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Horatier und Curiatier. Vorbilder des Patriotismus oder doch nur Mörder?

Vergleich der Patriotismusdarstellungen des Titus Livius und des Dionysios von Halikarnassos anhand des Kampfes der Horatier und Curiatier

Título: Horatier und Curiatier. Vorbilder des Patriotismus oder doch nur Mörder?

Trabajo Escrito , 2011 , 21 Páginas , Calificación: 1,5

Autor:in: Martin Richter (Autor)

Filología Clásica - Otros
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Fragen, die es in dieser Arbeit zu betrachten gilt, beziehen sich vor allem auf die Darstellung des Patriotismus, in der Erzählung über die Horatier und Curiatier, der beiden Historiker. Die erste Frage, die zu beantworten ist, ist ob sich die patriotische Haltung zwischen einem Römer und einem von Rom begeisterten Griechen wesentlich unterscheidet bzw. bei welchem der beiden diese deutlicher zum Vorschein kommt. Des Weiteren muss betrachtet werden, wer als besonders patriotisch dargestellt wird. Sind es nur die Kämpfer der Römer oder auch die der Albaner oder aber vielleicht noch andere Personen? Auf diese Fragen sollen Antworten gefunden werden, indem die Vorgeschichte zu den Ereignissen kurz beleuchtet und der Schwerpunkt auf den Zweikampf gelegt wird. Abschließend soll noch kurz auf die Rezeptionsgeschichte eingegangen werden. Hierbei liegt der Fokus auf der künstlerischen Rezeption, wo Künstler in späterer Zeit sich mit diesem Themenbereich auseinandersetzten und für ihre eigenen Konzeptionen nutzten.

Titus Livius und Dionysios von Halikarnassos waren zwei Historiker der augusteischen Klassik. Sie hatten nicht nur den Anspruch vergangenes Wissen darzustellen, sondern sie wollten auch ihre Leser unterhalten. Dies vollbrachten sie, indem sie ihre Werke literarisch durchstilisierten. So waren sie sich in manchen Dingen gleich, in anderen wiederum sehr verschieden. Der eine, Livius, ein Römer, schuf mit seinem Werk Ab urbe condita das bedeutendste Geschichtswerk seiner Zeit. Der andere, Dionysios, ein Grieche, der aber seine Hauptschaffenszeit in Rom verbrachte, schuf mit seinen Antiquates romanae ein dem Werk des Livius inhaltlich vergleichbares Stück, welches jedoch im Umfang dem des Römers unterlegen war.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Vorgeschichte des Konfliktes (Liv. 1,22,1 – 1,23,10)

2.1 Zusammenfassung des Geschehens

2.2 T. Hostilius und M. Fufetius und die Anfänge der Patriotismusdarstellung

3. Der Kampf zwischen den Horatii und Curiatii

3.1 Die fetial formula und weitere Vorbereitungen (Liv. 1,24,1 – 1,25,2)

3.2 Der Kampf (Liv. 1,25,3 – 1,25,13)

3.3 provocatio ad populum und Horatia (Liv. 1,26,1 – 1,26,13)

4. Rezeption in der Malerei

4.1 Die Fresken des Konservatorenpalastes

4.2 Die Stuckreliefs im Schloss Weikersheim

4.3 Jacques-Louis David

5. Schlussbetrachtungen

6. Anhang

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht und vergleicht die unterschiedlichen Darstellungen des Patriotismus in den Werken der Historiker Titus Livius und Dionysios von Halikarnassos, wobei der Fokus auf dem mythischen Kampf der Horatier und Curiatier liegt. Es wird analysiert, wie beide Autoren das Konzept der Vaterlandsliebe sowie die Rolle einzelner Akteure im historischen Kontext interpretieren und welche Unterschiede in ihrer jeweiligen narrativen Ausgestaltung erkennbar sind.

  • Vergleich der patriotischen Haltungen bei Livius und Dionysios
  • Analyse der Rolle von Tullus Hostilius und Mettius Fufetius
  • Untersuchung der Dramatisierung des Zweikampfes der Drillinge
  • Rezeptionsgeschichte des Stoffes in der europäischen Malerei (16.-18. Jh.)

Auszug aus dem Buch

3.2 Der Kampf (Liv. 1,25,3 – 1,25,13)

Datur signum (Liv. 1,25,3), mit dieser unpersönlichen Konstruktion, so auch Jutta Fries, kennzeichnet Livius den Beginn von etwas neuem, dem Kampf.10 Für die Kämpfer ist nun klar, dass sie nicht für sich selbst kämpfen, sondern für ein ganzes Volk. So stellt sich nur noch die Frage nach imperium oder servitium (Liv. 1,25,3). Es kommt zum ersten Aufeinandertreffen der Waffen der einzelnen Streiter. Ein horror ingens (Liv. 1,25,4) durchstreift die Zuschauer und neutro inclinata spe torpebat vox spiritusque (Liv. 1,25,4). Plötzlich liegen schon zwei Römer am Boden und drei Albaner sind verwundet (Liv. 1,25,5). Livius, so Fries, gewinnt eine intensive dramatische Wirkung, indem er beide Todesfälle zu einem Vorgang zusammenzieht (Liv. 1,25,5).11 Nun richten sich alle Blicke auf den letzten verbliebenen Römer, der nochmals beschrieben wird, damit der Leser wieder ein aktuelles Bild der momentanen Situation bekommt; Livius 1,25,7: Forte is integer fuit, ut universis solus nequaquam par, sic adversus singulos ferox. Hier wird nun nochmals seine wichtigste Charaktereigenschaft, die ferocitas hervorgehoben, welche es ihm ermöglicht patriotisch für sein Vaterland in die Schlacht zu ziehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einführung stellt die beiden Historiker Livius und Dionysios vor, beleuchtet ihre Hintergründe und skizziert die zentrale Forschungsfrage nach den Unterschieden ihrer Patriotismusdarstellung.

2. Die Vorgeschichte des Konfliktes (Liv. 1,22,1 – 1,23,10): Dieses Kapitel fasst das Geschehen um den Konflikt zwischen Rom und Alba einleitend zusammen und betrachtet die Rolle der Herrscher Tullus Hostilius und Mettius Fufetius.

3. Der Kampf zwischen den Horatii und Curiatii: Die Analyse des zentralen Zweikampfes und der rituellen Vorbereitungen zeigt die methodischen Differenzen bei der Schilderung dieses Schlüsselereignisses zwischen den beiden antiken Autoren auf.

4. Rezeption in der Malerei: Anhand ausgewählter Werke der bildenden Kunst wird dargelegt, wie die Geschichte der Horatier und Curiatier über Jahrhunderte hinweg als patriotisches Exempel künstlerisch verarbeitet wurde.

5. Schlussbetrachtungen: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und beantwortet die Frage, welcher der antiken Autoren das Thema Patriotismus deutlicher und in welcher Form ausgestaltet hat.

6. Anhang: Dieser Teil enthält das Literaturverzeichnis und die Dokumentation der im Text erwähnten Abbildungen.

Schlüsselwörter

Titus Livius, Dionysios von Halikarnassos, Patriotismus, Horatier, Curiatier, Tullus Hostilius, Zweikampf, Römische Geschichte, Antike Historiographie, Malerei, Rezeptionsgeschichte, ferocitas, Vaterlandsliebe, Historik, Heldendarstellung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Darstellung des Patriotismus in den Berichten von Titus Livius und Dionysios von Halikarnassos über den mythischen Kampf der Horatier und Curiatier.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind antike Geschichtsschreibung, Patriotismuskonzepte, der Vergleich narrativer Strategien und die künstlerische Rezeption historischer Stoffe.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Unterschiede in der patriotischen Darstellung zwischen einem römischen Historiker und einem griechischen Autor zu identifizieren und zu ergründen, wer das patriotische Ideal ausgeprägter vermittelt.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um einen komparativen Literaturvergleich, bei dem antike Primärquellen mit moderner Forschungsliteratur analysiert und anschließend eine rezeptionsgeschichtliche Einordnung in der Malerei vorgenommen wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorgeschichte des Konfliktes, die Analyse des Kampfgeschehens sowie die Betrachtung der rechtlichen und persönlichen Konsequenzen (Perduellio-Prozess) und die anschließende malerische Rezeption.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Patriotismus, ferocitas, Horatier, Curiatier, Livius, Dionysios, Geschichtsschreibung und Rezeptionsgeschichte.

Warum wird Horatius am Ende der Erzählung des Livius angeklagt?

Die Anklage wegen Hochverrats (Perduellio) resultiert aus der Tötung seiner Schwester; Livius nutzt dies, um die Komplexität zwischen privater Familienpflicht und staatlicher Ordnung zu thematisieren.

Wie unterscheidet sich die Darstellung bei Dionysios von der des Livius?

Dionysios neigt dazu, das Kampfgeschehen emotionaler und rührseliger zu gestalten, während er den expliziten Patriotismus, den Livius betont, eher zurückhaltender darstellt und stattdessen die Kultiviertheit der Führungsschicht hervorhebt.

Welche Rolle spielt der Begriff „ferocitas“?

Die „ferocitas“ ist eine zentrale Charaktereigenschaft, die von Livius besonders bei Horatius hervorgehoben wird und als innerer Antrieb für seinen patriotischen Einsatz und seinen unbedingten Kampfesmut dient.

Wie bewertet die Arbeit die Tat des Horatius?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass Horatius weniger als bloßer Mörder zu betrachten ist, sondern vielmehr als ein blindwütiger Verfechter der römischen Patriotismus-Ideale, der die unpatriotische Haltung seiner Schwester bestrafen wollte.

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Detalles

Título
Horatier und Curiatier. Vorbilder des Patriotismus oder doch nur Mörder?
Subtítulo
Vergleich der Patriotismusdarstellungen des Titus Livius und des Dionysios von Halikarnassos anhand des Kampfes der Horatier und Curiatier
Universidad
http://www.uni-jena.de/
Calificación
1,5
Autor
Martin Richter (Autor)
Año de publicación
2011
Páginas
21
No. de catálogo
V451402
ISBN (Ebook)
9783668842755
ISBN (Libro)
9783668842762
Idioma
Alemán
Etiqueta
Geschichte Latein Livius Rom Italien Unteritalien Horatier Curiatier Patriotismus Vergleich Buch Konflikt Latinistik
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Martin Richter (Autor), 2011, Horatier und Curiatier. Vorbilder des Patriotismus oder doch nur Mörder?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/451402
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