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Außerschulische Lernorte im modernen Geschichtsunterricht. Sinnvolle didaktische Maßnahme oder Zeitverschwendung?

Titel: Außerschulische Lernorte im modernen Geschichtsunterricht. Sinnvolle didaktische Maßnahme oder Zeitverschwendung?

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2018 , 18 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Julian Pilger (Autor:in)

Didaktik - Geschichte
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Viele Lehrer stellen sich die Frage, ob sie außerschulische Lernorte in ihren Unterricht integrieren sollen. Besonders im Fach Geschichte gibt es in diesem Bereich viele Möglichkeiten. Diese Arbeit soll diskutieren, ob der Aufwand für derartige Exkursionen sinnvoll ist.

Dazu wird zunächst der Begriff des außerschulischen Lernortes erklärt und schließlich die Probleme dargestellt, die im Zuge einer Exkursion auftreten können. Anschließend wird der Mehrwert analysiert, den Schülerinnen und Schüler mit dem Besuch eines außerschulischen Lernorts gewinnen können. Hierbei liegt der Fokus vor allem auf den Kompetenzen, die die Schülerinnen und Schüler mit Hilfe von außerschulischen Lernorten schulen können.

Danach sollen diese theoretischen Überlegungen an einem Beispiel konkretisiert werden, welches aufzeigt, wie mit der didaktischen Aufbereitung einer Gedenkstätte gearbeitet werden und nach einem solchen Besuch weiter verfahren werden kann.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Zum Terminus „Außerschulische Lernorte“

3 Probleme

4 Außerschulische Lernorte und ihr didaktischer Wert

4.1 Sachkompetenz

4.2 Deutungs- und Reflexionskompetenz

4.3 Selbstgesteuertes Lernen

4.4 Interkulturelle Kompetenz

5 Beispiel: Besuch des KL Natzweiler und Umsetzung im Unterricht

6 Fazit

7 Literatur

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die didaktische Sinnhaftigkeit von Exkursionen zu außerschulischen Lernorten im modernen Geschichtsunterricht, insbesondere im Hinblick auf den organisatorischen Aufwand und den erzielbaren Mehrwert für die Schülerinnen und Schüler.

  • Didaktische Einordnung und Mehrwert außerschulischer Lernorte
  • Herausforderungen bei der Planung und Durchführung von Exkursionen
  • Förderung fachspezifischer Kompetenzen (Sach-, Deutungs-, interkulturelle Kompetenz)
  • Praxisbeispiel: Konzeption eines Besuchs der KZ-Gedenkstätte Natzweiler
  • Bedeutung der Vor- und Nachbereitung für den Lernerfolg

Auszug aus dem Buch

4 Außerschulische Lernorte und ihr didaktischer Wert

Obwohl der dominierende Ort für Unterricht an deutschen Schulen immer noch die Schule selbst ist, finden außerschulische Lernorte immer mehr Zuspruch. Der größte Konsens innerhalb der bildungswissenschaftlichen Forschung besteht darin, dass „mit dem Lernen jenseits des Schulgeländes […] die Hoffnung verbunden ist, dass die Kinder und Jugendlichen an solchen Orten […] Erlebnisse und Erfahrungen machen können, die in der Institution Schule selbst kaum möglich sind“7. Obwohl die Schule nach wie vor als zentraler Ort des Lernens gilt, lässt sich nicht abstreiten, dass Lernen auch außerhalb von Schule stattfindet. Deshalb müssen außerschulische Lernorte auch als Chance gesehen werden, wenn es darum geht solchen Schülerinnen und Schülern Zutritt zu spezifischen Lernorten zu verschaffen, die außerschulisch keine Möglichkeit haben solche Orte kennenzulernen. Eine weitere Chance bietet hierbei die Tatsache, dass bei solchen Exkursionen auch Lernende integriert werden können, die im regulären Unterricht Anschlussschwierigkeiten haben8.

Ein außerschulischer Lernort ist darüber hinaus als Station beziehungsweise Durchgangsstadium zu verstehen9 am dem schulisches Lernen stattfindet, der danach aber in der Regel selten wieder aufgesucht wird. Der alltägliche Ort des Lernens, die Schule, und die damit verbundene Routine wird somit durch die Verwendung außerschulischer Lernorte unterbrochen, mit dem didaktischen Versprechen den Schülerinnen und Schülern neue Horizonte zu eröffnen, neue Erfahrungsräume zu bieten oder bereits bekannte Erfahrungsräume neu zu erschließen10. Weitere Vorteile sind zu finden in der Anschaulichkeit, Verbindung von Zeit und Raum und im regional- und lokalgeschichtlichen Zugang, die außerschulische Lernorte bieten11.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Spannweite zwischen dem logistischen Aufwand von Exkursionen und dem didaktischen Mehrwert im straffen Zeitplan der Oberstufe.

2 Zum Terminus „Außerschulische Lernorte“: Dieses Kapitel definiert außerschulische Lernorte interdisziplinär und differenziert zwischen verschiedenen Typen wie Gedenkstätten, Museen und Archiven.

3 Probleme: Hier werden die organisatorischen, finanziellen und pädagogischen Herausforderungen thematisiert, die einen gelungenen Besuch erst durch eine fundierte Didaktisierung möglich machen.

4 Außerschulische Lernorte und ihr didaktischer Wert: Das Kapitel analysiert die Chancen außerschulischer Orte und deren Beitrag zur Förderung von Sach-, Reflexions-, Selbststeuerungs- und interkultureller Kompetenz.

4.1 Sachkompetenz: Erläutert, wie die Authentizität vor Ort das Interesse weckt und das Speichern von Fachwissen erleichtert.

4.2 Deutungs- und Reflexionskompetenz: Diskutiert die Befähigung der Schüler, historische Sachverhalte kritisch zu hinterfragen und multiperspektivisch zu bewerten.

4.3 Selbstgesteuertes Lernen: Beschreibt, wie Schüler durch neue Arbeitsformen am Lernort ihre Lernprozesse eigenverantwortlich organisieren.

4.4 Interkulturelle Kompetenz: Untersucht das historische Fremdverstehen und die Bedeutung der Auseinandersetzung mit der Vergangenheit für heutige Gesellschaften.

5 Beispiel: Besuch des KL Natzweiler und Umsetzung im Unterricht: Ein konkretes Projektbeispiel illustriert die didaktische Vorbereitung, Durchführung und Reflexion eines Gedenkstättenbesuchs.

6 Fazit: Das Fazit bestätigt, dass außerschulische Lernorte eine wertvolle didaktische Maßnahme sind und eine stärkere Berücksichtigung in Curricula verdienen.

7 Literatur: Verzeichnis der in der Arbeit verwendeten Quellen und Forschungsliteratur.

Schlüsselwörter

Außerschulische Lernorte, Geschichtsunterricht, Gedenkstättenpädagogik, Sachkompetenz, Deutungs- und Reflexionskompetenz, Selbstgesteuertes Lernen, Interkulturelle Kompetenz, Nationalsozialismus, Didaktik, Holocaust, Zeitzeugenberichte, Handlungsorientierung, Gedenkstätte Natzweiler, Historisches Fremdverstehen, Lernprozesse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die didaktische Sinnhaftigkeit und den Mehrwert von Exkursionen zu außerschulischen Lernorten im Kontext des modernen Geschichtsunterrichts.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zu den zentralen Themen gehören die Definition außerschulischer Lernorte, die Bewältigung organisatorischer Herausforderungen, die Förderung spezifischer Lernkompetenzen sowie die praktische Umsetzung von Gedenkstättenbesuchen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Frage zu klären, ob der Aufwand einer Exkursion in einem vertretbaren Verhältnis zum didaktischen Mehrwert für die Schüler steht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung mit fachdidaktischen Konzepten, ergänzt durch die Entwürfe einer konkreten unterrichtlichen Praxisanwendung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden theoretische Grundlagen zu Kompetenzen sowie die Planung und didaktische Aufbereitung am Beispiel der Gedenkstätte Natzweiler ausführlich dargestellt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere außerschulische Lernorte, Gedenkstättenpädagogik, historische Kompetenzentwicklung und Handlungsorientierung.

Warum reicht ein reiner Gedenkstättenbesuch laut Autor nicht aus?

Der Autor argumentiert, dass ohne eine didaktische Vor- und vor allem reflektierende Nachbereitung der Besuch lediglich als interessanter Ausflug wahrgenommen wird und der tiefere pädagogische Mehrwert verloren geht.

Welche Rolle spielt die Gedenkstätte Natzweiler in der Arbeit?

Sie dient als konkretes Beispiel für die methodische Aufbereitung, wobei unter anderem Dossiers und Zeugenberichte genutzt werden, um Schüler zur Reflexion und zur Erforschung des Lageralltags anzuregen.

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Details

Titel
Außerschulische Lernorte im modernen Geschichtsunterricht. Sinnvolle didaktische Maßnahme oder Zeitverschwendung?
Hochschule
Universität Trier
Note
2,3
Autor
Julian Pilger (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
18
Katalognummer
V452266
ISBN (eBook)
9783668859432
ISBN (Buch)
9783668859449
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Außerschulische Lernorte Rassismuskritik Rassismusvorbeugung Rassismus Judenverfolgung KZ Konzentrationslager Geschichtsdidaktik Geschichte Didaktik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Julian Pilger (Autor:in), 2018, Außerschulische Lernorte im modernen Geschichtsunterricht. Sinnvolle didaktische Maßnahme oder Zeitverschwendung?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/452266
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Leseprobe aus  18  Seiten
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