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Die Kennzeichen des Schwarzromantischen in der Erzählung "Das öde Haus" von E.T.A. Hoffmann

Titre: Die Kennzeichen des Schwarzromantischen in der Erzählung "Das öde Haus" von E.T.A. Hoffmann

Dossier / Travail , 2018 , 29 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Anna Jung (Auteur)

Philologie Allemande - Littérature Comparée
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Innerhalb der Epoche der Romantik entstand bereits in der frühen Phase die „Subströmung“ der Schwarzen Romantik, die sich im Kontrast gegen die Helle Romantik stellt. Der Begriff entzog sich jedoch bis in die heutige Gegenwart einer eindeutigen und allumfassenden Begriffsdefinition. In der Recherche zum Thema bildet sich innerhalb der gängigen Forschungsliteratur ein Mosaik verschiedener Meinungen und Fragen zum Begriff. Besonders Vieregge stellt hier heraus, dass es fast unmöglich ist, das Gefühl der Schwarzen Romantik
wirklich in seiner Gänze zu erfassen. Zudem machten es besonders die unterschiedlichen Aspekte der romantischen Strömung bisher unmöglich, eine geeignete literaturwissenschaftliche Einordnung des Begriffs zu formulieren, die auch jeden einzelnen dieser Aspekte mit einbezieht.

In dieser Arbeit sollen daher in einem ersten Punkt die verschiedenen Definitionsversuche und Annäherungen an das Thema auf wesentliche Merkmale der Schwarzen Romantik hin untersucht und anschließend zu einer übersichtlichen Definition zusammengeführt werden. Die wesentlichen Merkmale, die dabei genannt werden, zeigen sich als die klassischsten Kennzeichen, die man in schwarzromantischen Texten finden kann.

Dabei soll vor allem auch im Fokus stehen, inwiefern man die romantische Epoche von der Schwarzen Romantik überhaupt unterscheiden kann und wo sich die Merkmale explizit trennen lassen. Damit soll eine literaturwissenschaftliche Grundlage geschaffen werden, von der ausgehend „Das öde Haus“ von E.T.A. Hoffmann auf schwarzromantische Merkmale hin untersucht und beleuchtet werden kann. Die Erzählung wurde bisher in der gängigen Forschungsliteratur nur wenig in den Fokus genommen, sodass es in dieser Arbeit daher eingehender betrachtet wird. Dabei soll besonders die Frage im Vordergrund stehen, ob man den Text von Hoffmann anhand seiner Themen und Motive als ein schwarzromantisches Werk konstituiert oder ob sich vorwiegend Kennzeichen der weißen Romantik finden lassen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. DIE SCHWARZE ROMANTIK UND IHRE MERKMALE

2.1. EINE BEGRIFFLICHE EINORDNUNG

2.2 DIE WESENTLICHEN MERKMALE UND MOTIVE

2.2.1 ALLGEMEINE KENNZEICHEN

2.2.2. DAS UNHEIMLICHE - DÄMONISCHE KRÄFTE UND WESEN - DIE „GEISTERSEHEREI“

2.2.3. WAHNSINN UND BESESSENHEIT - EINE INNERE ZERSTÖRUNG

2.2.4 DER TOD

2.2.5 MAGNETISMUS

3. E.T.A. HOFFMANNS „DAS ÖDE HAUS“ UND DIE SCHWARZE ROMANTIK

3.1. EINORDNUNG IN DIE „NACHTSTÜCKE“

3.2 SCHWARZROMANTISCHE KENNZEICHEN IN „DAS ÖDE HAUS“

3.2.1 DIE RAHMUNG

3.2.2. DAS UNHEIMLICHE

3.2.3 DAS SPIEL MIT DER WAHRNEHMUNG

3.2.4 DER FIXE WAHN UND DIE MAGNETISCHE KRAFT

3.3.5 DAS AMBIVALENTE ENDE

4. ZUSAMMENFASSUNG UND FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Erzählung „Das öde Haus“ von E.T.A. Hoffmann auf ihre schwarzromantischen Kennzeichen und analysiert, inwiefern das Werk anhand spezifischer Motive und Themen als Repräsentant dieser Subströmung konstituiert werden kann.

  • Charakterisierung der Schwarzen Romantik durch zentrale Motive wie Unheimliches, Wahnsinn und Magnetismus.
  • Untersuchung der Erzählstruktur und Rahmung von E.T.A. Hoffmanns „Das öde Haus“.
  • Analyse der Wirkung optischer Medien und der Wahrnehmung auf den Protagonisten.
  • Erörterung der Ambivalenz zwischen rationaler Aufklärung und phantastischem Geschehen.

Auszug aus dem Buch

3.2.3 Das Spiel mit der Wahrnehmung

Die Motive des Unheimlichen zeigen sich auch in dem Spiel mit der Wahrnehmung innerhalb der Erzählung. Es wurde diesbezüglich bereits auf die Sehergabe von Theodor eingegangen, mit der das Motiv des Auges hervorgehoben wird. Das Auge bzw. der Blick und das Sehen haben in der Handlung einen zentralen Stellenwert und stehen besonders für eine „Spaltung von Realistik und Phantastik“ „und, damit verbunden, ästhetische Selbstreflexion“118. Hoffmann legt seinen Schwerpunkt, wie auch im „Sandmann“, auf das Thema Optik. Er nutzt optische Medien und auch das Auge mit der Sehergabe ist in gewisser Weise ein Instrument der Wahrnehmung in dieser Erzählung. Eines Tages erblickt Theodor einen weiblichen Arm an einem der Fenster des öden Hauses. Mit seinem Opernglas versucht er, diesen etwas genauer zu betrachten. Und sofort ist er wie gebannt von dem Anblick.

„Erstarrt blieb ich stehen, ein sonderbar bänglich wonniges Gefühl durchströmte mit elektrischer Wärme mein Inneres, unverwandt blickte ich herauf nach dem verhängnisvollen Fenster, und wohl mag ein sehnsuchtsvoller Seufzer meiner Brust entflohen sein.“119

Das Opernglas dient hier als erster Schritt zur Brechung von Theodors Wahrnehmung. Diese Verzerrungen der Wahrnehmung durch optische Medien sind maßgeblich für Hoffmanns Werke. Der Kontrast zwischen Aufklärung und Romantik zeigt sich auch hier wieder, indem Theodors Blick sonderbar auf unsichtbare Dinge gezogen wird.120 Der kurze Blick auf den Frauenarm lässt ihn in seinen Träumen eine Frauengestalt phantasieren, von der er sich scheinbar auf magische Weise auch erotisch angezogen fühlt. Durch den Blick durch das Opernglas beginnt die Beeinflussung scheinbar dunkler Kräfte an Theodor. Die vermeintliche Vision121 des „holde[n] Zauberbild[es]“122, wird zu einer „fixe[n] Idee“123 und schließlich zum „fixe[n] Wahnsinn“124, der sich hier als eine Art Liebeswahn herausbildet und durch die optischen Medien erzeugt wird.125

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Einleitung in die Problematik des Begriffs Schwarze Romantik und Formulierung der Forschungsfrage in Bezug auf Hoffmanns Erzählung.

2. DIE SCHWARZE ROMANTIK UND IHRE MERKMALE: Theoretische Herleitung der prägenden Motive und Charakteristika der Schwarzen Romantik wie das Unheimliche und der Magnetismus.

3. E.T.A. HOFFMANNS „DAS ÖDE HAUS“ UND DIE SCHWARZE ROMANTIK: Detaillierte literaturwissenschaftliche Analyse der Erzählung unter Anwendung der zuvor erarbeiteten Merkmale.

4. ZUSAMMENFASSUNG UND FAZIT: Resümee der Ergebnisse, das die Zuordnung des Werks zur Schwarzen Romantik aufgrund der ambivalen Gestaltung bestätigt.

Schlüsselwörter

Schwarze Romantik, E.T.A. Hoffmann, Das öde Haus, Unheimliches, Magnetismus, Wahnsinn, Wahrnehmung, Phantastik, Selbstverlust, Nachtstücke, Poetische Wirklichkeit, Literaturwissenschaft, Schauerliteratur, Besessenheit, Identitätsverlust.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Erzählung „Das öde Haus“ von E.T.A. Hoffmann im Kontext der literarischen Epoche der Schwarzen Romantik.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die Konzepte des Unheimlichen, die Funktion von Wahrnehmungsprozessen, die Bedeutung des Magnetismus und die psychische Instabilität der Protagonisten.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, durch die Analyse von Themen und Motiven zu klären, ob Hoffmanns Erzählung als schwarzromantisches Werk eingestuft werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Textanalyse, die auf gängiger Forschungsliteratur und zeitgenössischen Quellen zur Romantik basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Gattungsmerkmale und deren anschließende konkrete Anwendung auf die Erzählung „Das öde Haus“.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe umfassen unter anderem Schwarze Romantik, Magnetismus, Wahnsinn, Unheimliches, Wahrnehmung und Identitätsverlust.

Wie spielt das Opernglas als Motiv in der Erzählung eine Rolle?

Es fungiert als Instrument, das die Wahrnehmung des Protagonisten bricht, zur Distanzierung von der Realität beiträgt und letztlich den Wahnsinn fördert.

Welche Bedeutung hat das Kindheitstrauma für den Protagonisten?

Das Trauma dient als psychologische Erklärung für die Anfälligkeit des Protagonisten gegenüber magnetischen Einflüssen und dämonischen Visionen.

Warum wird das Ende der Erzählung als ambivalent bezeichnet?

Das Ende lässt offen, ob der Protagonist tatsächlich von seinem Wahn geheilt ist oder ob die phantastischen Elemente weiterhin als reale Bedrohung existieren.

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Résumé des informations

Titre
Die Kennzeichen des Schwarzromantischen in der Erzählung "Das öde Haus" von E.T.A. Hoffmann
Université
http://www.uni-jena.de/
Cours
Romantik: von 1800 bis zur Gegenwart
Note
1,7
Auteur
Anna Jung (Auteur)
Année de publication
2018
Pages
29
N° de catalogue
V452209
ISBN (ebook)
9783668853898
ISBN (Livre)
9783668853904
Langue
allemand
mots-clé
kennzeichen schwarzromantischen erzählung haus hoffmann
Sécurité des produits
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Citation du texte
Anna Jung (Auteur), 2018, Die Kennzeichen des Schwarzromantischen in der Erzählung "Das öde Haus" von E.T.A. Hoffmann, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/452209
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Extrait de  29  pages
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