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Der Transformationsprozess der SED zur PDS. Eine Wandlung zur Demokratie?

Title: Der Transformationsprozess der SED zur PDS. Eine Wandlung zur Demokratie?

Term Paper , 2017 , 18 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Hatice Samast (Author)

Politics - Political Theory and the History of Ideas Journal
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Mit dieser Arbeit soll der Frage nachgegangen werden, inwieweit sich die Partei des Demokratischen Sozialismus (PDS), vom „Realsozialismus“ der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) und ihren marxistisch- leninistischen Vorstellungen eines Staates abwandte und wie überzeugend sie nach ihrer Gründung als demokratische Partei auftrat.

Das erste Kapitel der Abhandlung beschäftigt sich mit der SED, die als „Vorgängerin“ der PDS eine wichtige Rolle für die Anfänge und die Entwicklung der PDS einnimmt. Zunächst wird die ehemalige DDR-Partei hinsichtlich ihrer wesentlichen Merkmale und ihrem ideologischen Fundament beschrieben. Daran anknüpfend wird der Weg ihres Zerfalls und ihre Transformation zur PDS thematisiert.

Darauf folgt ein ganzes Kapitel zur PDS. Ihr wird als „Nachfolgerin“ der SED eine besondere Stellung in der deutschen Politikgeschichte zugeschrieben. Seit ihrer Gründung spalten sich bis heute sowohl in der Bevölkerung als auch unter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern Meinungen über die „Partei des demokratischen Sozialismus“, wie sie paradoxer Weise von der SED benannt wurde. Paradox deshalb, weil der Gebrauch des Begriffs des Demokratischen Sozialismus seit dem Godesberger Programm für die Sozialdemokraten typisch war und deshalb von der SED eher verpönt wurde.

Im letzten Teil der Arbeit steht daher der Begriff des Demokratischen Sozialismus im Fokus. In diesem Kapitel wird der Versuch einer Definition des Begriffs unternommen. Die Bedeutung des Demokratischen Sozialismus für die PDS sowie das Verhältnis von Demokratie und Sozialismus, werden ebenfalls in diesem Kapitel thematisiert, um abschließend zur Beantwortung der oben genannten Fragestellung zu kommen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1.Einleitung

2. Die SED

2.1 Ideologisches Fundament: Der Marxismus- Leninismus

2.2 Zerfall und Transformation zur PDS

3. Die PDS

3.1 Werte und Ziele

3.2 Distanzierung zum Marxismus- Leninismus

4. Der Demokratische Sozialismus

4.1 Geschichte

4.2 Bedeutung für die PDS

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Transformationsprozess von der SED zur PDS und analysiert, inwieweit sich die PDS von den marxistisch-leninistischen Strukturen ihrer Vorgängerpartei distanzieren konnte und wie glaubwürdig ihr Auftreten als demokratische Kraft war.

  • Historische Analyse des Zerfalls der SED und der Entstehung der PDS.
  • Untersuchung des ideologischen Wandels und der Abkehr vom Marxismus-Leninismus.
  • Definition und historische Einordnung des Begriffs Demokratischer Sozialismus.
  • Bewertung der programmatischen Ziele und Werte der PDS nach ihrer Gründung.

Auszug aus dem Buch

3.2 Distanzierung zum Marxismus- Leninismus

Gregor Gysi distanzierte sich im Dezember 1989 auf dem Außerordentlichen Parteitag deutlich gegen das „stalinistische System“ und den „zentralistischen Sozialismus“:

„Wir brauchen einen vollständigen Bruch mit dem gescheiterten, stalinistischen, das heißt administrativ zentralistischen Sozialismus in unserem Land.“

Auch kritisierte er den Marxismus- Leninismus und trennte ihn strikt vom allgemeinen Sozialismus:

„Der sogenannte Marxismus- Leninismus hat sich als geistiges Fundament für den Sozialismus nicht bewährt. Sein Dogmensystem ließ keine Denkvarianten zu, so daß linkes theoretisches Denken verarmte und zu apologetischer Propaganda degenerierte.“

Besonders kritisiert und als Grund für den „Zentralismus“ in der SED und somit auch ihrem Scheitern, wird explizit der Leninismus und seine Idee des „Partei neuen Typs“ gesehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1.Einleitung: Die Einleitung legt die Forschungsfrage dar, die den Transformationsprozess der PDS und deren Abkehr von den SED-Strukturen beleuchtet.

2. Die SED: Dieses Kapitel beschreibt das Entstehen und Wirken der Staatspartei SED sowie die ideologischen Grundlagen des Marxismus-Leninismus.

2.1 Ideologisches Fundament: Der Marxismus- Leninismus: Es wird analysiert, wie der Marxismus-Leninismus als Staatsideologie der DDR fungierte und die SED zur „Avantgarde der Arbeiterklasse“ stilisierte.

2.2 Zerfall und Transformation zur PDS: Das Kapitel behandelt die Gründe für das Scheitern der SED und den schleichenden Prozess der Transformation in die PDS.

3. Die PDS: Hier wird der Fokus auf die Neuausrichtung der PDS nach ihrer Gründung im Februar 1990 gelegt, insbesondere unter der Führung von Gregor Gysi.

3.1 Werte und Ziele: Es werden die zentralen programmatischen Schwerpunkte der PDS wie Individualität, Freiheit und Demokratie erläutert.

3.2 Distanzierung zum Marxismus- Leninismus: Dieses Kapitel dokumentiert den Bruch der Partei mit dogmatischen, stalinistischen Strukturen.

4. Der Demokratische Sozialismus: Das Kapitel bietet eine theoretische und historische Einordnung des Begriffs Demokratischer Sozialismus.

4.1 Geschichte: Es wird die historische Entwicklung der Verbindung von Sozialismus und Demokratie innerhalb der Arbeiterbewegung nachgezeichnet.

4.2 Bedeutung für die PDS: Abschließend wird untersucht, wie die PDS den Demokratischen Sozialismus als eigenen, zukunftsgerichteten Weg interpretiert.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass die PDS den Wandel zu einer demokratischen Partei vollziehen konnte.

Schlüsselwörter

SED, PDS, Transformation, Demokratischer Sozialismus, Marxismus-Leninismus, DDR, Gregor Gysi, Realsozialismus, Parteigeschichte, Demokratisierung, politischer Wandel, Staatsideologie, Sozialdemokratie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den historischen Transformationsprozess der ehemaligen DDR-Staatspartei SED hin zur neu gegründeten PDS nach 1989.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Themenfelder umfassen die Geschichte der SED, den Zerfall des realsozialistischen Regimes sowie die ideologische Neudefinition der PDS durch den Begriff des Demokratischen Sozialismus.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu beurteilen, wie glaubwürdig die PDS bei ihrer Abkehr vom Marxismus-Leninismus und ihrer Etablierung als demokratische Partei agierte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine politikwissenschaftliche und historische Analyse von Parteiprogrammen, Dokumenten und fachwissenschaftlicher Literatur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des SED-Regimes, der Entstehung der PDS, ihrer Werte und der inhaltlichen Abgrenzung zum klassischen Kommunismus.

Welche Begriffe charakterisieren diese Arbeit besonders?

Die Arbeit ist maßgeblich durch die Begriffe Demokratischer Sozialismus, Transformation, Legitimität und stalinistisches System geprägt.

Wie distanzierte sich Gregor Gysi explizit vom Marxismus-Leninismus?

Gysi forderte einen kompletten Bruch mit dem stalinistischen Sozialismus und kritisierte den Marxismus-Leninismus als ein Dogmensystem, das kritisches Denken erstickt habe.

Warum wird der Begriff des Demokratischen Sozialismus in Bezug auf die PDS als „paradox“ bezeichnet?

Er wird als paradox empfunden, da die SED den Begriff selbst für ihre Zwecke nutzte, während er historisch eher in der Tradition der SPD und des Godesberger Programms stand.

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Details

Title
Der Transformationsprozess der SED zur PDS. Eine Wandlung zur Demokratie?
College
Free University of Berlin
Course
Theorien des Demokratischen Sozialismus
Grade
2,0
Author
Hatice Samast (Author)
Publication Year
2017
Pages
18
Catalog Number
V451183
ISBN (eBook)
9783668844575
ISBN (Book)
9783668844582
Language
German
Tags
Demokratischer Sozialismus Ideengeschichte PDS SED Sozialismustheorien Demokratie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Hatice Samast (Author), 2017, Der Transformationsprozess der SED zur PDS. Eine Wandlung zur Demokratie?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/451183
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