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Analyse eines Trailers der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur zum 13. August 1961

Lernpotenzial der Themenseite "Zeitzeugeninterviews zum 13. August 1961" im Geschichtsunterricht

Titel: Analyse eines Trailers der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur zum 13. August 1961

Hausarbeit , 2018 , 28 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Laura Sophie Kersch (Autor:in)

Didaktik - Geschichte
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit wird zentral nach dem Lernpotenzial der Themenseite „Zeitzeugeninterviews zum 13. August 1961“ gefragt. Eingangs lässt sich somit vor dem Hintergrund der vorherigen Überlegungen folgende Arbeitshypothese aufstellen: Es ist sinnvoll, Zeitzeugenvideos im Geschichtsunterricht einzusetzen. Mithilfe dieser Repräsentationsform können insbesondere Kompetenzen historischen Denkens gefördert werden. Die Arbeit mit Videos bietet den Vorteil, dass die Lernenden dem Zeitzeugenbericht distanzierter und vermutlich kritischer gegenüberstehen. Zudem können Zeitzeugeninterviews am einfachsten mit großer Effektivität und mit einem niedrigen Maß an Vorbereitungszeit im Geschichtsunterricht eingesetzt werden. Trotz alledem erfordert dies eine umfassende Nachprüfung und Abgleich mit anderen Quellen und vor allem eine Einordnung in den Gesamtkontext des historischen Zusammenhanges.

Oral History ist eine anerkannte und breit angewandte Methode, aber auch nicht unumstritten. Zum Kern der Oral History gehören lebensgeschichtliche Interviews, die in den Geschichtsunterricht integriert werden können. Der Einsatz von Video-Interviews im schulischen Bereich ist besonders geeignet, um den Kernlehrplan für das Fach Geschichte der Sekundarstufen I und II in Nordrhein-Westfalen zu erfüllen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

2.1. Kontroversen

2.2. Zeitzeugenportal

3. Analyse eines Trailers der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur zum 13. August 1961

3.1. Funktion als Werbetrailer

3.2. Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den Zeitzeugenaussagen

4. Lernpotenzial der Themenseite „Zeitzeugeninterviews zum 13. August 1961“ für einen Einsatz im Geschichtsunterricht

5. Fazit

6. Quellen- und Literaturverzeichnis

7. Anhang

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das didaktische Lernpotenzial der Themenseite „Zeitzeugeninterviews zum 13. August 1961“ der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Dabei wird analysiert, inwiefern der Einsatz von Zeitzeugenvideos im Geschichtsunterricht der Sekundarstufe dazu beitragen kann, historische Kompetenzen wie Multiperspektivität, narratives Denken und eine kritische Urteilsbildung zu fördern, wobei die Ambivalenz zwischen emotionaler Identifikation und notwendiger analytischer Distanz zentral betrachtet wird.

  • Analyse der Funktion und narrativen Struktur von historischen Werbetrailern im Bildungskontext.
  • Untersuchung der Chancen und Risiken der Methode Oral History in schulischen Lernprozessen.
  • Diskussion des multiperspektivischen Lernpotenzials von Zeitzeugenerzählungen.
  • Überprüfung der Bedeutung von Zeitzeugen als Medienträger für historisches Bewusstsein und kritische Urteilsbildung.

Auszug aus dem Buch

Funktion als Werbetrailer

In diesem Unterkapitel wird der Versuch einer Begriffsdefinition von einem historischen Werbetrailer vorgenommen. Bisher gibt es noch keine Definition von einem historischen Werbetrailer. Trotz alledem lässt sich diese Bezeichnung bei MARTIN SABROW finden. Im Zusammenhang mit dem Zeitzeugenportal „Gedächtnis der Nation“ benutzt er diesen Begriff. Ein Werbetrailer ist eine Sonderform des Werbespots. Als Beispiel kann der „Social Spot“ angeführt werden, welcher für gesellschaftliche Veränderungen wirbt. Demnach versteht man darunter einen meist sehr kurzen Filmstreifen, der von den Eigenschaften aller anderen Filmgattungen Gebrauch macht zu dem Zweck, für ein historisches Ereignis zu werben. Die Emotionalität, Vermarktung, Kompaktheit, das Extremereignis und die dramatische Musik sind charakteristisch für den historischen Werbetrailer. Ferner ist der Trailer zielgruppenspezifisch (Interessenten für Geschichte).

Oftmals wird ein Imagefilm mit werbender Absicht für eine Institution veröffentlicht. Man kann Trailer auch benutzen um bestimmte Botschaften zu bewerben: „Erinnerung als Auftrag“ (Anhang 7.1.). Ebenfalls lassen sich dramaturgische Elemente festmachen, welche den gewünschten Effekt beim Zuschauer hervorrufen. Je nach Perspektive des Produzenten können die Aussagen von Zeitzeugen gekürzt, montiert oder partiell geschnitten werden. Auch Details könnten mit Absicht verschwiegen oder beschönigt werden, damit das Bild der geschichtlichen Situation des Produzenten erfüllt wird. Dadurch findet gewollt eine Beeinflussung bei dem Betrachtenden statt und die Objektivität geht verloren. Durch die Verbreitung von Imagefilmen im Internet werden immer mehr Menschen auf Imagefilme aufmerksam. Online sind Videos heutzutage unerlässlich. Hier wird der zweiminütige Trailer als Instrument der Geschichtsvermittlung bewusst eingesetzt. Er ist Teil des Materialangebotes auf deren Website. Am Seitenrand befinden sich Anzeigen für die Stiftung (Zeitzeugenbüro, Projekte, Geschichtsmesse). Die Idee dahinter ist, subjektive Quellen mit für den Schulunterricht interessanten thematischen Schwerpunkten und unterschiedlichen Erzählperspektiven herzustellen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik der Oral History ein und stellt die zentrale Arbeitshypothese auf, dass Zeitzeugenvideos effektiv zur Förderung historischer Kompetenzen im Unterricht beitragen können.

2. Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur: Dieses Kapitel stellt die Institution vor, beleuchtet öffentliche Kontroversen um deren Arbeit und erläutert die Konzeption des Zeitzeugenportals.

3. Analyse eines Trailers der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur zum 13. August 1961: Dieser Abschnitt analysiert die rhetorische und narrative Struktur des Werbetrailers sowie die individuellen Aussagen der Zeitzeugen im Vergleich.

4. Lernpotenzial der Themenseite „Zeitzeugeninterviews zum 13. August 1961“ für einen Einsatz im Geschichtsunterricht: Hier wird der theoretische Rahmen zur Einbindung von Oral History in den Unterricht diskutiert und das Potenzial zur Förderung kritischer Reflexion bewertet.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, bestätigt den didaktischen Wert der Videos bei gleichzeitiger Notwendigkeit einer kritischen methodischen Einbettung und beantwortet die Forschungsfrage.

6. Quellen- und Literaturverzeichnis: Umfassende Auflistung der verwendeten Internetquellen und der wissenschaftlichen Sekundärliteratur.

7. Anhang: Enthält ergänzende Materialien wie Screenshots des Zeitzeugenportals, Transkriptionen des Trailers und Schaubilder zum Potenzial von Oral History.

Schlüsselwörter

Oral History, Zeitzeugeninterviews, Mauerbau, SED-Diktatur, historische Kompetenz, Geschichtsunterricht, Multiperspektivität, Narrativität, historisches Lernen, Werbetrailer, Zeitzeugenportal, Erinnerungskultur, Quellenkritik, didaktisches Potenzial, Zeitzeugenschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, welchen didaktischen Mehrwert die Nutzung von Online-Zeitzeugenvideos der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur für den Geschichtsunterricht bietet.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Methodik der Oral History, die mediale Vermittlung von Geschichte durch Werbetrailer und die Förderung historischer Urteilskompetenz bei Schülern.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, zu klären, ob der Einsatz von Zeitzeugenvideos sinnvoll ist und wie diese Repräsentationsform dazu genutzt werden kann, Kompetenzen historischen Denkens zu fördern.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Es wird eine medienanalytische Untersuchung des Trailers mit einer geschichtsdidaktischen Reflexion kombiniert, basierend auf der Fachliteratur zur Oral History.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Funktion des Trailers als Werbemittel, vergleicht narrative Muster der Zeitzeugenaussagen und diskutiert das Lernpotenzial im Kontext schulischer Lehrpläne.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?

Die wichtigsten Begriffe sind Oral History, Multiperspektivität, Zeitzeugen, historisches Lernen und Medienkompetenz im Geschichtsunterricht.

Warum wird der Begriff „historischer Werbetrailer“ in der Arbeit definiert?

Da es für dieses spezifische mediale Format bisher keine etablierte Definition gibt, erarbeitet die Autorin eine Einordnung, um die persuasive Funktion des Trailers besser analysieren zu können.

Welche Rolle spielt die „Multiperspektivität“ für das Fazit?

Die Multiperspektivität gilt als entscheidendes Lernpotenzial; der Vergleich kontroverser Zeitzeugenaussagen soll Schüler dazu befähigen, historische Ereignisse kritisch und multiperspektivisch zu betrachten.

Ende der Leseprobe aus 28 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Analyse eines Trailers der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur zum 13. August 1961
Untertitel
Lernpotenzial der Themenseite "Zeitzeugeninterviews zum 13. August 1961" im Geschichtsunterricht
Hochschule
Universität zu Köln
Veranstaltung
Nichtfiktionale Filmgattungen
Note
1,7
Autor
Laura Sophie Kersch (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
28
Katalognummer
V452071
ISBN (eBook)
9783668851504
ISBN (Buch)
9783668851511
Sprache
Deutsch
Schlagworte
analyse trailers bundesstiftung aufarbeitung sed-diktatur august lernpotenzial themenseite zeitzeugeninterviews geschichtsunterricht
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Laura Sophie Kersch (Autor:in), 2018, Analyse eines Trailers der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur zum 13. August 1961, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/452071
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Leseprobe aus  28  Seiten
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