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Karl Poppers Theorie der Basissätze

Sein wissenschaftstheoretisches Werk "Logik der Forschung"

Title: Karl Poppers Theorie der Basissätze

Term Paper , 2015 , 9 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Céline Sun (Author)

Philosophy - Theoretical (Realisation, Science, Logic, Language)
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„Dass die Erfahrungswissenschaften auf Sinneswahrnehmungen, auf Erlebnisse zurückführbar sind, ist eine These, die vielen fast als selbstverständlich gilt“, bemerkt Karl Popper in seiner 1934 erschienenen Abhandlung „Logik der Forschung“. Er kritisiert darin vor allem die in der damaligen Wissenschaftstheorie dominierende Richtung des logischen Empirismus und setzt ihr seine Logik, die im Wesentlichen auf dem Falsifikationismus aufbaut, entgegen. Im Folgenden wird Poppers Theorie der Basissätze und das damit verbundene Problem der Basis dargestellt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Funktion der Basissätze

III. Logische Form der Basissätze

IV. Exkurs: Das Basisproblem

IV.1 Der psychologistische Ansatz

IV.2 Poppers Ansatz der intersubjektiven Nachprüfbarkeit

V. Inhaltliche Form der Basissätze

VI. Kritik

VII. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit Karl Poppers Theorie der Basissätze in seinem Werk „Logik der Forschung“ auseinander, um deren wissenschaftstheoretische Funktion und die damit verbundene Problematik der empirischen Basis zu beleuchten.

  • Die Funktion und logische Form von Basissätzen innerhalb der Falsifikationstheorie.
  • Die Auseinandersetzung mit dem sogenannten Basisproblem und dem Psychologismus.
  • Poppers Konzept der intersubjektiven Nachprüfbarkeit als Lösungsvorschlag.
  • Kritische Reflexion der Festsetzungscharakteristik von Basissätzen und der Rolle des Beobachtungsbegriffs.

Auszug aus dem Buch

II. Funktion der Basissätze

Statt dem von ihm abgelehnten Verifikationismus vertritt Popper eine Theorie der Falsifizierbarkeit. Die sogenannten Basissätze spielen dabei eine wichtige Rolle, da Falsifizierbarkeit in einer logischen Beziehung zwischen einer Theorie und Basissätzen besteht. Basissätze nennt er alle empirischen singulären Sätze bestimmter Form, die theoretisch mögliche Tatsachenfeststellungen sind. Eine Theorie heißt ‚empirisch’ bzw. ‚falsifizierbar’, wenn sie die Klasse aller überhaupt möglichen Basissätze eindeutig in zwei nichtleere Teilklassen zerlegt“. Eine Teilklasse wird von ihr erlaubt, die andere verbietet sie, weil sie mit ihr in Widerspruch stehen. Letztere bezeichnet er als die Falsifikationsmöglichkeiten der Theorie. Wichtig ist, dass die Theorie dabei nur über die Klasse der Falsifikationsmöglichkeiten etwas aussagt (nämlich dass die beinhalteten Sätze falsch sind), nicht jedoch über die erlaubten Basissätze.

Während die Falsifizierbarkeit ein Kriterium für den empirischen Charakter einer Theorie darstellt, ist die Falsifikation ein tatsächlich erfolgter Vorgang der Widerlegung. Damit eine Theorie als falsifiziert gilt, müssen Basissätze anerkannt werden, die eine falsifizierbare Hypothese bewähren. Diese Hypothese hat einen niedrigeren Allgemeinheitsgrad als die Theorie und muss der Theorie widersprechen.

Die zwei Funktionen der Basissätze sind also folgende: 1. Sie dienen als Bezugspunkt bei der Beurteilung einer Theorie als empirisch. 2. Sie sind ein Mittel zur Bewährung bzw. Falsifikation einer Theorie.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Einführung in Karl Poppers Kritik am logischen Empirismus und Vorstellung des Themas der Basissätze.

II. Funktion der Basissätze: Darstellung der Rolle von Basissätzen als Bezugspunkt für die Falsifizierbarkeit und Bewährung von Theorien.

III. Logische Form der Basissätze: Analyse der formalen Anforderungen, insbesondere der Struktur singulärer Existenzsätze.

IV. Exkurs: Das Basisproblem: Erörterung des Trilemmas der Begründung wissenschaftlicher Erfahrungssätze.

IV.1 Der psychologistische Ansatz: Beschreibung von Poppers Kritik an der Rückführung wissenschaftlicher Sätze auf unmittelbare Erlebnisse.

IV.2 Poppers Ansatz der intersubjektiven Nachprüfbarkeit: Erläuterung der Überwindung des Psychologismus durch logische Nachprüfbarkeit im Experiment.

V. Inhaltliche Form der Basissätze: Untersuchung des Kriteriums der Beobachtbarkeit in Bezug auf Raum-Zeit-Koordinaten.

VI. Kritik: Hinterfragung der Logik hinter der Festsetzung von Basissätzen und deren Willkürlichkeit.

VII. Schluss: Fazit zur Konsistenz von Poppers Wissenschaftslogik und der Problematik der psychologistischen Anmutungen.

Schlüsselwörter

Karl Popper, Logik der Forschung, Basissätze, Falsifikation, Falsifizierbarkeit, Psychologismus, Intersubjektivität, Protokollsätze, Wissenschaftstheorie, empirische Basis, Universalienproblem, Deduktion, Beobachtbarkeit, Erfahrungswissenschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert Karl Poppers Theorie der Basissätze innerhalb seiner „Logik der Forschung“ und untersucht, wie diese die empirische Basis wissenschaftlicher Theorien bilden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Falsifizierbarkeit, dem sogenannten Basisproblem, der Kritik am Psychologismus und der Frage nach der intersubjektiven Nachprüfbarkeit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Funktionsweise von Basissätzen bei Popper darzustellen und kritisch zu hinterfragen, ob seine Lösung für das Basisproblem überzeugend ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine wissenschaftstheoretische Analyse, die auf der hermeneutischen Interpretation und logischen Rekonstruktion von Poppers Argumentationsketten basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die logische und inhaltliche Form von Basissätzen, das Trilemma der Begründung und Poppers Ansatz der intersubjektiven Nachprüfbarkeit detailliert erläutert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist maßgeblich geprägt durch Begriffe wie Falsifikation, Basissätze, Psychologismus und das Basisproblem.

Warum lehnt Popper den Psychologismus ab?

Popper lehnt den Psychologismus ab, da sich wissenschaftliche Sätze nach seiner Auffassung nicht auf subjektive Sinneswahrnehmungen zurückführen lassen, sondern intersubjektiv nachprüfbar sein müssen.

Was ist die zentrale Kritik des Autors an Poppers Ansatz?

Der Autor kritisiert, dass Popper die Anerkennung von Basissätzen als „Festsetzung“ definiert, was nach Meinung des Autors ein willkürliches Element in die sonst deduktive Logik der Forschung einführt.

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Details

Title
Karl Poppers Theorie der Basissätze
Subtitle
Sein wissenschaftstheoretisches Werk "Logik der Forschung"
College
University of Heidelberg  (Philosophische Fakultät)
Course
Proseminar: Popper - Logik der Forschung
Grade
1,0
Author
Céline Sun (Author)
Publication Year
2015
Pages
9
Catalog Number
V448933
ISBN (eBook)
9783668838826
ISBN (Book)
9783668838833
Language
German
Tags
Wissenschaftstheorie Kritischer Rationalismus Karl Popper Logik der Forschung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Céline Sun (Author), 2015, Karl Poppers Theorie der Basissätze, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/448933
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