Während man in der früheren Zeit zum Hörer griff, einen Brief oder eine E-Mail aufgesetzt hat, um Beschwerden, Bestellungen oder positives Feedback weiterzugeben, führen die stetigen Veränderungen der Digitalisierung dazu, dass sich Kunden heute über die sozialen Medien an Unternehmen wenden können. Das stellt die Unternehmen vor die Herausforderung ihr Marketing anzupassen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Besonders kleine und mittlere Unternehmen müssen sich hier gegenüber Großunternehmen profilieren, die bereits durch ihre hohe Reichweite automatisch eine anerkannte Stellung in den sozialen Medien vorzeigen können. Die Chancen für Unternehmen sind durch Social Media groß, können aber genauso Herausforderungen und Gefahren mit sich bringen. Anstatt das Ruf und Reichweite wachsen, können Shitstorms und Trollaktionen diese in Mitleidenschaft ziehen.
Facebook stellt Unternehmen mit seinen vielen aktiven Nutzern eine weitreichende Platt-form für Kommunikation und Werbung zur Verfügung. Diese wird vor allem von Privatpersonen genutzt. Kleine und mittlere Unternehmen haben hier die Möglichkeit ihr oft begrenztes Marketingbudget mit Sorgfalt einzusetzen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Gang der Arbeit
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Social Media
2.2 Kleine und mittlere Unternehmen
3 Anwendungspotentiale von Facebook auf KMU
3.1 Anwendungspotentiale
3.2 Facebook als Kommunikationsinstrument
3.3 Praxisbeispiel zum Kommunikationsinstrument
3.4 Facebook als Marketing- und Werbeinstrument
3.5 Praxisbeispiel zum Marketing- und Werbeinstrument
4 Fazit
Zielsetzung & Themen
Das Ziel der Arbeit ist es, die Anwendungspotentiale von Facebook für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) kritisch zu beleuchten. Dabei wird untersucht, wie Facebook sowohl als Instrument der Unternehmenskommunikation als auch für gezielte Marketing- und Werbemaßnahmen eingesetzt werden kann, um trotz begrenzter Budgets die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.
- Definition und Einordnung von Social Media und KMU
- Facebook als interaktives Kommunikationsinstrument zur Kundenbindung
- Risiken und Herausforderungen (z. B. Shitstorms, Trolle)
- Effiziente Werbeinstrumente wie Facebook Ads und Targeting
- Praxisnahe Erfolgsbeispiele für KMU
Auszug aus dem Buch
3.2 Facebook als Kommunikationsinstrument
Einer der Hauptursachen, warum Unternehmen aktiv auf Facebook sind, ist die Möglichkeit direkt mit dem Kunden zu kommunizieren. Hierbei legen Unternehmen ihre Schwerpunkte vor allem auf die Neukundengewinnung, die Kundenbindung, sowie die Verbesserung des Images.17
Facebook bietet mit seiner Nutzeranzahl von 31 Millionen Nutzern in Deutschland, eine enorme Reichweite.18 Vor allem KMU müssen mehr Wert auf die Steigerung der Reichweite legen, als Großunternehmen, die bereits bekannt sind.19 Unternehmen sollten Facebook daher als interaktives Kommunikationsinstrument verstehen, mit dem es möglich ist, durch einen Dialog mit dem Kunden, nachhaltige Kundenbeziehungen aufzubauen oder zu stärken.20 Die Pflege eines regelmäßigen Dialogs erfolgt hauptsächlich über Beiträge, die im Newsfeed angezeigt werden. Als Newsfeed wird die persönliche Startseite bezeichnet, die den Nutzern aktuelle Beiträge von Freunden und Unternehmensseiten anzeigt.21 Neue Beiträge sollten die Kunden visuell ansprechen und einfach zu verarbeiten sein. Ein interessant gestalteter Beitrag z. B. durch Fotos oder Videos führt automatisch dazu, dass eine höhere Interaktionsrate der Nutzer stattfindet und somit die Reichweite erhöht wird.22 Auch der Einsatz von simplen Fragen, Gewinnspielen oder Aufforderungen kann die Kunden und Leser dazu auffordern aktiv zu werden.23 Wird dabei der Kunde weitestgehend persönlich angesprochen, anders als in einer Pressemitteilung, kann das die Kundenbindung ebenfalls stärken.24
Im Januar 2018 verkündete der Gründer Mark Zuckerberg, das Facebook seinen Algorithmus, also seinen Sortiermechanismus ändern wird.25 Der Grund für die Änderung ist, dass Facebook zu seinem ursprünglichen Ziel zurück möchte. Die Verbindung zu persönlichen Kontakten. Für Unternehmen bedeutet das, dass sie weniger im Newsfeed angezeigt werden, außer der Nutzer tauscht sich mit seinem Freundeskreis explizit über Unternehmensseiten aus oder stellt ein, dass er über News von dem Unternehmen benachrichtigt werden möchte.26 Eine weitere Möglichkeit für Unternehmen ist der Kauf von sogenannten Werbeslots um im Newsfeed angezeigt zu werden.27
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung thematisiert die Herausforderungen durch die Digitalisierung für KMU und stellt die Forschungsfrage sowie den Aufbau der Arbeit vor.
2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel definiert Social Media als Kommunikationsraum und erläutert die Besonderheiten sowie die Definition von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU).
3 Anwendungspotentiale von Facebook auf KMU: Hier findet die detaillierte Untersuchung von Facebook als Kommunikations- sowie Werbeinstrument statt, ergänzt durch zwei Praxisbeispiele.
4 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer strategischen Auseinandersetzung von KMU mit Social Media, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
Schlüsselwörter
Facebook, KMU, Social Media, Marketing, Kundenbindung, Neukundengewinnung, Reichweite, Werbeinstrument, Kommunikation, Digitalisierung, Targeting, Facebook Ads, Shitstorm, Unternehmenskommunikation, Online-Marketing
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Potenziale und Risiken der Nutzung der Plattform Facebook für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) im Rahmen ihrer Marketing- und Kommunikationsstrategien.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die digitale Transformation der Kundenkommunikation, die strategische Nutzung von Social Media Netzwerken und die gezielte Schaltung von Werbeanzeigen bei begrenzten Budgets.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, KMU aufzuzeigen, wie sie durch den professionellen Einsatz von Facebook ihre Wettbewerbsfähigkeit durch Neukundengewinnung und Kundenbindung steigern können.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Theorieanalyse sowie der Untersuchung von Praxisbeispielen, um die Anwendungsmöglichkeiten von Facebook kritisch zu diskutieren.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert Facebook als Kommunikations- und Werbeinstrument, beleuchtet Risiken wie Shitstorms und zeigt anhand von Fallstudien wie miBaby oder VON FLOERKE, wie Erfolge erzielt werden können.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Facebook, KMU, Social Media, Kundenbindung, Targeting, Reichweite und digitale Kommunikation.
Warum ist Facebook besonders für KMU herausfordernd?
KMU verfügen oft nur über begrenzte Marketingbudgets und eine geringere Markenbekanntheit, was einen sorgfältigen, strategischen Umgang mit den Ressourcen auf Social Media notwendig macht.
Welche Rolle spielt das Community Management in der Arbeit?
Die Arbeit betont, dass eine aktive Community das Unternehmen in Krisenzeiten unterstützen kann, das Image verbessert und wertvolles Feedback für Produktoptimierungen liefert.
Was hat es mit der Änderung des Facebook-Algorithmus auf sich?
Die im Januar 2018 angekündigte Änderung priorisiert persönliche Kontakte, was die organische Reichweite von Unternehmensbeiträgen senkt und den Zwang zur professionellen Werbeschaltung (Facebook Ads) erhöht.
Wie gehen KMU idealerweise mit negativer Kritik um?
Die Autorin empfiehlt, Fehler offen zuzugeben, transparent zu kommunizieren und den Dialog mit den Kunden zu suchen, anstatt Probleme zu ignorieren oder zu verstecken, um eine langfristige Reputation zu wahren.
- Arbeit zitieren
- Jana Islakar (Autor:in), 2018, Facebook. Eine kritische Diskussion der Anwendungspotentiale für KMU, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/450156