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Ursprung und Motive von Serienpopularität

Titre: Ursprung und Motive von Serienpopularität

Élaboration , 2017 , 11 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Manuel Freudenstein (Auteur)

Médias / Communication - Film et Télévision
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Résumé Extrait Résumé des informations

Das 21. Jahrhundert ist ein Medienzeitalter, welches sich besonders durch populäre Kommunikation und Serialität auszeichnet. Allgemeinbildung erhält man aus Quiz-Shows, Wissen über das Mittelalter aus Computerspielen, sexuelle Aufklärung über Fernsehwerbung und die Arbeit amerikanischer Geheimdienste aus Fernsehserien. Diese Ausarbeitung fragt nach dem Ursprung der populären Serialität und stellt im nachfolgenden zweiten Kapitel zunächst die Forschungsstelle Populäre Kulturen der Universität Siegen vor. Ihr Hauptinteresse liegt in der Erforschung von allem was populär ist. Als Thema für ihre jährlich stattfindende Ringvorlesung wurde das weite Feld der Serien gewählt. Im Fokus des dritten Kapitels steht die Vorstellung der Einführungsveranstaltung, da diese die Macht der Serie sowie dessen Ursprünge thematisiert. Prof. Dr. Daniel Stein referierte allerdings hauptsächlich über Erfolgsrezepte von Serien und charakterisierte die modernen Zuschauer. Der Blick in die Vergangenheit zum Ausgangspunkt der Serienpopularität erfolgt im vierten Kapitel.

Eine Serie ist eine Aneinanderreihung oder Fortsetzung mehrerer Glieder. In Bezug auf den Ursprung der Serienpopularität setzt sich diese Arbeit auch mit dem französischen Feuilletonroman des 19. Jahrhunderts auseinander. Jene Fortsetzungsromane erfüllen wesentliche Kriterien der kleinen literarischen Form, die Thema des Seminars „Zur Historizität und Aktualität kleiner Formen“ ist. Historizität und Aktualität, Ursprung und Adaptionen seriellen Erzählens lassen sich anhand des Feuilletonromans im Vergleich mit modernen Serienformaten äußerst prägnant darstellen. Deshalb stellt das vierte Kapitel den Zeitungsroman als erstes populäres Massenphänomen vor und erläutert seine Wesensmerkmale sowie die Strategien der Verantwortlichen hinter den Populärromanen. Dabei wird stets auch der Vergleich mit modernen Serienformaten und deren Zuschauern angestrebt, um die These, der Feuilletonroman des 19. Jahrhunderts sei die Wiege der Serienpopularität, zu bestätigen. Im letzten Kapitel werden die wesentlichen Ergebnisse der Ausarbeitung zusammengefasst und mit einem Ausblick und Fazit versehen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Forschungsstelle Populäre Kulturen

3. Einführungsveranstaltung – Der homo serialis

4. Der Feuilletonroman als Ursprung der Serienpopularität

5. Ausblick und Fazit

6. Quellen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Ursprung und die Motive der heutigen Serienpopularität, indem sie die historischen Verbindungen zum französischen Feuilletonroman des 19. Jahrhunderts analysiert und mit modernen Erzählformaten vergleicht.

  • Die Rolle der Forschungsstelle Populäre Kulturen an der Universität Siegen.
  • Die Charakterisierung des modernen Zuschauers als „homo serialis“.
  • Der historische Ursprung des seriellen Erzählens im Feuilletonroman.
  • Die Mechanismen der Zuschauerbindung durch kommerzielle Strategien (z.B. Cliffhanger).
  • Der Einfluss wirtschaftlicher Interessen auf die Qualität und Länge serieller Formate.

Auszug aus dem Buch

4. Der Feuilletonroman als Ursprung der Serienpopularität

Das Wesen, die Methoden und Funktionen einer modernen Fernsehserie wurden ausgiebig erläutert, weswegen in diesem Kapitel die Herkunft des populären seriellen Erzählens im Fokus steht. Für fortlaufende Erzählformen gibt es zahlreiche historische Beispiele, doch erst die Geburt des französischen Feuilletonromans Mitte der 1830er Jahre legte den Grundstein für ein populäres Massenphänomen. Denn die Industrialisierung in Europa brachte technologische Neuerungen mit sich, die den billigen und massenhaften Druck von Zeitungen ermöglichten. Durch die beginnende Urbanisierung lebten außerdem mehr Menschen in den Städten. In Frankreich zog es die meisten Bürger aus der Provinz in die Hauptstadt Paris. Mehr Menschen in den Städten bei einer steigenden Alphabetisierungsrate sowie einer Modernisierung der Infrastruktur bedeutete ein stetig wachsendes Lesepublikum.

Der Roman ist zu Beginn des 19. Jahrhunderts das populärste literarische Genre. Die Werke der großen französischen Romanciers, wie Victor Hugo, werden allerdings noch ausschließlich in Buchform veröffentlicht. Das Medium des Buches ist teuer und somit nur den wohlhabenden Schichten vorbehalten. Und auch der Zugang zur Pariser Tagespresse konnte nur bedingt gewährleistet werden, da der jährliche Abonnementpreis von 80-100 Francs vom breiten französischen Bürgertum nicht bezahlt werden konnte. Zum Vergleich; der durchschnittliche, männliche, französische Arbeiter verdiente lediglich zwischen 300 und 450 Francs im Jahr. Immerhin machten die so genannten „kollektiven Abonnements“, wie Lesekabinette oder Cafés, die ihren Gästen als Service zum Kaffeegenuss auch Tageszeitungen anboten, einen eingeschränkten Pressezugang möglich.

Das Jahr 1836 sollte diese Situation verändern. Denn dies war das Jahr der Einführung der 40- Francs-Presse. Der Pionier Émile de Girardin gründete die Zeitung La Presse und senkte den jährlichen Abonnementpreis auf 40 Francs. Den finanziellen Verlust glich er durch Werbeannoncen und den Fortsetzungsroman, der im abgetrennten Feuilletonteil beheimatet war, als unterhaltendes Moment aus. Damit legte er den Grundstein der modernen, werbefinanzierten sowie für die breite Öffentlichkeit erschwinglichen Tagespresse.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der populären Serialität ein, stellt das Forschungsziel vor und erläutert den Aufbau der Arbeit.

2. Die Forschungsstelle Populäre Kulturen: Dieses Kapitel stellt das interdisziplinäre Team und die Arbeitsschwerpunkte der Forschungsstelle an der Universität Siegen vor.

3. Einführungsveranstaltung – Der homo serialis: Der Inhalt fokussiert sich auf die Ringvorlesung und die dort diskutierte Wirkung von Serien auf den modernen, oft suchtanfälligen Zuschauer.

4. Der Feuilletonroman als Ursprung der Serienpopularität: Dieses Kapitel beleuchtet die Entstehung des feuilletonistischen Zeitungsromans im 19. Jahrhundert als historisches Fundament heutiger Serien.

5. Ausblick und Fazit: Die wesentlichen Erkenntnisse werden zusammengefasst und die Kontinuität der Erfolgsstrategien zwischen dem 19. Jahrhundert und der Gegenwart dargelegt.

6. Quellen: Auflistung der verwendeten Fachliteratur und Internetressourcen.

Schlüsselwörter

Serienpopularität, Serialität, Feuilletonroman, homo serialis, Medienzeitalter, Unterhaltung, Cliffhanger, Profitinteresse, Zeitungsroman, Massenphänomen, Kulturwissenschaft, Rezipient, Serienformat, Industrialisierung, Mediensucht.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Entwicklung und die Mechanismen seriellen Erzählens, ausgehend von historischen Wurzeln bis hin zur modernen Populärkultur.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die Macht und Faszination von Serien, die Rolle der Konsumenten sowie die ökonomischen Interessen hinter der Produktion von Serien.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die These zu untermauern, dass der Feuilletonroman des 19. Jahrhunderts als Wiege und Vorbild für heutige populäre Serienformate fungiert.

Welche wissenschaftliche Methode wurde angewandt?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die theoretische Grundlagen mit der Auswertung von Inhalten aus einer Ringvorlesung verbindet.

Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Forschungsstelle, die Analyse der Wirkung von Serien auf Zuschauer sowie die historische Herleitung durch den Feuilletonroman.

Durch welche Schlagworte lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?

Serialität, Populärkultur, Feuilletonroman, Serienpopularität und Profitstrategien sind die bestimmenden Begriffe dieser Arbeit.

Wer ist der „homo serialis“?

Dieser Begriff beschreibt nach Prof. Dr. Daniel Stein einen modernen Serienrezipienten, der Unterhaltungsserien in hohem Maße konsumiert und dabei tief in die seriellen Erzählstrukturen eintaucht.

Warum spielt der Profitgedanke eine so zentrale Rolle?

Die Arbeit verdeutlicht, dass sowohl im 19. Jahrhundert als auch heute der wirtschaftliche Erfolg die Struktur von Serien maßgeblich prägt, etwa durch Cliffhanger oder die bewusste Verlängerung von Handlungssträngen.

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Résumé des informations

Titre
Ursprung und Motive von Serienpopularität
Université
University of Siegen  (Philosophische Fakultät)
Cours
Zur Historizität und Aktualität kleiner Formen
Note
1,7
Auteur
Manuel Freudenstein (Auteur)
Année de publication
2017
Pages
11
N° de catalogue
V449061
ISBN (ebook)
9783668833715
ISBN (Livre)
9783668833722
Langue
allemand
mots-clé
Serien Popkultur Serialität Feuiletonroman Mediengeschichte
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Manuel Freudenstein (Auteur), 2017, Ursprung und Motive von Serienpopularität, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/449061
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Extrait de  11  pages
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