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John Rawls: Die Idee eines übergreifenden Konsenses

Title: John Rawls: Die Idee eines übergreifenden Konsenses

Term Paper , 2005 , 18 Pages , Grade: 1

Autor:in: Doreen Kubek (Author)

Politics - Political Theory and the History of Ideas Journal
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John RAWLS zählt zu den Vertretern der liberalen politischen Philosophie und gehörte zu den einflussreichsten und bedeutendsten politischen Philosophen des 20. Jahrhunderts. Er wurde 1921 in Baltimore (Maryland) geboren und studierte in Princeton Philosophie, was er 1950 mit der Promotion abschloss. Später war er Professor an der Cornell Universität in Ithaca und am MIT in Cambridge (Massachusetts). 1961 wechselte er an die Harvard University in Cambridge, wo er knapp 30 Jahre lehrte und seit 1979 die Position eines Harvard University Professors inne hatte. John RAWLS starb am 24.11.2002, 81-jährig infolge mehrerer Schlaganfälle (vgl. HINSCH 2002.
Bekannt wurde John RAWLS durch sein 1971 erschienenes Werk „A theory of justice“. Darin entwirft er seine zentrale Konzeption der Gerechtigkeit als Fairness und begründet Prinzipien, die für die Grundstruktur einer Gesellschaft gelten müssen, damit sie gerecht ist. Diese verbindlichen Grundsätze entsprechen denen, die freie und gleiche Bürger in einer spezifischen Entscheidungssituation aufstellen würden (vgl. THUMFAHRT 2004, S. 397).

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Idee eines übergreifenden Konsenses

2.1 Wie ist politischer Liberalismus möglich?

2.2 Stabilität

2.3 Übergreifender Konsens als modus vivendi

2.4 Gleichgültigkeit und Skeptizismus

2.5 Eine umfassende Lehre als politische Konzeption

2.6 Vom modus vivendi zum übergreifenden Konsens

3 Kritik

4 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Konzept des "overlapping consensus" (übergreifender Konsens) von John Rawls, wie es in seinem Werk "Political Liberalism" dargelegt wird. Ziel ist es, die Bedingungen und die Stabilität einer gerechten politischen Ordnung innerhalb einer pluralistischen Gesellschaft zu analysieren und die zentrale Frage zu beantworten, wie ein solcher Konsens trotz konträrer Weltanschauungen möglich ist.

  • Grundlagen des politischen Liberalismus nach Rawls
  • Stabilitätsmechanismen einer gerechten Gesellschaft
  • Abgrenzung des übergreifenden Konsenses vom "modus vivendi"
  • Kritische Auseinandersetzung mit dem Konzept durch diverse Philosophen

Auszug aus dem Buch

2.1 Wie ist politischer Liberalismus möglich?

RAWLS versucht in „Die Idee eines übergreifenden Konsenses“ zunächst herauszustellen unter welchen Bedingungen politischer Liberalismus möglich ist. Er gibt hierfür verschiedene charakteristische Merkmale an und formuliert dazu die grundlegende Frage des politischen Liberalismus: „[...] Wie [ist] eine stabile und gerechte Gesellschaft möglich [...], deren freie und gleiche Bürger durch konträre und sogar einander ausschließende religiöse, philosophische und moralische Lehren einschneidend voneinander getrennt sind (RAWLS 1998, S. 219).“

Wesentlich kennzeichnend für den politischen Liberalismus und zentraler Punkt ist eine Gerechtigkeitskonzeption, die von allen Bürgern anerkannt werden soll. Zunächst muss die Gerechtigkeitskonzeption für die RAWLS im Folgenden exemplarisch die Konzeption der Gerechtigkeit als Fairness annimmt, eine liberale sein. Eine liberale Gerechtigkeitskonzeption ist bestimmt durch die Pluralität der jeweiligen Konzeptionen des Guten vernünftiger, aber konträrer Lehren. Ein „vernünftiger Pluralismus“ ist das Ergebnis praktischen Vernunftgebrauchs unter andauernd freien Institutionen.

Ungeeignet als Konzeption sei jedoch eine umfassende Lehre mit einer einzigen Konzeption des Guten, die von allen Bürgern anerkannt werden muss. Diese Tradition wird repräsentiert von Platon, Aristoteles, der christlichen Tradition und dem klassischen Utilitarismus, gegen den sich RAWLS deutlich abgrenzt (vgl. ebd., S. 220).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Person John Rawls vor und skizziert die Entwicklung seines Denkens von "A theory of justice" hin zum "Political Liberalism".

2 Die Idee eines übergreifenden Konsenses: Dieses Kapitel erläutert, wie Stabilität in einer pluralistischen Gesellschaft durch eine politische Gerechtigkeitskonzeption erreicht werden kann, ohne eine umfassende moralische Lehre vorauszusetzen.

3 Kritik: Hier werden zentrale Einwände gegen Rawls' Konzept vorgestellt, wobei insbesondere die Kritik an der Umsetzbarkeit und der methodischen Begründung durch BITTNER, WOLF und FEHIGE im Fokus steht.

4 Zusammenfassung: Dieses Kapitel rekapituliert die wesentlichen Thesen der Arbeit und würdigt die Bedeutung des Rawls'schen Ansatzes trotz der berechtigten Kritikpunkte.

Schlüsselwörter

John Rawls, Politischer Liberalismus, Übergreifender Konsens, Gerechtigkeit als Fairness, Pluralismus, Stabilität, Modus vivendi, Öffentliche Vernunft, Politische Gerechtigkeitskonzeption, Grundstruktur, Liberale Theorie, Gerechtigkeit, Politische Philosophie, Vernünftiger Pluralismus, Toleranz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit dem Konzept des übergreifenden Konsenses von John Rawls und untersucht, wie eine stabile politische Ordnung in einer Gesellschaft mit vielfältigen, konkurrierenden Weltanschauungen möglich ist.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind der politische Liberalismus, die Gerechtigkeit als Fairness, die Rolle der Vernunft in der Gesellschaft sowie die kritische Reflexion der Stabilität einer solchen Ordnung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, zu erläutern, wie Rawls durch den übergreifenden Konsens einen Ausweg aus der Herausforderung des gesellschaftlichen Pluralismus aufzeigt und warum dieser Konsens nicht mit einem reinen machtpolitischen Kompromiss (modus vivendi) verwechselt werden darf.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Methode der theoretischen Analyse und der Auseinandersetzung mit philosophischer Fachliteratur, um Rawls' Thesen darzustellen und durch externe Kritikpunkte zu hinterfragen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die Bedingungen für die Stabilität einer gerechten Gesellschaft, die Abgrenzung zum modus vivendi, das Verhältnis von Gerechtigkeitskonzeptionen zu umfassenden Lehren sowie die verschiedenen Einwände prominenter Kritiker detailliert erörtert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere der übergreifende Konsens, der vernünftige Pluralismus, die Gerechtigkeit als Fairness sowie das liberale Legitimitätsprinzip.

Wie unterscheidet Rawls einen "modus vivendi" von einem übergreifenden Konsens?

Ein modus vivendi basiert lediglich auf kurzfristigen Interessen und einem labilen Gleichgewicht, während ein übergreifender Konsens eine tiefe, moralische Bejahung der politischen Gerechtigkeitskonzeption durch die Bürger beinhaltet.

Welche Rolle spielt der "Schleier des Nichtwissens"?

Der Schleier des Nichtwissens ist ein Gedankenexperiment aus Rawls' früherem Werk, das dazu dient, Unparteilichkeit bei der Festlegung von Gerechtigkeitsgrundsätzen zu erzwingen, indem die Kenntnis über die eigene soziale Position ausgeblendet wird.

Warum kritisieren Philosophen wie Rüdiger BITTNER den Ansatz von Rawls?

Kritiker wie BITTNER bezweifeln, dass sich Menschen so leicht auf eine gemeinsame Gerechtigkeitskonzeption einigen können, und werfen Rawls vor, dass sein Modell keine ausreichende Antwort auf die tiefgreifenden Konflikte in der Realpolitik bietet.

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Details

Title
John Rawls: Die Idee eines übergreifenden Konsenses
College
University of Erfurt  (Staatswissenschaftliche Fakultät)
Grade
1
Author
Doreen Kubek (Author)
Publication Year
2005
Pages
18
Catalog Number
V44969
ISBN (eBook)
9783638424592
Language
German
Tags
John Rawls Idee Konsenses
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Doreen Kubek (Author), 2005, John Rawls: Die Idee eines übergreifenden Konsenses, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/44969
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