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Linguistic Landscaping. Die Freie Universität Bozen und der Bozner Obstplatz im Vergleich

Título: Linguistic Landscaping. Die Freie Universität Bozen und der Bozner Obstplatz im Vergleich

Trabajo de Seminario , 2018 , 30 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Judith Zimmermann (Autor)

Filología alemana - Lingüística
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Mehrsprachigkeit in all ihren Formen ist allgegenwärtig und in den meisten gesellschaftlichen Bereichen nicht mehr wegzudenken. Vor allem in Bildungsinstitutionen stellt sie die Verantwortlichen vor die eine oder andere Herausforderung, schenkt im Gegenzug dafür aber auch bedeutsame Möglichkeiten. Die Schweizer Sprachwissenschaftlerin Rita Franceschini, die aktuell an der Universität Bozen doziert, findet dazu eine sehr passende Formulierung: Sie beschreibt dieses Auftreten als „endgültige Verabschiedung von starken Annahmen zu Homogenität“.

Die Freie Universität Bozen nimmt in diesem Kontext eine Vorreiterrolle ein und definiert sich demnach über ihre „Dreisprachigkeit in Lehre und Forschung“, weshalb dieses Bildungsinstitut im Mittelpunkt dieser Arbeit stehen soll. Zunächst wird jedoch in Kapitel zwei der Begriff der Mehrsprachigkeit analysiert, weil dieser nicht so eindeutig ist, wie er auf den ersten Blick scheint. Anschließend wird auf das noch eher junge Forschungsfeld „Linguistic Landscaping“ eingegangen, bevor die historischen Geschehnisse und die Sprachgeschichte Südtirols erläutert werden. Es ist essentiell, mit dem Wissen über den historischen Kontext die sprachpolitische Lage der Gegenwart zu analysieren, um sie richtig deuten zu können. In diesem Zusammenhang werden auch Sprachvarianten des Deutschen und des Italienischen in dieser besonderen sprachlichen Region erläutert, bevor die eigentliche Analyse der Linguistischen Landschaft der beiden Objekte stattfindet. In einer umfassenden Beschreibung werden die Freie Universität und der Obstplatz Bozen auf ihre sichtbare Mehrsprachigkeit analysiert und schließlich miteinander verglichen. Im Zuge dieser Analyse sollen viele Fragen beantwortet werden: Inwiefern kann die Universität als mehrsprachig bezeichnet werden, zumal es nicht den einen, universell gültigen Begriff der Mehrsprachigkeit geben kann? Gibt es Gemeinsamkeiten dieser beiden zentralen und beliebten Hotspots der Stadt Bozen? Welchen Eindruck gewinnt der/die aufmerksame/r Beobachter/in beim erstmaligen Betreten des geschäftigen Handelsmarktes?

Zur Beantwortung dieser Fragen wurden nicht nur die visuellen Eindrücke ausgewertet, sondern unter anderem auch Personen des Bozner Vereins- und Schulwesens zu Rate gezogen, die ihre Erfahrungen gerne für diese Arbeit zur Verfügung stellten. Die bildlichen Eindrücke befinden sich anschließend nummeriert und geordnet im Anhang, um den Lesefluss nicht zu stören.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsklärung

2.1. Mehrsprachigkeit in Universitäten

2.2. Linguistic Landscaping

3. Die Geschichte Südtirols

4. Sprach(en) in Südtirol

4.1. Sprachgeschichte

4.2. Die italienische Koiné

4.3. Varietäten der deutschen Sprache in Südtirol

5. Die Linguistische Landschaft der Freien Universität Bozen

5.1. Top-Down-Objekte

5.2. Bottom-Up-Objekte

6. Die Linguistische Landschaft des Bozner Obstplatzes

6.1. Schild einer psychologischen Beratungsstelle zur Analyse

6.2. Der Alpenverein Südtirol

7. Das Südtiroler Amtswesen

8. Resümee: Vergleich der beiden Linguistischen Landschaften

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die sichtbare Mehrsprachigkeit („Linguistic Landscaping“) an zwei zentralen Orten in Bozen, der Freien Universität Bozen und dem Bozner Obstplatz, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede in deren sprachlicher Gestaltung zu identifizieren und zu vergleichen.

  • Analyse des Konzepts der Mehrsprachigkeit im akademischen Kontext
  • Einführung in die Forschungsmethode des „Linguistic Landscaping“
  • Historischer Kontext der Sprachsituation in Südtirol
  • Vergleich der sprachlichen Repräsentation in formellen (Top-Down) und informellen (Bottom-Up) Objekten
  • Untersuchung von Sprachpraxis und Toleranz im öffentlichen Raum

Auszug aus dem Buch

5.1. Top-Down-Objekte:

Leitsysteme: Für diese Kategorie wurden die Beschilderungen, welche zur Orientierung dienten, am Eingang, an Postfächern, in den Stockwerken und vor den einzelnen Räumen, erfasst. Sie erwiesen sich als weitgehend einheitlich: Die Schilder waren ausschließlich in drei Sprachen verfasst, wobei die Reihenfolge 1. Deutsch, 2. Italienisch und 3. Englisch stets beibehalten wurde. Bemerkenswerte Ausnahmen bildeten der Haupteingang und der Eingang der Universitätsbibliothek, welche jeweils auf die englische Bezeichnung verzichteten und stattdessen die ladinischen Begriffe Universitá Liedina de Bulsan und Biblioteca universitera anführten. Ob die erkannte Anordnung der drei Sprachen einen bestimmten Zweck folgte, konnte nicht ergründet werden. Die Frage nach einer möglichen Bevorzugung einer der verwendeten Sprachen wird im Resümee erläutert.

Homepage und Bildungspolitische Formulare/Service: Da die digitale Präsentation der Universität ebenso gründlich wie die des physischen Gebäudes selbst beobachtet wurde und darüber hinaus bildungspolitische Formulare sichtbar ausgehängt waren, fließen diese Objekte in die Analyse mit ein. Die Homepage selbst ist in den Sprachen Deutsch, Italienisch und Englisch abrufbar, indem die Sprache durch einen Klick an der Seite jederzeit geändert werden kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Allgegenwart von Mehrsprachigkeit dar und führt in die Thematik der Linguistischen Landschaft ein, wobei die Freie Universität Bozen als zentrales Studienobjekt definiert wird.

2. Begriffsklärung: Hier werden die theoretischen Grundlagen zur Mehrsprachigkeit an Universitäten sowie das junge Forschungsfeld des „Linguistic Landscaping“ definiert und kontextualisiert.

3. Die Geschichte Südtirols: Dieser Abschnitt bietet einen historischen Überblick über die sprachpolitischen Entwicklungen Südtirols vom Ersten Weltkrieg bis zum Autonomiestatut.

4. Sprach(en) in Südtirol: Dieses Kapitel erläutert die Sprachgeschichte, die Entstehung der italienischen Koiné sowie die verschiedenen Varietäten des Südtiroler Deutschen.

5. Die Linguistische Landschaft der Freien Universität Bozen: Diese Untersuchung analysiert die sichtbare Dreisprachigkeit an der Universität anhand von formellen Wegweisern, digitalen Medien und studentischen Projekten.

6. Die Linguistische Landschaft des Bozner Obstplatzes: Hier wird die sprachliche Gestaltung des öffentlichen Marktplatzes erforscht und anhand spezifischer Fallbeispiele wie dem AVS oder einer Beratungsstelle auf ihre Mehrsprachigkeit hin geprüft.

7. Das Südtiroler Amtswesen: Dieser Teil betrachtet die gesetzlichen Rahmenbedingungen und die Praxis der Zweisprachigkeit im schulischen und amtlichen Bereich.

8. Resümee: Vergleich der beiden Linguistischen Landschaften: Das Fazit zieht den direkten Vergleich zwischen den beiden untersuchten Orten und bilanziert die gelebte Mehrsprachigkeit und sprachliche Koexistenz in Bozen.

Schlüsselwörter

Südtirol, Bozen, Mehrsprachigkeit, Linguistic Landscaping, Freie Universität Bozen, Obstplatz, Sprachenpolitik, Sprachgeschichte, Autonomie, Sprachvarietäten, Koiné, Sprachlandschaft, Identität, Zweisprachigkeit, Bildungswesen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Untersuchung der sichtbaren Sprachen im öffentlichen und institutionellen Raum in Bozen, auch bekannt als „Linguistic Landscaping“.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit verbindet Theorie zur Mehrsprachigkeit mit historischem Kontext in Südtirol und praktischen Beobachtungen an zwei konkreten Standorten in Bozen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, herauszufinden, wie mehrsprachig die Freie Universität Bozen und der Bozner Obstplatz in ihrem Erscheinungsbild sind und ob eine Bevorzugung einer der Sprachen erkennbar ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine empirische Analyse der sichtbaren Schilder und Aushänge (Linguistic Landscaping) durchgeführt, ergänzt durch quantitative Erfassung und qualitative Einblicke durch Anfragen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung der Begriffe und der Südtiroler Geschichte sowie in die detaillierte Analyse der Linguistischen Landschaft an der Universität und am Obstplatz.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Südtirol, Mehrsprachigkeit, Linguistic Landscaping, Sprachpolitik und Autonomie charakterisiert.

Wie geht die Universität Bozen mit der Mehrsprachigkeit um?

Die Universität fördert ein Modell der Dreisprachigkeit (Deutsch, Italienisch, Englisch) und verlangt Sprachnachweise, wobei Englisch zunehmend als Lingua Franca fungiert.

Welche Rolle spielt der Alpenverein Südtirol (AVS) in der Analyse?

Der AVS dient als prominentes Beispiel für ein deutschsprachig dominiertes Objekt im Vergleich zur allgemeinen Tendenz der Zweisprachigkeit und verdeutlicht historische Sensibilitäten.

Was lässt sich über die Sprachpraxis am Obstplatz sagen?

Trotz der historisch gewachsenen Spannungen zeigt sich auf dem Obstplatz eine weitgehend friedliche Koexistenz beider Sprachen in der Beschilderung und im öffentlichen Leben.

Final del extracto de 30 páginas  - subir

Detalles

Título
Linguistic Landscaping. Die Freie Universität Bozen und der Bozner Obstplatz im Vergleich
Universidad
University of Salzburg
Calificación
1,0
Autor
Judith Zimmermann (Autor)
Año de publicación
2018
Páginas
30
No. de catálogo
V450821
ISBN (Ebook)
9783668846722
ISBN (Libro)
9783668846739
Idioma
Alemán
Etiqueta
Linguistic Landscaping Bozen Südtirol
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Judith Zimmermann (Autor), 2018, Linguistic Landscaping. Die Freie Universität Bozen und der Bozner Obstplatz im Vergleich, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/450821
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