Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Sport - Bewegungs- und Trainingslehre

Instruktion und Feedback im motorischen Lernen

Titel: Instruktion und Feedback im motorischen Lernen

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2014 , 13 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Marcus Wenzel (Autor:in)

Sport - Bewegungs- und Trainingslehre
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Regelmäßig werden Menschen in den verschiedensten Lebenssituationen vor Probleme gestellt, welche sie nicht unmittelbar lösen können. Dies beginnt mit der Fähigkeit zu Laufen, zu Sprechen oder zu Schreiben und setzt sich in unzähliger Weise, das ganze Leben lang fort. Um diese Probleme zu überwinden, benötigt der Mensch eine ausgedehnte Lernphase, in welcher er Erfahrungen sammelt, die zur Problembewältigung dienlich sind. Diese Fähigkeit zur Problemlösung ist lebensnotwendig um effektiv auf sich verändernde Umweltbedingungen reagieren zu können. Lernphasen sind dabei immer von kognitiven Verarbeitungsprozessen geprägt und führen zur Erweiterung oder Veränderung von Kompetenzen. Allgemein wird dieser Vorgang schlichtweg als Lernen bezeichnet. Betrachtet man das Lernen nun speziell im Zusammenhang mit Bewegungen, so kommt es hierbei nicht nur zu kognitiven Veränderungen, sondern auch zu motorischen Lernprozessen. Diese sind oftmals durch eine mehr oder weniger ausgedehnte Übungsphase gekennzeichnet. „Da solche Übungsphasen auf die Veränderung der motorischen Kontrollmechanismen abzielen, die der Bewegungsausführung zugrunde liegen, spricht man von motorischen Lernen“ (Mechling & Munzert, 2003, S.131).

Um das motorische Lernen effizient zu gestalten, reichen isolierte Übungsphasen jedoch kaum aus. Der Lernvorgang lässt sich vornehmlich durch zwei Komponenten, welche beide in dieser Arbeit erläutert werden, effektivieren, vereinfachen und erfolgreicher gestalten. Bei den Komponenten handelt es sich hierbei zum einen um die Instruktion und zum anderen um das Feedback, welchem neben der Übung selbst, der größte Einfluss auf das motorische Lernen zugerechnet wird. Aufgabe dieser Arbeit ist es, beide Einflussgrößen zu erläutern und ihre jeweiligen Besonderheiten auszuarbeiten. Bei den Instruktionen stehen die verschiedenen Instruktionsarten im Vordergrund. Diese werden weitestgehend mit Fokus auf der erfolgreichen Verwendung in der Schule thematisiert. Auch die Erläuterungen des Feed-backs sollen vornehmlich Schulrelevanz besitzen. Deshalb liegt das Hauptaugenmerk hier auf dem augmented feedback, also dem Feedback als extrinsische, ergänzende Rückinformation.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Instruktion

2.1 Arten von Instruktion

3. Feedback

3.1 Feedback als ergänzende Rückinformation (augmented feedback)

3.1.1 Informationsinhalt

3.1.2 Zeitliche Platzierung des Feedbacks

3.1.3 Relative Häufigkeit der Fremdinformationen

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung von Instruktionen und ergänzendem Feedback (augmented feedback) für die Optimierung motorischer Lernprozesse. Ziel ist es, die Wirkungsweise dieser beiden Einflussgrößen zu erläutern und ihre didaktische Relevanz für die schulische Vermittlungspraxis aufzuzeigen.

  • Grundlagen der Instruktion im motorischen Lernen
  • Differenzierung verschiedener Instruktionsarten
  • Funktionsweise und Bedeutung von ergänzendem Feedback
  • Optimierung von Informationsinhalt und zeitlicher Feedback-Platzierung
  • Lernerzentrierte Strategien der Feedbackverteilung

Auszug aus dem Buch

3.1.2 Zeitliche Platzierung des Feedbacks

„Ergänzende Rückmeldung ist grundsätzlich entweder gleichzeitig (simultan) oder aber nach Beendigung des Bewegungsablaufs (terminal) möglich“ (Mechling & Munzert, 2003, S.287). In der Forschung und Lehrpraxis liegt der Hauptfokus jedoch überwiegend auf den terminalen Rückmeldungen. Innerhalb des terminalen Feedbacks sind für den Lernenden zwei Zeiträume zur Verarbeitung von Informationen relevant. Der erste Zeitraum ist der zwischen dem Bewegungsende und dem Beginn des externen Feedbacks. Dieser Zeitraum wird deklariert als Prä-Fremdinformations-Intervall (Prä-FI). Der Zweite Zeitraum beginnt mit dem Ende des Feedbacks und endet mit dem erneuten Start der Bewegung, auch Post-Fremdinformations-Intervall (Post-FI) genannt.

Der Prä-FI Zeitraum soll vor allem zur Verarbeitung des internen Feedbacks der Bewegungsausführung dienen. Idealerweise setzt das externe Feedback direkt am internen Feedback an, das heißt die internen Rückmeldungen sind noch im Kurzzeitgedächtnis gespeichert und können mit den Fremdinformationen direkt verknüpft werden. Als Zeiteinteilung für diese Prä-FI Phase gelten mindestens 5 und höchstens 20 Sekunden als ideal. Unmittelbarere oder längere Zeiträume bis zum externen Feedback können die Aneignungs- und Verknüpfungsleistung schmälern, sind aber oftmals trotzdem besser als genereller Verzicht auf Feedback.

Das Zeitintervall des Post-FI dient vornehmlich dazu, das erhaltene, externe Feedback mit dem eigenen, internen Feedback zu verknüpfen und daraus einen neuen Plan zur Bewegungsausführung zu schaffen. Die Phase ist also für die Verarbeitung von Informationen, aber auch zur Vorbereitung auf die wiederholte Bewegung von Bedeutung. Dabei geht man davon aus, dass die gekoppelten Informationen von externen und internen Feedback vergessensresistenter abgespeichert werden. Das Post-Fremdinformationsintervall sollte im Idealfall mindestens 5 Sekunden und höchstens 2 Minuten betragen. Gleich dem Prä-FI können unmittelbarere oder längere Zeiträume bis zur erneuten Bewegungsausführung die Aneignungs- und Verknüpfungsleistung schmälern.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik des motorischen Lernens ein und benennt Instruktion und Feedback als die zentralen Einflussfaktoren, die in der Arbeit untersucht werden.

2. Instruktion: Hier wird der Begriff der Instruktion definiert und als notwendiges Instrument zur Lernoptimierung sowie zur Steuerung der Aufmerksamkeit im Unterrichts- und Trainingskontext beschrieben.

2.1 Arten von Instruktion: Dieser Abschnitt klassifiziert verschiedene Methoden der Instruktion, wie die Wissensvermittlung, die Aufmerksamkeitslenkung, die initiale Orientierung und den Einsatz von Metaphern.

3. Feedback: Es wird die grundlegende Unterscheidung zwischen intrinsischem und extrinsischem Feedback vorgenommen, wobei letzteres als wichtiges Hilfsmittel für Lernende hervorgehoben wird.

3.1 Feedback als ergänzende Rückinformation (augmented feedback): Dieses Kapitel erläutert die Funktionen des ergänzenden Feedbacks, insbesondere zur Fehlerminimierung und Motivationssteigerung.

3.1.1 Informationsinhalt: Dieser Unterpunkt analysiert, wie qualitative und quantitative Rückmeldungen effektiv gestaltet werden können, um den Lernerfolg zu unterstützen.

3.1.2 Zeitliche Platzierung des Feedbacks: Das Kapitel befasst sich mit den Zeitintervallen Prä-FI und Post-FI, die für die Verarbeitung externer Rückmeldungen und deren Integration in den Lernprozess entscheidend sind.

3.1.3 Relative Häufigkeit der Fremdinformationen: Hier werden Strategien zur Frequenz und Verteilung von Feedback diskutiert, einschließlich systematischer Reduktionsprozesse wie dem Fading.

4. Fazit: Die Arbeit schließt mit dem Hinweis, dass Instruktionen und Feedback individuell an das kognitive Niveau der Lernenden angepasst werden müssen, um effektiv zu sein.

Schlüsselwörter

Motorisches Lernen, Instruktion, Feedback, Augmented Feedback, Wissensvermittlung, Aufmerksamkeitsfokus, Bewegungsausführung, Prä-Fremdinformations-Intervall, Post-Fremdinformations-Intervall, Fading, Bandwidth-KR, Leistungsoptimierung, Sportunterricht, Bewegungslehre, Rückinformation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Bedeutung von Instruktionen und Feedback als zentrale Einflussgrößen bei der Gestaltung und Optimierung motorischer Lernprozesse im Sport.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf den verschiedenen Arten der Instruktion (z.B. Metaphern, Aufmerksamkeitslenkung) sowie auf der effizienten Gestaltung von extrinsischem Feedback (augmented feedback).

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Einflussgrößen für den Lernerfolg zu identifizieren und aufzuzeigen, wie Lehrer diese gezielt einsetzen können, um Schüler bei motorischen Lernaufgaben optimal zu unterstützen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und Zusammenführung fachwissenschaftlicher Erkenntnisse aus der Bewegungswissenschaft und der Pädagogischen Psychologie.

Welche Aspekte stehen im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Betrachtung von Instruktionsarten und die differenzierte Analyse von Feedback-Parametern wie Informationsinhalt, zeitlicher Platzierung und Häufigkeit.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Wichtige Begriffe sind motorisches Lernen, Instruktion, Feedback, Aufmerksamkeitslenkung, Fading sowie die lernerzentrierte Vermittlung von Bewegungsfertigkeiten.

Welche Bedeutung hat das Post-Fremdinformations-Intervall (Post-FI)?

Dieses Intervall ist entscheidend, um das erhaltene externe Feedback mit den eigenen Erfahrungen zu verknüpfen und daraus einen verbesserten Plan für die nächste Bewegungsausführung zu entwickeln.

Was versteht man in diesem Kontext unter Fading?

Fading bezeichnet die systematische Reduktion von ergänzendem Feedback im Verlauf eines Lernprozesses, um den Lernenden allmählich zur Selbststeuerung der Bewegungsausführung zu befähigen.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Instruktion und Feedback im motorischen Lernen
Hochschule
Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg
Note
1,0
Autor
Marcus Wenzel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
13
Katalognummer
V450708
ISBN (eBook)
9783668854413
ISBN (Buch)
9783668854420
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Instruktion Feedback motorisches Lernen Bewegungslehre Bewegungswissenschaft
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Marcus Wenzel (Autor:in), 2014, Instruktion und Feedback im motorischen Lernen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/450708
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  13  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum