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Lernfabriken als Ort der Verwirklichung verschiedener lernpsychologischer Grundlagen

Digitale Medien in der beruflichen Aus- und Weiterbildung

Titel: Lernfabriken als Ort der Verwirklichung verschiedener lernpsychologischer Grundlagen

Hausarbeit , 2017 , 17 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Christian Schmitt (Autor:in)

Pädagogik - Medienpädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Lernen war schon immer Gegenstand intensiver Forschung. Was unterscheidet Lernen von Nicht-Lernen? Auf welchen Ebenen erfolgt Lernen? Wie wird gelernt also welche Bedingungen führen überhaupt dazu? Diese Fragen stehen im Fokus der pädagogischen Forschungen. Es gibt zahlreiche Definitionen, die Lernen beschreiben und erklären. Einig sind sich Forscher insofern, dass auch soziologische Prozesse auf die Lernenden einwirken und diese beeinflussen. Einer dieser Prozesse wäre in der heutigen Zeit die Medien. Neben den Eltern und Freunden haben diese einen immer größeren Einfluss auf die Entwicklung von Jugendlichen, weshalb diese zwangsläufig geschult werden müssen, sich in der immer größere werdenden digitalen Welt zu Recht zu finden. Doch nicht nur die Jugendlichen sind dazu gefordert. Durch die zunehmende Digitalisierung, welche nicht nur Vorteile sondern auch Nachteile mit sich zieht, ist der Mensch gefordert immer neu und in den verschiedensten Stadien seines Lebens zu Lernen, um sich an immer neue Berufsfelder anzupassen und zu spezialisieren. Dies setzt jedoch die Bereitschaft des Menschen voraus, ein Leben lang zu lernen und sich weiterzubilden, mit diesen neuen Konzepten und Kompetenzen adäquat umgehen zu können. Wie der Mensch lernt und welche Prozesse schließlich dazu führen, dass überhaupt gelernt wird, kann anhand verschiedener Modelle beschrieben werden. Diese zuvor genannten, sich ständig weiterentwickelnde Konzepte fordern jedoch eventuell auch neue Arten des Lernens und mehr und mehr, die Verbindung theoretischer und praktischer Bereiche, zur besseren und spezielleren Vorbereitung auf den Berufsalltag. Eines dieser neuen Konzepte sind so genannte Lernfabriken. Wie das Wort schon nennt handelt es sich dabei um Lehr-Lernumgebungen im kleinen Fabrikstil. Genutzt werden sie hauptsächlich in der beruflichen Aus- und Weiterbildung um hier die Arbeitssysteme des Betriebes darzustellen und besser zu vermitteln.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsverständnis

3. Betreibermodelle

4. Ausstattungen

5. Zielgruppen

6. Lernpsychologische Grundlage Nach Martin Fromm

6.1 Lernen durch Gewöhnung

6.2 Lernen als Assoziation

6.3 Lernen durch Konsequenzen

6.4 Lernen am Modell

6.5 Lernen als Konstruktion

7. Schlussbetrachtung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, welche lernpsychologischen Modelle nach Martin Fromm in Lernfabriken Anwendung finden und wie diese zur Vermittlung von Handlungskompetenz beitragen. Dabei wird analysiert, inwiefern diese Lernumgebungen den Transfer von theoretischem Wissen in die berufliche Praxis im Vergleich zu konventionellen Ansätzen effektiver gestalten können.

  • Konzeptionelle Grundlagen und Typologie von Lernfabriken
  • Analyse der Betreibermodelle und ihrer didaktischen Ausrichtung
  • Anwendung lernpsychologischer Modelle (Gewöhnung, Assoziation, Konsequenzen, Modelllernen, Konstruktion)
  • Bedeutung der Lernfabrik für die Förderung beruflicher Handlungskompetenz
  • Vergleich zwischen realitätsnahen Lernumgebungen und klassischen Unterrichtsformen

Auszug aus dem Buch

6.4 Lernen am Modell

Wie in Punkt 6 dieser Arbeit kurz aufgeführt, lernt der Mensch durch viele Einflüsse. Sollte das bereits vorhandene Wissen nicht ausreichen müssen bestimmte Problemlösungsverfahren zur Anwendung kommen, die wiederum bestimmte Lernprozesse beinhalten (vgl. Edelmann 2000, S.188). Der Psychologe Albert Bandura begründete aus diesem Grund die sozial-kognitive Handlungstheorie, welche das berühmteste Beispiel darstellt und geht davon aus, dass ein Großteil des Lernens „durch Beobachten der Erfahrungen anderer erfolgt und nicht durch persönliche Erfahrung“ (Mazur 2006, S.406). Dadurch das Menschen und andere Lebewesen soziale Lebewesen sind, nennen Bandura und Walters ihre Theorie auch soziales Lernen. Mazur spricht hierbei von Imitations –und Beobachtungslernen (vgl. ebd.) und Edelmann spricht vom Begriff des Modelllernens (vgl. Edelmann 2000, S.188). Bandura entscheidet hierbei verschiedene Phasen des Modelllernens: 1. Erwerb eines Verhaltens (Kompetenz) also die Speicherung und Reproduktion von Verhalten und 2. die Anwendung (Performanz) also unter welchen Bedingungen das Verhalten gezeigt wird (vgl. Fromm 2017, S.47f.). Bandura betont, dass Handeln überwiegend durch kognitive Prozesse in Gestalt gespeicherter Erfahrungen gesteuert werden. Diese Erfahrungen können selbst erworben werden oder auf die Beobachtung der Erfahrungen anderer gestützt sein (vgl. Edelmann 2000, S.189). Ausschlaggebend ist die Motivation und die innerpsychischen Prozesse (vgl. Fromm 2017, S. 47f.).

Im situativen Kontext Lernfabrik wird hier besonders deutlich, dass gerade durch die Beobachtung Anderer und der Einbezug des gesamten Produktionskontextes, ein Wissenserwerb stattfindet. Dies wird durch die gewollte Gruppendynamik noch weiter verstärkt. Es ist jedoch zu beachten, dass diese Situationen durch ein bewusstes didaktisches Konzept untermauert sein müssen um dafür überhaupt die Grundlage schaffen zu können. Eine genaue Betrachtung dieser didaktischen Konzepte, gerade im Hinblick auf die gewollte Herbeiführung selbstständiger Handlungskompetenz kann im Aufsatz von Abel u. A. eingesehen werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Lernfabriken als moderne Lehr-Lernumgebungen und Definition der zentralen Forschungsfrage zur lernpsychologischen Fundierung.

2. Begriffsverständnis: Erläuterung des Lernfabrik-Konzepts als Bindeglied zwischen theoretischem Wissen und praxisbezogenem Erfahrungswissen.

3. Betreibermodelle: Differenzierung der Lernfabriken nach Betreibern wie akademischen Einrichtungen, Verbänden oder profitorientierten Unternehmen unter Berücksichtigung der Finanzierung und Zielsetzung.

4. Ausstattungen: Analyse der materiellen und technischen Gestaltung von Lernfabriken, die reale Produktionsbedingungen für gezielte Lernprozesse schaffen.

5. Zielgruppen: Übersicht der relevanten Akteure in Lernfabriken, von Studierenden über gewerbliche Mitarbeiter bis hin zu Management-Personal.

6. Lernpsychologische Grundlage Nach Martin Fromm: Theoretische Herleitung verschiedener Lernformen und deren spezifische Bedeutung im Kontext der Lernfabrik.

6.1 Lernen durch Gewöhnung: Untersuchung der habituellen Aspekte des Lernens und deren potenzielle negative Auswirkung auf die Selbststeuerung.

6.2 Lernen als Assoziation: Analyse der Übertragbarkeit von Lerneffekten auf konkrete berufliche Alltagssituationen durch realitätsnahe Umgebungen.

6.3 Lernen durch Konsequenzen: Diskussion operanter Konditionierungsprozesse im Kontext des Experimentierens und Fehlermanagements in Lernfabriken.

6.4 Lernen am Modell: Erörterung der sozial-kognitiven Theorie Banduras hinsichtlich Beobachtungslernen und Gruppendynamik.

6.5 Lernen als Konstruktion: Beleuchtung der individuellen Bedeutungszuschreibung beim Lernen in einer konstruierten Fabriksituation.

7. Schlussbetrachtung und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Effektivität von Lernfabriken bei der Förderung beruflicher Handlungskompetenz und Abgrenzung zu konventionellen Lehrmethoden.

Schlüsselwörter

Lernfabrik, Handlungskompetenz, Berufliche Aus- und Weiterbildung, Lernpsychologie, Martin Fromm, Industriebetrieb, Digitalisierung, Modelllernen, Erfahrungswissen, Kompetenzorientierung, Didaktik, Produktionstechnik, Soziotechnische Systeme, Betriebliches Lernen, Industrial Engineering

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht Lernfabriken als spezifische Lernumgebungen und analysiert deren Nutzen für die berufliche Aus- und Weiterbildung auf Basis lernpsychologischer Modelle.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Didaktik von Lernfabriken, den verschiedenen Betreibermodellen, der technischen Ausstattung sowie der Anwendung von Theorien wie dem Modelllernen oder Lernen durch Konsequenzen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Hauptziel ist es zu klären, welche lernpsychologischen Formen nach Martin Fromm in Lernfabriken auftreten und ob diese die Entwicklung von beruflicher Handlungskompetenz besser fördern als herkömmliche Ansätze.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung und Analyse bestehender Fachliteratur und Studien (insbesondere Steffen et al. sowie Cachay et al.) zum Thema Lernfabriken.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden neben einer systematischen Einordnung der Lernfabriken (Betreiber, Zielgruppen, Ausstattung) die verschiedenen Lernformen nach Martin Fromm detailliert auf den Kontext der Lernfabrik angewandt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wesentlichen Begriffe sind Lernfabrik, Handlungskompetenz, berufliche Aus- und Weiterbildung, Lernpsychologie, Modelllernen und Erfahrungswissen.

Inwiefern beeinflusst die "Heterogenität der Gruppen" den Lernerfolg?

Die Arbeit stellt fest, dass gemischte Gruppen zwar den Erfahrungsaustausch fördern, jedoch bei zu großer Teilnehmerzahl die Anonymität des Einzelnen erhöhen und für schwächere Teilnehmer eine Hürde darstellen können.

Wie unterscheidet sich die Lernfabrik von einem Klassenzimmer?

Im Gegensatz zum Klassenzimmer, das nur eine abstrakte Simulation bietet, erlaubt die Lernfabrik durch ihre reale maschinelle Ausstattung einen deutlich höheren Immersionsgrad und einen effektiveren Transfer in den Berufsalltag.

Welche Rolle spielt die "Black Box" bei der Kritik am Lernen durch Konsequenzen?

Die Kritik bezieht sich darauf, dass Skinner die menschliche Persönlichkeit reduziert betrachtet, wobei kognitive Prozesse vernachlässigt werden könnten, weshalb das reine Lernen durch Konsequenzen beim Menschen komplexer zu bewerten ist als bei Tieren.

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Details

Titel
Lernfabriken als Ort der Verwirklichung verschiedener lernpsychologischer Grundlagen
Untertitel
Digitale Medien in der beruflichen Aus- und Weiterbildung
Hochschule
Universität Stuttgart
Note
1,0
Autor
Christian Schmitt (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
17
Katalognummer
V451210
ISBN (eBook)
9783668842793
ISBN (Buch)
9783668842809
Sprache
Deutsch
Schlagworte
lernfabriken verwirklichung grundlagen digitale medien aus- weiterbildung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Christian Schmitt (Autor:in), 2017, Lernfabriken als Ort der Verwirklichung verschiedener lernpsychologischer Grundlagen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/451210
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Leseprobe aus  17  Seiten
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