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Semantik, Kognition und Prototypentheorie

Titel: Semantik, Kognition und Prototypentheorie

Hausarbeit , 2007 , 18 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Clemens Deparade (Autor:in)

Französische Philologie - Linguistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Hausarbeit bezeichnet Bedeutung und Gegenstand der linguistischen Teildisziplin der Semantik. Sie untersucht, inwieweit die Denotation semantischer Einheiten mit mentalen Verstehensprozessen korrespondiert, so dass Kognition als mentale Verarbeitung von lexikalischen Einheiten und somit letztlich die so genannte Kognitive Semantik zum Thema werden müssen. Als Diskussion um ein spezielles linguistisches Konzept wird hier eine Konzentration auf die so genannte "Prototypentheorie" erarbeitet und diese dem klassischen NHB-Modell gegenübergestellt, wobei die klassisch-logische Problematik der Kategorisierung angeschnitten werden muss. Es ist letztlich Gegenstand der Arbeit, Aspekte logisch-verstehensmäßiger Subsumtion, mental-psychische Vorgänge und die Frage nach der Effizienz deskriptiver Theorien anhand einer Präsentation von Semantik diskutierend zusammenzubringen. Ein Résumé fixiert zum Schluss einschätzend den Standpunkt der ganz im Wesentlichen um die Begriffe "Prototyp" und "Prototypentheorie" kreisenden Betrachtung.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Stellung der Prototypentheorie innerhalb der Semantik

2.1 Gegenstand der Semantik

2.2 Gegenstand der Kognitionstheorie

2.3 Bedeutung der Prototypentheorie

3. Kognitive Semantik

3.1 Bedeutung, Denotation und Ausdruck

3.2 Semantisches Konzept, Kategorie

4. Kategorisierung

4.1 NHB-Modell und Prototypentheorie

4.2 Probleme der Kategorisierung oder: Binarität Vs. Gradualität

4.3 Die Frage nach dem Prototypen selbst

5. Das Verhältnis von Kategorien zueinander

5.1 Definition der Basisebene

5.2 Charakteristika der Basisebene

6. Résumée

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Prototypentheorie im Kontext der kognitiven Semantik, um zu ergründen, wie Kategorisierungs- und Bedeutungsprozesse jenseits klassischer, binärer Modelle mental strukturiert sind.

  • Kritische Analyse von Bedeutung und Denotation in der kognitiven Linguistik
  • Gegenüberstellung des klassischen NHB-Modells und der Prototypentheorie
  • Untersuchung von Gradualität und Familienähnlichkeit bei der Kategorisierung
  • Bedeutung der Basisebene als zentrales Element der Informationsverarbeitung
  • Die Rolle des Prototypen als mentale Größe

Auszug aus dem Buch

4.1 NHB-Modell und Prototypentheorie

Die ursprüngliche Variante einer Theorie der Kategorisierung verlief nach dem so genannten NHB-Modell, welches dem Prinzip nach auf ARISTOTELES zurückgeht. Ein potentieller Referent fiele demnach genau dann unter eine bestimmte sprachliche Kategorie, wenn er sämtliche Merkmale aufweist, die in ihrer Gesamtheit als jeweils notwendige Bedingungen für die Kategorisierung hinreichend sind. Eine bestimmte lexikalische Einheit, wie z.B. die Kategorie [SOHN] würde hierbei eben durch die Merkmale ist Mensch, männlich, ist Nachfahre eines Anderen innerhalb einer Generationsfolge als notwendige Bedingungen, welche nur in ihrer Gesamtheit wiederum hinreichend wären, kategorisiert. Es ist insofern immer eine feste Menge von Bedingungen im NHB-Modell für eine Kategorisierung ausschlaggebend, was eben induziert, dass hierbei nach einem rein binären Prinzip, d.h. nach einer Entweder-Oder-Entscheidung kategorisiert wird. Da nun für jegliche, beliebige, zu untersuchende Entität gilt, dass sie diese Bedingungen im Hinblick auf die Kategorisierung binär gelten, haben Kategorien demnach eindeutig bestimmbare, klare Grenzen und alle Mitglieder der Kategorien auf Grundlage ihrer Zugehörigkeit den selben Status. Das NHB-Modell deckt sich eben gerade auf Grundlage dieser eindeutigen Binarität der Kategorisierung im Wesentlichen mit dem Ansatz der Merkmalsemantik.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Verbindung zwischen mentalen Konzepten, sprachlicher Bedeutung und der menschlichen Kognition.

2. Stellung der Prototypentheorie innerhalb der Semantik: Definition der semantischen Grundlagen sowie die Einordnung der Kognitionstheorie und der Bedeutung der Prototypentheorie.

3. Kognitive Semantik: Untersuchung der Zusammenhänge zwischen Denotation, Ausdruck und der mentalen Kategoriebildung.

4. Kategorisierung: Vergleich von binären Modellen (NHB) mit prototypischen Ansätzen und Erläuterung der Familienähnlichkeit sowie des Prototypenbegriffs.

5. Das Verhältnis von Kategorien zueinander: Analyse der Hierarchien von Kategorien mit besonderem Fokus auf die zentrale Basisebene.

6. Résumée: Kritische Reflexion der theoretischen Ansätze und Fazit zur Effizienz und Funktionalität der Prototypentheorie.

Schlüsselwörter

Prototypentheorie, Kognitive Semantik, Kategorisierung, Denotation, Basisebene, Familienähnlichkeit, Kognition, NHB-Modell, Lexem, Referentialität, Informationsverarbeitung, Mentale Repräsentation, Cue-validity-Wert, Semantik, Sprachlichkeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung der Prototypentheorie innerhalb der Linguistik und beleuchtet, wie Kategorien im menschlichen Denken strukturiert und verarbeitet werden.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die zentralen Felder sind die kognitive Semantik, die Mechanismen der Kategorisierung, das Verhältnis von Bedeutung zur außersprachlichen Realität und die Hierarchisierung von Konzepten.

Was ist die zentrale Forschungsfrage der Untersuchung?

Das Ziel ist es, das Modell der Prototypentheorie in der Semantik zu skizzieren und zu prüfen, inwieweit diese Theorie kognitive Prozesse der Bedeutungskonstitution im Vergleich zu klassischen Modellen besser erklärt.

Welche methodischen Ansätze werden verfolgt?

Die Arbeit nutzt theoretische Analysen linguistischer und kognitionswissenschaftlicher Modelle und vergleicht diese kritisch miteinander.

Was sind die Kernpunkte des Hauptteils?

Der Hauptteil behandelt die Unterschiede zwischen klassischer (binärer) Kategorisierung und prototypischer Kategorisierung, das Konzept der Familienähnlichkeit sowie die Bedeutung der Basisebene.

Welche Begriffe sind für das Verständnis der Arbeit essenziell?

Besonders wichtig sind Begriffe wie "Prototyp", "Kategorisierung", "Basisebene", "Gradualität" und "Cue-validity-Wert".

Wie unterscheidet sich die Prototypentheorie vom klassischen NHB-Modell?

Während das NHB-Modell auf starren, binären Merkmalslisten basiert, postuliert die Prototypentheorie eine graduelle Mitgliedschaft und unscharfe Grenzen durch Ähnlichkeitsbeziehungen.

Was genau versteht die Autorin unter der "Basisebene"?

Die Basisebene ist das kognitiv bevorzugte Niveau der Kategorisierung, das sich durch hohe Distinktivität und ökonomische Effizienz bei der Informationsverarbeitung auszeichnet.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Semantik, Kognition und Prototypentheorie
Hochschule
Humboldt-Universität zu Berlin
Note
1,3
Autor
Clemens Deparade (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
18
Katalognummer
V452192
ISBN (eBook)
9783668849709
ISBN (Buch)
9783668849716
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Semantik Linguistik Kognition Prototyp Prototypentheorie Sprachwissenschaft Bedeutung Wort NHB-Modell Cue-Validity
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Clemens Deparade (Autor:in), 2007, Semantik, Kognition und Prototypentheorie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/452192
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Leseprobe aus  18  Seiten
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