittsstudie beschrieben, einschließlich der verwendeten Messverfahren, des Umfragedesigns und der statistischen Auswertungsmethoden.

4. Darstellung der Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die statistische Auswertung der Umfragedaten, unterteilt in Deskription, Korrelationen, Faktorenanalyse und Regressionsanalysen zur Beantwortung der Leitfragen.

5. Diskussion und Ausblick: Hier werden die Ergebnisse kritisch vor dem Hintergrund der theoretischen Literatur interpretiert, die Forschungsfragen beantwortet und Limitationen sowie weitere Forschungsmöglichkeiten aufgezeigt.

Schlüsselwörter

Wertewandel, Erholungserfahrungen, Generation Y, Arbeitswelt, Freizeit, Stress, Burnout, Lebensprioritäten, Leistungsgesellschaft, Entspannung, Mastery, Kontrolle, Statistik, Faktorenanalyse, Alterskohorten.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Wechselwirkungen zwischen persönlichen Werten, dem Wertewandel in der Gesellschaft und der Fähigkeit, durch spezifische Aktivitäten Erholung in der Freizeit zu finden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Felder sind die Gesundheitspsychologie, Arbeitssoziologie und die Wertetheorie, insbesondere im Hinblick auf Altersunterschiede zwischen verschiedenen Generationen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, positive Zusammenhänge zwischen Werten (wie etwa Sinn oder Balance) und der imaginierten Erholungsfähigkeit zu identifizieren, statt Erholung nur als Kompensation von Defiziten zu betrachten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wurde eine empirische Online-Querschnittsstudie mit 402 Teilnehmern durchgeführt, deren Daten mittels statistischer Verfahren wie Faktorenanalyse und univariaten sowie multiplen Regressionen ausgewertet wurden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine umfassende theoretische Fundierung zu Arbeit und Freizeit sowie eine detaillierte quantitative Analyse, die den Zusammenhang der Variablen unter Einfluss des Alters untersucht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Wertewandel, Generation Y, Erholungserfahrungen, Arbeitsbelastung und Lebensbalance charakterisiert.

Inwiefern spielt das Alter eine Rolle bei den Ergebnissen?

Die Studie zeigt signifikante Unterschiede zwischen den Generationen, insbesondere im Verhalten der Generation Y, die verstärkt auf Flexibilität und Sinnhaftigkeit setzt und Erholung vermehrt über Videospiele und kreative Tätigkeiten definiert.

Welche Bedeutung hat die "Generation Y" für die Schlussfolgerungen?

Die Generation Y fungiert in der Untersuchung als Treiber für einen veränderten Umgang mit Erholung, da sie Freizeit und Arbeit weniger strikt trennt und andere Ansprüche an die Qualität ihrer Freizeitaktivitäten stellt als ältere Kohorten.

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Résumé des informations

Titre
Zusammenhänge zwischen Wertewandel und imaginierten Erholungserfahrungen in Abhängigkeit vom Lebensalter
Université
University of Applied Sciences Berlin
Note
1,6
Auteur
André Motzkus (Auteur)
Année de publication
2017
Pages
122
N° de catalogue
V448590
ISBN (ebook)
9783668838420
ISBN (Livre)
9783668838437
Langue
allemand
mots-clé
Erholungserfahrungen Wertewandel Erholung nach der Arbeit Werte Ingelhart Recovery Experience Questionnaire Kohorten
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
André Motzkus (Auteur), 2017, Zusammenhänge zwischen Wertewandel und imaginierten Erholungserfahrungen in Abhängigkeit vom Lebensalter, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/448590
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