Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem leichtathletischen Sprint und der Konzipierung eines Traingsplanes zur Verbessung der Leistungsfähigkeit in dieser Diziplin.
Hierfür analysiert sie zunächst Leistungsstruktur, Sprinttechnik und leistungsbestimmende Faktoren der Disziplin, bevor sich das Konzept einer leistungsoptimierten Trainingsstruktur und eine ausführliche Darstellung zweier Trainingseinheiten anschließt.
Inhaltsverzeichnis
1 Leistungsvoraussetzungen
1.1 Leistungsstruktur des leichtathletischen 100m Sprints
1.2 Die Sprinttechnik
1.3 Biologische Grundlagen und leistungsbestimmende Faktoren
2 Trainingsstruktur
2.1 Belastungsnormativen
2.2 Ausführliche Darstellung zweier Trainingseinheiten
3 Leistungs- und Trainingskontrolle
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, einen Trainingsplan zur Steigerung der Leistungsfähigkeit im leichtathletischen 100m-Sprint zu konzipieren und dessen Effektivität innerhalb eines achtwöchigen Zeitraums unter Berücksichtigung individueller biologischer Voraussetzungen sowie bestehender Sportbelastungen zu evaluieren.
- Analyse der Bewegungsphasen des 100m-Sprints
- Methodische Grundlagen der Sprinttechnik
- Biologische und leistungsbestimmende Faktoren im Kurzstreckenlauf
- Strukturierung und Planung von Trainingseinheiten
- Evaluation des Trainingserfolgs durch Leistungs- und Trainingskontrolle
Auszug aus dem Buch
1.1 Leistungsstruktur des leichtathletischen 100m Sprints
Nach Haberkorn und Plaß lässt sich ein 100m Sprint, in Bezug auf den allgemeinen Geschwindigkeitsverlauf in fünf Bewegungsabschnitte einteilen: I. Reaktionsabschnitt, II. Erster Beschleunigungsabschnitt, III. Zweiter Beschleunigungsabschnitt, IV. Abschnitt der maximalen Geschwindigkeit, V. Abschnitt der abnehmenden Geschwindigkeit. {Haberkorn, Plaß: 1992, 72} Der Reaktionsabschnitt ist vor allem von der Reaktionsschnelligkeit des Laufers abhängig. Der Reaktionsabschnitt besteht aus dem Moment des Ertönens des Startsignals bis hin zur ersten Körperreaktion des Sportlers. Der Läufer hört ein akustisches Signal und muss daraufhin schnellstmöglich aus seinem Startblock anlaufen.
Der erste Beschleunigungsabschnitt ist durch die azyklische Startbewegung und durch das Aufrichten des Oberkörpers, also die eigentliche Sprinthaltung gekennzeichnet. Wichtigste Fähigkeit ist hierbei die Schnellkraft der Beine, da sie das Beschleunigungsvermögen bestimmt. Es wird ein Maximum der Schrittlange und der Schrittfrequenz erreicht, was zur stärksten Geschwindigkeitszunahme der gesamten Strecke führt und später die Laufgeschwindigkeit dezidiert. Selbstverständlich ist auch eine optimale Start- und Beschleunigungstechnik ausschlaggebend für das Endergebnis.
Im zweiten Beschleunigungsabschnitt ist nun die sogenannte, umgestellte Lauftechnik von immenser Bedeutung. Dadurch, dass sich die Beschleunigung verringert und die Maximalgeschwindigkeit erreicht wird, braucht man, um die Leistung möglichst lange halten zu können, nun eine gut ausgeprägte Sprintkoordination. Diese setzt sich konkret aus dem Frequenzverhalten und der Entspannungsfähigkeit zusammen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Leistungsvoraussetzungen: Dieses Kapitel erläutert die biomechanischen Phasen des 100m-Sprints, die technische Ausführung der Laufbewegung sowie die physiologischen Grundlagen der Leistungsfähigkeit.
2 Trainingsstruktur: Hier werden die methodischen Belastungskomponenten definiert und zwei spezifische Trainingspläne zur Frequenzsteigerung und Sprintverbesserung detailliert dargestellt.
3 Leistungs- und Trainingskontrolle: Dieses Kapitel dient der kritischen Reflexion der Trainingsergebnisse nach achtwöchiger Durchführung und analysiert die Ursachen für die gemessenen Leistungsveränderungen.
Schlüsselwörter
Sprinttraining, Leichtathletik, 100m Sprint, Leistungsstruktur, Sprinttechnik, Biologische Grundlagen, Belastungsnormativen, Schnellkraft, Schrittfrequenz, Laufkoordination, Leistungssteigerung, Regeneration, Trainingseinheit, Trainingskontrolle, Sportbiologie
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Herleitung und praktischen Anwendung eines Trainingsplans zur Verbesserung der Sprintfähigkeit auf der 100-Meter-Distanz.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen die Bewegungsanalyse des Sprints, die Sprinttechnik, physiologische Leistungsfaktoren sowie die praktische Trainingsplanung und -evaluation.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das primäre Ziel besteht darin, durch gezieltes Training die 100m-Sprintleistung zu verbessern und die Wirksamkeit der Trainingsmethoden anhand von Eingang- und Abschlusstests zu überprüfen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Der Autor kombiniert eine theoretische Aufarbeitung sportwissenschaftlicher Literatur mit einer empirischen Einzelfallanalyse (Selbstversuch) über einen Zeitraum von acht Wochen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil deckt die theoretischen Grundlagen des Sprints, die methodischen Trainingsprinzipien (Belastungsnormativen) und die konkrete Ausgestaltung und Durchführung der Trainingseinheiten ab.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Sprintfähigkeit, Schrittfrequenz, Schnellkraft, Trainingsstruktur, Belastungsnormativen und Leistungsdiagnostik.
Warum konnte der Autor seine Sprintziele nur in geringem Maße erreichen?
Der Autor führt dies auf eine Überbelastung durch die Kombination von Fußball- und Sprinttraining sowie auf die ungewohnte physische Beanspruchung durch Spikes und Untergrund zurück.
Welche Rolle spielt die Motivation beim Sprinttraining?
Die Motivation ist laut Autor ein entscheidender Faktor; äußere Einflüsse wie Wetter oder Zeitdruck wirkten sich demotivierend aus, was durch das Training in Gruppen oder mit Partnern kompensiert werden konnte.
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- Marcus Wenzel (Author), 2014, Der leichtathletische Sprint. Konzipierung eines Trainingsplans zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/450717