Diese Arbeit soll sowohl Sportlehrkräften, Sportstudent/innen als auch Turntrainer/innen eine Hilfestellung beim Lehren und Lernen des Rondats und der Schwebekippe bieten und mögliche Unsicherheiten in Bezug auf die richtige Technik dieser komplexen Elemente beseitigen.
Die Vorüberlegung dieser Ausarbeitung besteht darin, komplexe Elemente des Gerätturnens methodisch zu gliedern und damit eine Grundlage für Lehrer/innen und Sportstudent/innen, aber auch für Trainer/innen zu schaffen, die sie als Hilfestellung beim Erlernen und Lehren des Rondats sowie der Schwebekippe hinzuziehen können.
Im Turnen gibt es eine beträchtliche Anzahl von Elementen, die aus mehreren Teilhandlungen bestehen und damit hohe Anforderungen an die Informationsaufnahme und -verarbeitung stellen. Hierbei ist es dem Lernenden nicht möglich, das zu erarbeitende Element (Zielelement) in der Gesamtheit zu erfassen. Aus diesem Grund werden solche Elemente mit Hilfe der Teillernmethode gelehrt und gelernt. Welche Teilhandlungen die beiden Elemente jeweils beinhalten, wird in den Aktions- und Funktionsskizzen der Kapitel 2.2 und 3.2 anhand von Schaubildern und einer Bewegungsbeschreibung genau analysiert.
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG
2. DAS RONDAT
2.1 DEFINITION UND EINORDNUNG
2.2 AKTIONS-/ FUNKTIONSSKIZZE UND BEWEGUNGSBESCHREIBUNG
2.3 LEHRWEG IN WORT/BILD UND ALS KURZFILM
3. DIE SCHWEBEKIPPE AM STUFENBARREN/RECK
3.1 DEFINITION UND EINORDNUNG
3.2 AKTIONS-/ FUNKTIONSSKIZZE UND BEWEGUNGSBESCHREIBUNG
3.3 VIDEO DES ZIELELEMENTS
3.4 LEHRWEG IN WORT/BILD UND ALS KURZFILM
4. SCHLUSSWORT
5. LITERATUR
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, komplexe Turnelemente wie das Rondat und die Schwebekippe methodisch zu gliedern, um Lehrkräften, Sportstudenten und Trainern eine praktische Hilfestellung für den Vermittlungsprozess zu bieten.
- Methodische Gliederung komplexer Bewegungsabläufe mittels der Teillernmethode.
- Analyse der Teilbewegungen anhand von Aktions- und Funktionsskizzen.
- Entwicklung und Darstellung geeigneter Lehrwege für das Rondat und die Schwebekippe.
- Identifikation technischer Fehlerbilder und deren Korrekturmöglichkeiten.
- Bedeutung konditioneller und koordinativer Voraussetzungen für den Lernerfolg.
Auszug aus dem Buch
Bewegungsbeschreibung:
Der Hopser aus dem Anlauf muss „energisch und flach nach vorn-oben erfolgen, um die horizontale Bewegungsgeschwindigkeit nach Möglichkeit beizubehalten“ (Härtig/Buchmann, Gerätturnen - Trainingsmethodik, 2004, S. 303-304). Gleichzeitig erfolgt ein vorhoch Schwingen der Arme und der Körper zeigt eine gebundene Position (siehe Abb. 1, rote Linie, Bild 1), was in der deutschen Literatur auch unter einer „Buckelhaltung“ und im Englischen unter „turtle-shape“ zu finden ist (siehe Abb. 3).
Beim Aufsetzen der Beine nach dem Hopser ist eine weite Schrittstellung (siehe Abb. 1, Bild 2) mit direktem Übergang zum Ansatz des Rondats anzustreben. Mit dem Absenken des Oberkörpers unter Beibehaltung der „Buckelhaltung“ beginnt das Rondat über das vordere gebeugte Bein. Dabei kommt es zu keinem Stemmschritt, sondern zu einem sanften Abrollen von der Ferse über den Ballen. Erreicht der Körper in etwa die Horizontale, erfolgt die erste ¼ Drehung durch den Oberkörper. Der Handaufsatz erfolgt nacheinander, sprich für diejenigen, die das Rondat über das rechte Abdruckbein einleiten, setzt zuerst die rechte und anschließend die linke Hand auf (siehe Abb. 2). Wichtig ist dabei, die Hände in einem Abstand zum Abdruckbein so aufzusetzen, dass ein offener ARW gewährleistet werden kann. Eine weitere ¼ Drehung wird durch das seitlich versetzte Stützen der Hände eingeleitet.
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINLEITUNG: Die Arbeit erläutert die Bedeutung der methodischen Zergliederung komplexer Turnelemente und betont die Vorteile der Teillernmethode zur Vermeidung von Verletzungsängsten und technischen Fehlern.
2. DAS RONDAT: Dieses Kapitel definiert das Rondat als Überschlagbewegung und analysiert dessen Bewegungsablauf durch Aktionsskizzen sowie spezifische methodische Übungsreihen zum Erlernen der Fertigkeit.
3. DIE SCHWEBEKIPPE AM STUFENBARREN/RECK: Hier wird die Schwebekippe als Grundelement des Turnens eingeführt, der komplexe Kippschub technisch analysiert und ein strukturierter Lehrweg in fünf Lernschritten zur Beherrschung der Bewegung präsentiert.
4. SCHLUSSWORT: Die Autorin resümiert, dass technisches Verständnis allein nicht ausreicht, sondern durch gezieltes Training der konditionellen und koordinativen Voraussetzungen ergänzt werden muss, um das „Bauchgefühl“ für das Element zu entwickeln.
5. LITERATUR: Auflistung der verwendeten fachwissenschaftlichen Quellen und Verweis auf das Abbildungsverzeichnis.
Schlüsselwörter
Gerätturnen, Rondat, Schwebekippe, Teillernmethode, Bewegungsbeschreibung, Funktionsskizze, Kippschub, Buckelhaltung, Lernschritte, Bewegungsablauf, Lehrweg, Turnen, Sportwissenschaft, Methodik, Fehlerbild
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der methodischen Vermittlung der beiden komplexen Turnelemente Rondat und Schwebekippe, um Lehrenden und Lernenden eine fundierte Grundlage für das Training zu geben.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Bewegungsanalyse mittels Aktions- und Funktionsskizzen, die praktische Anwendung der Teillernmethode sowie die Identifikation und Korrektur typischer Fehlerbilder.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, komplexe Bewegungsabläufe in verständliche Lernschritte zu unterteilen, um den Lernenden das Erlernen dieser Elemente zu erleichtern und technische Fehler effizient zu minimieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird primär die Teillernmethode angewandt, bei der das Gesamtelement in isolierte Teilbewegungen zerlegt und durch methodisch vorbereitende Übungen sukzessive aufgebaut wird.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden für das Rondat und die Schwebekippe jeweils die Definition, die Bewegungsbeschreibung inklusive Skizzen sowie detaillierte, in Lernschritte untergliederte Lehrwege aufgezeigt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Gerätturnen, Rondat, Schwebekippe, Teillernmethode, Fehlerbild, Bewegungsablauf und methodische Reihe.
Welche Rolle spielt die Hilfestellung beim Erlernen des Rondats?
Die richtige Hilfestellung ist essentiell, um Vertrauen aufzubauen und Sicherheitsrisiken zu minimieren, auch wenn sie im Fokus der didaktischen Aufarbeitung der Bewegungsabläufe steht.
Warum ist die „Buckelhaltung“ für das Rondat so wichtig?
Die „Buckelhaltung“ hilft, den Körper in eine gebundene Position zu bringen, was für die korrekte Durchführung und die anschließende Rotationsenergie beim Rondat von entscheidender Bedeutung ist.
Welche Voraussetzungen sind für die Schwebekippe am Stufenbarren notwendig?
Neben einer hervorragenden Haltung und Körperspannung sind insbesondere Schnellkraft in der Schultermuskulatur sowie eine gut trainierte Hüftgelenks-, Bauch- und Rückenmuskulatur für den Kippschub entscheidend.
Was ist die häufigste Ursache für Fehler bei der Ausführung der Schwebekippe?
Fehler entstehen oft durch eine falsche zeitliche Organisation der Bewegung oder wenn die Teilbewegungen, wie der Kippschub, nicht schnell und kräftig genug ausgeführt werden.
- Citation du texte
- Janine Kern (Auteur), 2018, Ausarbeitung für einen sportwissenschaftlichen Lehrweg der Elemente Schwebekippe und Rondat, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/449698