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Das Motiv der Großstadt. Literatur in der Weimarer Republik

Titel: Das Motiv der Großstadt. Literatur in der Weimarer Republik

Ausarbeitung , 2015 , 14 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Sophia Pistorius (Autor:in)

Germanistik - Literaturgeschichte, Epochen
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit soll mittels einer literatursoziologischen und textanalytischen Herangehensweise untersucht werden, welche Kennzeichen und Themen der Großstadtliteratur angehören und wie Großstadt in den drei literarischen Gattungen, insbesondere zur Zeit der Weimarer Republik, dargestellt wurde.
Zunächst möchte ich durch einen historischen Rückblick die Gründe für das Interesse von Autoren und Publikum am Thema Großstadt erarbeiten, um dann im Folgenden genauer auf das Motiv in den unterschiedlichen Gattungen und eventuelle Unterschiede in seiner Verwendung einzugehen. Mein Fokus wird dabei auf der Epik liegen, da diese die verbreitetste Gattung der Großstadtliteratur war.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hintergrundinformationen

3. Großstadt in der Lyrik

4. Großstadt in der Epik

4.1 Der Großstadtroman

4.2 Wichtige Themenfelder

4.3 Erzähltechnische Besonderheiten

4.4 Beispiel: „Manhattan Transfer“ (Dos Passos, 1925)

5. Großstadt im Drama

6. Resümee

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht mittels literatursoziologischer und textanalytischer Ansätze, welche thematischen und formalen Merkmale die Großstadtliteratur kennzeichnen und wie das Motiv der Stadt in den drei literarischen Gattungen, insbesondere zur Zeit der Weimarer Republik, verarbeitet wurde.

  • Historische Entwicklung der Großstadtthematik in der Literatur
  • Analyse der Stadt als literarischer Handlungsraum und Protagonistin
  • Untersuchung erzähltechnischer Neuerungen wie der Montagetechnik
  • Vergleichende Betrachtung der Darstellung in Epik, Lyrik und Drama
  • Identitätssuche und Anonymität im Kontext des Großstadtlebens

Auszug aus dem Buch

4.4 Beispiel: „Manhattan Transfer“ (Dos Passos, 1925)

Der 1925 vom amerikanischen Schriftsteller John Dos Passos veröffentlichte Roman „Manhattan Transfer“ spielt in New York und zeigt über einen Zeitraum von 25 Jahren (Ende des 19. Jahrhunderts bis Anfang des 20. Jahrhunderts) Ausschnitte aus dem Leben von über 30 Figuren unterschiedlicher Herkunft und sozialem Hintergrund. Ihre Lebensläufe kreuzen sich teilweise, die einzige wirkliche Verbindung zwischen ihnen ist jedoch New York, die Stadt, in der sie leben. Dies wirkt auf den Leser zunächst unübersichtlich und chaotisch, im Verlauf ist jedoch eine Struktur erkennbar, da sich die Lebensläufe der Figuren in einigen Punkten ähneln. Diese Multiperspektivität gleicht der Komplexität der Stadt. Da es keinen wirklichen Plot gibt, also kein Ereignis, das alle Figuren miteinander verbindet, wird „Manhattan Transfer“ auch als „Roman aus Lebensläufen“ bezeichnet.

Dos Passos greift in seiner Erzählung auf für den Großstadtroman typische Themenfelder zurück. So spielt die Stadt New York eine übergeordnete Rolle im Geschehen und wird zum einen als Synonym für die Bewohner selbst (d.h. die Figuren selbst verkörpern die Vielfalt der Stadt), zum anderen als eigentlicher Ort des Geschehens dargestellt. Außerdem beeinflusst sie die Figuren, bedingt ihre Wünsche und Entscheidungen und ändert so auch den Verlauf der Handlung. Diese Übermächtigkeit der Stadt, ebenso wie die Übermächtigkeit an Sinneswahrnehmungen, bedingt durch die neuen Technologien, wird in „Manhattan Transfer“ literarisch aufgegriffen. Weitere Themen sind die Vereinsamung in der Gesellschaft, das Nebeneinanderherleben in der Großstadt und die Desorientierung, die Dos Passos mittels einer sowohl räumlichen als auch zeitlichen Orientierungslosigkeit der Figuren darstellt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung der literatursoziologischen Herangehensweise und Definition des Untersuchungsziels bezüglich der Großstadtliteratur in den drei Gattungen.

2. Hintergrundinformationen: Erläuterung der historischen Voraussetzungen für die Entstehung der Großstadtliteratur, insbesondere durch Industrialisierung und Urbanisierung zwischen 1890 und 1930.

3. Großstadt in der Lyrik: Untersuchung der experimentellen Darstellungsformen in der Lyrik, die durch Themen wie Anonymität und Schnelligkeit des modernen Lebens geprägt ist.

4. Großstadt in der Epik: Analyse des Großstadtromans als Leitgattung, der durch Montagetechniken und komplexe Wirklichkeitskonstruktionen versucht, die Vielschichtigkeit der Metropole abzubilden.

4.1 Der Großstadtroman: Definition des Großstadtromans und Einordnung von Schlüsselwerken wie „Berlin Alexanderplatz“ und „Manhattan Transfer“.

4.2 Wichtige Themenfelder: Diskussion zentraler Aspekte wie Anonymität, Reizüberflutung, Entfremdung sowie der Gegensatz von Stadt und Land.

4.3 Erzähltechnische Besonderheiten: Darstellung der Ablösung linearer Erzählweisen durch Montage, inneren Monolog und Bewusstseinsstrom.

4.4 Beispiel: „Manhattan Transfer“ (Dos Passos, 1925): Detaillierte Betrachtung der Multiperspektivität und der Funktion New Yorks als übergeordnete Instanz im Roman.

5. Großstadt im Drama: Analyse der eher untergeordneten Bedeutung des Themas im Drama, wobei dennoch wichtige Werke und die Technik der Montage als Verbindungselement beleuchtet werden.

6. Resümee: Zusammenfassende Reflexion der Erkenntnisse über die literarische Auseinandersetzung mit der Großstadt und ihre fortdauernde Aktualität.

Schlüsselwörter

Großstadtliteratur, Weimarer Republik, Urbanisierung, Industrialisierung, Epik, Lyrik, Drama, Montage, Anonymität, Entfremdung, Identitätskrise, Großstadtroman, Moderne, Realismus, Expressionismus

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die literarische Verarbeitung der Großstadt in den drei großen Gattungen Epik, Lyrik und Drama, wobei der Schwerpunkt auf der Zeit der Weimarer Republik liegt.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Autorin/der Autor?

Zu den zentralen Themen gehören die Anonymität in der Masse, der Verlust überlieferter Werte, die Reizüberflutung durch neue Technologien, Identitätskrisen sowie das Spannungsfeld zwischen Moderne und Tradition.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die spezifischen Kennzeichen der Großstadtliteratur herauszuarbeiten und zu analysieren, wie die Großstadt nicht nur als Handlungsort, sondern als aktive Handlungsträgerin die literarischen Werke und Erzählstrukturen beeinflusst.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt einen literatursoziologischen und textanalytischen Ansatz, um sowohl die soziokulturellen Hintergründe der Industrialisierung als auch die erzähltechnischen Innovationen der Texte zu interpretieren.

Welche inhaltlichen Schwerpunkte werden im Hauptteil gesetzt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der drei Gattungen, wobei die Epik besonders intensiv hinsichtlich neuer Montagetechniken und der komplexen Konstruktion von Realität untersucht wird.

Welche Keywords definieren diese Arbeit am besten?

Die wichtigsten Schlüsselwörter sind Großstadtliteratur, Urbanisierung, Montage, Identitätskrise, Weimarer Republik sowie die Gattungen Epik, Lyrik und Drama.

Warum wird „Manhattan Transfer“ von Dos Passos als zentrales Beispiel gewählt?

Der Roman dient als Musterbeispiel für die moderne Großstadtepik, da er durch Multiperspektivität und eine spezielle Montagetechnik die chaotische Komplexität einer Metropole wie New York perfekt abbildet.

Welche erzähltechnischen Neuerungen sind für die Großstadtliteratur typisch?

Charakteristisch ist die Abkehr von linearen Erzählweisen zugunsten der Montagetechnik, des inneren Monologs, der erlebten Rede und wechselnder Erzählperspektiven zur Darstellung von Vielschichtigkeit.

Welche Rolle spielt die Montage über die Epik hinaus?

Die Montage wird auch im Drama genutzt, um Text, Bild und Musik zu konstruieren und die Inszenierung als Forum für gesellschaftliche Debatten zu stärken.

Wie bewertet die Arbeit die aktuelle Relevanz des Themas?

Die Autorin/der Autor betont, dass das Thema durch fortlaufende Landflucht und Urbanisierung sowie neue Kommunikationsformen (z.B. Internet) dauerhaft aktuell bleibt und weiterhin literarisch verarbeitet wird.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Motiv der Großstadt. Literatur in der Weimarer Republik
Hochschule
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Veranstaltung
Die 'goldenen 20er'. Literatur der Weimarer Republik
Note
1,0
Autor
Sophia Pistorius (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
14
Katalognummer
V451370
ISBN (eBook)
9783668842212
ISBN (Buch)
9783668842229
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Großstadt Literatur Motiv Großstadtmotiv Stadt Stadt in der Literatur Weimarer Republik Goldene Zwanziger 1920 Lyrik Epik Drama Großstadtroman Manhattan Transfer Dos Passos
Produktsicherheit
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Arbeit zitieren
Sophia Pistorius (Autor:in), 2015, Das Motiv der Großstadt. Literatur in der Weimarer Republik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/451370
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Leseprobe aus  14  Seiten
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