Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle und Wichtigkeit der Achtsamkeit bei der Verhinderung von Konflikten zwischen Arbeit und Familie.
Die Arbeit geht dabei näher auf Konflikte zwischen Arbeit und Familie ein und erläutert das Konzept der Achtsamkeit.
Anschließend erklärt sie, wie Achtsamkeit helfen kann, Konflikte zwischen Arbeit und Familie zu vermindern und stellt ein mögliches Forschungsdesign zu dieser Forschungsfrage vor.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Konflikte zwischen Arbeit und Familie
3 Achtsamkeit
4 Forschungsfrage
5 Mögliches Forschungsdesign
5.1 Messinstrumente
5.2 Durchführung
6 Fazit
7 Literatur
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial von Achtsamkeit als Interventionsstrategie, um die Belastungen und Konflikte zwischen den Rollen im Arbeits- und Familienleben zu reduzieren. Ziel ist es, auf Basis existierender Studien ein wissenschaftliches Forschungsdesign zu entwickeln, das prüft, ob achtsame Individuen effektiver mit Stressoren in beiden Lebensbereichen umgehen können.
- Grundlagen von Rollenkonflikten zwischen Arbeit und Familie (FIW/WIF)
- Psychologische Konzepte und Operationalisierung von Achtsamkeit
- Zusammenhang zwischen Achtsamkeit, Emotionsregulation und Stressbewältigung
- Entwicklung eines quantitativen Studiendesigns zur Überprüfung der Wirksamkeit
Auszug aus dem Buch
3 Achtsamkeit
Das Konzept Achtsamkeit kommt ursprünglich aus dem Buddhismus. Nach Kabat-Zinn (1990) wird Achtsamkeit als eine besondere Form der Aufmerksamkeit definiert. Der bewusste gedankliche Fokus ist dabei auf den gegenwärtigen Moment – das Hier und Jetzt – gerichtet. Jeder Gedanke und jedes Gefühl wird bewusst wahrgenommen und ohne Bewertung akzeptiert. Es ist dabei wichtig, dass Gedanken und Gefühle nur als geistige Vorkommnisse beobachtet werden ohne dass eine Identifikation mit ihnen erfolgt. Dadurch soll verhindert werden, dass auf bestimmte Gedanken und Gefühle mit automatisierten Verhaltensmustern reagiert wird. Die Folge davon ist eine entstehende Distanz zwischen Wahrnehmung von internalen und externalen Geschehnissen und der Reaktion auf diese. So kann überlegter und flexibler gehandelt werden und es können gedankliche Muster identifiziert werden.
Bishop et al. (2004) haben versucht das Konzept Achtsamkeit zu operationalisieren und eine wissenschaftliche Definition zu geben. Sie haben ein Zwei-Komponenten-Modell der Achtsamkeit erstellt. Achtsamkeit besteht demnach aus zwei Komponenten: Selbstregulation der Aufmerksamkeit und Akzeptanz. Die Selbstregulation der Aufmerksamkeit meint, dass die Aufmerksamkeit auf das unmittelbare Erleben gerichtet ist. Es geht dabei um die Wahrnehmung mentaler Vorgänge im Hier und Jetzt. Wichtig ist einerseits, dass die Aufmerksamkeit auf etwas Bestimmtes aufrechterhalten werden kann und andererseits, dass der Fokus der Aufmerksamkeit gewechselt werden kann (Flexibilität). Da Aufmerksamkeit eine limitierte Fähigkeit ist, werden durch Selbstregulation mehr Ressourcen verfügbar.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung verortet das Spannungsfeld zwischen Beruf und Privatleben und stellt die Hypothese auf, dass Achtsamkeit zur Rollenkonfliktlösung beitragen kann.
2 Konflikte zwischen Arbeit und Familie: Dieses Kapitel erläutert die Entstehung von Work-Interfering-with-Family (WIF) und Family-Interfering-with-Work (FIW) Konflikten durch inkompatible Rollenerwartungen und Stressoren.
3 Achtsamkeit: Hier wird das Konzept Achtsamkeit theoretisch fundiert und durch das Zwei-Komponenten-Modell nach Bishop et al. (2004) operationalisiert.
4 Forschungsfrage: Dieses Kapitel verknüpft die theoretischen Grundlagen zu Achtsamkeit und Rollenkonflikten und leitet die Forschungsfrage sowie die zugrunde liegende Hypothese ab.
5 Mögliches Forschungsdesign: Hier werden konkrete Messinstrumente zur Erhebung von Achtsamkeit und Stressoren vorgestellt sowie ein methodisches Vorgehen für eine Online-Studie skizziert.
6 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Achtsamkeit ein kostengünstiges und effektives Instrument zur Reduktion von Belastungen in beiden Lebensbereichen darstellt.
7 Literatur: Dieses Kapitel listet alle in der Arbeit verwendeten wissenschaftlichen Quellen auf.
Schlüsselwörter
Achtsamkeit, Rollenkonflikt, Arbeits-Familien-Konflikt, WIF, FIW, Stressoren, Emotionsregulation, Selbstregulation, Akzeptanz, Trait-Achtsamkeit, Coping-Skills, Lebenszufriedenheit, MBSR, Partnerschaft, Forschungsdesign.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, ob das psychologische Konzept der Achtsamkeit dazu beitragen kann, die oft belastenden Konflikte zwischen beruflichen Anforderungen und dem Familienleben zu reduzieren.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Felder sind die Stressforschung im Kontext von Rollenkonflikten sowie die wissenschaftliche Fundierung und Anwendung von Achtsamkeit zur Emotionsregulation.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Die Forschungsfrage lautet, wie Achtsamkeit konkret helfen kann, Konflikte zwischen Arbeits- und Familienrollen zu mindern, und wie dieser Effekt wissenschaftlich überprüft werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit schlägt ein quantitatives Querschnittsdesign für eine Online-Studie vor, das standardisierte Fragebögen zur Messung von Achtsamkeit, Arbeits- und Familienstress sowie Konfliktausmaß nutzt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition der Work-Life-Konflikte, die theoretische Herleitung des Achtsamkeitsbegriffs sowie die Entwicklung eines empirischen Untersuchungsdesigns.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind insbesondere Achtsamkeit, WIF-Konflikt, FIW-Konflikt, Stressoren, Rollenkonflikt und Emotionsregulation.
Warum unterscheidet die Arbeit zwischen FIW und WIF?
Die Unterscheidung ist notwendig, um zu verstehen, ob der Konflikt aus der Arbeit in die Familie (WIF) oder aus der Familie in die Arbeit (FIW) strahlt, da unterschiedliche Stressoren in beiden Bereichen vorliegen.
Welche Rolle spielt die Selbstregulation im Modell von Bishop et al.?
Selbstregulation bezeichnet die Fähigkeit, die Aufmerksamkeit auf das unmittelbare Erleben im Hier und Jetzt zu richten und den Fokus flexibel zu steuern, was zur Ressourcenschonung beiträgt.
Welche Kriterien sollen die Studienteilnehmer erfüllen?
Um eine aktive Konfliktsituation abzubilden, wird empfohlen, nur Vollzeitbeschäftigte zu rekrutieren, die in festen Partnerschaften leben und/oder Kinder haben.
- Citar trabajo
- Marie-Rose Degg (Autor), 2016, Achtsamkeit und Work-Life-Balance, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/448867