Ausarbeitung für einen sportwissenschaftlichen Lehrweg der Elemente Schwebekippe und Rondat

Über komplexe Elemente beim Gerätturnen


Ausarbeitung, 2018

19 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Rondat
2.1 Definition und Einordnung
2.2 Aktions-/ Funktionsskizze und Bewegungsbeschreibung
2.3 Lehrweg in Wort/Bild und als Kurzfilm

3. Die Schwebekippe am Stufenbarren/Reck
3.1 Definition und Einordnung
3.2 Aktions-/ Funktionsskizze und Bewegungsbeschreibung
3.3 Video des Zielelements
3.4 Lehrweg in Wort/Bild und als Kurzfilm

4. Schlusswort

5. Literatur

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Funktionsskizze Rondat

Abb. 2: Hand- und Beinaufsatz beim Rondat

Abb. 3: "Buckelhaltung"

Abb. 4: Handaufsatz Rad vs. Rondat

Abb. 6: Rondat - methodische Übungen

Abb. 5: Kurbet aus dem Handstand

Abb. 7: Rondat - methodische Übungen

Abb. 8: Rondat - methodische Übungen

Abb. 9: Kippaufschwung aus dem Vorschwung im Winkelhang

Abb. 10: FB - großer Abstand der Beine von der Stange

Abb. 11: FB - Kniegelenke in Stangenhöhe

Abb. 12: Ristgriff

Abb. 13: FB - Bewegung der Füße beim Kippschub nach vorn-unten

Abb. 14: FB - Beugen der Arme

Abb. 15: Aus dem Kipphang Streckung der Hüftgelenke

Abb. 16: Aus dem Pendeln im Kipphang Kippaufschwung

1. Einleitung

Die Vorüberlegung dieser Ausarbeitung bestand darin, komplexe Elemente des Gerätturnens methodisch zu gliedern und damit eine Grundlage für Lehrer/innen und Sportstudent/innen, aber auch Trainer/innen zu schaffen, die sie als Hilfestellung beim Erlernen und Lehren des Rondats sowie der Schwebekippe hinzuziehen können. Genau darin liegt der Schwerpunkt der Kapitel 2.2 und 2.3 („Rondat“) sowie 3.2 und 3.3 („Schwebekippe“).

Im Turnen gibt es eine beträchtliche Anzahl von Elementen, die aus mehreren Teilhandlungen bestehen und damit hohe Anforderungen an die Informationsaufnahme und -verarbeitung stellen. Hierbei ist es dem Lernenden nicht möglich, das zu erarbeitende Element (Zielelement) in der Gesamtheit zu erfassen. Aus diesem Grund werden solche Elemente mit Hilfe der Teillernmethode gelehrt und gelernt. Welche Teilhandlungen die beiden Elemente jeweils beinhalten, wird in den Aktions- und Funktionsskizzen der Kapitel 2.2 und 3.2 anhand von Schaubildern und einer Bewegungsbeschreibung genau analysiert. Das Vermitteln der Teilhandlungen erfolgt durch methodisch vorbereitenden Übungen, die in ihrer Ausführung dem Teilziel des LS entsprechen müssen. Ist die Zielstellung erfüllt, kann mit dem nächsten LS begonnen werden. Der Vorteil dieser methodischen Erarbeitung besteht darin, dass sie individuell an die Voraussetzungen des Lernenden angepasst werden kann und mögliche Defizite speziell herausgegriffen und durch dafür passende Vorübungen vermindert und im besten Fall beseitigt werden können. Außerdem ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich technische Fehler einschleichen wesentlich geringer als bei der Ganzlernmethode. Der Lernende kann sich langsam an den Bewegungsablauf herantasten und verinnerlicht die verschiedenen Teilbewegungen, ohne dass sich Angst oder eine Überforderung aufbaut. Gerade bei komplexen Elementen spielt die Angst vor Verletzungen sowie die Frustration eine entscheidende Rolle, was eine Teillernmethode vor allem im schulischen Bereich, aber auch im Sportstudium oder im Bereich des Vereinssports unabdingbar macht. Dafür müssen sowohl die Lehrenden als auch die Lernenden gewisse Voraussetzungen mitbringen bzw. es müssen bestimmte Voraussetzungen geschaffen werden. So benötigt der Lernende beispielsweise ein hohes Maß an koordinativen und konditionellen Fähigkeiten, während der Lehrende eine fachliche wie auch didaktische Kompetenz mitbringen sollte. Unter die fachliche Kompetenz fällt die Kenntnis über den genauen Bewegungsablauf. Hierzu ist auch die richtige Anwendung der Hilfestellung zu zählen. Nur wer sich mit dem Thema „Helfen und Sichern“ auseinandersetzt und dies korrekt anwendet, kann ein Vertrauen zwischen sich und dem Lernenden aufbauen, was wiederum Grundlage für das erfolgreiche Erlernen komplexer Elemente ist. Die Hilfestellung ist jedoch nicht Bestandteil dieser Arbeit und kann beispielsweise in Büchern wie „Turnen in der Primarstufe“ (2005) von Sven Lange oder „Doppelstunde Turnen“ (2009) von Sven Lange und Kathrin Bischoff nachgelesen werden.

Die didaktische Kompetenz hingegen beinhaltet zum einen, das Darstellen, Einschätzen und Umsetzen wissenschaftlicher Konzepte der Vermittlung, Aneignung, Diagnose und Förderung, zum anderen aber auch die Kenntnis über einen geeigneten Lehrweg, der eine methodische Reihe beinhaltet und an den Leistungsstand der Lernenden angepasst ist. Dabei ist anzumerken, dass es nicht nur eine einzige methodische Reihe gibt, sondern mehrere Möglichkeiten in Bezug auf die Übungsauswahl in Frage kommen können. Sicherlich spielt bei der Auswahl der Methodik der Erfahrungswert des Lehrenden eine zentrale Rolle, aber auch die Voraussetzungen, die der Lernende bereits mitbringt.

Da in der Fachsprache des Sports bzw. Turnens und in der folgenden Arbeit viele Bezeichnungen abgekürzt werden, soll hier ein kleiner Überblick über die wichtigsten Abkürzungen gegeben werden:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2. Das Rondat

2.1 Definition und Einordnung

Das Rondat, auch bekannt als Radwende oder Handstützüberschlag seitwärts mit ¼ Drehung, gehört zur Strukturgruppe der Überschlagbewegungen im Gerätturnen. Das Element kann am Boden, auf dem Schwebebalken sowie als Balkenabgang geturnt werden. Es stellt eines der grundlegenden Turnelemente dar und beinhaltet mehrere Teilbewegungen.

In den folgenden Unterkapiteln werden die einzelnen Teilbewegungen des Elements dargestellt, beschrieben und ein Lehrweg zum Erlernen des Turnelements mit Hilfe von Bild- und Videomaterial aufgezeigt.

2.2 Aktions-/ Funktionsskizze und Bewegungsbeschreibung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Funktionsskizze Rondat

Abbildung in dieer Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2: Hand- und Beinaufsatz beim Rondat

Aktionsskizze:

Anlauf – Hopser – Handaufsatz – Druckbeineinsatz – Schwungbeineinsatz – Hüftdrehung – Schließen der Beine – Kurbet – Handabdruck – Aufrichten des Oberkörpers.

Funktionsskizze:

a. Vorbereitungsphase

- Anlauf und Hopser (siehe Abb. 1, Bild 1);
- Landebein des Hopsers wird zum Schwungbein (siehe Abb. 1, Bild 2);
- Handaufsatz mit 3/8 Drehung und Aufschwingen des Schwungbeines (rückhoch) zur Verlagerung des KSP vor das Druckbein und zur Rotationsverstärkung (siehe Abb. 1, Bild 3);
- Druckbeineinsatz mit Heranschwingen an das Schwungbein, um den KSP zu beschleunigen;
- Schnelles Eindrehen der Hüfte in überstreckte Körperposition (C--Position) zur Erreichung der neuen Bewegungsrichtung (siehe Abb. 1, Bild 4).

b. Hauptfunktionsphase

- Kurbet (Beinschnepper) abwärts aus der überstrecken Körperposition (siehe Abb. 1, Bild 4) mit Abbremsen in eine gebundene C+-Körperposition (siehe Abb. 1, Bild 5) zur Beschleunigung und Impulsübertragung der Beinrotation auf den Gesamtkörper à Erhöhung der Rotationsgeschwindigkeit durch einen verringerten Trägheitsmoment durch Hüftbeugung;
- Schulter- und Handabdruck zum Aufrichten des Oberkörpers (siehe Abb. 1, Bild 6).

c. Endphase

- Vorbereitung auf Landung (siehe Abb. 1, Bild 7) bzw. das sich anschließende Element (Flick-Flack etc.)

Bewegungsbeschreibung:

Der Hopser aus dem Anlauf muss „energisch und flach nach vorn-oben erfolgen, um die horizontale Bewegungsgeschwindigkeit nach Möglichkeit beizubehalten“ (Härtig/Buchmann, Gerätturnen - Trainingsmethodik, 2004, S. 303-304). Gleichzeitig erfolgt ein vorhoch Schwingen der Arme und der Körper zeigt eine gebundene Position (siehe Abb. 1, rote Linie, Bild 1), was in der deutschen Literatur auch unter einer „Buckelhaltung“ und im Englischen unter „turtle-shape“ zu finden ist (siehe Abb. 3). Beim Aufsetzen der Beine nach dem Hopser ist eine weite Schrittstellung (siehe Abb. 1, Bild 2) mit direktem Übergang zum Ansatz des Rondats anzustreben. Mit dem Absenken des Oberkörpers unter Beibehaltung der „Buckelhaltung“ beginnt das Rondat über das vordere gebeugte Bein. Dabei kommt es zu keinem Stemmschritt, sondern zu einem sanften Abrollen von der Ferse über den Ballen. Erreicht der Körper in etwa die Horizontale, erfolgt die erste ¼ Drehung durch den Oberkörper. Der Handaufsatz erfolgt nacheinander, sprich für diejenigen, die das Rondat über das rechte Abdruckbein einleiten, setzt zuerst die rechte und anschließend die linke Hand auf (siehe Abb. 2). Wichtig ist dabei, die Hände in einem Abstand zum Abdruckbein so aufzusetzen, dass ein offener ARW gewährleistet werden kann. Eine weitere ¼ Drehung wird durch das seitlich versetzte Stützen der Hände eingeleitet. Damit eine schnelle Drehbewegung um die Stützstellen erfolgen kann, muss der Handstütz „mit einem kräftigten Schwungbeineinsatz und mit einem Abdruck des Schwungbeins“ (Härtig/Buchmann, Gerätturnen - Trainingsmethodik, 2004, S. 304) koordiniert werden. Die nun vollständige ½ Drehung des Körpers ist Voraussetzung für einen effektiven Armabdruck sowie für eine saubere Ausgangsposition, aus der die nachfolgende Kurbetbewegung durchgeführt wird. Hierbei ist der Körper zu Beginn überspannt, also in einer sogenannten Bogenspannung (siehe Abb. 1, Bild 4), und die Bewegung beginnt mit einem „Herunterdrücken“ der Hüfte. Anschließend werden auch die Oberschenkel, Unterschenkel und Füße möglichst schnellkräftig heruntergeführt und abgebremst. Gekoppelt wird dieses „Herunterdrücken“ mit einer „vollständige Streckung der Schulter-, Ellbogen- und Handgelenke und dem Beugen der Brustwirbelsäule („Buckelmachen“). Das Abbremsen der [...] Beine erzeugt eine Impulsübertragung auf den Rumpf, was dessen Aufrichten unterstützt“ (Härtig/Buchmann, Gerätturnen - Trainingsmethodik, 2004, S. 269). Die Kurbetbewegung erfolgt peitschenartig und wird im Bereich der Horizontalen abgebremst, es kommt zu einer Anhebung der Hüfte und zu einem schnellen Aufrichten des Oberkörpers. Somit kann ein optimaler Übergang zum explosiven Absprung rückwärts erzielt werden.

Für das erfolgreiche Erlenen der Radwende müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein, zu denen nicht nur das technisch-spezifische Wissen über den Bewegungsablauf gehört, sondern ebenso koordinative sowie konditionelle Aspekte. Da es sich hierbei um ein Element handelt, das über den Stütz auszuführen ist, kann die Stütz- und Schnellkraft zu eine der wichtigsten konditionellen Voraussetzungen gezählt werden. Hierbei ist es wichtig, die dabei am meisten beanspruchten Muskeln (M. triceps, M. brachialis, M. deltoideus) durch Stützkrafttraining aufzubauen und sie vor der Ausführung des Elements auf die entsprechende Belastung durch eine allgemeine und spezielle Erwärmung vorzubereiten. Auch für die Landung bzw. den anschließenden schnellkräftigen Absprung rw, bei dem enorme Kraft auf den Körper wirkt, sind gut trainierte Muskeln Voraussetzung, um den Kraftstoß abfangen zu können. Hierbei werden vor allem Muskeln der unteren Extremitäten (M. gluteus, M. quadrizeps femoris, M. triceps surae) beansprucht. Ebenso wichtig ist eine gut ausgeprägte Ganzkörperspannung, „um die mit der schnellkräftigen Arbeit verbundenen, relativ hohen Belastungen des Stütz- und Bewegungssystems ohne größere gesundheitliche Risiken zu bewältigen“ (Härtig/Buchmann, S. 85). Das es sich beim Rondat um ein akrobatisches Element handelt, müssen „technische Grundlagen und Basisfertigkeiten wie Handstand, Kurbetbewegung, Absprung/Abdruck, BAD und die Landung“ (Härtig/Buchmann, S. 86) als Bewegungserfahrung vorhanden sein. Für viele mag die Beweglichkeit bei diesem Element eine unbedeutende Rolle spielen, jedoch stellte sich in den Turnkursen der Universität immer wieder heraus, dass vor allem Männer mit verminderter Beweglichkeit große Schwierigkeiten dabei haben, den Oberkörper nach dem Hopser und dem darauffolgenden Ausfallschritt weit genug nach vorne und vor allem innerhalb der Vertikalen abzusenken, was einer verkürzten Muskulatur der Oberschenkelrückseite zu verschulden ist. Folglich gelang es vielen Studenten erst nach zahlreichen Trainingseinheiten, das Rondat technisch gut durchzuführen.

2.3 Lehrweg in Wort/Bild und als Kurzfilm

Um das Rondat erlernen zu können, müssen zwei Bewegungsfertigkeiten zuvor erarbeitet werden. Zum einen das Rad, auch Handstütz-Überschlag seitwärts genannt, aus verschiedenen Positionen: aus dem Stand, aus dem Stand mit Hopser, aus dem Anlauf mit Hopser (wie zum Rondat). Dabei ist darauf zu achten, dass die Räder mit offenem ARW und mit den Armen in der Hochhalte vom Ansatz bis zum Stand ausgeführt werden. Zur Vorbereitung auf das Rondat wird bereits beim Rad der Handaufsatz verändert und die ¼ Drehung des Körpers durchgeführt (siehe Abb. 4). Außerdem ist es wichtig, dass das Rad innerhalb der vertikalen Bewegungsebene, also ohne gebeugte Hüfte und mit offenem ARW durchgeführt wird. Hierfür kann das Rad innerhalb zweier Matten geübt werden oder aber an einer Wand mit einer aufgestellten Weichbodenmatte (siehe Video 3, ab 00:08 min ). Der Sportler turnt das Rad mit dem Bauch zur Matte, zuerst mit großem, dann mit immer kleiner werdendem Abstand. So nähert er sich nach und nach der Senkrechten an, ohne sich dabei einem Verletzungsrisiko auszusetzen.

Die zweite Bewegungsfertigkeit, die zuvor beherrscht werden muss, ist das Kurbet aus dem Handstand von einer Erhöhung mit Strecksprung rw (siehe Abb. 5). Was dabei zu beachten ist, wurde bereits in Kapitel 2.2 näher erläutert.

Nachdem die beiden genannten Bewegungsfertigkeiten erarbeitet wurden, kann das Rondat problemlos erlernt werden. Da es sich um ein komplexes Element handelt, wird empfohlen, in Lernschritten, sprich mit Hilfe der Teillernmethode, vorzugehen.

Im ersten Lernschritt wird das bereits angesprochene Rad mit ¼ Drehung aus dem Stand mit „Rondathandaufsatz“ in den Stand geübt (siehe Abb. 6). Zur Unterstützung sollte die Bewegungsebene sowie der Fuß- und Handaufsatz auf dem Boden markiert werden.

Schwerpunkt der Korrektur sollte zum einen der richtige Handaufsatz sein sowie eine durchgehende „Buckelhaltung“ (siehe Abb. 3) vor und nach dem Abdruck mit Armen in der Hochhalte.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 7: Rondat - methodische Übungen

Als zweiter Lernschritt wird das Rondat aus dem Stand von einer Erhöhung (Kastenoberteil o.Ä.) durchgeführt mit Landung im Stand (siehe Abb. 7). Vorteil des langsameren Bewegungstempos ist die Erleichterung der Informationsaufnahme, -verarbeitung und die Bewegungswahrnehmung. Aus dem Stand kann der Lernende sich voll und ganz auf die Bewegungsmerkmale des Rondats konzentrieren und ist beispielsweise nicht mit der Durchführung der richtigen Schrittfolge des Hopsers beschäftigt.

Gelingt dieser Lernschritt ohne Probleme, kann dem Rondat am Ende ein direkter, reaktiver Strecksprung rw. angeschlossen werden.

Schwerpunkte der Korrektur ist die Bogenspannung während der Handstandphase sowie der Abdruck mit „Langmachen“ in den Schultergelenken und das Beibehalten der „Buckelhaltung“. Beim Strecksprung rw. ist ein fließender Übergang zum Strecksprung und das Einhalten der Bewegungsebene zu beachten.

Im dritten Lernschritt wird das Rondat aus vorbereitenden Bewegungen und somit mit einem größeren Bewegungstempo durchgeführt. Der Lernende turnt das Element zunächst mit 1-2 Gehschritten von einer Erhöhung und danach auf dem Boden. Im nächsten Schritt wird das Rondat mit Hopser von einer Erhöhung und anschließend auf dem Boden durchgeführt (siehe Abb. 8)

Typische Fehler

- Technische Mängel im Hopser: Zu hoch, zu enge Schrittstellung im Übergang in die Stützphase
- Kein Erreichen der Vertikalen während der Handstandposition durch z.B. gebeugte Hüfte, geschlossenem ARM, falscher Handaufsatz, fehlende ½ Drehung des Körpers
- Gebeugte Arme nach dem Abdruck
- Armführung zur Seite
- Fehlende „Buckelhaltung“
- Vorgeneigter Oberkörper nach dem Kurbet
- Verzögerung im Übergang zum Strecksprung

Häufige Ursache für die technischen Mängel in der Armhaltung ist ein unvollständiger, zu kurz ausgeführter Abdruck, d.h. die Streckbewegung über die Schulter-, Ellbogen- und Handgelenke wurde zu früh beendet. Die Ursache für die letzten beiden Fehler liegt darin, dass der Turnende die Teilbewegungen des Rondats nicht schnell und kräftig genug durchführt.

Werden die Ziele aller vorherigen Lernschritte erreicht, kann das Zielelement am Boden geturnt werden. Dabei erfolgt ein kurzer Anlauf (2-3 Schritte) mit anschließendem Hopser zum Rondat (siehe Kapitel 2.3 „Video des Zielelements“). Der Rückgriff auf eine Markierung der Bewegungsrichtung ist dabei immer zu empfehlen, um eine geradlinige Ausführung zu gewährleisten. Treten mit Zunahme der Bewegungsgeschwindigkeit technische Mängel auf, sollte auf vorherige Lernschritte zurückgegriffen werden. Kann der Lernende das Rondat ohne technische Mängel in Verbindung mit einem kontrollierten Strecksprung ausführen, kann ein Nachfolgeelement (Flick-Flack, Salto rw.) angeschlossen werden, welche in Video 2 zu sehen sind.

Um nun nochmals alle einzelnen Lernschritte bildlich zusammenzufassen, wurde im Folgenden ein Lehrvideo erstellt (siehe Video 3). Ziel dieses Videos ist es, die zentralen Teilelemente des Rondats, die bereits in der Aktionsskizze genannt wurden, mit Hilfe von Vorübungen zu erlernen bzw. zu trainieren und damit ein erfolgreiches Erlernen des Rondats zu gewährleisten. Zu Beginn des Videos werden außerdem vorbereitende Übungen zum Erlernen/Üben wichtiger Grundvoraussetzungen (Rad, Kurbet) dargestellt.

[...]

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten

Details

Titel
Ausarbeitung für einen sportwissenschaftlichen Lehrweg der Elemente Schwebekippe und Rondat
Untertitel
Über komplexe Elemente beim Gerätturnen
Hochschule
Eberhard-Karls-Universität Tübingen
Veranstaltung
Schwerpunktfach Turnen
Note
1,0
Autor
Jahr
2018
Seiten
19
Katalognummer
V449698
ISBN (eBook)
9783668860513
ISBN (Buch)
9783668860520
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Schriftliche Ausarbeitung ohne Lehrweg-Videos
Schlagworte
Gerätturnen
Arbeit zitieren
Janine Kern (Autor), 2018, Ausarbeitung für einen sportwissenschaftlichen Lehrweg der Elemente Schwebekippe und Rondat, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/449698

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