Welche Eigenschaften bringt ein Atelier mit?
Das Lernen und Spielen im Atelier soll: aktivierend, anregend, anspruchsvoll, eigenständig, fantasieanregend, handlungsorientiert, herausfordernd, kooperativ, kreativ, praktisch, reflektiv, vielseitig und noch vieles mehr sein. Das Modell „Lernatelier“ wird den verschiedensten Ansprüchen eines individuellen und kooperativen Lernens gerecht.
Inhaltsverzeichnis
Atelier
Thema: Mädchen -und Jungenarbeit
Welche Eigenschaften bringt ein Atelier mit?
Was ist Mädchenarbeit und Jungenarbeit?
Was hat man als Lehrperson zu beachten?
Ablauf des Ateliers:
1. Raumgestaltung:
2. Einstieg
3. Arbeitsphase
a. Übung 1:
b. Übung 2:
c. Übung 3:
4. Abschluss
Theorie:
1. Die drei Säulen geschlechtsbezogener Pädagogik
a. Erste Säule
b. Zweite Säule
c. Dritte Säule
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Erläuterung und Anwendung einer geschlechtsbewussten Pädagogik, um Chancengleichheit und eine reflektierte Identitätsbildung bei Mädchen und Jungen im schulischen Kontext zu fördern.
- Grundlagen der Mädchen- und Jungenarbeit
- Methodische Gestaltung von geschlechtsspezifischen Lernateliers
- Die drei Säulen der geschlechtsbezogenen Pädagogik
- Reflexion der Lehrpersonenrolle und Wahrnehmungsmuster
- Ansätze zur Koedukation und zur geschlechtsgetrennten Förderung
Auszug aus dem Buch
Die drei Säulen geschlechtsbezogener Pädagogik
Es gibt drei Säulen geschlechtsbezogener Pädagogik.
Zur ersten Säule muss gesagt werden, dass es eigentlich in allen Gesellschaften mit Geschlechtersysteme eine Zweierteilung und eine männliche Dominanz gibt. Geschlechtersysteme habe eindeutige Merkmale: aus ihnen geht hervor, dass Tätigkeitsbereiche und Wirkungsbereiche von Männern übergreifend ist und auch jene der Frauen umfasst. Frauen sind zusätzlich mit dem Haushalt und Familie beschäftigt, während Männer öffentlich tätig sind. Die Position des Mannes definiert sein sozialer Status (z.B. Arzt, Anwalt,...), während der Status der Frau sich über die Beziehung zu ihrem Mann definiert (z.B. Frau Doktor, obwohl sie eigentlich die Frau vom Arzt ist).
Die Weltrangordnung bewertet die männlichen Eigenschaften höher, anstatt weibliche und männliche Eigenschaften gleichberechtigt nebeneinander zu stellen. Obwohl heutzutage von Chancengleichheit gesprochen wird, ist zu sehen, dass Frauen meistens weniger Vermögen haben als Männer, sie arbeiten meistens in niedrigeren Positionen trotz gleicher Qualifikation und verdienen weniger und haben weniger Aufstiegsmöglichkeiten (ökonomische Ebene). In der Politik zeigt sich, dass in höheren Instanzen weniger Frauen vertreten sind (politische Ebene). Frauen haben zwar die gleichen Rechte wie Männer, aber diese Rechte lassen sich oft nicht voll nutzen (juristische Ebene).
Zusammenfassung der Kapitel
Atelier: Dieses Kapitel definiert die grundlegenden Konzepte der Mädchen- und Jungenarbeit sowie die idealen Eigenschaften eines Lernateliers.
Was hat man als Lehrperson zu beachten?: Hier wird die Vorbildfunktion der Lehrkraft und die Notwendigkeit einer kritischen Selbstreflexion hinsichtlich des eigenen Rollenverständnisses thematisiert.
Ablauf des Ateliers:: Dieses Kapitel beschreibt methodisch-didaktische Schritte für die Durchführung eines Workshops, inklusive Raumgestaltung und konkreter Übungsbeispiele.
Theorie:: Dieses Kapitel liefert den wissenschaftlichen Rahmen durch das Modell der drei Säulen der geschlechtsbezogenen Pädagogik und diskutiert Koedukationsformen.
Schlüsselwörter
Mädchenarbeit, Jungenarbeit, geschlechtsbezogene Pädagogik, Koedukation, Geschlechterrollen, Identitätsbildung, Chancengleichheit, Lehrperson, Lernatelier, Geschlechterhierarchie, Sozialisation, reflektierte Koedukation, partielle Seedukation, Geschlechterklischees, Rollenverständnis
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Ansätzen und Methoden einer geschlechtsbewussten Pädagogik im schulischen Alltag und in der Jugendarbeit.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Felder sind die Reflexion von Geschlechterrollen, die Bedeutung der Lehrperson als Modell sowie verschiedene Konzepte wie reflektierte Koedukation.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie durch pädagogische Interventionen die Chancengleichheit zwischen Mädchen und Jungen gefördert und die Identitätsfindung gestärkt werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch geschlechtsbezogene Pädagogik und verbindet diese mit praxisorientierten Modellen für den Unterricht.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine praktische Anleitung für ein Atelier sowie eine theoretische Auseinandersetzung mit den drei Säulen geschlechtsbezogener Pädagogik.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Mädchenarbeit, Jungenarbeit, Geschlechterrollen, Koedukation und Identitätsbildung.
Wie unterscheidet sich die reflektierte Koedukation von der partiellen Seedukation?
Während die reflektierte Koedukation auf die geschärfte Wahrnehmung innerhalb gemischter Gruppen zielt, bietet die partielle Seedukation zeitweise Trennung, um einen geschützten Raum für geschlechtsspezifische Themen zu schaffen.
Warum ist die männliche Dominanz in der ersten Säule der Pädagogik so problematisch?
Die Dominanz führt zu einer ungleichen Bewertung von Eigenschaften und schränkt Frauen in ihrem wirtschaftlichen, politischen und juristischen Status ein.
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- Caroline Pichler (Author), 2018, Geschlecht und soziale Ungleichheit. Atelier Mädchenarbeit und Bubenarbeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/451349