Ziel dieser Arbeit ist es herauszufinden, inwieweit ein hauptsächlich die Physis betreffendes Selbstkonzept die Wahl des Individuums für eine bestimmte Sportart beeinflusst. Hierbei wird der Versuch unternommen, Indizien zu finden, ob sich dabei erkennbare Unterschiede zwischen Mannschaftssportlern und Individualsportlern abzeichnen.
Dafür wird erst ein Einblick in die Vielzahl theoretischer Zugänge zur Persönlichkeitsentwicklung gegeben. Schließlich wird erläutert, welche Persönlichkeitskonstrukte in Betracht gezogen werden können, um die Verbindung zwischen Sport und Persönlichkeit empirisch zu belegen, und es wird diskutiert, welche Kausalrichtung der Interpretation zu wählen ist.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Methodik
2.1 Hypothesenherleitung
2.2 Datenerhebung
2.3 PSDQ – Physical Self Description Questionnaire
2.4 Stichprobeneingrenzung
2.5 Erläuterung des Onlinefragebogens
2.6 Potenzielle Störquellen
3. Ergebnis
4. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss des physischen Selbstkonzepts auf die Entscheidung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen der Ausübung einer Mannschafts- oder Individualsportart, wobei insbesondere die Selektionshypothese im Fokus steht.
- Physisches Selbstkonzept und seine Struktur
- Einfluss der Persönlichkeit auf die Sportartwahl
- Multidimensionales, hierarchisches Selbstkonzeptmodell
- Methodische Aspekte der Online-Datenerhebung (PSDQ)
- Unterschiede zwischen Individual- und Mannschaftssportlern
Auszug aus dem Buch
2.2 Datenerhebung
Die Erhebung der Daten erfolgt mit Hilfe eines Onlinefragebogens. Das Untersuchungsdesign, stellt somit eine Querschnittstudie mit einmaligem Erhebungszeitpunkt dar. Im Gegensatz zur Befragung per Interview ist eine vollkommen zeitpunktunabhängige Befragungsmöglichkeit gegeben. In Verbindung mit der Ortsunabhängigkeit, stehen neue Möglichkeiten zur Verfügung, da Ländergrenzen nun kaum mehr Relevanz besitzen. Bei einer Evaluation von E-Learning ist es z.B. ohne Belang, wo der Befragte lebt und zu welcher Zeit er den Fragebogen ausfüllt. Durch die Flexibilität der Medientypen kann passend zur Fragestellung das angemessene Medium gewählt werden, z.B. Bilder, Animationen, Ton, Musik und Videosequenzen. Eine Unterstützung durch multimediale Zugänge ist problemlos durchführbar. Die Automatisierbarkeit ist besonders für den Befrager von Vorteil, der sich einerseits nicht mehr um die Zustellung des Fragebogens kümmern, und andererseits ab einem gewissen Grad der Automatisierung nicht mehr auf den Termin achten muss. Die Zustellung verläuft komplett elektronisch. Der Zeitpunkt der Beantwortung wird dabei vom Teilnehmer bestimmt. Genauso kann die Dokumentation sowohl des einzelnen Fragebogens wie auch der gesamten Untersuchung automatisch erfolgen. Die Objektivität bei der Durchführung der Auswertung wird nicht durch die menschliche Komponente auf Seiten der Befrager verzerrt, da es durch die Automation wenige Möglichkeiten zum Eingriff gibt. Übertragungsfehler durch Lese- oder Tippfehler der gewonnen Daten sind ausgeschlossen, sofern kein Medienbruch vorliegt und die Daten automatisch vom Befragungssystem sowohl erhoben, gesammelt auch ausgewertet werden. Dieser gesamte Ablauf ist wesentlich ökonomischer als bei herkömmlichen Fragebogen, da Stückzahlen so gut wie keine Auswirkungen auf die Kosten bzw. den Aufwand haben.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einführung erläutert das Ziel der Arbeit, sportwissenschaftliche Forschungsweisen mit pädagogischen Fragestellungen zu verknüpfen und stellt die Relevanz des physischen Selbstkonzepts im Sport vor.
2. Methodik: Dieses Kapitel beschreibt das methodische Vorgehen, von der Herleitung der Hypothesen bis hin zur konkreten Anlage der Online-Studie unter Verwendung des PSDQ.
2.1 Hypothesenherleitung: Hier wird theoretisch begründet, inwiefern eine Korrelation zwischen Persönlichkeitsmerkmalen und der Wahl einer Sportart bestehen könnte, basierend auf der Selektionshypothese.
2.2 Datenerhebung: Dieses Kapitel begründet den Einsatz eines Onlinefragebogens für die Querschnittstudie und dessen Vorteile hinsichtlich Objektivität, Ökonomie und Automatisierung.
2.3 PSDQ – Physical Self Description Questionnaire: Es wird der verwendete Test zur Erfassung des physischen Selbstkonzepts erläutert und dessen hierarchischer Aufbau sowie dessen Validität thematisiert.
2.4 Stichprobeneingrenzung: Dieses Kapitel definiert die Auswahlkriterien für die Probanden, insbesondere hinsichtlich der sportlichen Erfahrung und der klaren Zuordnung zu einer Sportartgruppe.
2.5 Erläuterung des Onlinefragebogens: Hier wird der Aufbau des Fragebogens erläutert, der biografische Angaben sowie das psychologisch-diagnostische Verfahren des PSDQ umfasst.
2.6 Potenzielle Störquellen: Es werden mögliche Fehlerquellen bei der Durchführung der Untersuchung identifiziert, die die Objektivität beeinträchtigen könnten.
3. Ergebnis: In diesem Kapitel werden mögliche Ausgänge der Untersuchung diskutiert und vermutet, ob das physische Selbstkonzept tatsächlich ausschlaggebend für die Sportartwahl ist.
4. Fazit: Das abschließende Kapitel resümiert, dass der Zusammenhang zwischen physischem Selbstkonzept und Sportartwahl wissenschaftlich interessant, jedoch aufgrund der Dynamik des Merkmals schwer zu erfassen ist.
Schlüsselwörter
Physisches Selbstkonzept, Sportpsychologie, Individualsport, Mannschaftssport, PSDQ, Selektionshypothese, Onlinefragebogen, Sportartwahl, Persönlichkeitsentwicklung, Querschnittstudie, Sportinteresse, Bewegungsmodell, Sportwissenschaft, Forschungsdesign, Datenanalyse
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der persönlichen Wahrnehmung der eigenen körperlichen Fähigkeiten (physisches Selbstkonzept) und der Entscheidung eines Individuums, eine Mannschafts- oder eine Individualsportart auszuüben.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Themenfelder umfassen die sportpsychologische Selbstkonzeptforschung, die Methodik der empirischen Datenerhebung durch Onlinefragebögen und die Analyse von Sportartwahlmotiven bei Jugendlichen.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das primäre Ziel ist es, Indizien dafür zu finden, ob ein bereits vorhandenes physisches Selbstkonzept die Wahl der Sportart beeinflusst, wobei die sogenannte Selektionshypothese als Grundlage dient.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es wird ein quantitatives Untersuchungsdesign in Form einer Querschnittstudie gewählt, bei der mittels eines Onlinefragebogens und des „Physical Self Description Questionnaire“ (PSDQ) Daten erhoben werden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit thematisiert?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Hypothesenbildung, die methodische Konzeption der Datenerhebung inklusive der Vorstellung des PSDQ sowie die Diskussion potenzieller Störquellen und möglicher Studienergebnisse.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Untersuchung?
Wichtige Begriffe sind das physische Selbstkonzept, die Selektionshypothese, der PSDQ-Test, die Unterscheidung zwischen Mannschafts- und Individualsport sowie die methodischen Standards der sportwissenschaftlichen Forschung.
Warum ist das physische Selbstkonzept laut Autor schwer zu messen?
Da es sich um ein sehr dynamisches Persönlichkeitsmerkmal handelt, das sich durch verschiedene Lebensumstände ständig verändern kann, stellt die exakte Messung über einen längeren Zeitraum eine methodische Herausforderung dar.
Welchen Vorteil bietet der Onlinefragebogen für dieses Forschungsprojekt?
Der Onlinefragebogen bietet eine hohe Objektivität bei der Auswertung, ist ortsunabhängig durchführbar, minimiert Übertragungsfehler und gestaltet den Erhebungsprozess durch Automatisierung äußerst ökonomisch.
- Citar trabajo
- Marcus Wenzel (Autor), 2012, Welchen Einfluss hat das Selbstkonzept auf die Wahl einer Sportart? Planung eines Forschungsprojekts in der Sportwissenschaft, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/450716