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Erfolg hat (k)ein Geschlecht. Eine quantitative und qualitative Untersuchung zur Frauenquote

Titel: Erfolg hat (k)ein Geschlecht. Eine quantitative und qualitative Untersuchung zur Frauenquote

Studienarbeit , 2016 , 51 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Senay Can (Autor:in)

Geschlechterstudien / Gender Studies
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Zusammenfassung Leseprobe Details

„Das Genie hat kein Geschlecht.“ Diese Aussage bestärken einige namhafte Persönlichkeiten in der Menschheitsgeschichte. Aber wie sieht es mit dem Erfolg aus, hat der Erfolg (k)ein Geschlecht? Die mangelnde Repräsentanz der Frauen in Führungspositionen und Kontrollgremien der Wirtschaft zeigt, dass der Erfolg sowie das Idealbild der Führungsrolle auch im 21. Jahrhundert vornehmlich männlich sind. Und das, obwohl Frauen und Männer juristisch gleichberechtigt sind, Frauen durchschnittlich gleiche oder höhere Bildungsabschlüsse und Qualifikationen haben oder vielfältigere Führungskompetenzen besitzen. Doch was sind die formellen und informellen Hemmnisse für weibliche Karrieren und wie können Frauen der Weg zu Spitzenpositionen geebnet werden?

Die Intention dieser wissenschaftlichen Arbeit ist, vor dem Hintergrund der hartnäckig angestrebten Bekämpfung einer existierenden strukturellen Diskriminierung und mit dem Fokus auf der aktuellen Regulierungsdiskussion, um die verabschiedete Gesetzgebung der Frauenquote in Höhe von 30 Prozent in Gremiensitzen, diesen Themenkomplex im Rahmen von Gender Diversity theoretisch sowie auf Basis repräsentativer Studien qualitativ und quantitativ zu untersuchen und dabei eine Reihe unterschiedlicher Blickwinkel zu kombinieren. Das Ziel ist eine Objektivierung der sonst meist von persönlichen oder politischen Standpunkten geprägten Debatte.

Schließlich stellt sich die Frage, ob durch die Einführung einer gesetzlichen Quotenregelung eine anhaltende Frauendiskriminierung tatsächlich bekämpft werden kann. Ist die weibliche Führung anders und sind Frauen daher ein nicht ausgeschöpftes Potenzial? Oder ist der per Gesetz vorgeschriebene Frauenanteil ebenfalls eine Diskriminierung in der Gender-Debatte? Anders gefragt: Wie sinnvoll ist eine Frauenquote, um über die quantitative Veränderung einen qualitativ nachhaltigen Kulturwandel zu verankern?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Status Quo und Relevanz des Themas

1.2 Aufbau der Arbeit

2 Grundlagen und Hintergründe

2.1 Die Intention nach Vielfalt

2.2 Die Frauenquote per Definition

2.2.1 Fakten der gesetzlichen Quotenregelung

2.2.2 Hintergründe und Perspektiven zur Geschlechter(un)gerechtigkeit

2.3 Weiblich versus Männlich: Das Geschlecht der Führung

2.3.1 Feminine und Maskuline Stereotypen

2.3.2 Das Idealbild des Managers

3 Reflexion der dargelegten Erkenntnisse

4 Zusammenfassung und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die gesetzliche Einführung der Frauenquote in Deutschland im Kontext von Gender Diversity und dem Ziel, strukturelle Diskriminierung in Führungspositionen abzubauen. Die Forschungsfrage fokussiert sich darauf, wie sinnvoll die Frauenquote ist, um einen quantitativen Anstieg in Gremiensitzen in einen qualitativen, nachhaltigen Kulturwandel zu überführen, und inwieweit weibliche Führung als Potenzial für Unternehmenserfolge verstanden werden kann.

  • Hintergrund und Ziele der gesetzlichen Frauenquote in Deutschland.
  • Analyse geschlechtsspezifischer Führungseigenschaften und deren ökonomische Auswirkungen.
  • Untersuchung von Barrieren wie der „gläsernen Decke“ und tradierten Rollenbildern.
  • Kultureller Wandel und die Bedeutung von Diversity in der Unternehmensorganisation.
  • Interpretation von aktuellen Studienergebnissen zum Thema Gender Shift.

Auszug aus dem Buch

2.3.2 Das Idealbild des Managers

Dass oft Archetypen die Führungskultur in Unternehmen bestimmen bedeutet, dass unabhängig vom Geschlecht all jene benachteiligt sind, die diesen Stereotypen nicht entsprechen oder nicht entsprechen wollen. In der dt. Wirtschaft ist diese organisationale Monokultur in den höheren Hierarchien als männlich, mittleren Alters beschrieben. Neben demografischen Ähnlichkeiten wie das Geschlecht, spielen ebenfalls kulturelle Ähnlichkeiten dabei eine entscheidende Rolle. Monokulturen üben gegenüber Minderheiten ihr Machtverhältnis und einen Anpassungsdruck aus. Die traditionell männliche Managerrolle, dass sogenannte Think-Manager-Think-Male-Phänomen erschwert insbes. den Frauen in zweifacher Hinsicht die Anforderungen zu erfüllen. Meistert eine Managerin ihre Karriere mit den typisch weiblichen Persönlichkeitsmerkmalen, passt sie nicht in das Muster eines erfolgreichen Managers. Erfüllt sie ihre Position mit bzw. nach männlichen Kriterien, passt sie nicht in das Muster einer typischen Frau. „Frauen werden entweder als zu weiblich und damit wenig kompetent oder als zu kompetent und damit unweiblich und unsympathisch wahrgenommen“.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet den Status Quo der Frauenquote in der deutschen Wirtschaft, benennt die mangelnde Repräsentanz von Frauen in Führungspositionen und skizziert die methodische Vorgehensweise sowie den Aufbau der Arbeit.

2 Grundlagen und Hintergründe: In diesem Kapitel werden wesentliche Begriffe wie Diversity und Gender definiert, die historische Entwicklung sowie die gesetzlichen Rahmenbedingungen der Frauenquote detailliert erläutert und die geschlechtsspezifischen Führungsmuster kritisch betrachtet.

3 Reflexion der dargelegten Erkenntnisse: Hier werden die theoretischen und empirischen Ergebnisse zusammengeführt, um den Partizipationsbedarf und die Bedeutung von Diversity für den Unternehmenserfolg vor dem Hintergrund existierender Barrieren und kultureller Dynamiken zu interpretieren.

4 Zusammenfassung und Fazit: Das Fazit fasst die Ambivalenz der Frauenquote zusammen, betont die Notwendigkeit eines ganzheitlichen Kulturwandels jenseits von Quotenregelungen und diskutiert die langfristigen Erfolgsaussichten für eine geschlechtsneutrale Führungsebene.

Schlüsselwörter

Frauenquote, Gender Diversity, Führungspositionen, Gläserne Decke, Unternehmenskultur, Gleichstellung, Diskriminierung, Mixed Leadership, Management, Karriere, Rollenbilder, Gender Shift, Diversität, Personalmanagement, Chancengleichheit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Einführung der gesetzlichen Frauenquote in Deutschland und deren Auswirkung auf die Repräsentanz von Frauen in Führungspositionen innerhalb der Wirtschaft.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentral sind die Themen Gender Diversity, die Analyse von Aufstiegsbarrieren für Frauen, traditionelle Rollenbilder in Führungsetagen sowie die ökonomischen Vorteile gemischter Führungsteams.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Objektivierung der Debatte um die Frauenquote durch eine theoretische und empirische Untersuchung, um zu klären, ob eine rein quantitative Regelung auch einen qualitativen Kulturwandel bewirken kann.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt einen kombinierten Ansatz aus theoretischer Analyse und der Auswertung repräsentativer qualitativer sowie quantitativer Studien zu Diversity-Themen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden der Hintergrund der Quotenregelung, geschlechtsspezifische Führungseigenschaften und die psychologischen sowie sozialen Barrieren für Frauen, wie das „Think-Manager-Think-Male-Phänomen“, detailliert erläutert.

Durch welche Schlüsselwörter wird die Arbeit charakterisiert?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Frauenquote, Gender Diversity, Gläserne Decke, Führungskultur und Chancengleichheit beschreiben.

Warum ist das norwegische Modell für die Untersuchung relevant?

Norwegen dient als internationaler Vergleichswert, da dort bereits seit 2003 eine Frauenquote von 40% besteht, deren Auswirkungen auf die Karriereentwicklung von Frauen auch für die deutsche Diskussion wichtige Erkenntnisse liefern.

Was besagt das „Think-Manager-Think-Male-Phänomen“?

Es beschreibt das kulturelle Stereotyp, dass Führung primär mit männlichen Eigenschaften assoziiert wird, was Frauen in Führungspositionen vor eine doppelte Barriere stellt: Sie werden bei weiblichem Verhalten als inkompetent und bei männlichem Verhalten als unsympathisch wahrgenommen.

Wie bewertet die Autorin die gesetzliche Frauenquote abschließend?

Die Autorin sieht die Quote als ein notwendiges „Notkonstrukt“, um einen ersten Durchbruch zu erzielen, betont jedoch, dass sie kein Allheilmittel ist und durch eine tiefgreifende Veränderung der Unternehmenskultur und des gesellschaftlichen Bewusstseins flankiert werden muss.

Ende der Leseprobe aus 51 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Erfolg hat (k)ein Geschlecht. Eine quantitative und qualitative Untersuchung zur Frauenquote
Hochschule
Frankfurt University of Applied Sciences, ehem. Fachhochschule Frankfurt am Main
Veranstaltung
Modulabschließende Prüfungsleistung: Praxis-Transfer-Project
Note
1,3
Autor
Senay Can (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
51
Katalognummer
V452247
ISBN (eBook)
9783668859715
ISBN (Buch)
9783668859722
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Leadership Frauenquote Frauen in Führungspositionen Diskriminierung der Frau im Beruf Gender Diversity Geschlechterkluft Gender Gap Geschlecht der Führung Gläserne Decke Stereotyp Manager Gleichstellung Chancengleichheit Geschlechtsspezifische Führungskompetenzen Chancen und Risiken der gesetzlichen Quotenregelung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Senay Can (Autor:in), 2016, Erfolg hat (k)ein Geschlecht. Eine quantitative und qualitative Untersuchung zur Frauenquote, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/452247
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  51  Seiten
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