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Die zielgerichtete Suche. Eine Motivanalyse des Schlosses in Kafkas Romanfragment "Das Schloß"

Titre: Die zielgerichtete Suche. Eine Motivanalyse des Schlosses in Kafkas Romanfragment "Das Schloß"

Thèse de Bachelor , 2018 , 35 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Greta Kaiser (Auteur)

Philologie Allemande - Littérature Allemande Moderne
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Die vorliegende Arbeit hat die Hauptintention herauszustellen, wie die Suche nach Erkenntnisgewinnung und die Erkenntnismöglichkeit als übergreifendes literarisches Motiv – anhand des Schloßes – in Kafkas Roman „Das Schloß“ problematisiert und dargestellt werden. Zudem wird aufgezeigt, inwiefern die Urteilsfähigkeit und Wahrnehmung des Protagonisten, im Zuge seiner Suche nach dem Schloß, indifferent werden.

Das erste Kapitel der Arbeit beinhaltet eine Analyse des Motivs des Schloßes, die zugleich die damit verbunden Vorstellungen des Protagonisten beleuchtet. Anschließend folgt eine ausführliche Beschreibung, wie K. die Dorf- und Schloßwelt wahrnimmt; hierbei wird insbesondere die Wahrnehmung des Schloß-Komplexes fokussiert. In diesem Zusammenhang ist es unerlässlich, die Metapher des Schloßes in einem erkenntnistheoretischen Kontext herauszuarbeiten und zu entschlüsseln.

Des Weiteren befasst sich die Arbeit mit Kafkas Raumdarstellung im Schloß. Der Raum, die nicht bestimmbaren Lokalitäten einschließend, spielt eine große Rolle. Hier wird erläutert, wie im Roman „Das Schloss“ die Räume maßgeblich durch die Wahrnehmung des Protagonisten K. präsentiert werden, der sich in der Weite und Unbestimmtheit, der von Kafka gezeichneten Räume, verliert. Es wird aufgezeigt, inwiefern der Versuch des Helden, sich einen fremden Raum durch „Vermessung“ anzueignen, die Suche nach dem Schloß beeinträchtigt. In den daran anschließenden Kapiteln wird untersucht, in welcher Form das Schloß – als Machtinstanz – bezeichnet werden kann und wie sich diese Macht, gebunden an einen Raum, darstellt und reproduziert. Die Untersuchungen bezüglich der Raum – und Machtdarstellung in Kafkas Werk dienen dem übergeordneten Ziel, die Suche K.s nach dem Schloß, als den Versuch einer Erkenntnisgewinnung, zu enthüllen.

Der Schluss der Arbeit befasst sich mit der Fragestellung, ob K.s Suche nach dem Schloß sinnbildlich für die Suche nach Erkenntnis – im Sinne der gnostischen Lehre – stehen kann. In diesem Zusammenhang wird zunächst eine kurze Zusammenfassung der Grundgedanken des Gnostizismus vorangestellt, um ferner zu prüfen, ob sich das Motiv des Schloßes in einem gnostischen Verständnis entschlüsseln lässt.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Schloß – Motiv

2.1 Die Darstellung des Schloßes im Roman

2.2 Das Schloß als Metapher für Erkenntnis

3. K. ein Topograph? – Der Landvermesser in Kafkas Schloß-Roman

3.1 K.s Raumwahrnehmung

3.2 Das ‚Schloß‘ als bürokratischer Apparat

3.3 Das unerreichbare (Macht-) Zentrum

4. Das Schloß als Bild der Gnosis: Eine Deutungsmöglichkeit des Schloßes

5. Fazit: Die zielgerichtete Suche ohne Ziel

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwiefern die Suche nach Erkenntnis als übergreifendes literarisches Motiv in Franz Kafkas Roman „Das Schloß“ fungiert und wie der Protagonist K. versucht, sich dieser Zielsetzung durch empirische und soziale Annäherung zu nähern.

  • Analyse des Schloßes als Motiv und Metapher für Erkenntnis
  • Raumwahrnehmung und topographische Orientierung von K.
  • Untersuchung des Schloßes als bürokratischer Machtapparat
  • Interpretation des Romans im Kontext der gnostischen Lehre
  • Die Problematik von Fremdsein und vergeblicher Selbstbestätigung

Auszug aus dem Buch

2.1 Die Darstellung des Schloßes im Roman

„Die Straße nämlich, die Hauptstraße des Dorfes, führte nicht zum Schloßberg, sie führte nur nahe heran, dann aber, wie absichtlich, bog sie ab, und wenn sie sich auch vom Schloß nicht entfernte, so kam sie ihm doch auch nicht näher.“

Diese Beschreibung ist symptomatisch für K.s Wegbemühungen hin zum Schloß. Obwohl es sich ihm im Laufe der Geschichte immer wieder andeutet, bleibt das Ziel in der Ferne.

Als K. in dem Dorf ankommt, hat er eine genaue Vorstellung von dem Schloß. Er erwartet ein „große[s] Schloß“, auf einem „Schloßberg“ sich befindend. Tatsächlich findet K. weder einen „Prunkbau“ noch eine „Ritterburg“ vor, stattdessen ähnelte der Anblick des vermeintlichen Schlosses einem „Städtchen“, welches „aus Dorfhäusern zusammengetragen“ und dessen Fassade „längst abgefallen“ sei (S. 17). Diese Darstellung lässt sich nicht mit den herkömmlichen Vorstellungen und Assoziationen, welche man mit dem Wort Schloß verbindet, vereinen. Im Gegenteil, Kafka zeichnet das Bild eines verfallenen und trostlosen Gebäudes, welches sich als ein aus Steinen zusammengebautes Improvisorium vor dem inneren Auge des Lesers erstreckt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Bedeutung Franz Kafkas und die Absurdität sowie Unbestimmtheit, die sein Romanfragment „Das Schloß“ für den Leser und den Protagonisten K. auszeichnet.

2. Das Schloß – Motiv: Analyse des Schloßes als zentrales Motiv, das einerseits durch physische Unerreichbarkeit geprägt ist und andererseits eine Erkenntnisgewinnung symbolisiert, die K. vergeblich anstrebt.

3. K. ein Topograph? – Der Landvermesser in Kafkas Schloß-Roman: Untersuchung der Raumdarstellung und der bürokratischen Struktur, die K.s Scheitern bei seiner „Vermessung“ und seinem Versuch, Kontakt zum Machtzentrum aufzunehmen, begründen.

4. Das Schloß als Bild der Gnosis: Eine Deutungsmöglichkeit des Schloßes: Deutung des Schloß-Romans unter gnostischen Gesichtspunkten, wobei das Schloß als Ort der ersehnten, aber letztlich unerreichbaren Transzendenz und Erkenntnis betrachtet wird.

5. Fazit: Die zielgerichtete Suche ohne Ziel: Zusammenfassung der Ergebnisse, wonach K.s Scheitern in seiner rationalen Weltgebundenheit begründet liegt, die eine gnostische oder individuelle Erkenntnis verunmöglicht.

Schlüsselwörter

Franz Kafka, Das Schloß, K., Erkenntnis, Gnosis, Bürokratie, Raumwahrnehmung, Landvermesser, Machtinstanz, Entfremdung, Absurdität, Weltbild, Sinnsuche, Transzendenz, Identität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert Kafkas Roman „Das Schloß“ im Hinblick auf das Motiv der Erkenntnissuche des Protagonisten K. und beleuchtet dessen Scheitern an gesellschaftlichen und metaphysischen Strukturen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der Raumdarstellung, der Analyse der bürokratischen Machtstrukturen und der gnostischen Deutung von K.s existenzieller Suche.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Suche K.s als einen Versuch der Erkenntnisgewinnung zu enthüllen und die Gründe für sein dauerhaftes Scheitern in einer hermetisch abgeriegelten Welt aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt textimmanente Analysen und bezieht sich dabei auf literaturwissenschaftliche sowie philosophische Deutungsansätze, darunter die von Max Weber und verschiedenen Gnosis-Forschern.

Was umfasst der Hauptteil?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Schloß-Motivs, die Analyse von K.s Raumwahrnehmung als „Landvermesser“ sowie die Auseinandersetzung mit dem Schloß als bürokratischem Apparat.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie „Erkenntnis“, „Bürokratie“, „Gnosis“, „Fremdsein“ und „Raumkonstrukt“ geprägt.

Warum wird K. als „Landvermesser“ bezeichnet, obwohl er diese Arbeit nicht ausübt?

Die Bezeichnung ist symbolisch zu verstehen; sie spiegelt K.s strategisches Bemühen wider, eine Ordnung in eine unzugängliche Welt zu bringen und seinen Platz darin zu „vermessend“ zu bestimmen.

Welche Rolle spielt der gnostische Ansatz für das Verständnis des Schloßes?

Die Gnosis bietet eine Deutungsmöglichkeit, bei der das Schloß für eine erlösende Erkenntnis steht, die K. jedoch aufgrund seiner zu starken Verwurzelung in irdischen, empirischen Denkweisen nicht erlangen kann.

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Résumé des informations

Titre
Die zielgerichtete Suche. Eine Motivanalyse des Schlosses in Kafkas Romanfragment "Das Schloß"
Université
Johannes Gutenberg University Mainz  (Deutsches Institut)
Note
1,3
Auteur
Greta Kaiser (Auteur)
Année de publication
2018
Pages
35
N° de catalogue
V449018
ISBN (ebook)
9783668838086
ISBN (Livre)
9783668838093
Langue
allemand
mots-clé
Franz Kafka
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Greta Kaiser (Auteur), 2018, Die zielgerichtete Suche. Eine Motivanalyse des Schlosses in Kafkas Romanfragment "Das Schloß", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/449018
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Extrait de  35  pages
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