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Das Leitmedium Fernsehen und seine Auswirkung auf die Stigmatisierung von Asylbewerbern

Am Beispiel zweier Reportagen des Fernsehmagazins Stern-TV

Titel: Das Leitmedium Fernsehen und seine Auswirkung auf die Stigmatisierung von Asylbewerbern

Hausarbeit , 2016 , 23 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Adeline Halbing (Autor:in)

Pädagogik - Interkulturelle Pädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Um einen angemessen Einblick zu gewährleisten, soll mit einer Darstellung der aktuellen Situation in Anbetracht an die Flüchtlingslage in Deutschland begonnen werden. Hierbei werden die Ursachen für die Flucht aus den verschiedenen Ländern, sowie aktuelle Zahlen thematisiert. Daran anschließend erfolgt eine Darlegung des Mediums Fernsehen, sowie dessen typische Charakteristik. Da Fernsehmagazine einen erheblichen Part dieses Mediums einnehmen, soll auch deren Wirkungskreis benannt und erörtert werden.

Anschließend erfolgt eine Darbietung des Fernsehmagazins Stern-TV, sowie deren Intensionen und Gefahren. Um einen für diese Arbeit entsprechenden Zusammenhang zu bilden, soll in den nachfolgenden Kapiteln auf zwei Reportagen dieses dargelegten Magazins näher eingegangen werden, welche zum einen lauten: „Wie kriminell sind Flüchtlinge tatsächlich?“ und „Versagt der Staat beim Schutz von Flüchtlingen?“.

Beide Themen sind sehr aktuell und beinhalten zwei der Hauptthemen der sogenannten „Flüchtlingskrise“: zum einen Kriminalität, welche den Asylsuchenden zugeschrieben wird, und zum anderen die aufgeheizte Stimmung, an welcher viele Flüchtlinge leiden. Beide Reportagen wurden in einem kurzem Zeitraum nacheinander ausgestrahlt. Sie dienen dieser Arbeit in jenem Zusammenhang, als dass sie aufweisen sollen, inwieweit bestimmte Darbietungen der Medien die Gesellschaft beeinflussen, wodurch wiederum weitreichende und gravierende Folgen entstehen können. In einem abschließendem Resümee werden wiederholt wichtige Thesen aufgegriffen und eventuell auftretende, noch offene Fragen beantwortet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die aktuelle Situation von Flüchtlingen in Deutschland

3. Das Medium Fernsehen

3.1 Das Fernsehen als Leitmedium

3.2 Deutsche Fernsehmagazine und ihr Wirkungskreis

3.3 Das Fernsehmagazin Stern-TV

3.4 „Wie kriminell sind Flüchtlinge tatsächlich?“

3.5 „Versagt der Staat beim Schutz von Flüchtlingen?“

4. Das Leitmedium Fernsehen und seine Auswirkung auf die Stigmatisierung von Asylbewerbern

5. Resümee

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss des Fernsehens als Leitmedium auf die öffentliche Meinungsbildung und die potenzielle Stigmatisierung von Asylbewerbern. Anhand von zwei Reportagen des Fernsehmagazins Stern-TV wird analysiert, wie mediale Darstellungen zur Verfestigung negativer Stereotype beitragen können.

  • Die Rolle des Fernsehens als soziales und politisches Leitmedium
  • Strukturen und Wirkungsweisen von deutschen Fernsehmagazinen
  • Analyse der medialen Berichterstattung über Kriminalität im Kontext der Flüchtlingssituation
  • Die Darstellung von staatlichen Schutzmaßnahmen und deren mediale Rezeption
  • Zusammenhang zwischen Fernsehberichten und der Stigmatisierung von Geflüchteten

Auszug aus dem Buch

3.3 Das Fernsehmagazin Stern-TV

Das Fernsehmagazin Stern-TV wird nicht nur als ein politisches oder zeitkritisches Format angesehen. Vielmehr stellt es sich als eine Art Show dar, welche sich durch Einspielfilme und verschiedenen Gästen, welche etwas vorführen oder leisten, definiert. Es ist eine familiäre Spielart des sogenannten Infotainments, welches Teil einer Nische in der deutschen Fernsehlandschaft geworden ist. 1989 wurde die Sendung als Ableger des Printmagazins Stern gegründet und lebte vor allem durch die Popularität des Moderators Günther Jauch, welcher als der nette Mann von gegenüber etikettiert wird. Die Sendung ist eine Mischung aus Härte und Freundlichkeit, sowie Alltäglichkeit und die Lust auf Sensation (vgl. Michael, 2005, S.109).

Die Themen dieser Sendung richten sich also nicht nach dem aktuellen Nachrichtenstand, sondern danach, welches Thema möglichst viele Zuschauer interessieren könnte. Demzufolge geht es oft um verschiedene Schicksalsschläge, Tiere, seltene Krankheiten oder um Prominente. Weiterhin nimmt der Talk zwischen dem Moderator und seinen Gästen vor einem Publikum einen breiten Raum ein, da sich viele Möglichkeiten bieten verschiedene Einlagen zu präsentieren. Dies ist oft pures Entertainment ohne Nachrichtenwert (vgl. Michael, 2005, S.110).

Die Themenauswahl ist beabsichtigt gewählt, mit dem Hintergrund, dass die Macher dieses Magazins wissen, dass beispielsweise Medizin- und Ratgeberthemen bei dem Publikum gut ankommen. So werden Geschichten thematisiert, in denen Menschen seltene oder schwere Krankheiten haben. Unterhaltsame Tests decken den Bedarf an Ratgeberthemen ab. So wurde zum Beispiel bei einem Prominenten eine Darmspiegelung durchgeführt und live darüber berichtet, um zu zeigen wie unkompliziert und wichtig dieses Thema ist (vgl. Michael, 2005, S.110).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle Relevanz der Flüchtlingsproblematik in den Medien und definiert das Fernsehen als zentrales Instrument der Meinungsbildung.

2. Die aktuelle Situation von Flüchtlingen in Deutschland: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über Fluchtursachen und die statistische Entwicklung der Asylsuchenden in Deutschland bis zum Jahr 2016.

3. Das Medium Fernsehen: Es wird die historische Entwicklung des Fernsehens sowie seine Funktion als massenwirksames Leitmedium und Akteur der gesellschaftlichen Selbstbeobachtung erläutert.

4. Das Leitmedium Fernsehen und seine Auswirkung auf die Stigmatisierung von Asylbewerbern: Hier wird der inhaltliche Bogen gespannt und analysiert, wie die untersuchten Stern-TV-Beiträge durch eine spezifische Rahmung zur Stigmatisierung von Geflüchteten beitragen.

5. Resümee: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und fordert einen kritischeren Umgang der Medienmacher mit den Themen Migration und Flucht, um Pauschalisierungen zu vermeiden.

Schlüsselwörter

Fernsehen, Leitmedium, Stern-TV, Flüchtlingskrise, Stigmatisierung, Infotainment, Meinungsbildung, Medienethik, Kriminalisierung, gesellschaftliche Wahrnehmung, Asylbewerber, Medienwirkung, Vorurteile, Massenmedien, Nachrichtengestaltung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie das Fernsehen als Leitmedium aktuelle politische Themen wie die Flüchtlingskrise aufbereitet und welchen Einfluss diese Berichterstattung auf die Wahrnehmung von Asylbewerbern in der Bevölkerung hat.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die Medientheorie, die Analyse des Fernsehmagazin-Formats Stern-TV sowie soziologische Aspekte der Stigmatisierung und Fremdenfeindlichkeit im medialen Kontext.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Fernsehmagazine durch eine spezifische Auswahl und Inszenierung von Themen negative Stereotype gegenüber Asylbewerbern fördern können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine medienwissenschaftliche Analyse, die theoretische Grundlagen des Leitmediums Fernsehen mit einer detaillierten inhaltlichen Untersuchung zweier konkreter Reportagen verknüpft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zum Medium Fernsehen, eine Darstellung der Flüchtlingssituation und eine konkrete Fallanalyse von zwei Stern-TV-Reportagen zu den Themen Kriminalität und staatlicher Schutz.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen zählen unter anderem Leitmedium, Infotainment, Stigmatisierung, Flüchtlingskrise und Meinungsbildung.

Welche Rolle spielt das Fernsehmagazin "Stern-TV" in der Untersuchung?

Stern-TV dient als Fallbeispiel für ein Infotainment-Format, das aufgrund seines hohen Unterhaltungswertes und seiner Reichweite einen besonders starken Einfluss auf das Weltbild der Zuschauer ausübt.

Wie bewertet die Autorin die Rolle des Staates in den untersuchten Berichten?

Die Arbeit beleuchtet kritisch, wie das Fernsehen staatliches Handeln (oder dessen Ausbleiben) im Kontext von Flüchtlingsunterkünften und Bürgerprotesten darstellt und somit zu einer emotional aufgeheizten öffentlichen Stimmung beiträgt.

Welche Schlussfolgerung zieht die Arbeit?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass Medien eine hohe Verantwortung tragen und durch Sensationslust bei der Themenwahl oft zur ungewollten Stigmatisierung marginalisierter Gruppen beitragen.

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Details

Titel
Das Leitmedium Fernsehen und seine Auswirkung auf die Stigmatisierung von Asylbewerbern
Untertitel
Am Beispiel zweier Reportagen des Fernsehmagazins Stern-TV
Hochschule
Technische Universität Chemnitz
Note
1,0
Autor
Adeline Halbing (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
23
Katalognummer
V450222
ISBN (eBook)
9783668843318
ISBN (Buch)
9783668843325
Sprache
Deutsch
Schlagworte
leitmedium fernsehen auswirkung stigmatisierung asylbewerbern beispiel reportagen fernsehmagazins stern-tv
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Adeline Halbing (Autor:in), 2016, Das Leitmedium Fernsehen und seine Auswirkung auf die Stigmatisierung von Asylbewerbern, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/450222
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  23  Seiten
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