Private Altervorsorge in Deutschland. Aktienfonds als Grundstein für den gesicherten Altersruhestand?


Seminararbeit, 2004
17 Seiten, Note: 2,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1. Das Rentensystem in Deutschland
1.1 Die 3 Säulen der Altersvorsorge
1.2 Problemfall gesetzliches Rentensystem
1.3 Die Notwendigkeit zur privaten Vorsorge

2. Private Altervorsorge
2.1 Instrumente der privaten Altersvorsorge
2.1.1 Versicherungsprodukte
2.1.2 Sparprodukte der Banken
2.2 Aktienfonds als ausgewähltes Anlageinstrument
2.2.1 Struktur der Aktienfonds
2.2.2 Sicherheit der Anlage
2.2.3 Anlageerfolg
2.2.3.1 Rendite
2.2.3.2 Kosten
2.2.4 Flexibilität
2.2.5 Steuerliche Vorteile

3. Zukunft nach Plan – Der Aktienfondssparplan
3.1 Erläuterung des Sparplans
3.2 Cost-Average-Effekt
3.3 Staatliche Fördermaßnahmen

4. Verlauf eines Sparplans
4.1 Die Ansparphase
4.2 Der Altersruhestand

5. Fazit

Anhang

Quellenverzeichnis

ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Das Rentensystem in Deutschland

Das deutsche System zur Sicherung der Altersvorsorge basiert auf einer Dreiteilung der Vorsorgebausteine, den sogenannten „3 Eckpfeilern der Vorsorge“, welche in Kombination dazu verhelfen sollen im Alter den erreichten Status der Vorjahre zu sichern.

Diese 3 Säulen der Altersvorsorge sollen im folgenden Abschnitt kurz erläutert werden.

1.1 Die 3 Säulen der Altersvorsorge

Die erste Säule[1] und in Deutschland zugleich bedeutendste stellt die gesetzliche Rentenversicherung dar. Sie basiert auf einem Umlageprinzip. Dies bedeutet, dass die heutigen Arbeitnehmer mit ihren Beiträgen die Bezüge der heutigen Rentner begleichen.

Die zweite Säule stellt die betriebliche Vorsorge dar. Diese Form der Vorsorge spielt in vielen europäischen Ländern eine wichtige Rolle, in Deutschland ist sie jedoch nur von sehr untergeordneter Bedeutung[2], da sie meist nur von großen Unternehmen und dort auch nur für bestimmte Arbeitnehmerkreise gewährt wird. Hierfür kann z.B. eine langjährige Betriebszugehörigkeit, oder das Besetzen einer Schlüsselposition im Unternehmen, wie z.B. Vorstand oder Prokurist eines Unternehmens, maßgeblich sein. Auf Grund von zunehmender Flexibilität und Mobilität im Beruf, sowie Entlassungswellen dürfte diese 2. Säule auch weiterhin in Deutschland nur eine untergeordnete Rolle spielen.

Die dritte und zugleich immer bedeutsamere Säule ist schließlich die private Vorsorge. Da wie bereits zuvor erwähnt die „Früchte“ der ersten beiden Säulen künftig eher magerer ausfallen dürften, sollte diese verstärkt forciert werden, um eine stabile und ausreichende Versorgung für das Alter sicher zu stellen.

Im internationalen Vergleich ist Deutschland im Hinblick auf die Gewichtung der privaten Vorsorge mit das Schlusslicht, wohingegen z.B. in den USA eine annähernde
“Pari-Situation“ herrscht zwischen staatlichen und privater Vorsorge [3].

1.2 Problemfall gesetzliches Rentensystem

Nur wenige Jahre zuvor warb ein deutscher Politiker namens Norbert Blüm für seine Partei mit dem Satz: „Die Renten sind sicher.“. Dass dieser Satz zunehmend an Bedeutungslosigkeit gewinnt, können wir täglich in den Medien lesen.

Dort ist die Rede von Millardenlöchern in den gesetzlichen Rentenkassen, von

drohender Zahlungsunfähigkeit des Rentensystems, steigenden Beitragssätzen oder sogar einer Erhöhung des Renteneintrittsalters.

Grund für diese negativen Schlagzeilen ist das System an sich: Das gesetzliche Umlagesystem, oft auch „ Generationenvertrag “ genannt, basiert wie bereits angedeutet darauf, dass die eingehenden Beiträge der heutigen Arbeitnehmer sofort an die Rentenbezieher ausgezahlt werden. Jedoch droht dieses Finanzierungssystem momentan zu kippen, da sich grundlegende Faktoren im Laufe der Zeit geändert haben, und das System destabilisieren. Einige Ursachen hierfür sind:

- Durch längere Schul- und Studienzeiten erreichen heute nur noch die wenigsten Arbeitnehmer die im System vorrausgesetzten 45 Beitragsjahre. Hinzu kommen evtl. noch Pausen durch Arbeitslosigkeit oder Kindererziehung.
- Die Zahl der Erwerbstätigen, die erst mit 65 Jahren aus dem Beruf ausscheiden, nimmt stetig ab. Gründe hierfür sind z.B. Altersteilzeit, vorzeitiger Ruhestand, Erwerbsminderungsrentenbezug.
- Zunehmende Verschiebungen in der demografischen Zusammensetzung der Bevölkerung[4], hervorgerufen durch geburtenschwache Jahrgänge und eine steigende Lebenserwartung, welche dazu führt, dass immer weniger Steuerzahler immer mehr Rentner finanzieren müssen.

Gerade letztgenannte Entwicklung wird in Zukunft die größten Probleme hervorrufen, da bereits im Jahr 2030 zu erwarten ist, dass ein Arbeitnehmer mehr als einen Rentner finanzieren muss.

1.3 Die Notwendigkeit zur privaten Vorsorge

Da die erste und wichtigste Säule der Altersvorsorge wie geschildert immer mehr kränkelt, und auch eine Verbesserung der Versorgung aus der zweiten Säule sehr unwahrscheinlich ist, kommt somit der privaten Vorsorge zunehmende Bedeutung zu.

Um den im Berufsleben erarbeiteten Status auch im Alter erhalten zu können, müssen die Vorsorgelücken aus zahlreichen Rentenreformen, wie z.B. Reduzierung des „Rentenbonus“ für Schul- und Studienzeiten, Anhebung der Altersgrenze für den Bezug der Altersrente oder die Kürzung der Rente bei Ruhestand vor dem 65. Lebensjahr, privat geschlossen werden.

Hierzu stehen jedem Arbeitnehmer die verschiedensten Strategien, und damit verbunden eine Vielzahl von Produkten zur Verfügung, die im nachfolgenden Kapitel zusammengefasst werden.

2. Private Altersvorsorge

2.1 Instrumente der privaten Altersvorsorge

2.1.1 Versicherungsprodukte

Kapitalbildende Lebens- oder Rentenversicherungen sind in Deutschland weit verbreitete Produkte. Fast jeder Bundesbürger hat mindestens eine Police zu Hause schlummern. Diese Produkte kombinieren einen Ansparplan mit einer Todesfallabsicherung.

Dabei unterscheiden sich Lebens- von Rentenversicherungen i.d.R. nur durch Auszahlungsmodalitäten und der Höhe des integrierten Todesfallschutzes.

Ein wesentlicher Vorteil einer solchen Police besteht in der garantierten Ablaufleistung, also einer gewissen Planungssicherheit für den Anleger. Das garantierte Kapital unterliegt nicht möglichen Schwankungen des Geld- oder Kapitalmarktes, wie z.B. bei der Anlage in Investmentfonds.

Dafür fällt die Garantieverzinsung aber mit 3,25% dementsprechend mager aus. Die versprochene Überschussbeteiligung zu Laufzeitende ist nur ein geschätzter Wert, und kann nicht garantiert werden. Besonders zu berücksichtigen ist auch die Unflexibilität der Anlage, da aus steuerlichen Gründen eine Laufzeit von min. 12 Jahren vorgeschrieben ist.

Von einer vorzeitigen Verfügung ist klar abzuraten, da der Versicherungsnehmer auf Grund des besonders in den Anfangsjahren sehr niedrigen Rückkaufswerts hohe Verluste realisieren würde.

Als Variante einer normalen kapitalbildenden Versicherung sei noch die fondsgebundene Lebensversicherung erwähnt. Hierbei fließen die Sparbeiträge in einen oder mehrere Investmentfonds. Neben den o.g. Nachteilen ist hier noch zu bemerken, dass die Auswahlmöglichkeiten der Anlegers oft sehr begrenzt ist, und meist nur hauseigene Produkte gewählt werden können. Auch kann eine bestimmte Ablaufleistung hier nicht Aus Flexibilitätsgründen ist hier der Abschluss einer Risiko-Lebensversicherung in Kombination mit einem Investmentfondssparplan zu bevorzugen.

2.1.2 Sparprodukte der Banken

Grundsätzlich können die Sparprodukte der Banken unterschieden werden in fest- und variabelverzinsliche Anlagen. Die festverzinslichen Produkte bieten eine absolute Planungssicherheit, wohingegen bei variablen Produkten sowohl Vor- als auch Nachteile durch Schwankungen am Geldmarkt auftreten können.

Bei allen Produkten kann jedoch gesagt werden, dass sie eine eher magere Rendite abwerfen werden. Sie eignen sich aber auf Grund ihren Flexibilität und der Planungssicherheit hervorragend zur Erreichung bestimmter Sparziele, wie z.B. Autokauf etc.

Leider weisen die o.g. Produkte gravierende Nachteile auf, wie z.B. zu geringe Rendite oder kaum Flexibilität. Hinsichtlich der Sicherheit des eingesetzten Kapitals sind diese Anlageformen zwar zu favorisieren, jedoch wäre der Kapitaleinsatz, um eine adäquate Altersvorsorge aufzubauen für den Durchschnittsverdiener deutlich zu hoch. Aus diesem Grund soll im nachfolgenden Abschnitt näher auf die langfristig sehr sichere und renditestarke Anlageform der Aktienfonds eingegangen werden, die, wenn noch eine voraussichtlich lange Laufzeit bis Renteneintritt vorliegt, bestens zum Vermögensaufbau, also auch zur Altersvorsorge geeignet sind.

2.2 Aktienfonds als ausgewähltes Anlageinstrument

2.2.1 Struktur der Aktienfonds

Sowohl Aktienfonds, als auch alle anderen Formen von Investmentfonds, wie Rentenfonds, Immobilienfonds, Geldmarktfonds oder gemischte Fonds, sind vereinfacht darstellbar als ein „großer Topf“, indem Anlegergelder gesammelt und als einheitliches Fondsvermögen investiert werden.

[...]


[1] Vgl. Anhang: Abb. 1

[2] Vgl. Anhang: Abb. 1

[3] Vgl. Anhang: Abb. 1

[4] Vgl. Anhang: Abb. 2

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten

Details

Titel
Private Altervorsorge in Deutschland. Aktienfonds als Grundstein für den gesicherten Altersruhestand?
Hochschule
Duale Hochschule Baden-Württemberg Heidenheim, früher: Berufsakademie Heidenheim
Note
2,0
Autor
Jahr
2004
Seiten
17
Katalognummer
V45161
ISBN (eBook)
9783638426091
Dateigröße
657 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Private, Altervorsorge, Deutschland, Aktienfonds, Grundstein, Altersruhestand
Arbeit zitieren
Alexander Schwaier (Autor), 2004, Private Altervorsorge in Deutschland. Aktienfonds als Grundstein für den gesicherten Altersruhestand?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/45161

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