Die Luhmann’sche Theorie beobachtender Systeme und die Konsequenzen für die soziologische Betrachtung von Gesellschaft


Seminararbeit, 2016
25 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhalt

1. Einleitung

2. Wissenschaftstheoretische Wurzeln und konstruktivistische Aspekte der Systemtheorie Luhmanns
2.1. Die Grundideen des Radikalen Konstruktivismus
2.2 Die Theorie lebendiger Systeme
2.3 Die Erkenntnistheorie Maturanas

3. Niklas Luhmann und der Konstruktivismus

4. Theorie erkennender Systeme
4.1 Das Beobachterkonzept der Systemtheorie Luhmanns
4.2 Der „Operative Konstruktivismus“
4.3 Beobachten, Unterscheiden, Bezeichnen und der „blinde Fleck“
4.4 Die Beobachtungsabhängigkeit von Realität
4.5 Bewusstsein oder gesellschaftliche Kommunikation?

5. Wie ist eine soziologische Betrachtung der Gesellschaft im Sinne Luhmanns möglich?

6. Fazit

7. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Niklas Luhmanns Soziologie kann zweifellos als einer der innovativsten und zugleich „fremdesten“[1] Beiträge zur neueren soziologischen Theoriediskussion betrachtet werden. Aus soziologisch-disziplinärer Sicht gilt seine Systemtheorie daher noch heute als unkonventionell, weil sie sich radikal von dem verabschiedet hat, was Luhmann selbst 'alteuropäisches Denken' nennt, vornehmlich also vom 'Realismus' der ontologischen Erkenntnistheorie. In der Sichtweise des Bielefelder Soziologen müsse sich die Soziologie, um eine adäquate Beschreibung der modernen Gesellschaft zu leisten, endgültig von den Theorieansätzen subjektphilosophischer Tradition lösen, wonach „daß erkennende Subjekt und das erkannte Objekt sich unterscheiden und trennen lassen“.[2] Die Soziologie hätte daraus die Konsequenz zu ziehen, dass sie das Subjekt nicht als konstituierendes Element der Gesellschaft betrachtet, sondern als ihr Produkt. Daran schließt sich die Frage an, was die Soziologie zu leisten vermag, wenn die Gesellschaft nicht von Subjekten gemacht oder organisiert wird, weil das Subjekt selbst eine soziale Konstruktion, eine Erfindung des modernen Denkens ist. Wie lassen sich soziale Gegenwartsprobleme in der Soziologie beschreiben, wenn sie nicht aus der Möglichkeit objektiver Erkenntnis begründet wird.

Genau an diesen Fragen möchte diese Hausarbeit anknüpfen. Ziel ist es, die erkenntnistheoretische Position des systemtheoretischen Paradigmas Luhmanns zu beleuchten und die daraus resultierenden Konsequenzen für die Soziologie aufzuzeigen. In einem ersten Schritt werden zunächst die wissenschaftstheoretischen Wurzeln der Systemtheorie Luhmanns skizziert. Da Luhmann erkenntnistheoretische Einsichten zu einem großen Teil auf den Grundannahmen des Konstruktivismus aufbauen, werden im zweiten Kapitel die erkenntnistheoretischen Prämissen des (Radikalen) Konstruktivismus vorgestellt. Daran anschließend wird in Kapitel drei und vier das konstruktivistische Beobachterkonzept Luhmanns beleuchtet, das, wie auch im Radikalen Konstruktivismus, individuelle Wirklichkeitsvorstellungen als (gesellschaftliche) Konstruktion behandelt. Abschließend gilt es zu fragen, wie sich das Verhältnis der Soziologie zu ihrem Gegenstand verändern müsste, wenn sie die erkenntnistheoretischen Prämissen der Luhmann’schen Systemtheorie ernst nehmen will (Kapitel 5). In einem Fazit werden die Kernpunkte der Arbeit zusammengefasst (Kapitel 6).

2. Wissenschaftstheoretische Wurzeln und konstruktivistische Aspekte der Systemtheorie Luhmanns

Luhmann sah in der Programmatik seiner Theoriearbeit den Versuch, Erkenntnisse aus unterschiedlichen Disziplinen, wie z.B. der Psychologie, Philosophie, Sozialwissenschaft, Kybernetik zweiter Ordnung, den Neurowissenschaften für seine Forschungsdisziplin, die Soziologie, anschlussfähig zu machen. „Wir orientieren uns dabei an neueren Entwicklungen in der Systemtheorie, aber auch an Entwicklungen, die unter anderen Theorienamen laufen - etwa Kybernetik, cognitive sciences, Kommunikationstheorie, Evolutionstheorie“[3]. Innerhalb des Grundgerüstes seiner systemtheoretischen Gesamtarchitektur finden sich somit neben dem Parson’schen Funktionalismus auch etliche Bezüge auf konstruktivistische Theoreme. Angesichts dieser Ausgangslage stellt der Versuch, der Synthese zwischen Konstruktivismus und Systemtheorie nachzugehen, ein zweifellos ambitioniertes Unterfangen dar, nicht zuletzt deshalb, weil Luhmann zwar etliche Aspekte der voran genannten Theorienamen in seine Theorie sozialer Systeme integrierte, sich jedoch meist nur in zurückhaltender Weise zu seinem eigenen konstruktivistischen Standpunkt äußerte.[4] Um sich folglich dem Konstruktivismus in der Version Niklas Luhmanns zu nähern, soll daher zunächst auf den Radikalen Konstruktivismus und dessen prägende Figuren eingegangen werden, die unweigerlich wichtige Impulse für die Theorieentwicklung der luhmannschen Konstruktivismuskonzeption gaben.

2.1. Die Grundideen des Radikalen Konstruktivismus

Der „Konstruktivismus“ ist weit davon entfernt, als eine homogene, kongruente Theorieströmung angesehen zu werden. Unter dem Paradigma vereinen sich vielmehr verschiedene interdisziplinäre Ansätze und Varianten aus unterschiedlichen Kontexten und Disziplinen, die sich innerhalb der als postmodern bezeichneten Theorien und Bewegungen entwickelt haben.[5]

Ausgehend von der Prämisse, dass der Mensch keinen direkten Zugang zur Wirklichkeit hat, sondern lediglich das zu erkennen vermag, was er mit seinen Sinnen aufnehmen und mit seinen kognitiven Ressourcen verarbeiten kann, formuliert die konstruktivistische Denkart die klassische idealistische Fragestellung nach der Erkenntnismöglichkeit konsequent um und bricht mit gänzlich allen Konventionen, die sich in der traditionellen Repräsentationstheorie über lange Zeit manifestierten: Besonders die Vorstellung von einer objektiven Welt auf der einen und einem wahrnehmenden Subjekt auf der anderen Seite wird strikt abgelehnt. Das bedeutet, um es mit den Worten Paul Watzlawicks wiederzugeben, „dass wir an die vermeintlich ›da draußen‹ objektiv bestehende Wirklichkeit immer mit gewissen Grundannahmen herangehen, die wir für bereits feststehende ›objektive‹ Aspekte der Wirklichkeit halten, während sie nur Folgen der Art und Weise sind, in der wir nach der Wirklichkeit suchen“[6] Die Aufgabe einer konstruktivistischen Wissenschaftstheorie ist deshalb auch nicht die Erklärung einer Welt, wie sie an sich objektiv beschaffen ist - was sich ohnehin aus konstruktivistischer Sicht jeglicher menschlicher Erkenntnismöglichkeit entziehen würde - sondern die Erklärung unserer Konstruktion einer gemeinsamen Welt.[7]

Eine radikale Variante des konstruktivistischen Ansatzes, vor allem in erkenntnistheoretischer Hinsicht, wird von dem amerikanischen Philosophen Ernst von Glasersfeld vorgelegt.[8] Eine Vorstellung dessen, was er unter dem von ihm begründeten ‚Radikalen Konstruktivismus’ versteht und welche wissenschaftstheoretischen Implikationen sich aus seiner radikal-konstruktivistischen Sichtweise ergeben, gewinnen wir aus der nachfolgenden Definition:

„Was ist Radikaler Konstruktivismus? Einfach ausgedrückt handelt es sich da um eine unkonventionelle Weise die Probleme des Wissens und Erkennens zu betrachten. Der Radikale Konstruktivismus beruht auf der Annahme, daß alles Wissen, wie immer man es auch definieren mag, nur in den Köpfen von Menschen existiert und daß das denkende Subjekt sein Wissen nur auf der Grundlage eigener Erfahrung konstruieren kann. Was wir aus unserer Erfahrung machen, das allein bildet die Welt, in der wir bewußt leben. Sie kann zwar in vielfältiger Weise aufgeteilt werden, in Dinge, Personen, Mitmenschen usw., doch alle Arten der Erfahrung sind und bleiben subjektiv. Auch wenn ich gute Gründe dafür angeben kann, daß meine Erfahrung der deinen nicht ganz unähnlich ist, habe ich keinerlei Möglichkeit zu prüfen, ob sie identisch sind. Das gleiche gilt für den Gebrauch und das Verstehen einer Sprache.”[9]

Die hier aufgeführte Position von Glasersfelds, soviel ist sicher, wird nicht von allen Wissenschaftlern, die dem konstruktivistischen Spektrum zuzuordnen sind, in vollem Umfang geteilt. Dies ist kaum verwunderlich, wenn man bedenkt, dass hier eine Erkenntnistheorie postuliert wird, die ohne Ontologie und damit ohne Repräsentation von objektiv wahrgenommener bzw. erkannter Realität auskommt. Während die Konstruktivismen der ersten Generation das Verhältnis von „Innen“ und „Außen“ noch für eine empirische Frage und eine gänzliche Abgrenzung beider Ebenen für einen Widerspruch ansahen,[10] geht der Radikale Konstruktivismus hier einen bedeutenden Schritt weiter, indem er die Subjektbezogenheit der Erkenntnis als ein unentrinnbares Faktum voraussetzt. In diesem Zusammenhang ist jedoch zu betonen, dass von Glasersfeld[11] nicht die Existenz einer objektiven Wirklichkeit, im Sinne einer uns umgebenden physikalischen Welt leugnete, sondern lediglich die Annahme verneinte, dass das, was wir für die Realität halten - also das, was wir visuell, auditiv, olfaktorisch und taktil wahrnehmen - Abbild einer außerhalb von uns liegenden Welt sei.[12] Stimmt man also mit dem Credo des radikalen Konstruktivismus überein, so müssten sich - trotz dieser epistemologischen Grundproblematik – weitreichende Wirkungen für das wissenschaftliche Erkenntnisprogramm ergeben - auf die in den nachfolgenden Kapiteln noch detaillierter eingegangen werden soll.

2.2 Die Theorie lebendiger Systeme

Von den drei Hauptfiguren kann neben Heinz von Foerster und Ernst von Glasersfeld auch der chilenische Biologe und Neurokybernetiker Humberto R. Maturana zu den wohl prägendsten Protagonisten der radikal-konstruktivistischen Strömung gezählt werden. Maturana, der gemeinsam mit seinem Schüler und Ko-Autor Francisco R Varela. zu einer „Biologie der Kognition“ forschte, formulierte einen Theorievorschlag, der auf der Grundlage neurophysiologischer Erkenntnisse die Fragen nach dem, was als Welt und Wirklichkeit gelten kann, radikalkonstruktivistisch nachzeichnet.[13] Die Zuständigkeit für Erkenntnisfragen hält er jedoch - im Unterschied zu vielen seiner konstruktivistischen Kollegen - „für Fragen, die auf biologische Phänomene zurückzuführen sind und daher im biologischen Bereich beantwortet werden müssen.“[14] Um also eine konkrete Vorstellung von dem zu gewinnen, was Erkennen ist, sei es nach Maturana unmittelbar notwendig, die klassischen erkenntnistheoretischen Fragen in das Feld der Neurobiologie zu transferieren, um diese unter dem Vorzeichen eines biologischen Systemverständnisses neu zu diskutieren.[15] Die Konzeption seiner Theorie fußt somit darauf, die Voraussetzungen für die Existenz und Selbsterhaltung lebendiger Systeme darzulegen:

Nach Maturana definieren sich lebende Systeme durch ihre Organisation. Hier ist der Begriff der „Autopoiesis“ zentral - ein eigens geprägtes Kunstwort (griech.: autos = selbst, poiein = machen), welches für ein Organisationsprinzip steht, das im Grunde genommen allen lebenden Systemen zu eigen ist. Lebende Systeme, so heißt es weiter, sind solche, die sich selbst herstellen und erhalten - also die Komponenten, aus denen das System besteht, in einem zirkulären Prozess selbst erzeugt. Das Eigentümliche daran ist, dass die Formen ihrer Selbstorganisation intern festgelegt sind und von außen nicht gesteuert werden können.[16]

Ein Beispiel, welches in diesem Zusammenhang angeführt werden kann, weil es den Prozess der autopoeitischen Selbstorganisation nachvollziehbar veranschaulicht, ist der biologische Vorgang des Stoff- und Energiewechsels innerhalb einer lebenden Zelle:

Die Zelle als lebendes System ist auf die Zufuhr von Nährstoffen von außen angewiesen und in diesem Sinne genau genommen nicht autark. Sie ist jedoch hinsichtlich ihres Stoff- und Energiewechsels, der zur Aufrechterhaltung des eigenen Fortbestehens erfolgt, autonom organisiert und durch die Zellmembran, die als Grenze nach außen die Zelle als Ganzes erhält, organisationell-geschlossen und selbstreferenziell operierend.[17]

Wie bei der Zelle, die zur Erhaltung des Systems über ständig fortlaufende Stoffwechselprozesse die Bestandteile ihres internen Gefüges, wie z.B. Zellkern und Ribosomen, reproduziert, ist dieser Prozess – die autopoietische Organisation – auch allen anderen Lebewesen zu eigen. Die biologische Vielfalt und Verschiedenartigkeit des gesamten Lebens auf der Erde lässt jedoch bereits vermuten, dass die Art und Weise, wie diese Organisation strukturiert ist, durchaus variiert. Maturana unterscheidet daher zwischen der Organisation und der Struktur eines Systems.[18]

Demnach gilt, dass Strukturveränderungen, aufgrund des Prinzips der systemischen Geschlossenheit, selbstreferentiell erfolgen, was jedoch nicht ausschließt, dass interne Dynamiken bzw. „Strukturelle Variationen“ als Folge der Anpassung eines Systems an seine Umwelt - im Prozess immer fortlaufender Strukturkoppelung - stattfinden können. Jedoch gilt es hier zu betonen, dass die Art und Weise, wie mit den anderen Einheiten im äußeren Umfeld interagiert wird, einzig und allein vom autopoietischen System selbst festgelegt wird. Dieses steuert seine Interaktionen auf Basis seiner intern festgelegten Struktur.[19] In diesem Sinne ist das autopoietische System in seiner Organisationsstruktur „von außen prinzipiell nicht gezielt beeinflussbar“, sondern es reagiert als „strukturdeterminiertes“ Gebilde „immer im Sinne der eigenen Struktur“.[20]

Mit dem zuletzt Gesagten sind wir bereits in den Bereich der biologisch begründeten Erkenntnistheorie angelangt, wie sie Maturana ergänzend zur Erörterung der Theorie lebendiger Systeme und vor dem Hintergrund seiner experimentellen Studien zum Nervensystem entworfen hat. Ohne auf alle Einzelheiten eingehen zu wollen, sollen hier doch die Schlussfolgerungen seiner Forschungsergebnisse, die Maturana als Beleg für die Korrektheit seiner konstruktivistischen Annahmen anführt, im Groben skizziert werden.

2.3 Die Erkenntnistheorie Maturanas

Nach Maturana sind lebende Systeme in ihrer Funktionsweise autonom und in ihren internen Operationen auf sich selbst bezogen. Das heißt, jede Information, die ein System in seiner Umwelt registriert, wird immer im Sinne der systemeigenen Logik verarbeitet. Hier offenbart sich nun die epistemologische Grundproblematik: Wenn davon auszugehen ist, dass die oben beschriebenen Eigenschaften selbstreferentieller Systeme ebenfalls für das menschliche Nervensystem gelten und wenn dieses unter der Bedingung struktureller Kopplung in Kontakt mit seiner Umwelt steht, wie ist dann Erkennen - als eine aktive Handlung des Subjekts – überhaupt noch möglich?[21]

Das Nervensystem ist „ein System, das als ein Netzwerk interagierender Neuronen organisiert ist, in dem jeder Zustand relativer neuronaler Aktivität zu einem Zustand relativer Neuronalität führt. Das Nervensystem operiert als ein geschlossenes System. Als solches erzeugt es nur Zustände derselben Art.“[22]

Das Nervensystem bezieht sich in seinen Aktivitäten ausschließlich rekursiv auf sich selbst und ist somit operational geschlossen.[23] Hier gilt es jedoch zu betonen, dass unterschiedlich organisierte lebende Systeme auch unterschiedlich strukturierte Nervensysteme aufweisen. So ist zum Beispiel die Wahrnehmung von Fledermäusen anders als beim Menschen, weil es für das System ’Fledermaus’ erforderlich ist, die Objekte in seiner Umwelt anhand des Echos seiner selbst erzeugten Laute zu erkennen („Sonarsystem“).[24] Kognition findet also ausschließlich vor dem Hintergrund der Nützlichkeit für die Aufrechterhaltung statt.

„Wenn alles, was in einem lebenden System stattfindet, durch dessen Struktur spezifiziert ist, und wenn ein lebendes System sich nur in Zuständen der Autopoiese befinden kann, weil es sonst zerfiele (und aufhörte, ein lebendes System zu sein), dann ist das Phänomen der Kognition, dass dem Beobachter als erfolgreiches Verhalten in einem Medium erscheint, in Wirklichkeit die Realisierung der Autopoiese des lebenden Systems in diesem Medium.“[25]

Mit diesem Wissen über das Nervensystem kommen wir dem Erkenntnisprozess des Menschen einen weiteren Schritt näher. Wenn Maturana Recht behält, dann ist Erkennen das erfolgreiche Operieren eines lebenden Systems und zwar im Sinne seiner systemeigenen Logik und nicht etwa die passive Akzeptanz eines Input an objektiver Wirklichkeit. So gilt, dass lebende Systeme die Welt „draußen“ nicht unmittelbar abbilden.[26] „Wir sehen nicht, was wir nicht sehen, und was wir nicht sehen, existiert nicht.“[27] Daraus folgt, dass alle Erkenntnis und damit die Existenz der Dinge, wie wir sie als Beobachter wahrnehmen, ausschließlich durch Operationen erzeugt wird. Unabhängig von den Unterscheidungen des Beobachters existieren die Dinge nicht. Der revolutionäre Gedanke hierbei liegt in der empirisch gestützten Annahme, dass die Wahrnehmung ausschließlich von den Operationen des Gehirns abhängt und nicht in den Sinnesorganen stattfindet. In erkenntnistheoretischer Hinsicht wird also die Annahme einer objektiven und beobachterunabhängigen Realität bis auf Weiteres ad acta gelegt.

3. Niklas Luhmann und der Konstruktivismus

Wie bereits eingangs erwähnt, sah Luhmann seine erkenntnistheoretische Position eindeutig von den Denkansätzen des Konstruktivismus präformiert. So lässt sich ein Großteil von dem, was in den vorangegangenen Kapiteln zu den Prämissen des Konstruktivismus und dessen neurophysiologischen Unterbau beschrieben wurde, eindeutig in seiner Systemtheorie wiederfinden. Obwohl er das Erkenntnisprogramm des radikalen Konstruktivismus unmissverständlich in seine Theorie sozialer Systeme integrierte, scheint sich Luhmann der eigentlichen Gruppe konstruktivistischer Wissenschaftler nie wirklich zugehörig gefühlt zu haben. Seine Theoriearbeit lief spätestens seit der Publikation der Schrift „Soziale Systeme – Grundriss einer allgemeinen Theorie“ eindeutig unter dem Label Systemtheorie, weshalb er heute auch als Systemtheoretiker, weniger jedoch als Konstruktivist bekannt ist. Wenn er sich dann doch – was nicht allzu häufig vorkam - zum Konstruktivismus äußerte, hat man stets das Gefühl, dass er sich dabei in der Rolle des beobachtenden Außenseiters sieht - jedoch keineswegs in der eines passionierten Vertreters dieser Theorieströmung.[28]

„Ein neuer „radikaler" Konstruktivismus macht von sich reden. Einige aufregende Formulierungen kommen druckfrisch aus der Presse - und schon gilt die Sache als etabliert. So schnell muß es heute gehen. [...] Auch Kontroversen des Typs „Konstruktivismus versus Realismus" tragen alle Anzeichen einer übereilten Reaktion. [...] Achtet man aber auf ihr Argument, läßt es sich überhaupt nicht antirealistisch verstehen, stützt es sich doch auf Resultate empirischer Forschungen, vor allem neurophysiologischer Forschungen. Immer noch sind die Debatten durch den alten Selbstbegründungsanspruch der Erkenntnistheorie vorstrukturiert. Dann liest man den Konstruktivismus als eine neue Variante des idealistischen Subjektivismus und weist einmal mehr nach, daß eine Selbstbegründung auf dieser Basis nicht gelingen kann. [...] Soweit der Konstruktivismus nichts anderes behauptet als die Unzugänglichkeit der Außenwelt „an sich" und das Eingeschlossensein des Erkennens, ohne damit dem alten Zweifel zu verfallen, ob es eine Außenwelt überhaupt gibt - insoweit bringt er nichts Neues. Aber die Theorieform, in der dies zum Ausdruck gebracht wird, enthält gleichwohl innovative Momente, ja sogar so radikale Innovationen“[29]

Luhmann sieht in den Einsichten des Konstruktivismus, nichts weiter, als Sachverhalte, „die man immer schon gewusst hat“[30]. Leicht ironisierend bezeichnete er den Radikalen Konstruktivismus deshalb auch „als letzte Mode der Erkenntnistheorie“[31]. Über die Gründe, warum er trotz aller Gemeinsamkeiten dennoch eine sehr ambivalente Haltung zum konstruktivistischen Mainstream einnahm, lässt sich heute nur spekulieren. Was ihm jedoch definitiv zusagte, war die klare Idee einer „De-Ontologisierung von Realität“[32]: „Realität kann nicht erkannt oder repräsentiert, sondern nur im jeweiligen Beobachtungssystem systemintern konstruiert werden, basierend auf bestimmten Selbstbeobachtungs- und Unterscheidungsleistungen.“ Für Luhmann besteht also kein Zweifel daran, dass Erkenntnisse keine Abbildungen der Realität sondern lediglich Konstrukte derselben sind. Der Sinn dieser systeminternen Konstruktion ist nach Luhmann jedoch erst durch die soziologische Systemtheorie hinreichend begreiflich zu machen.[33] Im folgenden Abschnitt wird es folglich darum gehen das Beobachtungskonzept Luhmanns zu skizzieren.

4. Theorie erkennender Systeme

4.1 Das Beobachterkonzept der Systemtheorie Luhmanns

Nachdem bereits Maturana und Varela im Kontext ihrer neurophysiologischen Studie die Selbstreferenz des Bewusstseins dahingehend bestätigen konnten, als dass zwischen Umwelt und lebendem System keine kausale Beziehung nachgewiesen werden konnte, gibt es auch für Luhmann keinen Grund, diese Erkenntnisse für seinen erkenntnistheoretischen Standpunkt zu negieren.

„Tatsächlich steht der Realismus des Konstruktivismus auf sicheren Beinen, denn weder Jean Piaget noch Heinz von Foerster, weder Humberto Maturana noch von Ernst von Glasersfeld lassen den geringsten Zweifel daran, daß es sich um Konstruktionen real operierender Systeme handelt. Das ergibt sich aus allen Forschungen der neueren „cognitive sciences", aber auch aus dem Quine'schen Programm einer naturalisierten Epistemologie."[34]

Für Luhmann stand fest, dass eine adäquate Erkenntnistheorie, wenn sie die Forschungsergebnisse der neueren Kognitionswissenschaften ernst nehmen will, nicht ohne deren wesentlichen Realitätsbehauptungen auskommen würde. Im Unterschied zum Radikalkonstruktivismus der ersten Generation will Luhmann den Erkenntnisprozess nicht ausschließlich auf neurophysiologische Prozesse reduzieren. Erkennen, so heißt es weiter, setzt zwar neurophysiologische bzw. bewusstseinsmäßige Operationen voraus, jedoch ist das, was sich im Laufe der gesellschaftlichen Evolution als Wissen manifestiert, abhängig von gesellschaftlichen Operationen und somit ein Ergebnis gesellschaftlicher Kommunikation. Doch welche weiteren Implikationen sind mit dieser erkenntnistheoretischen Sichtweise, die Luhmann selbst als operativ- konstruktivistisch beschreibt, verbunden.[35]

Luhmanns konstruktivistischer Theorievorschlag erweckt zumindest auf den ersten Blick nicht den Eindruck, als großartig progressiv und innovativ rüber zu kommen. Bei genauerem Hinsehen offenbart sich jedoch, dass das, was der ‚operative’ gegenüber dem ‚radikalen’ Konstruktivismus Neues einzuwenden hat, eine grundlegende konstruktivistische Wendung des Realitätsbegriffs in sich birgt. Dies wird an drei Punkten deutlich:

1. Luhmann formuliert ein Konzept, das auch eine Anwendung auf Systemtypen ermöglicht, die nicht Bewusstseinssysteme sind. Dazu gehören sowohl lebende Systeme im Sinne Maturanas (Luhmann bezeichnet diese als psychische Systeme) als auch soziale Systeme. Luhmann relativiert seine konstruktivistische Sichtweise, indem er postuliert, dass Systeme real in der Wirklichkeit existieren. Sie sind demnach nicht nur ein theoretisches Konstrukt sondern sie beziehen sich auf die wirkliche Welt.[36]
2. Das Ziel seiner Systemtheorie ist folglich die Analyse realer Systeme in der Wirklichkeit.[37]
3. Das zentrale erkenntnistheoretische Argument beruht demnach auf der These, dass zwar alle Erkenntnisse über die Welt - da sie von einem Beobachter gemacht werden - nur Konstrukte darstellen, aber das Beobachtete tatsächlich real existiert. Luhmann vollzieht demnach eine Wendung von der Konstruktion subjektiver Wirklichkeiten zur Konstitution von Realität.[38]

Auch Luhmanns methodischer Ansatz ist maßgeblich für das Verständnis seiner Systemtheorie. Vereinfacht gesagt, lässt sich sein methodisches Vorgehen als „Umstellung von Was’-Fragen auf ‚Wie’-Fragen“[39] bezeichnen. Möglich wird dies durch einen „unterscheidungstheoretischen, differenztheoretischen und beobachtertheoretischen Ansatz“[40], der die Sichtweise impliziert, dass Aussagen über die Welt immer nur dann gemacht werden können, indem wir einen „Beobachter beobachten, einen Beobachter nennen, eine Systemreferenz bezeichnen“[41]. Das Thema, welches sich Luhmann als theoretischer Beobachter der Gesellschaft somit auferlegte, lautet daher: „wie und mit welchen Unterscheidungen die moderne Gesellschaft die Welt und sich selbst beobachtet“[42]. Oder anders formuliert: Nicht die Frage, was ein System beobachtet, sondern wie und mit welchen Unterscheidungen es die Realität beobachtet, ist für Luhmann von Interesse.

4.2 Der „Operative Konstruktivismus“

Luhmann stellt eine synthetische Verbindung zwischen Konstruktivismus und Systemtheorie her. Dabei nimmt er die Grundannahmen des radikalen Konstruktivismus auf, formt jedoch einen eigenen, den sogenannten operativen bzw. systemtheoretischen Konstruktivismus, indem er die Unterscheidung von Erkenntnis und Gegenstand zugunsten der Unterscheidung System und Umwelt auswechselt. Somit ist es nicht das erkennende Subjekt, welches beobachtet, sondern eben ein System: „Aus dem Subjekt im traditionellen Sinne wird [...] ein empirisch beobachtbares, operativ geschlossenes selbstreferentielles System, und aus dem Objekt im traditionellen Sinne wird die vom System selbst ausgegrenzte bzw. konstituierte Umwelt des Systems.“[43]

Wie der radikale will auch der operative Konstruktivismus nicht bestreiten, dass es eine Außenwelt im ontologischen Sinne gibt, auch eine Realität und eine Umwelt des Systems existiert, aber diese sind eben im systemtheoretischen Sinne unerreichbar und daher nicht direkt dem erkennenden System zugänglich.[44] Hierzu Luhmann: „Das heißt nicht, daß die Realität geleugnet würde, denn sonst gäbe es nichts, was operieren, nichts, was beobachten, und nichts was man mit Unterscheidungen greifen könnte. Bestritten wird nur die erkenntnistheoretische Relevanz einer ontologischen Darstellung der Realität. Wenn ein erkennendes System keinerlei Zugang zu seiner Außenwelt gewinnen kann, können wir deren Existenz bestreiten, aber ebensogut und mit mehr Plausibilität daran festhalten, daß die Außenwelt so ist, wie sie ist.“[45] Die Frage nach den Bedingungen der Möglichkeit von Erkenntnis wird demnach substituiert durch die Operation des Beobachtens, die im Anlegen von Unterscheidungen besteht.

4.3 Beobachten, Unterscheiden, Bezeichnen und der „blinde Fleck“

An diesem Punkt angelangt können wir eine, wenn auch äußerst verkürzte, Antwort auf die Frage geben, wie Systeme erkennen: Sie erkennen indem sie beobachten und beobachten bedeutet unterscheiden und bezeichnen. Um diese Feststellung noch weiter zu konkretisieren, muss zunächst eine genauere Erläuterung des Luhmann’schen Beobachtungsbegriffs vorgenommen werden. Ohne an dieser Stelle in die Tiefen der beobachtungstheoretisch formulierten Systemtheorie abzuschweifen, soll sich deshalb hier auf die Begriffstrias - ‚Beobachten, Unterscheiden, Bezeichnen’ – beschränkt werden.

Luhmann beschreibt sein Beobachterkonzept wie folgt:

„Während im Normalverständnis das Beobachten des Beobachtens sich vor allem auf das richtet, was ein Beobachter beobachtet (indem es Subjekt und Objekt unterscheidet, sich aber vor allem für das Objekt interessiert), beschreibt der Konstruktivismus ein Beobachten des Beobachtens, das sich dafür interessiert, wie der beobachtete Beobachter beobachtet. Diese konstruktivistische Wendung ermöglicht einen qualitativen Wandel, eine radikale Veränderung des Stils rekursiver Beobachtung; denn man kann auf diese Weise nun auch noch beobachten, was/wie ein beobachteter Beobachter nicht beobachten kann. [...] Mit einem in der Soziologie üblichen Sprachgebrauch kann man auch sagen: das Beobachten richtet sich jetzt auf die für den beobachteten Beobachter latenten Strukturen und Funktionen.“[46]

[...]


[1] Jahraus, Oliver u.a. (2012): Vorwort - Luhmann Handbuch, in: Jahraus, Oliver; Nassehi, Armin u.a. (Hg.): Luhmann Handbuch. Leben-Werk-Wirkung, Stuttgart: Verlag J.B. Metzler, S. 9-11, hier: S.9.

[2] Niklas Luhmann (1997): Die Gesellschaft der Gesellschaft, Frankfurt am Main: Suhrkamp Verlag, S. 867.

[3] Luhmann, Niklas (1997): Die Gesellschaft der Gesellschaft, Suhrkamp Verlag, Frankfurt a. Main, 1.Aufl., S.60.

[4] Berghaus, Margot (2011): Luhmann leicht gemacht. Eine Einführung in die Systemtheorie, 3. Aufl., München: Wilhelm Fink Verlag, S. 24-26. (im Folgenden zitiert als: Berghaus: Luhmann).

[5] Pörksen, Bernhard (2015): Schlüsselwerke des Konstruktivismus, in: Pörksen, Bernhard (Hg.): Schlüsselwerke des Konstruktivismus, 2., erweiterte Aufl., Wiesbaden: VS-Verlag, S.3-18, hier: S. 6-10. (im Folgenden zitiert als: Pörksen (2015): Konstruktivismus)

[6] Watzlawick, Paul (1984): Vorwort, in: ders. (Hg.): Die erfundene Wirklichkeit. Wie wissen wir, was wir zu wissen glauben. Beiträge zum Konstruktivismus, München: Piper, S. 9-11, hier: S. 10.

[7] Pörksen (2015): Konstruktivismus, S. 10-14.

[8] Köck, Wolfram Karl (2015): Von der Wahrheit zur Viabilität Ernst von Glasersfelds Radikaler Konstruktivismus, in: Bernhard Pörksen (Hg.): Schlüsselwerke des Konstruktivismus, 2., erweiterte Aufl., Wiesbaden: VS-Verlag, S. 367-386, S. 372-373.

[9] von Glasersfeld, Ernst (1997). Radikaler Konstruktivismus. Ideen, Ergebnisse, Probleme. Frankfurt am Main: Suhrkamp. S. 22.

[10] Jensen, Stefan (1999): Erkenntnis, Konstruktivismus, Systemtheorie: Einführung in die Philosophie der konstruktivistischen Wissenschaft, Wiesbaden: Westdeutscher Verlag, S. 337-338. (im Folgenden zitiert als: Jensen (1999): Erkenntnis)

[11] Hier können stellvertretend auch Watzlawick, Von Foerster und Maturana angeführt werden.

[12] de Haan, Gerhard, Rülcker, Tobias (2009): Der Konstruktivismus als Grundlage für die Pädagogik (Berliner Beiträge zur Pädagogik 7), Peter Lang Verlag: Bern u.a., S. 28-33. (im Folgenden zitiert als: Haan (2009): Konstruktivismus)

[13] Köck, Wolfram Karl (2015): Neurosophie Humberto R. Maturanas Biologie der Kognition, Bernhard Pörksen (Hg.): Schlüsselwerke des Konstruktivismus, 2., erweiterte Aufl., Wiesbaden: VS-Verlag, S. 197-213, hier: S. 208-212.

[14] Maturana, Humberto R. (1998): Biologie der Realität, Frankfurt am Main: Suhrkamp Verlag, S.7.

[15] Jensen (1999): Erkenntnis, S. 166.

[16] Kneer, Georg; Nassehi, Armin (2000): Niklas Luhmanns Theorie sozialer Systeme, 4. unveränderte Aufl., Stuttgart: UTB-Verlag, S. 48. (im Folgenden zitiert als: Nassehi (2000): Soziale Systeme)

[17] Nassehi (2000): Soziale Systeme, S. 50-51.

[18] Nassehi (2000): Soziale Systeme, S. 49-50.

[19] Haan (2009): Konstruktivismus, S. 35-36.

[20] Maturana, Humberto R. (1994): Was ist erkennen?, München: Piper Verlag, S. 36.

[21] Nassehi (2000): Soziale Systeme, S. 51-52.

[22] Maturana, Humberto R. (1987): Kognition, in: Schmidt, S. J. (Hg.): Der Diskurs des Radikalen Konstruktivismus, 7. Auflage. Frankfurt: Suhrkamp-Verlag, S. 89-118. hier: S. 98. (Im Folgenden zitiert als: Maturana (1987): Kognition)

[23] Nassehi (2000): Soziale Systeme, S. 52.

[24] Emrich, H.M. (1992): Einheit der Person und Ich-Spaltung: Zur Systemtheorie der Subjektivität, in: Marneros, A.; Philipp, M. (Hg.): Persönlichkeit und psychische Erkrankung, Berlin: Springer-Verlag, S.18-35, 23-24.

[25] Maturana (1987): Kognition, S. 100.

[26] Kirchdörfer-Bossmann, Ursula (2003): "Eine Pranke in den Nacken der Erkenntnis", St. Ingberg: Röhrig Universitätsverlag, S. 61-64.

[27] Maturana, Humberto R.; Varela, Francisco (1987): Der Baum der Erkenntnis. Die biologischen Wurzeln menschlichen Erkennens, München u.a.: Goldmann-Verlag, S. 260.

[28] Scheffer, Bernd (2012): Konstruktivismus, in: Jahraus, Oliver; Nassehi, Armin u.a. (Hg.): Luhmann Handbuch. Leben-Werk-Wirkung, Stuttgart: Verlag J.B. Metzler, S.327-330, 327.

[29] Luhmann, Niklas (1990): Das Erkenntnisprogramm des Konstruktivismus und die unbekannt bleibende Realität, in: Luhmann, Niklas (Hg.): Soziologische Aufklärung 5: Konstruktivistische Perspektiven, Opladen: Westdeutscher Verlag, S. 31-58, S. 31-32. (im Folgenden zitiert als: Luhmann (1990): Konstruktivismus)

[30] Luhmann (1990): Konstruktivismus, S.31.

[31] Luhmann, Niklas (1988): Erkenntnis als Konstruktion, in: Niklas Luhmann (Hg.): Aufsätze und Reden. Stuttgart: Reclam, 218–242, S. 218.

[32] Luhmann: Konstruktivismus, S. 37.

[33] Stegmaier, Werner (2016): Orientierung am Nihilismus – Luhmann meets Nietzsche, Berlin: De Gruyter Verlag, S. 44-45.

[34] Luhmann (1990): Konstruktivismus: S.9-10.

[35] Luhmann (1990): Konstruktivismus, S. 54.

[36] Luhmann, Niklas (1984): Soziale Systeme. Grundriss einer allgemeinen Theorie. Frankfurt a. M.: Suhrkamp Verlag, S. 30. (im Folgenden zitiert als: Luhmann (1984): Soziale Systeme)

[37] Nassehi, Armin (1992): Wie wirklich sind Systeme? Zum ontologischen und epistemologischen Status von Luhmanns Theorie selbstreferentieller Systeme, in: Krawietz, Werner; Welker, Michael (Hg.): Kritik der Theorie sozialer Systeme, Frankfurt a. M.: Suhrkamp Verlag, S.44-48.

[38] Baecker, Dirk (Hg.) (2002): Niklas Luhmann. Einführung in die Systemtheorie, Heidelberg: Carl-Auer Verlag, S. , S.138-140. (im Folgenden zitiert als: Luhmann (2002): Systemtheorie)

[39] Berghaus: Luhmann S. 29.

[40] Luhmann (2002): Systemtheorie S.298.

[41] Luhmann (2002): Systemtheorie, S.138.

[42] Berghaus (2011): Luhmann S. 30.

[43] Helga Gripp-Hagelstange (1995): Niklas Luhmann. Eine Einführung, München: Wilhelm Fink-Verlag, S. 34.

[44] Luhmann, Niklas (2007): Erkenntnis als Konstruktion. in: Niklas Luhmann (Hg.): Aufsätze und Reden. Stuttgart: Reclam, S. 218–242, 228-231.

[45] Luhmann (1990): Konstruktivismus, 5, S.

[46] Luhmann (1990): Konstruktivismus, S. 46.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten

Details

Titel
Die Luhmann’sche Theorie beobachtender Systeme und die Konsequenzen für die soziologische Betrachtung von Gesellschaft
Hochschule
Ruhr-Universität Bochum  (Fakultät für Sozialwissenschaften)
Veranstaltung
Soziologische Theorie
Note
1,0
Autor
Jahr
2016
Seiten
25
Katalognummer
V448787
ISBN (eBook)
9783668847484
Sprache
Deutsch
Schlagworte
luhmann’sche, theorie, systeme, konsequenzen, betrachtung, gesellschaft, Luhmann, Systemtheorie, Konstruktivismus, Niklas Luhmann, Erkenntnistheorie
Arbeit zitieren
Nico Schmock (Autor), 2016, Die Luhmann’sche Theorie beobachtender Systeme und die Konsequenzen für die soziologische Betrachtung von Gesellschaft, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/448787

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