Facebook. Eine kritische Diskussion der Anwendungspotentiale für KMU


Seminararbeit, 2018

22 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1 Einleitang
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Gang der Arbeit

2 Theoretische Grundlagen
2.1 Social Media
2.2 Kleine und mittlere Unternehmen

3 Anwendungspotentiale von Facebook auf KMU
3.1 Anwendungspotentiale
3.2 Facebook als Kommunikationsinstrument
3.3 Praxisbeispiel zum Kommunikationsinstrument
3.4 Facebook als Marketing- und Werbeinstrument
3.5 Praxisbeispiel zum Marketing- und Werbeinstrument

4 Fazit

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1 : Frage an die Nutzer von miBaby

Abbildung 2: Antworten der Nutzer von miBaby

Abbildung 3 : Anteil der Online-Ausgaben nach Unternehmensgrößen

Abbildung 4: Der Facebook Werbemanager

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

Während man in der früheren Zeit zum Hörer griff, einen Brief oder eine E-Mail aufge­setzt hat, um Beschwerden, Bestellungen oder positives Feedback weiterzugeben, führen die stetigen Veränderungen der Digitalisierung dazu, dass sich Kunden heute über die sozialen Medien an Unternehmen wenden können. Das stellt die Unternehmen vor die Herausforderung ihr Marketing anzupassen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Besonders kleine und mittlere Unternehmen müssen sich hier gegenüber Großunternehmen profilie­ren, die bereits durch ihre hohe Reichweite automatisch eine anerkannte Stellung in den sozialen Medien vorzeigen können. Die Chancen für Unternehmen sind durch Social Me­dia groß, können aber genauso Herausforderungen und Gefahren mit sich bringen. Anstatt das Ruf und Reichweite wachsen, können Shitstorme und Trollaktionen diese in Mitlei­denschaft ziehen.

Facebook stellt Unternehmen mit seinen vielen aktiven Nutzern eine weitreichende Platt­form für Kommunikation und Werbung zur Verfügung. Diese wird vor allem von Privat­personen genutzt. Kleine und mittlere Unternehmen haben hier die Möglichkeit ihr oft begrenztes Marketingbudget mit Sorgfalt einzusetzen.

1.2 Zielsetzung und Gang der Arbeit

Das Ziel der vorliegenden Seminararbeit ist es, die Anwendungspotentiale von Facebook zu erläutern und diese in Hinsicht auf die kleinen und mittleren Unternehmen darzustel­len. Dazu werden zunächst die Begriffe Social Media mit Aufmerksamkeit auf Facebook definiert, sowie die kleinen und mittleren Unternehmen. Im folgenden dritten Kapitel fin­det eine kritische Diskussion der Anwendungspotentiale statt. Hierbei wird Facebook als Kommunikationsinstrument und als Marketing- und Werbeinstrument untersucht. An­schließend erfolgt zu den jeweiligen Instrumenten ein Praxisbeispiel, wie der erfolgreiche Einsatz von Facebook aussehen kann. Im letzten Kapitel werden die Kernpunkte der Ar­beit zusammengefasst und es erfolgt ein abschließendes Fazit.

2 Theoretische Grundlagen

2.1 Social Media

Social Media sind soziale Medien, über die Intemetnutzer auf einer bestimmten Plattform kommunizieren, Inhalte austauschen und Interaktionen ausführen können. Zu den Platt­formen zählen z. B. soziale Netzwerke wie Facebook, Fotoplattformen wie Instagram, Videoplattformen wie YouTube, Foren- und Bewertungsplattformen wie gutefrage.net oder Blogs. Alle Plattformen haben die Gemeinsamkeit, dass die Nutzer eigene Inhalte veröffentlichen können und andere Benutzer diese bewerten und kommentieren. Es findet somit ein uneingeschränkter Austausch statt. Auch bekannt unter Many-to-many-Kom- munikation.1 Gemäß einer Umfrage des Digitalverbandes Bitkom sind bereits im Jahr 2016 zwei Drittel (67 Prozent) der Internetznutzer in Deutschland in Social Media Netz­werken aktiv. Am Stärksten ist die jüngere und mittlere Altersgruppe vertreten. Der An­teil liegt bei 79 Prozent.2 Laut Statista waren im Mai 2017, 30 Millionen Nutzer aktiv auf Facebook, davon 23 Millionen Nutzer mobil.3 Facebook zählt somit zu einer der bedeu­tendsten Social Media Kanälen.4 Dies wird verstärkt durch die Nutzung von KMU. Die Studie 'Mittelstandskommunikation 2016" der Universität Leipzig ergab, dass 84,1 Pro­zent der Mittel standi er Soziale Netzwerke nutzen.5 Vor diesem Hintergrund ist es wich­tig, dass sich KMU mit den Social Media-Plattformen auseinandersetzen und an einer Social-Media-Strategie arbeiten.6 Facebook bietet einen optimalen Grundpfeiler für das eigene Marketing.

2.2 Kleine und mittlere Unternehmen

In der einschlägigen Fachliteratur lässt sich keine allgemein gültige Definition für kleine und mittlere Unternehmen finden. Häufig wird der Begriff der KMU in der Praxis unter­schiedlich interpretiert und verwendet. In Deutschland besteht generell die Meinung das erfolgreiche Mittelständer oder Familienunternehmen die Wirtschaft stärken und den Er­folg sicherstellen.7 „Die Begriffe Mittelstand, Familienuntemehmen, Eigentümerunter­nehmen und familiengeführte Unternehmen sind nach Definition des IfM Bonn als Syno­nyme anzusehen.“8 Im europäischen Einzugsraum wird von den KMU gesprochen. Laut Definition von KMU werden beide Begriffe „Mittelstand“ und „KMU“ unterschiedlich bewertet und können somit nicht miteinander verglichen werden.9

KMU können grundsätzlich nach ihren Merkmalen in die Kriterien qualitativ und quan­titativ eingeteilt werden. Durch die hohe Menge an Merkmalen, sollte eine Abgrenzung in Abhängigkeit vom Untersuchungsziel geschehen.10 Die qualitativen Kriterien werden anhand von Eigentumsverhältnissen und Führungsstrukturen eingegrenzt.11 Die qualita­tiven Kriterien beziehen sich auf Kennzahlen wie Umsatz, Gewinn oder Anzahl der Be­schäftigten.12

Gemäß der Definition vom IfM Bonn zählen alle Unternehmen mit unter 500 Beschäftig­ten und einem Jahresumsatz mit bis zu 50 Millionen Euro zu den KMU.13 Im Jahr 2016 besaßen nach der Definition des IfM Bonn die KMU einen Anteil von 99,5 Prozent von 3.476.193 Unternehmen in Deutschland und erwirtschafteten einen Umsatz von 35,3 Pro­zent.14

Im Gegensatz zu Großunternehmen weisen KMU einen geringeren Formalisierungsrad auf. Das ermöglicht dem Unternehmen durch hohe Flexibilität, schneller auf Veränderun­gen zu reagieren.15 Vor diesem Hintergrund erscheint es wichtig, dass sich KMU mit den sozialen Medien, hier mit Hilfe von Facebook, beschäftigen.

3 Anwendungspotentiale von Facebook auf KMU

3.1 Anwendungspotentiale

Nach einer Studie im Jahr 2018 des DIM zu Social Media Marketing in Unternehmen, wurde festgestellt, dass 78,6 Prozent der befragten Unternehmen Social Media Marketing für ihre Unternehmenskommunikation nutzen. Die Hauptziele liegen hierbei unter ande­rem auf der Neukundengewinnung und Kundenbindung. Des Weiteren nutzen 47,9 Pro­zent der Befragten bereits Werbung und 15,5 Prozent planen dies für die Zukunft ein.16 Facebook spielt somit auch als Marketing- und Werbeinstrument keine unbedeutende Rolle.

3.2 Facebook als Kommunikationsinstrument

Einer der Hauptursachen, warum Unternehmen aktiv auf Facebook sind, ist die Möglich­keit direkt mit dem Kunden zu kommunizieren. Hierbei legen Unternehmen ihre Schwer­punkte vor allem auf die Neukundengewinnung, die Kundenbindung, sowie die Verbes­serung des Images.17

Facebook bietet mit seiner Nutzeranzahl von 31 Millionen Nutzem in Deutschland, eine enorme Reichweite.18 Vor allem KMU müssen mehr Wert auf die Steigemng der Reich­weite legen, als Großunternehmen, die bereits bekannt sind.19 Unternehmen sollten Face­book daher als interaktives Kommunikationsinstrument verstehen, mit dem es möglich ist, durch einen Dialog mit dem Kunden, nachhaltige Kundenbeziehungen aufzubauen oder zu stärken.20 Die Pflege eines regelmäßigen Dialogs erfolgt hauptsächlich über Bei­träge, die im Newsfeed angezeigt werden. Als Newsfeed wird die persönliche Startseite bezeichnet, die den Nutzern aktuelle Beiträge von Freunden und Unternehmensseiten an­zeigt.21 Neue Beiträge sollten die Kunden visuell ansprechen und einfach zu verarbeiten sein. Ein interessant gestalteter Beitrag z. B. durch Fotos oder Videos führt automatisch dazu, dass eine höhere Interaktionsrate der Nutzer stattfindet und somit die Reichweite erhöht wird.22 Auch der Einsatz von simplen Fragen, Gewinnspielen oder Aufforderun­gen kann die Kunden und Leser dazu auffordem aktiv zu werden.23 Wird dabei der Kunde weitestgehend persönlich angesprochen, anders als in einer Pressemitteilung, kann das die Kundenbindung ebenfalls stärken.24

Im Januar 2018 verkündete der Gründer Mark Zuckerberg, das Facebook seinen Algo­rithmus, also seinen Sortiermechanismus ändern wird.25 Der Grund für die Änderung ist, dass Facebook zu seinem ursprünglichen Ziel zurück möchte. Die Verbindung zu persön­lichen Kontakten. Für Unternehmen bedeutet das, dass sie weniger im Newsfeed ange­zeigt werden, außer der Nutzer tauscht sich mit seinem Freundeskreis explizit über บท- temehmensseiten aus oder stellt ein, dass er über News von dem Unternehmen benach­richtig werden möchte.26 Eine weitere Möglichkeit für Unternehmen ist der Kauf von sogenannten Werbeslots um im Newsfeed angezeigt zu werden.27

Nicht nur der visuelle Anreiz sollte in Beiträgen im Vordergrund Stehen, sondern vor allem auch die Ehrlichkeit zu seinen Kunden, um Vorfälle wie Shitstorms zu vermindern bzw. zu vermeiden.28 Unehrlichkeiten oder der versteckte Umgang mit Problemen wirken sich größtenteils viel drastischer auf ein Unternehmen aus, als eine transparente und ehr­lich geschriebene Mitteilung an die Leserschaft. Im Extremfall können sich Shitstorms entwickeln, die dafür sorgen, dass sich negative Kritik und Beleidigungen gegen das Un­ternehmen auf Facebook wie ein Lauffeuer ausbreiten und auch andere Social-Media- Kanäle erreicht. Unternehmen sollten in solchen Situationen ihre Fehler offen anerken­nen und somit versuchen ihren Kundenstamm zurückzugewinnen. Ist das nicht der Fall, kann es letzend Endes dazu führen, dass sich die Reputation, die sich Unternehmen even­tuell über Jahre aufgebaut haben, deutlich verschlechtert.29 Vor allem KMU sind davon mit ihrer geringeren Reichweite stärker betroffen als Großunternehmen.

[...]


1 Vgl. Grabs, A., Bannour, Κ.-P., Vogl, E., Follow, 2014, S. 28.

2 Vgl. https://www.bitkom.org, Facebookstudie, Zugriff am 04.06.2018.

3 Vgl. https://de.statista.com, Nutzer, Zugriff am 04.06.2018.

4 Vgl. Schlüter, T., Münz, M., Minuten, 2012, S. 65.

5 Vgl. https://www.ffpr.de, Mittelstandskommunikation, Zugriff am 04.06.2018.

6 Vgl. Heymann-Reder, D., Social, 2011, S. 26.

7 Vgl. Immerschitt, พ., Stumpf, M., Employer, 2004, S. 17-18.

8 Vgl. https://www.ifm-bonn.org, Synonym. Zugriff am 02.06.2018.

9 Vgl. Immerschitt, พ., Stumpf, M„ Employer, 2004, S. 17.

10 Vgl. Kabst, R., Internationalisierung, 2004, S. 2-3.

11 Vgl. IfM Institut für Mittelstandsforschung, Wandel, 2014, S. 17.

12 Vgl. Kabst, R., Internationalisierung, 2004, S. 3.

13 Vgl. https://www.ifm-bonn.org, IfM-Definition, Zugriff am 02.06.2018.

14 Vgl. https://www.ifm-bonn.org, Unternehmensbestand, Zugriff am 02.06.2018.

15 Vgl. Ihlau, S., Duscha, H., Gödecke, S., Besonderheiten, 2013, S. 11-12.

16 Vgl. Deutsches Institut für Marketing, Unternehmen, 2018, S. 4-7.

17 Vgl. https://www.focus.de, Neukundengewinnung, Zugriff am 03.06.2018.

18 Vgl. https://www.facebook.com, Nutzeranzahl, Zugriff am 04.06.2018.

19 Vgl. Mack, D., Vilberger, D., KMU, 2016, S. 30 ff.

20 Vgl. Grabs, A., Barniom, Κ.-P., Vogl, E., Follow, 2014, S. 38.

21 Vgl. Adda, L., Facebook-Marketing, 2012, S. 92.

22 Vgl. Aßmaim, S., Röbbeln, S., Praxisbuch, 2013, S. 286.

23 Vgl. Aßmaim, S., Röbbeln, S., Praxisbuch, 2013, S. 146.

24 Vgl. Weinberg, T., Strategien, 2014, S. 29.

25 Vgl. https://www.impulse.de, Newsfeed, Zugriff am 07.06.2018.

26 Vgl. https://www.allfacebook.de, Ziel, Zugriff am 07.06.2018.

27 Vgl. https://www.impulse.de, Newsfeed, Zugriff am 07.06.2018.

28 Vgl. Steinke, L., Bedienungsanleitung, 2014, S. 37.

29 Vgl. Weinberg, T., Strategien, 2014, S. 28-29.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten

Details

Titel
Facebook. Eine kritische Diskussion der Anwendungspotentiale für KMU
Hochschule
FOM Essen, Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Hochschulleitung Essen früher Fachhochschule
Note
2,0
Autor
Jahr
2018
Seiten
22
Katalognummer
V450156
ISBN (eBook)
9783668842496
ISBN (Buch)
9783668842502
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Facebook, KMU, Kleine und mittelständische Unternehmen, Anwedungspotentiale, Kommunikationskanal
Arbeit zitieren
Jana Islakar (Autor), 2018, Facebook. Eine kritische Diskussion der Anwendungspotentiale für KMU, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/450156

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Facebook. Eine kritische Diskussion der Anwendungspotentiale für KMU



Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden