Der Titel der Arbeit zitiert die eine Antwort aus eine Befragung zum Wissen um die Bedeutung des Begriffs "Globalisierung". Folglich betrachtet er vorliegende Text den offensichtlich lückenhaften Wissensstand der deutschen Bevölkerung zu Begriffen wie Globalisierung, Standortfaktoren und Börse (Stand 2000).
Der Wissenstand der Bevölkerung über wirtschaftliche Themen kann als Barometer für die Erfüllung der Informationsfunktion der Medien verstanden werden. Die vorliegende Arbeit nutzt dieses Barometer: Neben einem Überblick über den Wissenstand der deutschen Bevölkerung in Bezug auf Wirtschaftsfragen setzt die arbeit den "Barometerstand" in Bezug zur Wirtschafts-Berichterstattung in deutschen Medien.
Inhaltsangabe
1. Einleitung
2. Wissensstand Wirtschaft
2.1. Themenrahmen Globalisierung
2.2. Themenrahmen Börse
2.3. Themenrahmen Standortfaktoren
2.4. Zusammenfassung
2.5. Wissensgewinn durch das Internet ?
3. Fazit
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Diese Arbeit untersucht den Wissensstand der deutschen Bevölkerung über wirtschaftliche Zusammenhänge und analysiert, inwieweit die mediale Wirtschaftsberichterstattung diesen Wissensstand beeinflusst oder widerspiegelt. Dabei steht die Frage im Zentrum, ob Defizite im Wirtschaftswissen durch die Informationsfunktion der Massenmedien ausgeglichen werden können.
- Wirtschaftswissen der Bevölkerung
- Einfluss der Medienberichterstattung
- Globalisierung als wirtschaftliches Themenfeld
- Bedeutung von Börse und Standortfaktoren
- Rolle des Internets als Informationsquelle
Auszug aus dem Buch
2.4. Zusammenfassung
Scheinbar wird den Themen um so mehr Beachtung geschenkt desto offensichtlicher sie die Befragten direkt betreffen. Globalisierung ist für Einzelpersonen ein relativ abstrakter Begriff, aber Wettbewerb wirkt sich über Preissenkungen auf jeden Einzelnen direkt aus. Daß beide Begriffe sehr eng miteinander verknüpft sind scheint nicht bewußt zu sein. Hier wird auch die eigentliche Problematik deutlich. Der schlechte Wissenstand verursacht einen Teufelskreis. Die gefragten Begriffe tauchen sehr häufig in Nachrichten auf und werden meist als bekannt vorausgesetzt.
Allerdings führt die offensichtlich mangelhafte Kenntnis über diese Begriffe und den dahinterliegenden Sachverhalt zu Miß- oder Nichtverstehen der Beiträge. Damit könnte wiederum das geringe Interesse an diesen Themen begründet werden, denn wer hört/sieht sich schon gerne etwas an, das er/sie nicht versteht.
Es scheint schwierig diesen Teufelskreis zu durchbrechen. Ein möglicher Ansatz wäre das Angebot von Wirtschaftsnachrichten mit anhängenden Basisinformationen. Diese Idee ist im Bereich von Computer Fachzeitschriften bereits umgesetzt. So wird in der Zeitschrift „Computerbild“ jeder Fachbegriff extra erklärt. So könnte eine Wissensbasis für Wirtschaftsthemen geschaffen werden aus der heraus mehr Interesse für diese Themen entsteht.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Rolle der Massenmedien als „vierte Gewalt“ und diskutiert deren Informationsfunktion im Bereich der Wirtschaftsberichterstattung.
2. Wissensstand Wirtschaft: Dieses Kapitel analysiert verschiedene Themenfelder wie Globalisierung, Börse und Standortfaktoren im Hinblick auf den Informationsstand der Bevölkerung.
2.1. Themenrahmen Globalisierung: Es wird dargelegt, dass die Globalisierung trotz ihrer Bedeutung in den Medien unterrepräsentiert ist und bei der Bevölkerung zu erheblichen Wissenslücken führt.
2.2. Themenrahmen Börse: Dieser Abschnitt zeigt, dass das Verständnis grundlegender Börsenbegriffe mangelhaft ist, obwohl das Thema in Schulen und Medien präsent ist.
2.3. Themenrahmen Standortfaktoren: Hier wird untersucht, wie Faktoren der Standortwahl wahrgenommen werden und warum die mediale Thematisierung nicht zwangsläufig zu einem besseren Verständnis führt.
2.4. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung identifiziert einen „Teufelskreis“ aus mangelndem Interesse und unverständlicher Berichterstattung und schlägt Ansätze zur Verbesserung vor.
2.5. Wissensgewinn durch das Internet ?: Das Kapitel kritisiert die Rolle des Internets als Allheilmittel und warnt vor der „Anarchie der Information“ sowie dem Mangel an Orientierung.
3. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass neben den Medien auch Politik und Bildung gefordert sind, um das Wirtschaftswissen als entscheidenden Standortfaktor zu stärken.
Schlüsselwörter
Globalisierung, Wirtschaftsberichterstattung, Massenmedien, Wissensstand, Börse, Standortfaktoren, Informationsfunktion, Teufelskreis, Internet, Medienkompetenz, Wirtschaftspolitik, Standortfaktor, Wirtschaftswissen, Bevölkerungsbefragung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit dem Wirtschaftswissen der deutschen Bevölkerung und untersucht den Zusammenhang zwischen diesem Wissen und der Art und Weise, wie wirtschaftliche Themen in den Massenmedien präsentiert werden.
Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt?
Die Untersuchung konzentriert sich primär auf die Themenfelder Globalisierung, Börse sowie Standortfaktoren und analysiert deren Wahrnehmung in der Öffentlichkeit.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, einen Überblick über den aktuellen Wissensstand zu Wirtschaftsfragen zu geben und zu prüfen, ob die Medien ihrer Aufgabe zur fundierten Information gerecht werden.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf die Sekundäranalyse vorhandener Umfragedaten (z. B. Institut für Demoskopie Allensbach) sowie auf eine Auswertung der Berichterstattung verschiedener TV-Sender.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil analysiert spezifische Wissenslücken bei den genannten Themenfeldern und diskutiert, warum mediale Berichterstattung oft nicht zu einem tieferen Verständnis führt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Globalisierung, Wissensstand, Wirtschaftsberichterstattung, Medien, Standortfaktoren und ökonomische Bildung.
Warum wird im Dokument ein „Teufelskreis“ erwähnt?
Der Teufelskreis beschreibt das Phänomen, dass komplexe Wirtschaftsthemen in Nachrichten voraussetzungsreich behandelt werden; mangelndes Vorwissen führt dazu, dass Beiträge nicht verstanden werden, was wiederum das Interesse an diesen Themen weiter senkt.
Welche Rolle spielt das Internet laut der Analyse bei der Wissensvermittlung?
Das Internet wird kritisch betrachtet, da es zwar enorme Informationsmengen bietet, aber die Nutzer aufgrund der „Anarchie der Information“ vor große Herausforderungen bei der Selektion und Orientierung stellt.
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- Dr. Michael Krupp (Author), 2000, "Globalisierung ist eine Weltanschauung" - Der Wissensstand der deutschen Bevölkerung über wirtschaftliche Themen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/4518