Der professionelle Sport fasziniert Woche für Woche unzählige Menschen und ist zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor geworden. Neben den begeisterten Zuschauern partizipieren auch die Sportler durch hohe Gehälter und Werbeeinnahmen an diesem Spektakel, viele Klubs erzielen Umsätze in dreistelliger Millionenhöhe, vergleichbar mit großen mittelständischen Unternehmen. Ob die häufig noch verwendete Organisationsform des eingetragenen Vereins (e.V.) noch zu dieser umfassenden wirtschaftlichen Betätigung passt, darf jedoch stark bezweifelt werden.
Aus diesem Grunde haben viele Vereine ihre Profisport-Abteilungen in eine Kapitalgesellschaft ausgegliedert. Ob dieser Schritt sinnvoll ist und welche Gesellschaftsform sich hierfür anbietet, soll zentrale Fragestellung dieser Arbeit sein.
Inhaltsverzeichnis
- Profisport - Eine Einführung
- Verein oder Kapitalgesellschaft - Zur Komplexität der Rechtsformwahl im Kontext des Profisports
- Definition Profisport und Profisport-Ligen in Deutschland
- Ermittlung und Analyse der existierenden Rechtsformen in den ausgewählten deutschen Profisport-Ligen
- Herausarbeitung spezieller Rechtsformwahlkriterien unter besonderer Beachtung der Bedingungen des Profisports.
- Ausgangslage: Rechtsformverfehlung des eingetragenen Vereins.
- Kriterien für die Sportart Fußball.
- Kriterien für die Sportarten Basketball, Eishockey und Handball
- Empfehlungen zur Rechtsformwahl.
- Konsequenzen aus Rechtsformwahl-Analyse und aktueller
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Rechtsformwahl im Profisport und untersucht die Komplexität der Entscheidung zwischen Verein und Kapitalgesellschaft. Die Arbeit analysiert die relevanten Rechtsformwahlkriterien im Kontext des Profisports, insbesondere für die Sportarten Fußball, Basketball, Eishockey und Handball.
- Analyse der Rechtsformen im Profisport
- Untersuchung der relevanten Rechtsformwahlkriterien
- Bewertung der Vor- und Nachteile verschiedener Rechtsformen
- Empfehlungen zur Rechtsformwahl
- Konsequenzen für die Zukunft des Profisports
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel gibt eine Einführung in den Profisport und skizziert seine Bedeutung und Entwicklung. Kapitel 2 analysiert die verschiedenen Rechtsformen, die im Profisport Anwendung finden, und untersucht die spezifischen Herausforderungen und Chancen, die sich aus der jeweiligen Rechtsform ergeben. Der Fokus liegt dabei auf den vier Sportarten Fußball, Basketball, Eishockey und Handball. Es werden die Rechtsformwahlkriterien unter besonderer Berücksichtigung der Bedingungen des Profisports erörtert. Das Kapitel schließt mit Empfehlungen zur Rechtsformwahl und den daraus resultierenden Konsequenzen für den Profisport.
Schlüsselwörter
Profisport, Rechtsformwahl, Verein, Kapitalgesellschaft, Fußball, Basketball, Eishockey, Handball, Rechtsformwahlkriterien, Finanzierung, Steuerrecht, Management, Governance.
Häufig gestellte Fragen
Warum wechseln Profisportvereine die Rechtsform?
Da Profisport heute ein bedeutender Wirtschaftsfaktor mit Millionenumsätzen ist, stößt die Rechtsform des eingetragenen Vereins (e.V.) an rechtliche und wirtschaftliche Grenzen. Kapitalgesellschaften bieten bessere Strukturen für Management und Finanzierung.
Was sind die Nachteile eines e.V. im Profisport?
Ein Hauptproblem ist die sogenannte "Rechtsformverfehlung", wenn ein Verein überwiegend wirtschaftlich tätig ist. Zudem ist die Haftung und die Gewinnung von Investoren im e.V. schwieriger als in einer Kapitalgesellschaft.
Welche Kapitalgesellschaften sind im Sport üblich?
Häufig werden die GmbH (Gesellschaft mit beschränkter Haftung), die AG (Aktiengesellschaft) oder die KGaA (Kommanditgesellschaft auf Aktien) gewählt, um professionelle Managementstrukturen zu etablieren.
Welche Kriterien sind bei der Rechtsformwahl im Fußball entscheidend?
Wichtige Kriterien sind die Haftungsbeschränkung, steuerliche Aspekte, die Möglichkeiten der Eigenkapitalbeschaffung durch Investoren sowie die Erhaltung von Mitbestimmungsrechten (z. B. 50+1-Regel in Deutschland).
Unterscheiden sich die Anforderungen zwischen Fußball und Basketball?
Ja, während im Fußball oft die Ausgliederung ganzer Abteilungen im Vordergrund steht, haben Sportarten wie Basketball, Eishockey oder Handball oft andere Lizenzierungsbedingungen und wirtschaftliche Volumina, was die Wahl beeinflusst.
Welche Rolle spielt die Governance in Sport-Kapitalgesellschaften?
Durch die Umwandlung in eine Kapitalgesellschaft werden Kontroll- und Leitungsfunktionen (Aufsichtsrat, Vorstand/Geschäftsführung) klarer getrennt, was die Professionalität des Managements erhöht.
- Arbeit zitieren
- Christoph Schwichtenhövel (Autor:in), 2014, Die Rechtsformwahl im Profisport. Verein vs. Kapitalgesellschaft, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/449119