Diese Masterarbeit setzt sich kritisch mit der Medialisierung von Hochschulen auseinander. Es wird exemplarisch untersucht, ob der Grad der Medialisierung von Hochschulen mit einer vermehrten Verwendung von neuen Medien in Lehrmethoden der Hochschullehre einhergeht und inwieweit Veränderungen in diese Richtung möglich sind.
Die Arbeit wird den Untersuchungsgegenstand zunächst unter Zuhilfenahme mediendidaktischer Literatur theoretisch beleuchten. Dabei soll vordergründig diskutiert werden, ob für die zunehmende Medialisierung der Hochschulen eine proportionale Zunahme der „akademischen Medienkompetenz“ notwendig sein könnte, wenn neue Medien als integrativer Bestandteil von Hochschullehre fungieren sollen.
Darauf aufbauend zeigt diese Arbeit an Beispielen auf, ob und inwiefern neue Medien praktisch zum Einsatz kommen. Es wird exemplarisch diskutiert, ob die Erweiterung oder Änderung von Lehrmethoden durch den Einsatz neuer Medien stellenweise möglich und mediendidaktisch geeignet ist.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1. Gliederung
2. Theoretische Grundlagen der Medienpädagogik im Kontext der Hochschule
2.1. Definition der Medienpädagogik und der neuen Medien
2.1.1. Typen neuer Medien
2.2. Mediendidaktik im Kontext der Hochschule
2.3. Medienkompetenz im Kontext der Hochschule
2.3.1. Didaktische Kompetenzen zum Einsatz neuer Medien in der Hochschullehre
2.3.2. Technische Kompetenzen zum Einsatz von neuen Medien in der Hochschullehre
2.3.3. Weitere Kompetenzen zum Einsatz von neuen Medien in der Hochschullehre
2.3.4. Förderung von akademischer Medienkompetenz für den Einsatz von neuen Medien in der Lehre
2.4. Vorgaben für die Hochschullehre in Bezug auf neue Medien
2.5. Ergebnissicherung
2.6. Zwischenfazit
3. Exemplarische Analyse der Ergebnissicherung ausgewählter Universitäts-Seminare an der Universität Bielefeld auf neue Medien
3.1. Teilnehmende Beobachtung
3.2. Inhaltliche Strukturierung
3.3. Ablaufmodell der Auswertung
3.4. Auswertung der teilnehmenden Beobachtung
Seminar 1.1
Seminar 1.2
Vergleich der Seminare 1.1 und 1.2
Seminar 2
Seminar 3
Seminar 4
Seminar 5
4. Fazit
4.1. Ausblick
5. Literaturverzeichnis
5.1. Bücher
5.2. Artikel und Beiträge
5.3. Internetquellen/-dokumente
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht exemplarisch, inwiefern die zunehmende Medialisierung von Hochschulen mit einer verstärkten Nutzung neuer Medien in der Lehre korreliert und wie die Phase der Ergebnissicherung in ausgewählten Seminaren methodisch optimiert werden kann. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie die Ergebnissicherung durch den gezielten Einsatz neuer Medien unter Berücksichtigung vorhandener Ressourcen und notwendiger Medienkompetenzen gestaltet werden kann.
- Grundlagen der Medienpädagogik und Mediendidaktik an Hochschulen
- Anforderungen an die akademische Medienkompetenz von Lehrenden und Studierenden
- Qualitative Analyse der Ergebnissicherung in sechs ausgewählten Universitäts-Seminaren
- Entwicklung mediendidaktischer Vorschläge zur Optimierung der Lehre
- Vergleich zwischen traditionellen Lehrformen und innovativen Lernszenarien
Auszug aus dem Buch
2.1. Definition der Medienpädagogik und der neuen Medien
Der Begriff der Medienpädagogik ist mit Aufkommen der Massenmedien entstanden und wird seit den 1960er Jahren im erziehungswissenschaftlichen Sprachgebrauch verwendet. Eine abstrakte Definition gab u.a. Gerhardt Tulodziecki, für den die Medienpädagogik „alle Fragen der pädagogischen Bedeutung von Medien in den Nutzungsbereichen Freizeit, Bildung und Beruf [umfasst]“. Medien würden zum „Gegenstand der Medienpädagogik“, wo sie „als Mittel der Information, Beeinflussung, Unterhaltung, Unterrichtung und Alltagsorganisation Relevanz für die Sozialisation des Menschen erlangen“. Gegenstände der Medienpädagogik seien die Medien, die Produzierenden und die Nutzenden im jeweiligen sozialen Kontext. Untersucht würden die „Inhalte und Funktionen“ der Medien sowie gesellschaftliche Auswirkungen. Das Ziel „medienpädagogische[r] Arbeit“ soll sein, Nutzende über die „Kompetenzstufen Wissen und Analysefähigkeit“ zum Handeln mit und in Bezug auf Medien zu führen.
Diese Definition beleuchtet lediglich die Rezipierenden sowie das jeweilige Nutzungsverhalten. Dieter Baacke erweitert das Verständnis für Medienpädagogik, indem er sie als „kritische[n] Begleiter der durch neue und alte Medien ausgelösten Auswirkungen auf die Individuen und die gesellschaftliche Entwicklung“ versteht. Die „expandierenden Informations- und Kommunikationstechniken“ würden die „kulturellen Interessen“, „Entfaltungsmöglichkeiten“ und „Entwicklungschancen“ von Menschen jeglichen Alters immer stärker beeinflussen, da durch die „neuen Technologien das Rezeptionsverhalten gegenüber Massenmedien“ und Orte des täglichen Lebens, wie z.B. Arbeitsplätze verändert worden seien. Daher untersuche die Medienpädagogik die „sozialen und kulturellen Folgen der Informations- und Kommunikationstechnologien“.
Die Nutzung von neuen Medien sei eng mit Lehr-Lernprozessen verbunden, da diese von ihnen „unterstützt, aufrechterhalten, vertieft, aber auch verändert [werden]“. Medien hätten eine „Doppelfunktion“, indem sie „sowohl als Lehr- als auch als Lernmittel […] aktiv-konstruktive Lernaktivitäten durch Lernangebote ermöglich[en] und initiier[en]“.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik der Medialisierung der Hochschullehre ein und stellt die zentrale Fragestellung sowie die Gliederung der Arbeit vor.
2. Theoretische Grundlagen der Medienpädagogik im Kontext der Hochschule: Dieses Kapitel erläutert die medienpädagogischen Fachbegriffe, definiert Mediendidaktik und Medienkompetenz und diskutiert externe Vorgaben sowie die theoretische Bedeutung der Ergebnissicherung.
3. Exemplarische Analyse der Ergebnissicherung ausgewählter Universitäts-Seminare an der Universität Bielefeld auf neue Medien: Dieser Abschnitt beschreibt die qualitative Untersuchungsmethodik der teilnehmenden Beobachtung und wertet die Phasen der Ergebnissicherung in sechs spezifischen Seminaren aus.
4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, reflektiert das Potenzial neuer Medien für die Präsenzlehre und gibt einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen sowie Fördernotwendigkeiten.
Schlüsselwörter
Medienpädagogik, Mediendidaktik, Hochschullehre, Ergebnissicherung, neue Medien, digitale Kompetenz, akademische Medienkompetenz, universitäre Lehre, Lehrmethoden, Blended Learning, Teilnehmende Beobachtung, Lehr-Lern-Prozess.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Masterarbeit?
Die Arbeit analysiert, wie moderne digitale Medien und neue Lehrmethoden in der Ergebnissicherungsphase von Hochschulseminaren eingesetzt werden können, um die Effektivität von Lernprozessen zu steigern.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Arbeit umfasst theoretische Aspekte der Medienpädagogik, die Rolle der Mediendidaktik an Hochschulen, Konzepte der Medienkompetenz sowie eine praktische qualitative Analyse bestehender Lehrveranstaltungen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?
Das Hauptziel ist zu untersuchen, wie die Ergebnissicherung in Seminaren methodisch umgesetzt wird und ob beziehungsweise wie diese Methoden durch neue Medien didaktisch sinnvoll überarbeitet werden können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt die qualitative Methode der teilnehmenden Beobachtung in sechs Seminaren der Universität Bielefeld, deren Daten anschließend mittels inhaltlicher Strukturierung ausgewertet werden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Diskurs zu Medienkompetenz und Mediendidaktik sowie eine detaillierte Analyse der beobachteten Seminare, inklusive konkreter mediendidaktischer Verbesserungsvorschläge für jedes untersuchte Fallbeispiel.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Medienpädagogik, akademische Medienkompetenz, Ergebnissicherung, Präsenzlehre und Blended Learning.
Warum ist der Vergleich zwischen Seminar 1.1 und 1.2 von Bedeutung?
Der Vergleich verdeutlicht, wie bei identischer Dozentin und gleichem Thema allein der Unterschied in der medialen Gestaltung (Einsatz neuer Medien vs. traditioneller Kreidetafel) die Aktivierung der Studierenden und die Qualität der Ergebnissicherung beeinflusst.
Welchen Nutzen bieten die vorgeschlagenen Animationen oder Softwarelösungen wie PowToon?
Sie dienen als interaktive Werkzeuge, um komplexe Inhalte anschaulicher und interessanter zu vermitteln, wodurch die Motivation der Studierenden steigt und alternative, aktivere Zugänge zum Lernstoff ermöglicht werden.
- Arbeit zitieren
- Tobias Schilling (Autor:in), 2015, Neue Medien in der Hochschullehre und akademische Medienkompetenz, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/452286