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Unternehmenswachstum. Können wachstumsneutrale Unternehmen erfolgreich sein?

Título: Unternehmenswachstum. Können wachstumsneutrale Unternehmen erfolgreich sein?

Trabajo de Seminario , 2018 , 21 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Nini Lovevalley (Autor)

Economía de las empresas - Administración de empresas, gestión, organización
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Höher, schneller, besser – das traditionelle Verständnis von Unternehmenserfolg geht dem Anschein nach schon immer mit der Bedingung einher, dass Unternehmen ein gewisses Wachstum aufweisen. Wachstum gilt nicht nur als Allheilmittel für Wirtschafts- und Unternehmenskrisen, sondern auch als Ursprung des Wohlstands. Diese vorherrschende Wachstumstheorie zieht sich schon seit langer Zeit durch sämtliche Bereiche unseres Lebens; sie bestimmt unternehmerisches, politisches und gar persönliches Handeln.

„Wir leben seit fast zwei Jahrhunderten in einer Welt des wirtschaftlichen Wachstums“, erklärt Karl-Heinz Paqué in der Einleitung seines Buches „Wachstum! Die Zukunft des globalen Kapitalismus“. Es scheint daher nicht verwunderlich, dass Wachstum in sämtlichen Lebensbereichen schon zum Selbstzweck erhoben wird. Es gilt als unverzichtbar und wird als lebensnotwendige Bedingung für den Erfolg und die langfristige Existenz von Unternehmen verstanden. Ohne Wachstum keine ausreichende Kapitaldeckung und Rendite, so die Annahme.

Dass es auch anders geht, scheint vielen Teilen der Gesellschaft und Wirtschaft nicht wirklich bewusst. Diese Ausarbeitung befasst sich daher mit der Frage, ob Unternehmen tatsächlich nur unter der traditionell angenommenen Wachstumsbedingung erfolgreich sein können. Im Folgenden werden ebenso Wachstumsvorteile wie auch Wachstumsrisiken vorgestellt und ein Überblick über vorhandene Wachstumskritik geboten. Durch die Vorstellung wachstumsneutraler Unternehmen, ihrer Motive für Wachstumsneutralität und den von ihnen verfolgten Strategien wird ein Einblick in eine derzeit verstärkt gestellte Frage gewährt: Müssen Unternehmen wachsen, um erfolgreich zu sein?

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Warum sollen Unternehmen wachsen?

3. Wachstumsrisiken und Wachstumskritik

4. Wachstumsneutrale Unternehmen und ihre Motive

4.1 Strategien wachstumsneutraler Unternehmen

4.2 Unternehmensbeispiele aus Deutschland, Japan und den USA

5. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht kritisch das traditionelle Paradigma des ständigen Unternehmenswachstums als zwingende Voraussetzung für wirtschaftlichen Erfolg. Das primäre Ziel besteht darin, die Risiken unendlichen Wachstums aufzuzeigen und zu analysieren, ob und wie Unternehmen durch alternative Strategien auch ohne Expansionszwang langfristig erfolgreich bestehen können.

  • Die theoretische Begründung für den Wachstumszwang in der modernen Ökonomie.
  • Die Analyse systemischer Risiken und negativer Skaleneffekte bei Unternehmenswachstum.
  • Die Definition und Motivation wachstumsneutraler Organisationen.
  • Strategische Ansätze zur Unabhängigkeit von Wachstumsanreizen.
  • Fallbeispiele für erfolgreiche, nicht-wachstumsorientierte Unternehmensmodelle.

Auszug aus dem Buch

4. Wachstumsneutrale Unternehmen und ihre Motive

Einige Unternehmen verfolgen eine Wachstumsstrategie, die sich von den zuvor genannten Wachstumsrisiken unbedroht zeigt und sich ganz im Sinne der Wachstumskritik verhält; sie haben die für sie geeignete und beabsichtigte Größe erreicht und halten diese Größe gezielt bei.

Wachstumsneutrale Unternehmen sind laut einer Definition aus dem Jahre 1999 Unternehmen, welche nicht produzieren, „um Gewinn zu machen (der natürlich eine Nebenbedingung bleibt), sondern um sinnvolle Produkte und Dienste zu liefern. Sie produzieren nicht um zu wachsen; vielmehr betrachten sie ein maßvolles Unternehmenswachstum als willkommen, sorgen aber nach Möglichkeit dafür, dass es ihre eigentlichen Ziele nicht vereitelt. In diesem Sinne sind sie wachstumsneutral“ (Bakker et al. 1999, 9).

In seinem Buch „Small Giants“ befasst sich Bo Burlingham mit eben jenen Unternehmen, die sich anderen Werten als Wachstum verschrieben sehen und aus diesem Grund zuvor entstandene Wachstumsmöglichkeiten gezielt abgelehnt haben. In seiner Untersuchung stellt er fest, dass jene Unternehmen bestimmte Eigenschaften teilen; allen voran eine enorme Entschlossenheit, in ihrem Bereich die ihnen bestmögliche Leistung zu erbringen. Er betont, dass die 14 von ihm untersuchten Unternehmen sämtlich für ihre Exzellenz anerkannt seien und demnach dieselben Voraussetzungen für schnelles Wachstum, Kapitalbeschaffung und geografische Expansion besäßen, wie die vor dem Hintergrund des Wachstumsmantras außerordentlich erfolgreichen Unternehmen. Um eine solche Strategie zu implementieren und durchzuführen, hätten es die Unternehmen als notwendig empfunden, in Privatbesitz zu verbleiben und die Mehrheit der Aktien in den Händen einer Einzelperson, einer kleinen Gruppe Gleichgesinnter oder aber in denen der Mitarbeiter zu belassen (vgl. Burlingham 2016, XVI).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt das traditionelle Wachstumsdogma in Frage und umreißt die Fragestellung, ob Unternehmen zwingend wachsen müssen, um erfolgreich zu sein.

2. Warum sollen Unternehmen wachsen?: Das Kapitel erläutert die ökonomischen Treiber des Wachstums, darunter die Wachstumsspirale durch das Finanzsystem und den Investitionsdruck bei produzierenden Unternehmen.

3. Wachstumsrisiken und Wachstumskritik: Hier werden negative Konsequenzen wie Skaleneffekte, organisatorische Komplexität sowie ökologische und soziale Aspekte der Wachstumskritik thematisiert.

4. Wachstumsneutrale Unternehmen und ihre Motive: Es werden Unternehmen vorgestellt, die bewusst eine stabile Größe anstreben, und deren Beweggründe sowie ihre spezifischen Erfolgsstrategien analysiert.

4.1 Strategien wachstumsneutraler Unternehmen: Dieser Abschnitt beschreibt konkrete externe Strategien, wie Nischenpositionierung, und interne Ansätze, wie die Vermeidung von Fremdkapitalabhängigkeit.

4.2 Unternehmensbeispiele aus Deutschland, Japan und den USA: Zur Illustration werden Fallstudien von Unternehmen wie Neumarkter Lammsbräu und der Anchor Brewery herangezogen, die ihre Unabhängigkeit trotz Wachstumsdruck bewahren.

5. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Notwendigkeit eines Umdenkens in einer endlichen Welt zusammen und stellt die drei Kernfragen: Können, wollen und dürfen Unternehmen noch wachsen?

Schlüsselwörter

Unternehmenswachstum, Wachstumsneutralität, Wachstumsspirale, Wachstumsrisiken, Wachstumskritik, Postwachstum, Marktnischen, Qualitätsführerschaft, Unternehmensstrategie, Nachhaltigkeit, KMU, Exzellenz, Skaleneffekte, Unternehmensführung, Rentabilität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das verbreitete Verständnis, dass Unternehmen zwingend wachsen müssen, um langfristig zu existieren, und stellt diesem die Option der Wachstumsneutralität gegenüber.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die ökonomische Theorie des Wachstums, die Risiken der Expansion, das Konzept der Wachstumsneutralität sowie die strategische Ausrichtung von Unternehmen, die sich dem Wachstumszwang entziehen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, kritisch zu hinterfragen, ob ständiges Wachstum eine notwendige Bedingung für Unternehmenserfolg ist, und aufzuzeigen, dass Alternativen in Form wachstumsneutraler Strategien existieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die theoretische Grundlagen, Wachstumskritik sowie empirische Erkenntnisse aus Studien und Fallbeispielen internationaler Unternehmen zusammenführt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Treiber und Risiken des Wachstums, definiert das Modell wachstumsneutraler Unternehmen und untersucht konkrete Strategien sowie Beispiele erfolgreicher Unternehmen in Deutschland, Japan und den USA.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Unternehmenswachstum, Wachstumsneutralität, Wachstumsrisiken, Wachstumskritik, Nachhaltigkeit, Unternehmensstrategie und Postwachstum.

Warum ist das Beispiel der Brauerei Neumarkter Lammsbräu relevant?

Es zeigt anschaulich, wie ein deutsches Unternehmen durch ökologische Zertifizierung, regionale Wertschöpfung und Verzicht auf externe Kapitalgeber unabhängig von kurzfristigem Wachstumsdruck erfolgreich agieren kann.

Welche Rolle spielt die japanische Firma Kongō Gumi für die Argumentation?

Kongō Gumi dient als historisches Beispiel dafür, dass Unternehmen durch Spezialisierung und den Fokus auf Qualität über Jahrhunderte ohne rasantes Wachstum Bestand haben konnten.

Was sind laut der Arbeit negative Skaleneffekte?

Dabei handelt es sich um Effekte wie zunehmende Bürokratie, Entfremdung der Mitarbeiter vom Unternehmen, Kommunikationsstörungen in hierarchischen Strukturen und steigende Koordinationskosten, die ab einer gewissen Größe die Effizienz mindern.

Final del extracto de 21 páginas  - subir

Detalles

Título
Unternehmenswachstum. Können wachstumsneutrale Unternehmen erfolgreich sein?
Universidad
University of Applied Sciences Frankfurt am Main  (Entrepreneurship)
Curso
Initialisierung von Wachstums- und Entwicklungsprozessen
Calificación
1,3
Autor
Nini Lovevalley (Autor)
Año de publicación
2018
Páginas
21
No. de catálogo
V449924
ISBN (Ebook)
9783668839670
ISBN (Libro)
9783668839687
Idioma
Alemán
Etiqueta
Wachstumsneutrale Unternehmen Wachstum Unternehmenswachstum wachstumsneutral companies without growth Wachstumsneutralität Small Giants
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Nini Lovevalley (Autor), 2018, Unternehmenswachstum. Können wachstumsneutrale Unternehmen erfolgreich sein?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/449924
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