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Größenänderung der Innenohrräume der menschlichen Cochlea

Teil 1 der Dissertation

Titre: Größenänderung der Innenohrräume der menschlichen Cochlea

Thèse de Doctorat , 1995 , 46 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Rüdiger Boppert (Auteur)

Médecine - Oto-rhino-laryngologie
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Résumé Extrait Résumé des informations

Das Hörorgan, unser empfindlichster Sinn, liegt gut geschützt in der Cochlea des Felsenbeins. Ein nachweisbarer Höreindruck entsteht in einem gesunden Ohr bereits bei einer Auslenkung des Trommelfelles, die geringer ist als der Durchmesser des Wasserstoffatoms. Die dazu benötigte mechanische Energie ist um eine Zehnerpotenz geringer, als die zur Erzielung eines Seheindruckes erforderliche Strahlenenergie. Trotz dieser hohen Empfindlichkeit können wir unsere Umgebung aufgrund des schmalen Frequenzbereiches des menschlichen Hörvermögens nur unzureichend erfassen und uns alleine mit dem Gehör kaum orientieren.
Somit müssen wir auch zur Beurteilung der Struktur dieses hochsensiblen Organs den weniger empfindlichen Gesichtssinn einsetzen.

Aufgrund seiner verborgenen Lage blieb selbst der makroskopische Aufbau des Innenohres bis zur Wiederaufnahme von Sektionen menschlicher Leichen im Italien des sechzehnten Jahrhunderts unseren Augen verborgen. Den Ruhm der Erstbeschreibung der makroskopischen Cochleamorphologie teilen sich als Pfadfmder in der Otologie die Anatomen Eustachio, Fallopio und Ingrassia in den Jahren 1560 bis 1570. Ihren Leistungen vermochten die Zeitgenossen nur Spärliches, die Nachfolger nur feinere Details hinzuzufügen. Bis zur Dissertation von Cotugno 1760 war man der Überzeugung, das das knöcherne Labyrinth mit Luft, dem sogenannten "aer innatus", gefüllt sei.

Erst 1789 fand Scarpa im Innern der knöchernen Ohrstrukturen das häutige Labyrinth. Die letzte größere Entdeckung vor Corti blieb Reissner vorbehalten, der aufgrund verbesserter Präparationstechnik und Fortschritten der Lichtmikroskopie 1851 neben den beiden Skalen noch einen dritten Kanal, den Ductus cochlearis fand. Noch im gleichen Jahr beschrieb Corti erstmals die Papilla acustica, die von Kölliker ein Jahr später in Corti-Organ umbenannt wurde.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und Problemstellung

1.1 Historischer Überblick

1.2 Problemstellung

2. Material und Methoden

2.1 Material

2.1.1 Untersuchungsmaterial

2.1.2 Geräte und Materialien

2.2 Methoden

2.2.1 Auswahl der Präparate

2.2.2 Fotografieren der Präparate

2.2.3 Ausmessen der Schnittflächen

3. Ergebnisse

3.1 Beschreibende Statistik

3.2 Meßwerte

4. Diskussion

4.1 Fehlerdiskussion

4.1.1 Auswahl der Präparate

4.1.2 Meßverfahren

4.1.3 Bestimmung der Meßpunkte

4.2 Ergebnisse im Gesamtzusammenhang

4.2.1 Vergleiche mit anderen Untersuchungen

4.2.2 Schlußfolgerungen

5. Zusammenfassung

6. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Dissertation untersucht die morphologischen Größenveränderungen der menschlichen Cochlea (Innenohr) im Verlauf der Schneckenwindungen, um Erkenntnisse über anatomische Gegebenheiten zu gewinnen, die für die operative Versorgung mit Cochlea-Implantaten und das Verständnis der Innenohr-Physiologie relevant sind.

  • Historische Entwicklung der cochleären Anatomieforschung
  • Morphometrische Analyse von Querschnittsflächen (Scala tympani, Scala vestibuli, Ductus cochlearis)
  • Untersuchung von Kontinuitätssprüngen der anatomischen Strukturen
  • Klinische Relevanz für die Cochlea-Implantat-Chirurgie

Auszug aus dem Buch

1.1 Historischer Überblick

Das Hörorgan, unser empfindlichster Sinn, liegt gut geschützt in der Cochlea des Felsenbeins. Ein nachweisbarer Höreindruck entsteht in einem gesunden Ohr bereits bei einer Auslenkung des Trommelfelles, die geringer ist als der Durchmesser des Wasserstoffatoms. Die dazu benötigte mechanische Energie ist um eine Zehnerpotenz geringer, als die zur Erzielung eines Seheindruckes erforderliche Strahlenenergie (Keidel 1975) [38]. Trotz dieser hohen Empfindlichkeit können wir unsere Umgebung aufgrund des schmalen Frequenzbereiches des menschlichen Hörvermögens nur unzureichend erfassen und uns alleine mit dem Gehör kaum orientieren. Somit müssen wir auch zur Beurteilung der Struktur dieses hochsensiblen Organs den weniger empfindlichen Gesichtssinn einsetzen.

Aufgrund seiner verborgenen Lage blieb selbst der makroskopische Aufbau des Innenohrs bis zur Wiederaufnahme von Sektionen menschlicher Leichen im Italien des sechzehnten Jahrhunderts unseren Augen verborgen. Den Ruhm der Erstbeschreibung der makroskopischen Cochleamorphologie teilen sich als Pfadfinder in der Otologie die Anatomen Eustachio, Fallopio und Ingrassia in den Jahren 1560 bis 1570. Ihren Leistungen vermochten die Zeitgenossen Spärliches, die Nachfolger nur feinere Details hinzuzufügen. Bis zur Dissertation von Cotugno 1760 war man der Überzeugung, daß das knöcherne Labyrinth mit Luft, dem sogenannten "aer innatus", gefüllt sei [21]. Erst 1789 fand Scarpa im Innern der knöchernen Ohrstrukturen das häutige Labyrinth [59]. Die letzte größere Entdeckung vor Corti blieb Reissner vorbehalten, der aufgrund verbesserter Präparationstechnik und Fortschritten der Lichtmikroskopie 1851 neben den beiden Skalen noch einen dritten Kanal, den Ductus cochlearis fand. Noch im gleichen Jahr beschrieb Corti erstmals die Papilla acustica, die von Kölliker ein Jahr später in Corti-Organ umbenannt wurde.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung und Problemstellung: Dieses Kapitel gibt einen historischen Abriss der Cochlea-Forschung und erläutert die Relevanz der anatomischen Daten für moderne Lärmschaden-Theorien und Cochlea-Implantationen.

2. Material und Methoden: Hier wird die Aufbereitung der 150 menschlichen Felsenbeine sowie das morphometrische Messverfahren mittels Polarplanimeter und Lichtmikroskopie detailliert beschrieben.

3. Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die statistisch ausgewerteten Meßwerte der Querschnittsflächen von Scala tympani, Scala vestibuli und Ductus cochlearis an fünf definierten Meßpunkten.

4. Diskussion: Hier erfolgt eine kritische Würdigung der methodischen Fehlerquellen, ein Vergleich mit bestehender Literatur sowie die Ableitung klinischer Schlußfolgerungen hinsichtlich Wirbelbildungen und Cochlea-Implantaten.

5. Zusammenfassung: Die Kernaussagen der Arbeit werden hier zusammengefaßt, insbesondere die Erkenntnis der diskontinuierlichen Flächenänderungen im Verlauf der Cochlea.

Schlüsselwörter

Cochlea, Innenohr, Anatomie, Morphometrie, Cochlea-Implantat, Scala tympani, Scala vestibuli, Ductus cochlearis, Querschnittsfläche, Schneckenwindung, Hörphysiologie, Felsenbein, morphologische Variabilität, anatomische Diskoninuitäten, Lärmschaden

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit untersucht die anatomischen Größenverhältnisse der Innenohrstrukturen (Cochlea), speziell die Querschnittsflächen der verschiedenen Schneckengänge, um ein besseres Verständnis ihrer Struktur und Funktion zu erlangen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Themen umfassen die historische Anatomie des Innenohrs, die morphometrische Messung an histologischen Präparaten sowie die klinische Anwendung dieser Daten in der Otologie.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die präzise Vermessung der menschlichen Cochlea, um zu klären, wie sich die Querschnittsflächen der Flüssigkeitsräume im Verlauf der Schneckenwindungen verändern.

Welche wissenschaftliche Methode wurde angewandt?

Es wurde eine morphometrische Analyse an einer umfangreichen Sammlung von histologischen Serienschnitten menschlicher Felsenbeine mittels Lichtmikroskopie und Polarplanimetrie durchgeführt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des Untersuchungsmaterials, die detaillierte Beschreibung der Messmethodik, die Präsentation der Messergebnisse sowie eine umfassende Diskussion der Daten im Kontext anatomischer und physiologischer Erkenntnisse.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Cochlea, morphometrische Analyse, Cochlea-Implantat, Scala tympani, Scala vestibuli und die anatomische Variabilität des menschlichen Innenohrs.

Welche Bedeutung hat die Studie für die Cochlea-Implantat-Chirurgie?

Die Ergebnisse liefern wichtige Daten über die Platzverhältnisse in der Scala tympani, was für das schonende Einführen von Elektroden bei Cochlea-Implantaten und die Vermeidung von Gewebeschädigungen von hoher Relevanz ist.

Wie korrelieren die Flächenveränderungen mit der Hörfunktion?

Die Arbeit unterstützt die Theorie, dass die beobachteten Formveränderungen der Skalen anatomische Voraussetzungen für hydrodynamische Wirbelbildungen sein könnten, was wiederum die hohe Empfindlichkeit des Gehörs in bestimmten Frequenzbereichen erklärt.

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Résumé des informations

Titre
Größenänderung der Innenohrräume der menschlichen Cochlea
Sous-titre
Teil 1 der Dissertation
Université
University of Tubingen  (Medizinische Fakultät)
Note
1,0
Auteur
Rüdiger Boppert (Auteur)
Année de publication
1995
Pages
46
N° de catalogue
V448729
ISBN (ebook)
9783668835597
ISBN (Livre)
9783668835603
Langue
allemand
mots-clé
größenänderung innenohrräume cochlea teil dissertation
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Rüdiger Boppert (Auteur), 1995, Größenänderung der Innenohrräume der menschlichen Cochlea, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/448729
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Extrait de  46  pages
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