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Aachener Aphasie Test. Einführung und Überblick

Title: Aachener Aphasie Test. Einführung und Überblick

Term Paper , 2017 , 27 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Helena Trosin-Kotjaj (Author)

German Studies - Linguistics
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Diese Arbeit gibt einen Überblick über die Ziele, den Aufbau, die Auswertung, das diagnostische Vorgehen und die Validierung des AAT. Die Arbeit schließt mit einer kurzen kritischen Auseinandersetzung mit dem AAT und einer Zusammenfassung ab.

Bis zur Entwicklung des Aachener Aphasie Tests im Jahre 1983 gab es keine validierte und standardisierte Testbatterien zur Aphasiediagnostik. Kliniken und Institutionen verwendeten selbst entwickelte Aufgabensammlungen. Die meisten von ihnen konnten jedoch den strengeren psychometrischen Anforderungen nicht standhalten und konnten deshalb auch nicht als „Testbatterien“ bezeichnet werden. Außerdem gab es keine Tests, die sowohl der Auslese von aphasischen Patienten als auch der Beschreibung von aphasischen Sprachstörungen dienten. Dies haben die Neurolinguisten Walter Huber, Klaus Poeck, Dorothea Weniger und Klaus Willmes zum Anlass genommen, um einen standardisierten Test zur Anwendung bei deutschsprachigen Patienten zu entwickeln.

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Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. DEFINITION UND ZIELE

3. TESTAUFBAU

3.1. SPONTANSPRACHE (SPON)

3.2. TOKEN TEST (TT)

3.3. NACHSPRECHEN (NACH)

3.4. SCHRIFTSPRACHE (SCHRIFT)

3.5. BENENNEN (BEN)

3.6. SPRACHVERSTÄNDNIS (SV)

4. DURCHFÜHRUNG UND AUSWERTUNG

4.1. SPONTANSPRACHE (SPON)

4.2. TOKEN TEST (TT)

4.3. NACHSPRECHEN (NACH)

4.4. SCHRIFTSPRACHE (SCHRIFT)

4.5. BENENNEN (BEN)

4.6. SPRACHVERSTÄNDNIS (SV)

5. DIAGNOSTISCHES VORGEHEN

6. VALIDIERUNG DES AAT

6.1. STICHPROBE

6.2. KONSTRUKTVALIDITÄT

6.3. DIFFERENTIELLE VALIDITÄT

6.4. ITEMANALYSE

6.5. FAZIT

7. KRITIK AM AAT

8. ZUSAMMENFASSUNG

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit gibt einen Überblick über den Aachener Aphasie Test (AAT), der als erstes standardisiertes und validiertes Testinstrument zur Diagnose von Aphasien bei deutschsprachigen Patienten konzipiert wurde, und beleuchtet dessen Aufbau, Anwendung sowie kritische Aspekte.

  • Methodik des Testaufbaus und der Durchführung des AAT
  • Validierung des Verfahrens durch die Testentwickler
  • Klassifizierung aphasischer Syndrome
  • Kritische Auseinandersetzung mit der Testkonzeption
  • Eignung des Tests für Verlaufsdiagnostik und Therapieplanung

Auszug aus dem Buch

3. Testaufbau

Der AAT ist so aufgebaut, dass die Leistungen in verschiedenen sprachlichen Modalitäten (Spontansprache, Nachsprechen, Benennen, Sprachverständnis, Schriftsprache) auf verschiedenen linguistischen Ebenen (Phonologie, Lexikon, Syntax, Semantik) erfasst werden.5 Er besteht aus folgenden Untertests: Spontansprache (SPON), Token Test (TT), Nachsprechen (NACH), Schriftsprache (SCHRIFT), Benennen (BEN), Sprachverständnis (SV).

3.1. Spontansprache (SPON)

Dieser Untertest stellt ein 10-minütiges Interview zwischen dem Patienten und dem Untersucher dar, bei dem „die für die verschiedenen aphasischen Syndrome charakteristischen Kombinationen von sprachlichen Symptomen erfasst“6 werden und das „Ausmaß der Kommunikationsstörung“7 eingeschätzt wird.

3.2. Token Test (TT)

Der TT besteht aus 5 Teilen je 10 Items. In jedem Teil bekommt der Patient runde und rechteckige Formen in jeweils 5 verschiedenen Farben vorgelegt und soll die vom Untersucher genannte Form in einer bestimmten Farbe zeigen. Die Größe und die Anzahl der Auswahlformen variieren in den verschiedenen Testteilen. Die sprachliche Komplexität der Stimuli nimmt stufenweise zu. Beispielsweise wird der Patient im ersten Teil aufgefordert, einen roten Kreis und im vierten Teil ein großes grünes Viereck und einen kleinen roten Kreis zu zeigen. Der TT ermöglicht die Unterscheidung zwischen aphasischen und nicht-aphasischen Hirngeschädigten und die Einschätzung des Schweregrades der Störung.8

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Diese Einleitung skizziert die Notwendigkeit für einen standardisierten Aphasietest im deutschsprachigen Raum und führt in die Ziele der vorliegenden Arbeit ein.

2. DEFINITION UND ZIELE: Hier werden der AAT als diagnostisches Instrument definiert und die zentralen Ziele wie Syndromklassifikation und Schweregradbestimmung beschrieben.

3. TESTAUFBAU: Dieses Kapitel erläutert die verschiedenen Untertests, die sprachliche Modalitäten auf unterschiedlichen linguistischen Ebenen erfassen.

4. DURCHFÜHRUNG UND AUSWERTUNG: Es wird beschrieben, wie der Test abläuft, wie die Ergebnisse protokolliert werden und welche Bewertungsmaßstäbe für die einzelnen Modalitäten gelten.

5. DIAGNOSTISCHES VORGEHEN: Hier wird der Prozess der diagnostischen Einordnung nach der Datenerhebung dargestellt, von der Aphasie-Identifikation bis hin zur Syndromklassifikation.

6. VALIDIERUNG DES AAT: Dieses Kapitel befasst sich mit der empirischen Überprüfung der Gütekriterien durch die Testautoren, einschließlich Konstruktvalidität und Differentieller Validität.

7. KRITIK AM AAT: Es werden verschiedene wissenschaftliche Einwände gegen den Syndromansatz und die fehlende Berücksichtigung pragmatischer Sprachaspekte angeführt.

8. ZUSAMMENFASSUNG: Die Arbeit schließt mit einer Bilanz über den Stellenwert des AAT und den Bedarf an weiteren, pragmatisch-funktionalen Verfahren.

Schlüsselwörter

Aachener Aphasie Test, AAT, Aphasiediagnostik, Sprachtherapie, Syndromklassifikation, Neurolinguistik, Sprachverständnis, Spontansprache, Validierung, Token Test, Schriftsprache, Therapieplanung, Testbatterie, Sprachstörung, Diagnostik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet einen umfassenden Überblick über den Aachener Aphasie Test (AAT), eines der bedeutendsten diagnostischen Verfahren zur Erfassung von Aphasien im deutschen Sprachraum.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt den Aufbau des Tests, die methodische Durchführung und Auswertung, die statistische Validierung sowie eine kritische Reflektion der theoretischen Fundierung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den AAT als diagnostisches Instrument vorzustellen, seine Eignung für die klinische Praxis zu beleuchten und eine kritische Diskussion über seine Stärken und Grenzen anzustoßen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine Literaturanalyse, um den Testaufbau und die Validierungsstudien der Testentwickler zusammenzufassen und diesen mit kritischen fachwissenschaftlichen Positionen zu kontrastieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung der Untertests, das diagnostische Vorgehen bei der Syndromklassifikation sowie eine ausführliche kritische Analyse der Validitäts- und Anwendungsproblematik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Aphasiediagnostik, Syndromklassifikation, Testbatterie und pragmatische Sprachaspekte charakterisiert.

Wie unterscheidet der AAT zwischen Aphasie-Syndromen?

Dies erfolgt durch die Berechnung gewichteter Punktwerte aus verschiedenen Untertests, die in einem Rechenschema zu einer Syndromklassifikation (z.B. Broca-, Wernicke-Aphasie) führen.

Warum wird der AAT in der Literatur kritisiert?

Kritikpunkte sind unter anderem der starre Syndromansatz, die mangelnde Berücksichtigung der Pragmatik sowie die Problematik, dass der Test nur eingeschränkte Rückschlüsse auf die alltägliche Kommunikationsfähigkeit zulässt.

Was ist die Bedeutung des Token Tests innerhalb des AAT?

Der Token Test erweist sich laut der Analyse als besonders geeignet für die initiale Auslese, um zwischen aphasischen und nicht-aphasischen Patienten zu differenzieren.

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Details

Title
Aachener Aphasie Test. Einführung und Überblick
College
Free University of Berlin
Grade
2,3
Author
Helena Trosin-Kotjaj (Author)
Publication Year
2017
Pages
27
Catalog Number
V450108
ISBN (eBook)
9783668856585
ISBN (Book)
9783668856592
Language
German
Tags
aachener aphasie test einführung überblick
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Helena Trosin-Kotjaj (Author), 2017, Aachener Aphasie Test. Einführung und Überblick, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/450108
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