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Tsunami-Katastrophe im Indischen Ozean

Title: Tsunami-Katastrophe im Indischen Ozean

Bachelor Thesis , 2005 , 52 Pages , Grade: Sehr gut

Autor:in: Eva Steinbauer (Author)

Communications - Journalism, Journalism Professions
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Summary Excerpt Details

In der vorliegenden Arbeit geht es um die Berichterstattung der Tsunami-Katastrophe im Indischen Ozean. Als Fallbeispiele wurden die beiden österreichischen Tageszeitungen „Kronen Zeitung“ und „Die Presse“ herangezogen.
Es soll der Frage nachgegangen werden, inwiefern sich die Berichterstattung über die Katastrophe in den beiden ausgewählten Tageszeitungen voneinander unterscheidet. Vor allem welche Nachrichtenfaktoren nehmen dabei eine zentrale Rolle ein?
Da es sich bei der Kronen Zeitung um ein Boulevardblatt und bei der Presse um eine Qualitätszeitung handelt, liegt die Vermutung nahe, dass es einen Unterschied in der Berichterstattung über die Tsunami-Katastrophe gibt, da ein unterschiedliches Publikum angesprochen werden soll.
Um einen Überblick zu bekommen erfolgt eine kurze Schilderung der Tsunmai-Katastrophe vom 26.12.2004 in Kapitel 1. Da das Wort Tsunami in der Berichterstattung eine wesentliche Rolle spielt, wird in Kapitel 1.1 eine Definition des Wortes geliefert.
Wenn wir nicht direkt am Ort des Geschehens sind, sind wir auf Medienberichte angewiesen, um mehr über ein Ereignis zu erfahren. Es stellt sich allerdings die Frage, ob Medien in der Lage sind Wirklichkeit zu repräsentieren. Dieser Frage wird in Kapitel 2 der Arbeit nachgegangen. Da Journalisten sozusagen aus einem großen „Topf“ an Ereignissen auswählen kommt eine sogenannte „verzerrte Medienrealität“ zustande. Diese Verzerrung wird in Kapitel 2.1 näher beleuchtet.
Nach einer kurzen Definition des Wortes „Nachricht“ (Kapitel 3) wird in Kapitel 3.1 der Begriff Nachrichtenwert abgeklärt. Der Nachrichtenwert spielt insofern eine große Rolle, weil er mehr oder weniger die
Publikationswürdigkeit eines Ereignisses bestimmt. In Kapitel 3.2 wird die Entwicklung der Nachrichtenwert-Theorie beschrieben und eine Begriffsabklärung des realistischen- und konstruktivistischen Ansatzes, sowie des rekonstruktiven Ansatzes wird in Kapitel 3.3 geliefert.
Welche Selektionskriterien sind für die Nachrichtenauswahl entscheidend? Eine Auseinandersetzung mit dem Thema Nachrichtenauswahl und Nachrichtenfaktoren wird dazu in Kapitel 4 geboten. Auf die
Nachrichtenfaktoren nach Schulz wird in Kapitel 4.1 näher eingegangen und eine Darstellung der Nachrichtenfaktoren nach Galtung und Ruge folgt in Kapitel 4.2.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. EINLEITUNG

II. THEORETISCHER TEIL

1.) Die Tsunami-Katastrophe im Indischen Ozean

1.1.) Definition Tsunami

2.) Medienrealität

2.1.) Verzerrte Medienrealität

3.) Definition Nachricht

3.1.) Nachrichtenwert

3.2.) Entwicklung der Nachrichtenwert-Theorie

3.3.) Ansätze der Nachrichtenwert-Theorie

4.) Nachrichtenauswahl und Nachrichtenfaktoren

4.1) Nachrichtenfaktoren nach Schulz

4.2.) Nachrichtenfaktoren nach Galtung und Ruge

III. EMPIRISCHER TEIL

5.) Forschungsleitende Fragestellung

6.) Hypothesen

7.) Ziel der Untersuchung

7.1.) Untersuchungsmethode

7.2.) Untersuchungsmaterial

7.3.) Untersuchungszeitraum

7.4.) Bildung der Kategorien

8.) Darstellung der Ergebnisse

IV. CONCLUSIO

V. LITERATUR- UND ABBILDUNGSVERZEICHNIS

VI. ANHANG

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie zwei österreichische Tageszeitungen (Kronen Zeitung und Die Presse) über die Tsunami-Katastrophe im Indischen Ozean berichteten und inwieweit sich ihre Berichterstattung durch unterschiedliche Nachrichtenfaktoren voneinander unterscheidet.

  • Vergleichende Analyse von Boulevard- und Qualitätsjournalismus
  • Anwendung der Nachrichtenwert-Theorie auf ein konkretes Ereignis
  • Empirische Untersuchung mittels quantitativer Inhaltsanalyse
  • Überprüfung von Hypothesen zu Darstellungsformen, Umfang und Themenfokus

Auszug aus dem Buch

2.1.) Verzerrte Medienrealität

Da, wie schon einmal erwähnt, verschiedene Personen verschiedenartige Realitätsauffassungen haben können, kommt auch eine gewisse Verzerrung zustande. So ist es möglich, dass zwei Journalisten über ein und dasselbe Ereignis etwas Unterschiedliches schreiben.

Die Realität wird schon allein dadurch verzerrt, wenn der Journalist beginnt Nachrichten zu selektieren. Es kommt bestimmten Meldungen mehr Aufmerksamkeit zu, als anderen und das entscheidet schließlich der Journalist.

Burkart schreibt dazu: „Die in den Medien dargebotene Wirklichkeit repräsentiert in erster Linie Stereotype und Vorurteile der Journalisten […].“ Burkart meint weiters, dass wir es mit einer „verzerrten Medienrealität“ zu tun haben und stellt folgende Thesen auf:

1.) Die verzerrte Medienrealität entspricht der objektiven Wirklichkeit bestenfalls in Ansätzen.

2.) Medien können als Weltbildapparate gesehen werden, mit denen Wirklichkeit von Journalisten konstruiert wird.

3.) Die Wirklichkeitskonstruktionen entsprechen sogenannten Nachrichtenfaktoren.

4.) Unter Nachrichtenfaktoren versteht man eher die Interpretation der Journalisten und nicht objektive Eigenschaften der Wirklichkeit.

5.) Nachrichten sind in der Regel Mittel zum Zweck.

6.) Der Zweck wird oft nicht von den Journalisten bestimmt, sondern wird durch außermediale Instanzen festgelegt.

7.) Außermediale Wirklichkeitskonstrukteure (Öffentlichkeitsarbeiter) kontrollieren bis zu einem gewissen Grad die journalistische Berichterstattung.

Zusammenfassung der Kapitel

I. EINLEITUNG: Darstellung der Zielsetzung, der untersuchten Zeitungen und des theoretischen Vorgehens für den Vergleich der Tsunami-Berichterstattung.

II. THEORETISCHER TEIL: Erläuterung der Tsunami-Katastrophe, des Medienbegriffs der Realitätskonstruktion und der verschiedenen Nachrichtenwert-Theorien.

III. EMPIRISCHER TEIL: Präsentation der Fragestellungen, Hypothesen, Methoden und der detaillierten Ergebnisse der quantitativen Inhaltsanalyse.

IV. CONCLUSIO: Zusammenfassende Auswertung der Ergebnisse und Fazit zur Ähnlichkeit der Berichterstattung beider Zeitungen trotz unterschiedlicher Zielgruppen.

V. LITERATUR- UND ABBILDUNGSVERZEICHNIS: Auflistung der verwendeten Fachliteratur, Quellen und Abbildungen.

VI. ANHANG: Dokumentation des verwendeten Codebuchs für die Kategorisierung der Nachrichtenbeiträge.

Schlüsselwörter

Tsunami, Indischer Ozean, Nachrichtenwert-Theorie, Inhaltsanalyse, Medienrealität, Kronen Zeitung, Die Presse, Nachrichtenfaktoren, Katastrophenberichterstattung, Journalismus, quantitative Forschung, Nachrichten, Medien, Medienvergleich, Berichterstattung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Berichterstattung über die Tsunami-Katastrophe im Indischen Ozean im Dezember 2004 in zwei ausgewählten österreichischen Zeitungen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themenfelder umfassen die journalistische Nachrichtenauswahl, die Rolle von Nachrichtenfaktoren, den Vergleich von Boulevard- und Qualitätszeitungen sowie die verzerrte Darstellung der Wirklichkeit in den Medien.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es herauszufinden, ob sich die Berichterstattung der Kronen Zeitung und der Presse bei diesem spezifischen Ereignis signifikant unterscheidet und welche Rolle dabei die Gewichtung von Nachrichtenfaktoren spielt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin verwendet eine quantitative Inhaltsanalyse, um 449 Zeitungsartikel anhand eines erstellten Codebuchs zu kodieren und zu vergleichen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil zur Nachrichtenwert-Forschung und einen empirischen Teil, in dem Hypothesen anhand der Kategorien (z.B. Optik, Umfang, Themen, Personalisierung) verifiziert oder falsifiziert werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich vor allem durch Begriffe wie Tsunami-Katastrophe, Nachrichtenfaktoren, Inhaltsanalyse, Medienrealität und Nachrichtenwert-Theorie charakterisieren.

Warum wurde ausgerechnet die Tsunami-Katastrophe für den Vergleich gewählt?

Die Wahl fiel darauf, da Katastrophen eine besonders intensive und umfangreiche Berichterstattung auslösen, was eine breitere Datenbasis für die Untersuchung bietet.

Wie unterscheidet sich die Kronen Zeitung von der Presse in dieser Analyse?

Obwohl man aufgrund der unterschiedlichen Zielgruppen starke Unterschiede vermuten könnte, kommt die Arbeit zu dem Schluss, dass die Berichterstattung beider Zeitungen im Fall dieser Katastrophe einander näher liegt als angenommen.

Was ist das Ergebnis der Überprüfung der Hypothesen?

Einige Hypothesen, etwa zur Platzierung der Berichte, konnten verifiziert werden, während andere, zum Beispiel zur Illustration oder zum Umfang der Artikel, in der Untersuchung falsifiziert wurden.

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Details

Title
Tsunami-Katastrophe im Indischen Ozean
College
University of Vienna  (Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaften)
Grade
Sehr gut
Author
Eva Steinbauer (Author)
Publication Year
2005
Pages
52
Catalog Number
V44910
ISBN (eBook)
9783638424141
Language
German
Tags
Tsunami-Katastrophe Indischen Ozean
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Eva Steinbauer (Author), 2005, Tsunami-Katastrophe im Indischen Ozean, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/44910
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