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Der Exilfilm "Aufstand der Fischer". Politisch kritisiert oder kritisch gewürdigt?

Título: Der Exilfilm "Aufstand der Fischer". Politisch kritisiert oder kritisch gewürdigt?

Trabajo , 2016 , 26 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Elke Kögler (Autor)

Medios / Comunicación - Medios y política, comunicaciones políticas
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Aufgrund der Tatsache, dass der sowjetische Exilfilm „Aufstand der Fischer“nach seiner Uraufführung am 5. Oktober 1934 in Moskau bald wieder aus den Kinos verschwand, wird in der vorliegenden Hausarbeit die Frage diskutiert, ob der vom deutschen Theaterregisseur Erwin Piscator produzierte Film ein politisches Opfer Stalins ist oder ob die Kritik sachlich berechtigt ist. Dazu werden zeitgenössische Kritiken präsentiert, anhand von geschichtlichen Fakten und Filminhalten bewertet und diese anhand von wissenschaftlichen Publikationen in den Forschungsstand eingeordnet.

Bevor die Kritiken zusammengetragen und analysiert werden, wird im zweiten Kapitel die Handlung des Films kurz vorgestellt. Anschließend wird im dritten Kapitel ein Überblick über den Hintergrund zum ersten – allerdings ebenso einzigen – Spielfilm des kommunistischen für sein politisches proletarisches Theater umjubelten aber nicht unumstrittenen Berliner Regisseurs gegeben. Im abschließenden sechsten Kapitel werden resümierend die Forschungsfrage beantwortet, ein Fazit gezogen sowie ein Ausblick gegeben. Alle beschriebenen Inhalte, mittels derer die Filmhandlung skizziert und Filmkritik analysiert wird, beziehen sich auf eine aus mehreren Filmkopien neu geschnittene 85 minütige Version der Sammlung des GosFilmoFonds der UdSSR, die 1935 herausgegeben worden ist und deutsche Untertitel enthält. Die Produktion ist der eine der ersten sowjetischen Tonfilme. Die Handlung basiert auf dem Roman der deutschen Schriftstellerin Anna Seghers „Aufstand der Fischer von St. Barbara“.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und Überblick

2. Handlung

3. Hintergrund

3.1 Vertragsgrundlagen

3.2 Produktionsumstände

3.3 Rezeption

4. Zeitgenössische Filmkritik

5. Analyse

6. Zusammenfassung, Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die Hausarbeit untersucht den sowjetischen Exilfilm „Aufstand der Fischer“ von Erwin Piscator und analysiert, inwieweit die zeitgenössische Filmkritik eine sachliche Bewertung des Werkes vornahm oder ob sie politisch instrumentalisiert wurde.

  • Hintergründe der Entstehung des Films unter den Produktionsbedingungen der Meshrabpom-Studios.
  • Analyse der inhaltlichen Abweichungen von der literarischen Vorlage von Anna Seghers.
  • Untersuchung der politischen Einflussnahme und der Rolle der stalinistischen Kulturpolitik.
  • Bewertung der zeitgenössischen Filmkritik im Kontext machtpolitischer Interessen.
  • Reflexion über das Scheitern des Filmprojekts und dessen Rezeptionsgeschichte.

Auszug aus dem Buch

3.2 Produktionsumstände

Als Inhalt für den Piscator-Film vereinbaren Meshrabpomfilm und der Regisseur im November 1930 in Moskau eine Handlung über den Aufstand der Kieler Matrosen 1918 (Streng geheim! 1931 zitiert nach Bulgakowa 1995a: 202; Piscator 1934: 302). Beide schließen darüber einen Vertrag ab (ebenda). Zudem ist vorgesehen, dass Ernst Toller das Drehbuch schreibt, der das Thema in seinem Theaterstück „Feuer aus den Kesseln“ bereits bearbeitet hat (ebenda). Meshrabpomfilm nimmt Toller daraufhin unter Vertrag und plant den Beginn der Dreharbeiten im Februar 1931 (ebenda). Nach der Rückkehr Piscators von den Vertragsverhandlungen, ändert der Theatermann in Berlin seine Meinung und schlägt Meshrabpomfilm Theodor Plivier als Drehbuchautor vor (ebenda): „Plivier's Buch ist ein außergewöhnlich gutes Material für einen Film, viel stärker als das Drama von Toller“, schreibt er in dem Dokument, dass einem Schreiben an die Agitations- und Propagandaabteilung (Agitprop) der Kommunistischen Internationale beigelegt wurde (Tatsachen zitiert nach Haarmann 2002a: 20). Zudem liege das Stück von Plivier, das Piscator an seinem Theater selbst dramatisiert hat, im Gegensatz zu Tollers Schauspiel, „das wohl einen größeren bürgerlichen Erfolg hatte“, laut der linken Wochenzeitung Rote Fahne „hundertprozentig richtig in seiner politischen Einstellung“ (ebenda). Um Piscators Wunsch zu entsprechen kauft Meshrabpomfilm die Rechte an Pliviers Roman und schließt mit ihm ebenso einen Autorenvertrag (Streng geheim! 1931 zitiert nach Bulgakowa 1995a: 202). Doch der Theatermann ändert seinen Wunsch erneut, kann sich bald überhaupt nicht mehr für einen der beiden entscheiden, hat „jeden Tag eine andere Meinung“ (ebenda). Der Vertrag mit Plivier ist inzwischen geplatzt und ein anderer arbeitet[...] am Drehuch mit Toller weiter (ebenda). Schließlich wird im April 1931 Georgi Grebner als Drehbuchautor beschlossen und Piscator eine Zusage gegeben, die von ihm geforderte Voraussetzung (Haarmann 2002a: 22) zu schaffen, eine Drehgenehmigung für Aufnahmen auf Kriegsschiffen der Roten Flotte zu organisieren (ebenda).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung und Überblick: Einführung in das Thema des Piscator-Films und die Zielsetzung der wissenschaftlichen Untersuchung.

2. Handlung: Kurze Inhaltsangabe des Films und Darstellung der wesentlichen dramaturgischen Entwicklungen.

3. Hintergrund: Untersuchung der institutionellen Rahmenbedingungen der Meshrabpom-Studios und der Rolle von Erwin Piscator.

4. Zeitgenössische Filmkritik: Dokumentation und Analyse der zeitgenössischen Stimmen und Reaktionen auf den Film.

5. Analyse: Kritische Untersuchung der politischen Hintergründe der Filmkritik und der Machtmechanismen innerhalb der Filmproduktion.

6. Zusammenfassung, Fazit und Ausblick: Resümee der Forschungsergebnisse und Einordnung der Bedeutung des Films im historischen Kontext.

Schlüsselwörter

Erwin Piscator, Aufstand der Fischer, Meshrabpomfilm, sowjetischer Exilfilm, Anna Seghers, Filmkritik, Stalinismus, Filmproduktion, politische Kommunikation, Filmgeschichte, Klassenkampf, Filmrezeption.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den sowjetischen Film „Aufstand der Fischer“ von 1934 unter der Regie von Erwin Piscator und hinterfragt die politischen Hintergründe seiner Rezeption.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themenfelder umfassen die Produktionsbedingungen in sowjetischen Studios, das Wirken von Exilanten im Filmgeschäft und die Wechselwirkung zwischen Filmkunst und stalinistischer Kulturpolitik.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu klären, ob die negativen zeitgenössischen Kritiken sachlich begründet waren oder als politisches Instrument gegen Piscator und das Studio eingesetzt wurden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf der Auswertung von zeitgenössischen Dokumenten, Produktionsprotokollen und historischer Fachliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Produktionshintergründe, die Zusammenfassung der Handlung, die Analyse der zeitgenössischen Filmkritik und eine abschließende Untersuchung der politischen Zusammenhänge.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind vor allem Erwin Piscator, Meshrabpomfilm, der spezifische Exilfilm „Aufstand der Fischer“ und die stalinistische Einflussnahme auf die Kulturproduktion.

Inwiefern unterscheidet sich der Film Piscators von der Vorlage von Anna Seghers?

Piscator wandelte das in der Vorlage angelegte Scheitern des Aufstands in ein optimistisches Finale um, um eine Einheitsfront der KPD und SPD zu propagieren.

Warum musste das Meshrabpom-Studio seine Tätigkeit einstellen?

Das Studio geriet durch politische Vorgaben, ideologische Anschuldigungen und finanzielle Schwierigkeiten zunehmend unter Druck, was 1936 zur Einstellung der Produktion führte.

Welche Rolle spielte der Briefwechsel der Meshrabpom-Verantwortlichen für die Arbeit?

Die Protokolle und Schreiben belegen den internen politischen Druck und dienen als Beleg dafür, dass Filmkritiken teilweise Teil einer inszenierten Pressekampagne waren.

Ist der Film heute historisch relevant?

Ja, der Film wird als wichtiges Zeitzeugnis für die Filmgeschichte im Exil und als Beispiel für die komplexe Schnittstelle zwischen politischem Anspruch und künstlerischer Umsetzung bewertet.

Final del extracto de 26 páginas  - subir

Detalles

Título
Der Exilfilm "Aufstand der Fischer". Politisch kritisiert oder kritisch gewürdigt?
Universidad
Free University of Berlin  (Publizistik- und Kommunikationswissenschaft)
Curso
Exilpublizistik/ Filme
Calificación
1,3
Autor
Elke Kögler (Autor)
Año de publicación
2016
Páginas
26
No. de catálogo
V449923
ISBN (Ebook)
9783668839892
ISBN (Libro)
9783668839908
Idioma
Alemán
Etiqueta
Erwin Piscator Aufstand der Fischer Exilpublizistik Meshrabpom
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Elke Kögler (Autor), 2016, Der Exilfilm "Aufstand der Fischer". Politisch kritisiert oder kritisch gewürdigt?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/449923
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