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Die Rolle von Persönlichkeitsfaktoren auf die Selbsteinschätzung digitaler Kompetenz

Titre: Die Rolle von Persönlichkeitsfaktoren auf die Selbsteinschätzung digitaler Kompetenz

Thèse de Master , 2018 , 121 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Petra Bessel-Zaubzer (Auteur)

Psychologie - Travail, Entreprise, Organisation
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Résumé Extrait Résumé des informations

Mit der Erfindung des PCs in den 70er Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts, seinem Siegeszug in die Büros als Textverarbeitungssystem in den 80er Jahren und der Verbreitung des Internets im darauffolgenden Jahrzehnt hat ein neues Zeitalter für das Arbeitsleben begonnen. Die Digitalisierung hat unser Leben von Grund auf verändert und erfordert neue Kompetenzen zur Bewältigung der Herausforderungen in der neuen, digitalen Umgebung. Doch wie kompetent fühlen sich Anwender bei der Bedienung des Internets und welchen Einfluss hat die Persönlichkeit auf diese Einschätzung?

Es ist anzunehmen, dass das Konstrukt der "Digitalen Kompetenz" über die Begrifflichkeit der Computerkompetenz beziehungsweise der Internet(nutzungs)kompetenz hinausgeht. Damit stellt sich die Frage: Was ist unter dem Konstrukt der "Digitalen Kompetenz" zu verstehen? Und darüber hinaus: Wie kann man dieses Konstrukt beschreiben und erfassen?

Die Europäische Union hat bereits 2006 in einem Dossier die "Computerkompetenz" als Schlüsselkompetenz aufgeführt. Für Unternehmen eröffnet die Digitalisierung Innovationspotentiale und demzufolge Wettbewerbsvorteile, wenn diese Potentiale ausgeschöpft werden können. So gelangt die digitale Kompetenz der Mitarbeiter und Führungskräfte auch in den Fokus der Unternehmen. Neun von zehn Führungskräften halten die digitale Kompetenz der Mitarbeiter als erfolgsentscheidend für die zukünftige Unternehmensentwicklung und ein Großteil der Unternehmen erkennt genau darin einen enormen Handlungsbedarf.

Extrait


Gliederung

1. Einleitung

1.1 Forschungsfrage

1.2 Vorgehensweise

2. Theoretische Betrachtungen

2.1 Das Phänomen der Persönlichkeit

2.1.1 Zur wissenschaftlichen Debatte über Persönlichkeitsfaktoren

2.1.2 Zum Big-Five-Konzept der Persönlichkeit

2.2 Das wissenschaftliche Verständnis über Kompetenz und seine Erfassung

2.2.1 Zum allgemeinen Kompetenzverständnis

2.2.2 Möglichkeiten der Kompetenzmessung

2.3 Die Bedeutung des Konstruktes „Digitale Kompetenz“

2.3.1 Begriffliche Entwicklung des Konstruktes „Digitale Kompetenz“ und ähnlicher Konstrukte

2.3.2 Das Konzept der Europäischen Union zur „Digitalen Kompetenz“

2.4 Der Zusammenhang zwischen Persönlichkeitsfaktoren und (digitaler) Kompetenz

2.5 Ableitung von Hypothesen aus den bisherigen Betrachtungen

3. Methodisches Vorgehen

3.1 Das Untersuchungsdesign

3.2 Die Messverfahren

3.2.1 Zur deutschen Version des Big Five Inventory 2 (BFI-2)

3.2.1.1 Beschreibung des Messinstrumentes

3.2.1.2 Gütekriterien

3.2.2 Das Raster zur Selbstbeurteilung digitaler Kompetenzen der EU

3.2.2.1 Beschreibung des Messinstrumentes

3.2.2.2 Gütekriterien

3.3 Untersuchungsdurchführung

3.4 Ergebnisse

3.4.1 Stichprobenbeschreibung

3.4.2 Hypothesentest

3.4.2.1 Prüfen der Voraussetzungen

3.4.2.2 Testresultate

3.5 Diskussion

3.5.1 Zusammenfassung

3.5.2 Kritische Reflexion des methodischen Vorgehens

3.5.3 Schlussfolgerungen und Empfehlungen für weitere Studien

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Masterarbeit untersucht den Zusammenhang zwischen Persönlichkeitsfaktoren (Big Five) und der Selbsteinschätzung digitaler Kompetenzen bei Erwachsenen. Ziel der Arbeit ist es, auf Basis einer explorativen, quantitativen Feldstudie zu ermitteln, ob und inwieweit spezifische Persönlichkeitsmerkmale die Ausprägung einzelner Dimensionen digitaler Kompetenz beeinflussen.

  • Psychologische Grundlagen der Persönlichkeitsforschung (Big-Five-Modell)
  • Konzeptualisierung und Operationalisierung digitaler Kompetenz gemäß EU-Modell
  • Empirische Überprüfung des Einflusses von Persönlichkeitsfaktoren auf digitale Kompetenzbereiche
  • Methodische Validierung der Messinstrumente (BFI-2 und EU-Raster)
  • Analyse korrelativer Zusammenhänge mittels nicht-parametrischer Statistik

Auszug aus dem Buch

2.1 Das Phänomen der Persönlichkeit

Das wissenschaftliche Interesse am Phänomen der menschlichen Persönlichkeit reicht mindestens bis ins Altertum zurück. Quasi schon immer gehörte es zu den grundlegenden Bemühungen des Menschen, andere Menschen zu „durchschauen“ und ihr Verhalten vorherzusagen (Hossiep, Paschen & Mühlhaus, 2000, S. 5).

Anfangs wurde in der Forschung der Begriff des „Charakters“ bevorzugt, analog des Sprachgebrauchs im anglo-amerikanischen Raum (character). Weil jedoch einige Wissenschaftler dem Begriffe eine zu feste Prägung zuschrieben, während andere das Individuum grundsätzlich für stärker wandelbar und eigenschaftsflexibel hielten, setzte sich in der wissenschaftlichen Diskussion immer mehr der Begriff der Persönlichkeit durch (Mummendey & Grau, 2014, S. 24). Seitdem gibt es eine Fülle von Definitionen zum Begriff der Persönlichkeit. In der Alltagspsychologie wird die Persönlichkeit des Menschen als „Gesamtheit aller Eigenschaften (Dispositionen und Gestalteigenschaften) verstanden, in denen er sich von anderen Menschen unterscheidet“ (Asendorpf, 2004, S. 5). Dabei sind Dispositionen Merkmale eines Menschen, die mittelfristig, d. h. zumindest Wochen oder Monate, zeitlich stabil sind (Asendorpf, 2004, S. 4). Gestalteigenschaften werden als körperliche Merkmale wie z. B. Gesichtsform, Größe, Schlankheit angesehen (Asendorpf, 2004, S. 5). Mummendey (2014) postuliert eine zusammenfassende Kurz-Definition, die das Wesentliche aller gängigen Begriffsbeschreibungen über Persönlichkeit beinhaltet. Demnach ist Persönlichkeit „der Inbegriff der überdauernden individuellen Merkmalsausprägungen eines Menschen“ (Mummendey et al., 2014, S. 24).

Die Begriffe Disposition, Eigenschaft und das englische Trait werden in der Literatur über die Persönlichkeitsforschung synonym verwendet und bezeichnen „Merkmale, die über die Zeit hinweg relativ stabil sind und zwischen Personen variieren“ (Rauthmann, 2017, S. 220). Über verschiedene Situationen hinweg bilden Persönlichkeitseigenschaften bzw. Traits konsistente Verhaltensunterschiede im typischen Verhalten ab (Bartussek, 1991, S. 1).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Relevanz digitaler Kompetenzen im Kontext des technologischen Wandels und definiert das Forschungsinteresse an der Verknüpfung von Persönlichkeit und Digitalkompetenz.

2. Theoretische Betrachtungen: Hier werden das Big-Five-Modell der Persönlichkeit sowie verschiedene Konzepte der Kompetenzmessung und der digitalen Kompetenz (insb. der EU) wissenschaftlich fundiert dargestellt.

3. Methodisches Vorgehen: Dieses Kapitel beschreibt das Design der explorativen Feldstudie, die verwendeten Messinstrumente (BFI-2 und EU-Raster), die Stichprobenerhebung und die statistischen Analyseverfahren.

Schlüsselwörter

Digitale Kompetenz, Persönlichkeitsfaktoren, Big Five, BFI-2, Selbsteinschätzung, Medienkompetenz, Datenverarbeitung, Internetnutzung, Persönlichkeitspsychologie, Kompetenzmessung, Explorative Studie, Korrelationsanalyse, Informationsmanagement, Online-Umfrage, Selbstwirksamkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Masterarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob und wie die Ausprägung bestimmter Persönlichkeitsmerkmale eines Individuums mit dessen subjektiver Einschätzung eigener digitaler Kompetenzen zusammenhängt.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit verknüpft die psychologische Persönlichkeitsforschung (Big Five) mit dem pädagogisch-technischen Feld der digitalen Kompetenzbildung, insbesondere unter Berücksichtigung des EU-Rahmenmodells.

Was ist das primäre Ziel der Studie?

Das primäre Ziel ist es, explorativ zu prüfen, ob es statistisch signifikante Zusammenhänge zwischen den fünf Hauptfaktoren der Persönlichkeit und fünf definierten Kompetenzbereichen im digitalen Kontext (z. B. Datensicherheit, Problemlösung) gibt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine explorative, quantitative Querschnittsstudie (ex post facto), bei der 147 Personen mittels Online-Fragebögen befragt wurden. Die Analyse erfolgt durch bivariate Korrelationen nach Spearman-Rho.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Persönlichkeit und Kompetenz, die methodische Beschreibung der Erhebungsinstrumente (BFI-2 und EU-Raster) sowie die detaillierte Darstellung und Diskussion der empirischen Testergebnisse.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Big-Five-Modell, Digitale Kompetenz, EU-Modell, Selbsteinschätzung, Medienkompetenz und Persönlichkeitspsychologie.

Wie wurde das Konstrukt „Digitale Kompetenz“ gemessen?

Die Messung basierte auf einem durch die EU entwickelten Raster, das in fünf Dimensionen (Datenverarbeitung, Kommunikation, Erstellen von Inhalten, Sicherheit, Problemlösung) unterteilt ist und als Selbstbeurteilungsinstrument konzipiert wurde.

Was sind die wichtigsten Erkenntnisse der Untersuchung?

Die Studie zeigt, dass signifikante Zusammenhänge zwischen Persönlichkeitsmerkmalen und digitaler Kompetenz existieren, wobei beispielsweise eine höhere Offenheit für Erfahrungen positiv mit digitalen Kompetenzdimensionen wie Sicherheit korreliert, während andere Zusammenhänge nur schwache Effekte aufweisen.

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Résumé des informations

Titre
Die Rolle von Persönlichkeitsfaktoren auf die Selbsteinschätzung digitaler Kompetenz
Université
University of Wuppertal  (Weiterbildung Arbeits- und Organisationspsychologie)
Note
2,0
Auteur
Petra Bessel-Zaubzer (Auteur)
Année de publication
2018
Pages
121
N° de catalogue
V451706
ISBN (ebook)
9783668891647
ISBN (Livre)
9783668891654
Langue
allemand
mots-clé
Big Five Persönlichkeitsfaktoren Digitale Kompetenz
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Petra Bessel-Zaubzer (Auteur), 2018, Die Rolle von Persönlichkeitsfaktoren auf die Selbsteinschätzung digitaler Kompetenz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/451706
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Extrait de  121  pages
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