Obwohl der Arbeitsmarkt offener und international vernetzt geworden ist, fällt es vielen Unternehmen schwer, Nachwuchskräfte für sich zu gewinnen. Der anstehende Generationenwechsel bringt zudem einen Wertewandel mit sich. Die Generation der Digital Natives hat ganz andere Bedürfnisse und Anforderungen an ihren Arbeitgeber als frühere Generationen.
Wie können Unternehmen auf die neuen Werte reagieren? Worauf legt die Generation Z wirklich wert? Was erwartet sie von ihrem zukünftigen Arbeitgeber? Claudia Girrbach zeigt in ihrer Publikation, wie Unternehmen am besten auf junge Nachwuchskräfte eingehen.
Für junge Menschen ist es heutzutage besonders wichtig, dass sie eine ausgeglichene Work-Life-Balance leben können. Girrbach findet daneben heraus, wie sie die neuen Medien nutzen, wo sie Informationen suchen und welche Anforderungen sie an einen Arbeitgeber stellen. Daraus leitet sie konkrete Lösungsansätze für Unternehmen ab.
Aus dem Inhalt:
- Fachkräftemangel;
- Employer Branding;
- Personalbeschaffung;
- Mitarbeiterbindung;
- Social Media
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Forschungsfragestellung
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Digital Natives
2.1 Generationen im Überblick
2.2 Die Digital Natives
3 Personalmanagement
3.1 Begriffliche Abgrenzung
3.2 Personalbeschaffung
3.3 Personalentwicklung
3.4 Personalführung
3.5 Employer Brand
3.6 Personalmarketing-Mix
3.7 Personalmarketingkommunikation
4 Empirische Studie
4.1 Datenerhebung
4.2 Pretest und Durchführung
4.3 Die Hypothesen
4.4 Vorstellung der Ergebnisse
4.5 Bewertung der Studie
5 Empfehlungen für das Personalmanagement
5.1 Die Botschaft an die Digital Natives
5.2 Die richtige Auswahl der Kanäle
5.3 Wo und wie erreicht man die Digital Natives
6 Schlussbetrachtung
Zielsetzung & Themen
Ziel der Bachelorarbeit ist es, Lösungsansätze und Empfehlungen für das Personalmanagement zu entwickeln, um Unternehmen als attraktive Arbeitgeber für die "Digital Natives" (Generation Z) zu positionieren und dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.
- Analyse des Mediennutzungsverhaltens der Digital Natives
- Untersuchung relevanter Kommunikationsinstrumente für das Personalmarketing
- Evaluierung passender Personalentwicklungsmethoden
- Analyse von geschlechtsspezifischen Unterschieden bei Anforderungen an den Arbeitgeber
- Ableitung praxisnaher Empfehlungen für die Mitarbeitergewinnung
Auszug aus dem Buch
2.2.2.1 Die Ausbreitung der Medien
Die Digital Natives sind mit dem Internet aufgewachsen, die Eigenschaft „technologievertraut“ charakterisiert sie am besten. Sie wachsen mit Touchscreens und mobilen Endgeräten auf. Sie konsumieren Medien in einer Intensität und das gleichzeitig, wie keine andere Generation vor ihr.
War es für die Generation Y noch faszinierend, ist die Technik für die Digital Natives absolut normal und Mittel zum Zweck, ein Werkzeug, um ein Ziel einfach zur erreichen. Noch bevor diese Generation das Internet nutze und so relevant für sie wurde, waren Anwendungen wie google (1998), Wikipedia (2001), facebook (2004) und YouTube (2005) bereits eingeführt. Egal ob User-Generated-Content, in der sich Nutzer selbst den Webinhalt über z. B. YouTube Videos, Livestreams, Blogs oder facebook generieren. Über on-Demand-Angebote, bei denen man sich z. B. Videoprogramme selbst zusammenstellt und sich nicht an das starre TV-Programm halten muss. Oder Musik-Flatrates bei denen man sich die Lieder über die Cloud nach den eigenen Vorlieben zusammenstellt. Die Digital Natives streamen mehr Content als alle Generationen vor ihnen. In drei von fünf Kategorien (gestreamte Fernsehserien, Online-Videos und gestreamte Musik oder Podcasts) liegt der durchschnittliche Medienkonsum über dem der Generation Y, X und den Babyboomern. Lediglich in den Kategorien Fernsehen (Babyboomer) und Radio (Generation X) liegen sie nicht an erster Stelle. Die konstante Verfügbarkeit, egal wann und wo, bildet eine Mentalität der ständigen Erreichbarkeit und ist für diese Generation völlig selbstverständlich, eher natürlich.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Vorstellung des demografischen Wandels und der daraus resultierenden Herausforderung für Unternehmen, die Generation Z als Nachwuchskräfte zu gewinnen.
2 Digital Natives: Detaillierte Charakterisierung der Generation Z, ihrer Prägung durch Technologie, Mediennutzung, äußere Einflüsse und ihr Rollenbild.
3 Personalmanagement: Erläuterung der Grundlagen des Personalmanagements mit Fokus auf Beschaffung, Entwicklung, Personalführung und strategischem Employer Branding.
4 Empirische Studie: Dokumentation der primärforschenden Befragung, Methodik, Auswertung der demografischen Daten, Mediennutzung sowie Anforderungen der Zielgruppe an Arbeitgeber.
5 Empfehlungen für das Personalmanagement: Konkrete Handlungsempfehlungen zur Ansprache der Generation Z, zur Auswahl der Kanäle und zur Optimierung der Arbeitgebermarke.
6 Schlussbetrachtung: Zusammenfassende kritische Auseinandersetzung mit den Studienergebnissen und Ausblick auf die zukünftige Bedeutung eines generationsübergreifenden Personalmanagements.
Schlüsselwörter
Digital Natives, Generation Z, Personalmanagement, Employer Branding, Fachkräftemangel, Mitarbeitergewinnung, Personalmarketing, Mediennutzung, Arbeitswelt, Nachwuchskräfte, Personalentwicklung, Recruiting, Arbeitgebermarke, Demografischer Wandel, Online-Befragung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, wie Unternehmen durch angepasstes Personalmanagement die "Digital Natives" (Generation Z) erfolgreich als neue Nachwuchskräfte gewinnen und an sich binden können.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die zentralen Felder sind die Generationenforschung (Fokus Gen Z), Grundlagen des Personalmanagements, Employer Branding, Personalmarketing-Methoden sowie eine empirische Studie zum Medien- und Anforderungsverhalten der Zielgruppe.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Hauptziel ist es, Lösungsansätze und Empfehlungen für Unternehmen aufzuzeigen, wie sie sich als "Arbeitgeber der Wahl" für die Digital Natives positionieren können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie einer eigenen empirischen Primärforschung mittels eines Fragebogens, der an Schülern, Auszubildenden und über soziale Medien durchgeführt wurde.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Einordnung der Digital Natives, eine Darstellung der Instrumente des modernen Personalmanagements sowie eine ausführliche Auswertung der empirischen Ergebnisse.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Digital Natives, Employer Branding, Personalmarketing, Fachkräftemangel und Mitarbeitergewinnung.
Wie unterscheidet sich die Generation Z von früheren Generationen bei der Mediennutzung?
Die Digital Natives sind die ersten "echten" digitalen Ureinwohner, für die das Smartphone ein ständiger Begleiter ist und die Medien in einer Intensität und Gleichzeitigkeit konsumieren, wie es keine Generation zuvor getan hat.
Welche Bedeutung hat das "Employer Branding" in diesem Kontext?
Das Employer Branding dient als entscheidender Differenzierungsfaktor, um die Arbeitgebermarke für die Zielgruppe authentisch, glaubwürdig und attraktiv zu gestalten und so Fehlbesetzungen zu vermeiden.
- Quote paper
- Claudia Girrbach (Author), 2019, Wie können Unternehmen Digital Natives für sich gewinnen? Die Anforderungen der Generation Z an das Personalmanagement, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/450720